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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Koma
Eingestellt am 26. 11. 2002 23:40


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yentl
Hobbydichter
Registriert: Nov 2002

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Bert liegt da, in einem Bett mit grĂŒnen Laken. Seine Augen sind geschlossen, schon seit Tagen. Er hat sich auch nicht bewegt. Neben ihm medizinische GerĂ€te und Utensilien.
Ich habe mit mir gekĂ€mpft, bevor ich hierherkam, obwohl ich mich in demselben grossen GebĂ€ude aufhalte. Es ist mir immer noch peinlich, mit ihm in Verbindung gebracht zu werden. Ich empfinde Scham – auch ĂŒber mein eigenes Verhalten ihm gegenĂŒber, frĂŒher und immer noch. Aber schliesslich gehe ich – nicht nur aus PflichtgefĂŒhl oder Mitleid. Das wĂŒrde nicht reichen. Nein, es ist die Verbundenheit. Uns verbindet die Zeit, die wir miteinander verbracht haben; die wenigen Dinge, die wir voneinander mitbekamen.
Ich sitze allein bei ihm, dicht neben seinem Kopf. Es ist völlig still. Ich schaue ihn an, das vertraute Gesicht, das mir nie „gut genug“ war – zu durchschnittlich, und dann diese Frisur, und der Speck ĂŒberall. Aber er war immer sauber, mehr als ich. Bei mir spielte es keine grosse Rolle, ich war sowieso der allerletzte Mensch, ob sauber oder nicht – hĂ€sslich und dumm. Nur jemand wie Bert konnte sich auf Anhieb in mich verlieben. Er hatte auch keine grosse Auswahl – er war nicht gross, nicht sehr attraktiv, nicht intellektuell ... aber lieb. Ein wenig unbeholfen; aber zuverlĂ€ssig. Er kam pĂŒnktlich zu jeder Verabredung, mein erster Freund – im Gegensatz zu spĂ€teren Erfahrungen. Und nun liegt er hier. Ich strecke die Hand aus und lasse sie sanft ĂŒber seine Wange gleiten. „Es tut mir so leid“, flĂŒstere ich. Ich könnte gar nicht lauter sprechen, denn es tut weh. „Du warst immer gut zu mir, hast dich nach mir gerichtet und meine Unwissenheit nie ausgenutzt. Doch ich habe dich schamlos ausgenutzt. Hast du gemerkt, dass ich dich nie jemandem aus der Schule vorstellte? Wenn du mich abholtest, musstest du um die Ecke parken, damit dich niemand sah. Ich gab natĂŒrlich damit an, einen Freund zu haben, aber viel mehr bekamen sie nicht aus mir heraus. In einer Diskussion darĂŒber sagte unser Klassensprecher mal >So’n kleiner Dicker<, und alle lachten. Ich lachte mit, obwohl mir nicht danach zumute war.
Wie oft habe ich mit dir Schluss gemacht? Beim erstenmal war es wohl eine Art Test, wie du reagierst. FĂŒr mich war unsere Beziehung ein Spiel, bei dem ich Dinge ausprobieren konnte. Das lag daran, dass ich dich nie ernstnahm. (Das fiel leicht bei dir, aber es war trotzdem nicht gut.) Als ich das erstemal Schluss machte, warst du am Boden zerstört. Ich war nicht sicher, ob du >ja< sagen wĂŒrdest, als ich es mir bald darauf wieder anders ĂŒberlegte. Aber du warst einfach glĂŒcklich. SpĂ€testens, als es beim zweitenmal genauso ablief, verlor ich allen Respekt vor dir. Wie konnte jemand sich so etwas bieten lassen? Warum hast du dich von einem 15jĂ€hrigen MĂ€dchen so herumschubsen lassen? Du warst immerhin 21! Ich begreife es bis heute nicht.
Du sagtest mir ziemlich bald, dass du mich liebst. Ich weiss nicht, was das fĂŒr dich bedeutete. Ich weiss aber, dass ich keine Ahnung hatte, was es bedeutet. Als du es sagtest, sagte ich es auch – weil ich dachte, es gehört einfach dazu. Das sagt man eben. Selbst heute bin ich noch nicht ganz sicher, was es fĂŒr mich bedeutet – ob ich jemals wirklich geliebt habe. Aber dass ich damals noch nicht lieben konnte, das steht fest.
Du dachtest vielleicht, Liebe bedeutet, alles zu verzeihen. Selbst wenn man das schafft, ist damit aber nicht gemeint, alles unkommentiert und ohne Konsequenzen hinzunehmen. Wenn der andere nicht einsieht, dass sein Verhalten falsch ist, und nicht wirklich bereit ist, sich zu Ă€ndern, muss man daraus Konsequenzen ziehen – fĂŒr sich selbst und fĂŒr den anderen, damit er daraus lernen kann, wenn er will. Deshalb muss man dem anderen nicht böse sein. Aber um das zu verstehen, muss man einiges an Lebenserfahrung haben.
So verging ein Jahr, in dem ich immer wieder Schluss machte und es mir wieder anders ĂŒberlegte, und du reagiertest immer gleich. Wir hatten kaum etwas, ĂŒber das wir reden konnten. FĂŒr mich war die Sache eine sexuelle Entdeckungsreise. Wir machten alles in deinem Auto, ausser dem einen. Schliesslich war ich erst 15. Erst vor kurzem ging mir auf, was dir damals hĂ€tte blĂŒhen können. Geredet haben wir dann ĂŒber das Funken, deine Leidenschaft, die ich bald teilte. Das war’s. Und nach einem Jahr fand ich das langweilig. Es gab nichts mehr zu entdecken. An unserem Jahrestag brachtest du mir eine rote Rose mit, und ich machte Schluss, diesmal endgĂŒltig. Es war mir völlig egal, was du fĂŒhltest. Du fuhrst noch eine Zeitlang tĂ€glich durch unsere Strasse, aber weil ich darauf nicht reagierte und dich auch nicht anrief, wie sonst immer, warst du bald aus meinem Leben verschwunden.
Es war mein letztes Schuljahr. Ich begann eine Lehre. Im Jahr danach zog ich zuhause aus. Nach wenigen Tagen fĂŒhlte ich mich zum erstenmal, dass ich mich erinnere, richtig einsam. Kurz darauf bekam ich mein Telefon. An diesem Abend sass ich davor und rang mit mir. Die Einsamkeit siegte. Ich rief dich an. Du erkanntest meine Stimme sofort. Damals war ich ĂŒberzeugt, dass du mich wirklich liebtest und deshalb auf mich wartetest. Aber das waren nur romantische Teenager-Gedanken. In Wirklichkeit machte ich mir keine Gedanken, wie du die Trennung verkraftet hattest und ob mein Anruf gut fĂŒr dich war. Ich rief dich an, weil du mir körperliche NĂ€he gegeben hattest, die fĂŒr mich sehr wichtig ist. Deine ganze Aufmerksamkeit galt mir; du warst immer fĂŒr mich da. Genau das wollte ich, brauchte ich, danach sehnte ich mich. Ich sehnte mich nicht nach dir als Menschen.
Du hattest keine neue Freundin, du hattest an dem Abend (angeblich) nichts vor – so lud ich dich ein, >meine Wohnung anzuschauen<. Wir wussten beide, dass es eine lahme Ausrede war. Am selben Abend landeten wir, auf meine unĂŒbersehbare Anregung, auf meinem Bett. Viel mehr passierte meiner Erinnerung nach an diesem Abend nicht. Ich hatte, was ich wollte – jemand, der mich im Arm hielt.
Diesmal wusste ich genau, dass ich dich benutzte. Ich wollte nichts von deinem Leben hören, dich nicht ausserhalb meiner Wohnung treffen, wollte keinen Kontakt mit deinen Freunden. Auf dein DrĂ€ngen telefonierte ich schliesslich mit deinem besten Freund, den ich von frĂŒher kannte, und er ĂŒberredete mich, seine grosse Liebe kennenzulernen. Um diese Frau herum gab es eine Clique, und ich verbrachte bald viel Zeit bei ihr. Im Gegensatz zu frĂŒher begann ich jetzt, dich vor den anderen verbal anzugreifen. Ich wollte dich nicht mehr provozieren, das funktionierte offenbar nicht, sondern ich wollte dich wieder loswerden. Ich war ziemlich gemein, aber du hast alles schweigend ertragen. Unsere gemeinsame Freundin wollte erst vermitteln, und als das nicht klappte, half sie mir, dich endgĂŒltig loszuwerden. Wir verabredeten, dass ich mit einem Verehrer von ihr, den sie extra zu diesem Zweck einlud, flirten und dich damit eifersĂŒchtig machen sollte. Das erfĂŒllte seinen Zweck. Du schautest dir das eine Weile an, dann bist du gegangen. Ich glaube, ich sah dich danach nur einmal wieder, aber unsere letzte Begegnung steht mir immer noch vor Augen. Es war vor der Wohnung unserer Freundin, wo dein neues Auto parkte. Du redetest nicht mehr mit mir, schautest mich nicht an, dein Gesicht war ernst und verschlossen. Du hast dein Auto aufgeschlossen, und ich wusste plötzlich, dass ich dich sehr verletzt hatte.
Schon als wir das erstemal zusammen waren, hast du gekifft, was mir nicht gefiel. Es gab regelmĂ€ssig Streit deswegen. Ich stellte dir Ultimaten, du konntest dein Versprechen nicht halten – wie denn auch ? Deine Probleme Ă€nderten sich nicht. Ich war mit meinen 15 Jahren nicht in der Lage, dir zu helfen, und hatte genug eigene Probleme.
Nach dieser letzten Begegnung erfuhr ich von unserer Freundin, dass du jetzt hĂ€rtere Drogen nimmst. Viele Jahre lang fĂŒhlte ich mich schuldig, weil ich dachte, dass ich sicher mit schuld daran gewesen war, so wie ich dich behandelt hatte.
Elf oder zwölf Jahre spÀter schrieb ich dir einen Brief. Ich hatte immer darauf gewartet, dass meine Mutter, die weiterhin in >unserer< Stadt lebte, mir erzÀhlte, du seist nicht mehr am Leben. Nun beschloss ich, etwas zu unternehmen, um Klarheit zu bekommen.
Deine Antwort kam prompt. Du warst verheiratet, hattest eine kleine Tocher, einen Job und es ging dir offenbar gut. Ich war so erleichtert!“
Aber die SchuldgefĂŒhle wegen meinem Verhalten dir gegenĂŒber blieben, bis heute. Und dann hatte ich diesen merkwĂŒrdigen Traum. Das Bild, wie du dalagst, ging mir tagelang nicht aus dem Sinn. Ich sprach mit meiner Therapeutin darĂŒber, wobei meine Stimme fast versagte. Mir war zum Heulen. Am gleichen Abend begann ich, alles aufzuschreiben.
Ich glaube, dass deine GefĂŒhle echt waren und du sehr gelitten hast. Die SchuldgefĂŒhle werde ich wohl nicht los, da es unpassend wĂ€re, heute ausfĂŒhrlich mit dir darĂŒber zu sprechen. Aber ich glaube, es hat mir geholfen, das hier niederzuschreiben, und ich werde es noch öfter zur Hand nehmen und vielleicht ergĂ€nzen.
Danke fĂŒr das, was Du mir so unvoreingenommen und selbstlos gegeben hast. Ich hoffe, Dein GlĂŒck ist von Bestand.

Wochen spÀter trÀume ich wieder von Bert. Es ist ein langer, wiederum intensiver Traum.
ZunĂ€chst war seine IdentitĂ€t nicht ganz klar. Es war mal mein Stiefvater, mal Bert. Ich wohnte in einem Zimmer, das erst noch normal gross war, dann wurde aber der grösste Teil fĂŒr andere abgeteilt, und ich hatte nur noch ein kleines „Kabuff“, in das gerade mein Bett hineinpasste. Und davor wieder eine TĂŒr, die sich trotz des Schlosses und aller MĂŒhe nicht verschliessen liess, wie so oft in meinen TrĂ€umen.
So genau weiss ich nicht mehr, was passierte, obwohl es erst letzte Nacht war. Mein Stiefvater verhielt sich natĂŒrlich wie ĂŒblich, kam dauernd ‘rein, motzte ‘rum, beleidigte mich. Ich versuchte es mit stoischem Verhalten und zynischen Bemerkungen. Vielleicht wurde ich auch mal wĂŒtend, wie in den neueren TrĂ€umen von ihm.
Schliesslich aber war es ganz klar Bert, der immer wieder zu mir kam. Er trug nur Boxershorts, was ziemlich merkwĂŒrdig ist, mir im Traum aber völlig normal vorkam. Ich trug ein Nachthemd, einen Kimono oder was Ähnliches und hielt mich nur in diesem „Zimmer“ auf. Immer wieder kam Bert und sprach mit mir, in seiner ruhigen, nĂŒchternen Art. Mich nervte das. Ich wusste, dass er in mich verliebt war, und wollte ihn loswerden. Meine Bemerkungen wurden immer aggressiver und verletzender.
Schliesslich kam er noch einmal und setzte sich diesmal neben mein Bett auf irgendwas, was dort stand. Es war alles sehr eng, es war gerade so Platz fĂŒr ihn. Er ... ja, ich glaube, er bot mir nochmal seine Freundschaft, eine Partnerschaft an oder zumindest, mir zu helfen. Irgendsowas. Es war sehr mitfĂŒhlend und sehr lieb, obwohl er weiterhin sehr ruhig sprach und sich auch so verhielt, ganz so, wie er immer war. Ich gab ihm eine wirklich sehr aggressive, verletzende Antwort. Er sah mich nicht an, erhob sich halb, um zu gehen, setzte sich dann wieder hin und sah mich an. TrĂ€nen liefen ĂŒber sein Gesicht. In diesem Augenblick konnte ich meine Abwehr, die ich aus ganz anderen GrĂŒnden aufgebaut hatte, nicht mehr halten. Ich legte ihm einen Arm um den Hals und zog ihn rasch an mich, seinen Kopf an meiner Schulter. Ich lag halb auf dem Bett und zog ihn einfach auf mich. Ich glaube, ich weinte inzwischen auch. Mit einer Hand streichelte ich ihm ĂŒbers Haar und flĂŒsterte ihm immer wieder ins Ohr, dass es mir leid tue.
Ich hatte vorher so schroff reagiert, weil ich nicht wollte, dass er sich lĂ€nger mit mir abgab. Ich war nicht die Richtige fĂŒr ihn, ich war zu kompliziert, zu gemein – einfach unpassend. Er ist ein lieber, einfacher, direkter Mensch – einfach viel zu gut fĂŒr mich. Ich wĂŒrde ihn bei der ersten Gelegenheit fertigmachen, wie ich es ja auch in unserer realen Beziehung getan habe. Ich kannte mich zu gut – es wĂŒrde nichts nĂŒtzen, mir etwas anderes vorzunehmen. Noch nicht. Vielleicht nie.
An dieser Stelle erwachte ich, aber das Bild und das GefĂŒhl blieben noch lange. Ich tauchte erst nach langer Zeit zögernd aus dem Traum auf. Das GefĂŒhl, das ich plötzlich ihm gegenĂŒber hatte, war zu gut. Plötzlich war alles klar. Ich reagierte auch in meinem „WeitertrĂ€umen“ so, wie es meinem GefĂŒhl entsprach, wie es richtig war – nicht nach meinen „Programmen“. Keine sexuelle AnnĂ€herung, nicht mal ein Kuss, jedenfalls nicht auf den Mund. Ich tröstete ihn einfach, entschuldigte mich immer wieder bei ihm und weinte um das, was wir bisher nicht miteinander hatten teilen können. Jetzt spĂŒrte ich eine grosse ZĂ€rtlichkeit und Zuneigung. Ich wollte ihn nicht loslassen. Ich wollte in dieser Umarmung bleiben. Ich wollte einen Zugang zu seinem Herzen finden, ihn richtig kennenlernen, wollte, dass er mich versteht, wollte ihm erzĂ€hlen, wie ich wirklich denke und fĂŒhle. Und es war weder Verzweiflung – ausser ĂŒber die schlechte Vorgeschichte – noch Einsamkeit spĂŒrbar, obwohl sie vielleicht da waren, aber sie waren in dem Augenblick nicht wichtig. Es ging nur darum, endlich einen echten Kontakt zwischen uns herzustellen, offen ĂŒber uns und unsere GefĂŒhle zu sprechen.
Das GefĂŒhl war so gut, dass ich es im Laufe des Tages immer wieder innerlich „aufsuchte“, mich zurĂŒckversetzte, und ich werde es mit Sicherheit auch tun, wenn ich gleich ins Bett gehe.
__________________
**YENTL**

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Clara
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Koma von Yentl

Liebe Yentl

ich bin noch ganz trunken von Deinem Text.
Er gefĂ€llt mir, er gefĂ€llt mir deshalb, weil soviele innere Dialoge darin sind, trotzt der schauerlichen Inhalte, wenn ich es auf das Leben ĂŒbersetze.

Es sind ja enorme ZeitlÀngen darin, 12 Jahre danach,
kommen dem ICH TrÀume, dann das Koma des "Dicken".
Die vielen vielen SchuldgefĂŒhle.
Sie kommen automatisch. Aber woher kam die KratzbĂŒrste?
Die KratzbĂŒrste ist mir noch unklar. Es kann nicht an "ihm" gelegen haben. Da war vorher schon Leere vielleicht.
Oder Abwehr, auf etwas anderes. Aber die 15-jÀhrige, ja, die ist klar und deutlich.

Hatte die gar etwas mit dem Stiefvater zu tun?
Und die Haltung bezĂŒglich der Drogen, die finde ich Klasse.
Man muss natĂŒrlich nicht hĂ€sslich zu "so einem " sein, aber ihn verlassen finde ich völlig ok.
Und warum liegt der arme Junge, der mittlerweile Mitte dreißig geworden war, im Koma?

Schreibtechnisch schrieb ich Dir ja schon eine Mail, das der Text da besser im SchreibĂŒbungsforum aufgehoben ist.
Einen kleine Tempifehler hatte ich gelesen.


Meld Dich mal mit dem Text im Schreibtechnischen, wenn Du magst. Und, bist Du selbst betroffen, dann wird die SchuldgefĂŒhle in eine Schale, und die GefĂŒhle des anderen in eine andere, bis beides gleich hochhĂ€ngt, oder so Ă€hnlich.

Lieben Gruss von Clara


__________________
Clara

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yentl
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"Koma" - Kommentar von Clara

Liebe Clara,

vielen Dank fĂŒr Deinen Kommentar - vor allem als allererster ist er ermutigend!
Nichts darin ist erfunden. Die 15jÀhrige bin ich, und die TrÀume hatte ich, nicht 12 (da schrieb ich den Brief), sondern 20 Jahre danach. Kommt wohl nicht 'raus, dass es immer dieselbe Frau/MÀdchen ist?
Nein, ich möchte ihn nicht in die Schreibwerkstatt stellen. Dazu ist er zu persönlich. Anregungen sind willkommen, aber ich will dann selbst entscheiden, ob ich sie ĂŒbernehme, weil es eben keine "Geschichte" ist, die schriftstellerischen Regeln folgen soll, sondern ein ganz authentisches Dokument.
Schade, dass Du den Tempifehler nicht genannt hast ...
Als ich mit 12 anfing zu schreiben, waren es wohl zwei ausgedachte Geschichten. Seitdem kann ich nur noch von mir schreiben, was mich oft Ă€rgert, aber bisher ist es so. Da will offenbar noch viel verarbeitet werden, bis Platz fĂŒr was anderes ist.
Nochmal danke und liebe GrĂŒsse,
__________________
**YENTL**

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Zefira
???
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Hallo Yentl,

ich habe den Text jetzt einmal genau auf "Tempusfehler" abgesucht.

Den Bericht ĂŒber den Traum beginnst Du im PrĂ€sens; als Du spĂ€ter - kurz vor dem Ende - die GefĂŒhle beschreibst, die der Traum auslöst, gerĂ€tst Du wieder ins PrĂ€teritum.

>An dieser Stelle erwachte ich, aber das Bild und das GefĂŒhl blieben noch lange. Ich tauchte erst nach langer Zeit zögernd aus dem Traum auf. <

Das ist der einzige Tempusfehler, den ich habe finden können.
Dann noch die Kleinigkeit

>die SchuldgefĂŒhle wegen meinem Verhalten dir gegenĂŒber blieben<
... es heißt "wegen meines Verhaltens".
(Glaube ich jedenfalls, siehe Bernds Ordner im Forum Theoretisches
Hier klicken )

Ansonsten ist das ein klassischer Fall eines Textes, der authentisch eigenes Erleben schildert und daher zwangslĂ€ufig unvollkommen bleibt. WĂŒrdest Du primĂ€r einen erzĂ€hlenden Text schreiben wollen, wĂŒrde ich Dir raten, den Traum genauer zu formulieren, nicht zu schreiben "ich gab eine aggressive Antwort", sondern die Antwort wiederzugeben - und, wenn Du sie nicht mehr genau weißt, eine zu erfinden. Willst Du in der eigenen Erfahrung bleiben, ist diese Formulierung völlig in Ordnung.

Ich finde es ĂŒbrigens völlig klar, daß es immer dieselbe Frau ist; ich glaube, auch Clara hatte da keine Zweifel, oder?

Lieben Gruß von Zefira

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Clara
Festzeitungsschreiber
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Jepp, war klar.
Und auch ich war nur an einer einzigen Stelle ĂŒber den Tempus gestolpert.

__________________
Clara

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