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Leselupe.de > Anonymus
Kleiner Fragenkatalog zum Thema: Bin ich Rassist?
Eingestellt am 25. 07. 2008 13:08


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Rassismus ist seit je ein schwieriges Thema. Die Reaktion darauf fällt merkwürdigerweise immer sehr eindimensional aus: Jeder, aber auch so ziemlich jeder, der mit der Frage konfrontiert wird, ob er gelegentlich oder vielleicht auch permanent in rassistischen Kategorien denke und handele, reißt abrupt die Hände hoch und spielt die beleidigte Leberwurst. Oder veräußert in expressiver Form – expressis verbis oder unter ausdrücklichem Einsatz aller körperlichen Mittel, ganz im Sinne eines extra iocum: fer aut feri – alle sonst und weiterhin nur denkbaren Anzeichen von Unverständnis, Entrüstung, Empörung, Abscheu, Entsetzen...

Auf die Frage, ob es sich dabei möglicherweise um Reaktionen pc-dressierter Gutmenschen handelt, würde man wohl auch keine vernünftige Antwort bekommen.

In Anbetracht also der Unmöglichkeit, über dieses Thema mit seinen Mitmenschen auf ehrliche Weise zu kommunizieren, vor allem: in Anbetracht der Kenntnis diverser Umfragen zum Thema, habe ich, rein für mich, einmal einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt. Es handelt sich um Fragen an mich selbst. Aus der Antwort versuche ich eine Meinung über mich selbst zu gewinnen.

Sollte jemand Bedenken haben, so kann ich erwidern: Was nĂĽtzte es mir, mich selbst zu belĂĽgen?! Bei hoher Abweichung von der angeblich vorhandenen Norm des toleranten, gebildeten, weltoffenen Deutschen kann man ja, auch wieder fĂĽr sich selbst, ĂĽber die Ursachen nachdenken.

So weit mein Vorspann. Nun die Fragen, die mir – teilweise spontan, teilweise nach längerem Schürfen in den teilweise trüben Tiefen und seichten Niederungen meines Bewusstseins und gegen den Widerstand eingeübter political correctness – einfielen. Es sind jeweils sieben zu insgesamt vier Sachgebieten. Meine Antwort gebe ich sofort auf jede einzelne Frage.

Sachgebiet A: Bereich Familie

1. Würde ich einer Beziehung meiner Tochter (11. Klasse, Gymnasium, blond, blau- grauäugig) mit einem Amerikaner skeptisch gegenüber stehen? – Nein.
2. Änderte sich meine Meinung, wenn der Amerikaner ein Schwarzer wäre? – Nein.
3. Hätte ich Bedenken, wenn es sich dabei um einen Amerikaner schwarzer Hautfarbe handelte, der Moslem ist? – Nein.
4. Sähe ich Probleme für eine eventuelle Verbindung, wenn es sich um einen Amerikaner schwarzer Hautfarbe handelte, der geborener Moslem ist, Sozialhilfe bezieht und eine Körperbehinderung hat? – Nein.
5. Machte ich mir Sorgen um meine Tochter, behauptete sie plötzlich, ich habe mich verhört, sie hätte nie was von einem Amerikaner erzählt, sondern immer gesagt, ihr Freund sei Albaner? – Nein.
6. Verlöre ich meine notorisch bekannte Ausgeglichenheit und Freundlichkeit, wenn sie ihren Albaner in ihr Zimmer einziehen ließe? – Nein.
7. Würde ich, gesetzt, die Beiden wohnten tatsächlich vorübergehend mit mir in einer Wohnung, meinen Bekannten und Freunden etwas vormachen, mein kommunikatives Verhalten ändern, keine Abende mehr geben, keinen zum Essen einladen? – Nein.

Sachgebiet B: Bereich Arbeitsleben

1. Hätte ich Ressentiments gegenüber einem neuen Mitarbeiter, der die gleiche Tätigkeit ausübt und mit einer Greencard vorübergehend in Deutschland arbeitet? – Nein.
2. Wäre meine Gelassenheit beeinträchtigt, wenn der neue Mitarbeiter aus den USA trotz gleicher Tätigkeit (Anpassung von Computersoftware für Soziologen an spezielle Anwenderwünsche) mehr Geld bekäme? – Nein.
3. Zöge ich vielleicht eine „Fresse“, wenn es sich bei dem neuen Mitarbeiter nicht um den angekündigten Amerikaner mit Greencard, sondern um einen Russlanddeutschen handelte? – Nein.
4. Veränderte sich meine positive Grundmeinung gegenüber dem neuen Mitarbeiter, wenn ich durch Zufall erführe, er sei gar kein Russlanddeutscher, sondern habe in Russland zuzeiten eine Russlanddeutsche geehelicht, mit der er nach Deutschland einwanderte? – Nein.
5. Kämen mir ungute Gedanken, wenn der neue Mitarbeiter plötzlich mein Vorgesetzter würde? – Nein.
6. Fielen mir herabsetzende Formulierungen gegenüber dem neuen Mitarbeiter ein, wenn der begänne, den Chef zu spielen und, z.B., erwartete, dass ich zuerst grüße? – Nein.
7. Äußerte ich abfällige Bemerkungen und erzählte dauernd Radio-Jerewan-Witze, wenn mein Chef, der Karrieristen-Russe, meine Stelle wegrationalisierte? – Nein.

Sachgebiet C: Bereich Verbraucherverhalten und Produktwerbung

1. Würde mich der rote Schmollmund der jungen, blonden, sehr hübschen Parfüm-Verkäuferin mit großen, straffen Brüsten und schmaler Taille, die gleich im nächsten Hausaufgang wohnt, bei der Auswahl der Sorte für meine Frau beeinflussen? – Nein.
2. Könnte sie mich manipulieren, wenn sie mir bei der Wahl des richtigen Parfüms aus unmittelbarer Nähe behilflich wäre, wenn ich also ihren warmen Atem spürte, ihren frischen Geruch, und ihre Brust sanft gegen meine stieße? – Nein.
3. Würde ich über das französische Parfüm-Monopol schimpfen, wenn sie mir einen Preis für das gewählte Channel-Extra-Komplettset ins Ohr flüsterte, der meine Erwartungen um das ca. Vier- bis Fünffache überstiege? – Nein.
4. Hegte ich plötzlich Zweifel an meiner Kaufentscheidung, erblickte ich, wieder in der Einkaufsmeile unterwegs, in einem dunklen Torbogen eine unauffällige, aber irgendwie clever dreinschauende dickliche polnische Händlerin in leicht abgetragener, ansatzweise schmieriger, völlig unmodischer Kleidung (sie könnte auch eine Zigeunerin sein, wer weiß), die selbiges Komplettset zum Zehntel des gerade bezahlten horrenden Preises verkauft? – Nein.
5. Ärgerte ich mich nicht doch über die unnütze Geldausgabe, zumal für meine Frau, wenn ich, aus sicherer und unauffälliger Entfernung, andere Kunden beim Kauf des Komplettsets zum Zehntel des gerade gezahlten Preises beobachtete? – Nein.
6. Revidierte – oder mindestens: relativierte – ich meine Meinung, in der Nobelboutique einen guten Kauf getätigt und damit dafür gesorgt zu haben, dass unser Geld im Lande bleibe, nicht doch, wenn ich vor dem kleinen Tischchen der fliegenden Händlerin stünde und, die Ware zögerlich zwischen den Fingern hin- und herwendend, gegen alle inneren Einwände zu dem Ergebnis käme, es handle sich tatsächlich und wider Erwarten eindeutig um das Original? – Nein.
7. Würde ich denken: Geschieht dir recht!, wenn plötzlich die Polizei auf der Bildfläche erschiene und die Zigeunerin mitnähme? – Nein.

Sachgebiet D: Bereich Eigentum

1. Geriete ich in helle Aufregung, wenn mir die Polizei an der Wohnungstür mitteilte, mein vorschriftsmäßig vor dem Haus geparktes Auto sei von einem unbekannten Fahrzeug, das (nach dem Augenzeugenbericht eines zufällig vorbeischlurfenden sehbehinderten Rentners) wahrscheinlich ein ausländisches Kennzeichen besaß, gerammt und schwer beschädigt worden? – Nein.
2. Würde ich meine Contenance verlieren, wenn der Polizist erneut an der Türe klingelte, um mir mitzuteilen, es habe sich ein weiterer Zeuge gefunden, der von einem rumänischen Kennzeichen am Schaden verursachenden Fremdfluchtauto sprach? – Nein.
3. Wäre das anders, wenn er mir klipp und klar mitteilte, nicht mein neuer 3-er BMW sei beschädigt worden, sondern ein fremdes Fahrzeug, und zwar von einem Abschleppwagen, dessen Fahrer und Mitarbeiter meinen neuen 3-er BMW verladen und abtransportiert hätten, wobei sie sich lautstark in einer vermutlich osteuropäischen Sprache unterhielten, mit hoher Wahrscheinlichkeit sei es Rumänisch gewesen? – Nein.
4. Erlaubte ich mir abfällige Bemerkungen über osteuropäische bzw. polnische oder rumänische Diebesbanden, wenn ich in der Zeitung läse, die Zahl solcher Delikte sei mit den offenen Grenzen sprunghaft gestiegen? – Nein.
5. Rutschte mir nicht ein Wort der Verurteilung solcher Handlungen heraus, wenn mir das zum dritten Male passierte? – Nein.
6. Bliebe ich ruhig, entdeckte ich meinen neuen 3-er BMW plötzlich auf dem verschlammten Platz eines rumänischen Gebrauchtwagenhändlers mit Nigeria-Connection, umgespritzt, mit Farbstreifen in der Mitte, mit Heckflügel und Bugspoiler proletenmäßig verunstaltet und tiefergelegt, mit einem Pappschild hinter der Windschutzscheibe und der Aufschrift 999-, Euro? – Nein.
7. Könnte ich meine Faust in der Tasche behalten, träte der Rumäne mit Nigeria-Connection auf mich zu, um mir einen Nachlass von 10 % auf sein Angebot des Tages anzubieten? – Nein.

Wie man aus der Beantwortung der Fragen eindeutig ersehen kann, bin ich nun wirklich kein Rassist, ich hätte, denke ich, die beschriebenen kribbligen Situationen bravourös bestanden! (Den Ausgang der Schlägerei auf dem Platz für Gebrauchte lasse ich einmal offen. Denn es handelt sich hier wohlgemerkt um eine Selbstprüfung mittels hypothetischer Fragestellungen.)

Ich muss allerdings ergänzen, dass ich mir bei der Formulierung der hypothetischen Fragestellungen gewisse kleinere Freiheiten erlaubt habe, die jedoch für den Wert des Gesamttests keine Bedeutung haben. Der Vollständigkeit halber nenne ich diese Kleinigkeiten nachfolgend.

Für Block 1 füge ich hinzu: Meine blonde, blau-grauäugige Tochter ist ein wenig älter und seit langem mit einem städtischen Angestellten verheiratet.

Zu Block 2 merke ich an: Ich bin im Ruhestand.

Block 3 besitzt einen äußerst geringfügigen Korrekturbedarf. Die kleine Differenz ist: Ich mache meiner Frau grundsätzlich keine Geschenke. Wir haben getrennte Konten und sind schon sehr lange verheiratet.

Bei Block 4 habe ich mir ein wenig mehr Freiheit gegönnt. Es stimmt zwar, dass mal jemand meinen neuen 3-er BMW beim Einparken beschädigte. Aber das war die nette Verkäuferin aus dem Parfüm-Shop, die im nächsten Hausaufgang wohnt.
Es stimmt auch, dass mein Fahrzeug einmal abtransportiert wurde, das passierte jedoch, nachdem ich nach Mallorca flog, ohne vorher den Anwohner-Parkausweis auf’s Armaturenbrett zu legen.

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Jo, mmmh. Und nun? Kommt da noch was? Oder habe ich den beabsichtigten Schenkelklopfer ĂĽberlesen?

Alles in allem platt, zu platt. Wenn schon Satire, dann muss es krachen, aber richtig. Da ist bei weitem nicht bissig, nicht böse genug, um zumindest bei mir zu zünden.
Dein Text hier ist wie ein Auto, dem hundert Meter vor der Tanke der Sprit ausgeht (und dahin gehts steil rauf).

lg
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"Wie spät ist es", ist auch eine richtige Frage. Und?

Was soll es denn nun sein? Eine Anklage, Satire, ein ernstes Essay?
Da kann ich nichts von alles dem erkennen. Den Rassismuszeigefinger nehm mal gleich wieder runter. Lesen kann ich auch, nur was ich lese, zĂĽndet nicht. Wenn du die Leute betroffen machen willst, sie zum nachdenken bringen willst, so erreicht deine Umsetzung des Themas dies bei weitem nicht.
Zu lang (vor allem der Fragenkatalog), zu platt, teilweise nur seltsam.
Was hat ein Russe oder Albaner in einer Abhandlung über Rassismus zu suchen? Was hat der Moslem und der Körperbehinderte damit zu tun? Da ist viel zu viel vermengt, was nicht zusammengehört, um dem Thema wirklich gerecht zu werden.

Duisburger
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"Wie spät ist es", ist auch eine richtige Frage. Und?

Die Frage nach der Uhrzeit kann eine berechtigte, aber auch eine überflüssige sein, nämlich dann, wenn es zu spät ist.

Was soll es denn nun sein? Eine Anklage, Satire, ein ernstes Essay?

Warum sollte ich mich auf eine Form versteifen? Die Grenzen zwischen diesen sind flieĂźend. Oder kennst Du eine allseits und ewig gĂĽltige Definition fĂĽr eine?

Den Rassismuszeigefinger nehm mal gleich wieder runter.

Den „Rassismus-Zeigefinger“ erhob ich zunächst vorm eigenen Spiegel. Wie mein Text jedoch versucht zu zeigen, ist aber gerade eine solche „Eigenprüfung“ schlecht möglich. Wir sehen nichts, stehen wir selbst vorm Spiegel. Wir sind blind.

Genauso schwierig ist es, fĂĽr unsere Mitmenschen der Spiegel solcher Themen sein zu wollen. Sie wenden sich oder es gibt Scherben...

Der einfache Grund für diese Reaktionen von uns, von anderen ist, ich sagte es bereits: Wir tragen alle die Anlagen zu rassistischem Verhalten in uns, die Natur lässt da nicht mit sich reden. Ober ein Mann einen schlanken Frauenkörper hinreißend findet, ob der Personalchef einen neuen, vielleicht recht dicken und hörbar schnaufenden Stellenbewerber ablehnt, ob der Passant in der Fußgängerzone geraden Blickes am bettelnden Zigeuner vorbeigeht, oder ob ein amerikanischer Konzern in afrikanischen Wäldern keine Rücksicht nimmt auf fremdartige, bemalte, kleinwüchsige, wehrlose Indio-Stämme, wenn er seine Interessen durchsetzt – all das basiert auf ziemlich ähnlichen Wertmaßstäben.

Vielleicht hast Du mal was von „Erbsünde“ gehört, die christlichen Dogmatiker hatten sich da, ausgehend von Adam und hinzielend auf ihren Messias, eine tolle Theorie der menschlichen Grundfehler und deren religiöser, heilsgeschichtlicher Überwindung ausgedacht. So abstrus und mittelalterlich diese Lehren auf uns heute wirken, sie enthalten zumindest einen bedenkenswerten Ansatz, nämlich den unserer (evolutionär) geprägten Verhaltensweisen. Als gravierenden Fehler der christlichen Erbsündenlehre sehe ich natürlich die Verabsolutierung dieser Tatsachen und deren Beseitigung unter dem Banner der christlichen Erlösung, es handelt sich hier um ein Paradebeispiel für ein ideologisches Konstrukt.

Mit unserer heutigen Art, darüber hinwegzusehen-hinwegzureden und der stante pedes anzutreffenden Gewohnheit, zuallererst sich selbst als den von solcherart Anwandlungen freien Menschen zu betrachten, kommen wir aber auch nicht weiter. Gäbe es so wenig rassistisches Gedankengut und verinnerlichte Handlungsschemata, wären wir nicht an der Stelle, an der wir nun mal leider sind, Beispiele dazu liefert mein Text, denke ich, zur Genüge.

Besser also, man redet über das Problem, versucht, den Ursachen von Rassismus auf den Grund zu gehen. Am besten fängt man damit bei sich selbst an. Ohne Verlogenheit und pc-Attidüten.

A.

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Walther
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Hallo A.,

eigentlich bin ich eher selten der Meinung von Duisburger, hier schon. Warum? Weil das Ding viel zu langatmig ist und mehr über die Selbstverständnis und Charakter des Autors und dessen Literatur- und Selbsterkenntnisprobleme aussagt als einen wirklich inhaltlich interessanten Beitrag zum Thema darstellt.

Wer die Welt aufklären will, muß erstmal ihre Aufmerksamkeit gewinnen. Dazu trägt selbstverliebtes Dauergesülze über ein heißes Thema wie obige Sprachblasen nicht bei. Wer also fesseln will, muß gewisse Grundprinzipien einhalten, die da lauten:

(1) Immer an den Leser denken.
(2) Immer an den Leser denken.
(3) Immer an den Leser denken.
(4) ...

Nachdem nun schon zwei Leser sagen, das war wohl nix, ohne den Inhalt überhaupt angesprochen zu haben, weil sie spätesten ab dem Beginn des zweiten Themenblocks sich gefragt haben, was diese ausgedehnte Wortvielheit soll, wird es für den Autor Zeit, sich der Selbstreflexion hinzugeben. Wie gesagt: Eitelkeit ist hier fehl am Platz, Selbstverliebtheit auch nicht, und wenn beides, dann bitte mit hohem Unterhaltungswert (der sich oben einfach nicht einstellen will).

Denn sonst kommt fürchterliche Langeweile auf. Und spätestens nach der obigen Verteidigungsrede, die nicht einen Funken an Lernbereitschaft und der leisen Idee spüren läßt, daß man vielleicht auf dem falschen Dampfer sein könnte, auch noch Ärger. Und dem habe ich mit Wort und Bewertung Luft gemacht.

In diesem Sinne: Quod licet Jovi, non licet bovi, wie der Lateiner das sagt. Auf gut deutsch: Auf den Quark prĂĽgelt bitte nur der, der es kann. Und der hier, der kann's bisher nicht.

GrĂĽĂźend W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Lieber Walther,

nichts für ungut, ich akzeptiere jede Meinung. Auch wenn jemand viel Mühe investiert in eine Aussage, die sich in drei Worte packen ließe. Leider sagst auch Du zum eigentlichen Thema nichts. Es bringt auch rein gar nichts, hier eine schlechte oder eine besonders gute Wertung zu geben, ein Anonymus entschied sich gar für eine 10. Sinnvoller wäre es, tatsächlich einmal über das Thema zu sprechen. Oder es zu versuchen.

Noch ein paar Worte zum Text. Richtig ist, dass er relativ lang ist. Sicher ein gravierender Fehler von mir, wie kann man auch erwarten, dass heutzutage, in unserer Mediengesellschaft, noch Texte von mehr als zwei Seiten gelesen werden (erotische Themen einmal ausgenommen).

Falsch, aber auch ganz falsch, ist die Meinung, er würde sich nur mit des Autors selbstverliebten Formulierungen beschäftigen. Das ist, lieber Walther, großer Quark, was Du da schreibst. Mein Text versucht (ich will nicht behaupten, dass es auch gelungen ist) zu zeigen, dass gerade unser Eigenurteil zu diesem Thema regelmäßig und möglicherweise zwangsläufig fehl geht (zu einem Fehlurteil kommt).

Die relat. Breite des Textes meint: Alle Fragen zu diesem Thema, die natürlich, wie könnte es anders sein, mit einem klaren "Nein" beantwortet werden, enthalten bereits rassistische Tendenzen. Man kann es auch so sagen: Gäbe es keinen Rassismus, bräuchten wir nicht über das Thema sprechen.

Ich für mich könnte sagen: Ich sehe mich durchaus stark gesteuert von bestimmten Affekten, ich kann deren Kraft nicht in jedem Fall entfliehen. Ich kann aber versuchen, drüber zu sprechen. Was ich bei Dir und Duisburger vermisse.

A.

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