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Leselupe.de > Science Fiction
Klonmädchen Lena (Fortsetzungsroman in 14 Teilen) (gelöscht)
Eingestellt am 09. 04. 2007 18:52


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Sarah T.
Hobbydichter
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jon
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Na gut, dann ohne Rücksicht auf's Alter …

Das Gute zuerst: Ich sehe eine ganz ordentliche Sprachbegabung und eine ganz ordentliche Erzählbegabung
Die Einschränkung: Beides muss noch ein bisschen reifen, ehe ich es als gut bezeichnen würde.

Grundsätzliches:

* Du wiederholst dich oft, sagst dem Leser etwas, was du ihm schon gezeigt hast, und auch Dinge, die schon (z.T.) mehrfach gesagt hast (z.B. warum König Lena misshandelt, z.B. dass Klone rechtlos sind). Das macht das Ganze recht breiig.
Ein Effekt davon ist (ich schrieb es schon in entsprechenden Kapitel), dass du mehr als die Hälfte des Textes brauchst, um die Situation zu schildern. Prinzipiell geht das - wenn ein Sinn darin steckt. Den seh ich aber nicht. Ich ahne anhand der Folterszenen, dass du eine Steigerung erreichen wolltest, aber das erreichst du nicht: Lena geht es von der ersten Zeile an saubeschissen und schon im ersten Kapitel ist auch der körperliche Schmerz schon erklärt.

* Es sind unlogische und grob unglaubwürdige Details enthalten. So ist Lenas Wissen völlig absurd strukturiert - was sie weiß und was sie nicht weiß, passen nicht zusammen. Oder: So ist die Idee mit dem Recorder sicher dramaturgisch richtig, aber die Ausführung ist absurd: Es ist unmöglich, dass man in einer so stark überwachenden Gesellschaft einfach so, ganz legal im Laden ein Gerät kaufen kann, das durch bloßes Zwischenschalten (das selbst Deppen wie König hinkriegen) die Überwachung umgeht.

* Die Konstruktion mit diesem "den Spruch weitersagen" ist - entschuldige! - pupertäre Wunschvorstellung. Wenn Klone psychisch wie Nichtklone funktionieren, dann muss Lena mindestens zwei oder drei Klone treffen, die sie komisch ansehen, wenn sie ihnen den Spruch zuraunt. Welche, die sich gar nicht bewusst sind, dass den Klonen durch die Rechtlosigkeit etwas fehlen könnte. Welche, denen es gut geht und die gar nicht verstehen, was sie für Hilfe von Klonschützer brauchen sollten. Und Dummbatze - es muss Klone geben, deren Intelligenzgrad so niedrig gehalten wird, dass sie garantiert nicht aufmucken, wenn man ihnen befielt, im gefüllten Säuretank von innen ein Loch zu flicken (z.B.). (PS: Ich versteh sowieso nicht, wieso man beim „Klonen" alles "praktisch macht" das Gefährlichste aber - den Verstand - offenbar unmanipuliert lässt.

* Wie die Klonschützer Macht bekommen ist - auch da verzeih bitte das harte Wort - literarisch fragwürdig. Bei dir geht das eben einfach so. Du behauptest zwar - z.T. recht halbherzig - dass die Klonschützer "es schwer haben", aber nirgends in der Story ist etwas davon zu spüren. Und dann wird die Lage schlagartig besser (, es klingt fast, als sei das Problem de facto schon gelöst), nur weil einer in eine "einflussreiche Position" gelangt ist. Das ist so meilenweit am tatsächlichen Verhalten von Menschen, Menschengruppen und Machthabern vorbei, dass es in einem ernst gemeinten (nicht ironisch oder so gehaltenen) literarischen Text einfach nichts zu suchen hat. Erst recht nicht in einem Jugend-"Buch". Da muss man vielleicht nicht grade Krieg inszenieren und kann durchaus Möglichkeiten der Demokratie aufzeigen - aber so, wie es hier rüberkommt, ist es gelogen. Was du da schreibst., passiert nicht innerhalb dieser überschaubaren Zeit von ein paar Tagen oder auch Wochen.

* Wie um Himmels willen kommt Lena so spontan drauf, dass Chris Christ ist? Was weiß Lena über das Konzept von Glaube? Was über die speziellen Religionen? Und woher weiß sie das? Und - auch das dachte ich bei diesem Satz - wofür in drei Teufels Namen ist das im Zusammenhang mit dem Stoff „Klonrechte“ wichtig?


Nochmal was Gutes: Die Geschichte hat erzählerisch und auch thematisch jede Menge Potential.
Die Einschränkung: Du verschenkst das eine ein bisschen, das andere fast „mit vollen Händen“.

__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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