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Leselupe.de > Ungereimtes
Komm und Lies
Eingestellt am 19. 08. 2010 14:25


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gareth
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Komm und lies
F├╝r S.

Nun bist Du uns voraus. Es ist entschieden.

Es hat der Wille nicht, das W├╝nschen nicht geholfen,
Wie┬┤s in den alten Zeiten noch gewesen ist.

Jetzt fehlt Dein sanftes Lachen, Deine N├Ąhe,
Dein Mut und Deine W├Ąrme als ein Trost,
Dein Wissen, Deine Haltung als ein Ma├č.

Das Leben lastet nun noch etwas schwerer,
Doch sind wir nicht dieselben mehr nach Dir.
So viel von Dir ist nah und unvergessen.

Nun bist Du uns voraus. Wir werden folgen.
Sei es ins Nichts, in dem wir blind vergehen,
sei┬┤s eine Welt, in der wir sind und sehen

Dies ist f├╝r Dich.

__________________
Wie h├Ąsslich ist ein schr├Ąges Treiben,
da lob ich mir mein tr├Ąges Schreiben.

Version vom 19. 08. 2010 14:25

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Ralf Langer
Routinierter Autor
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hallo gareth,
dies ist ein wundersch├Ânes Gedicht, aus dem sich
" du bist uns voraus " als Bild hervorhebt

und es h├Ąllt f├╝r mich in aller Bitterkeit
die Waage die das Leben ist hoch

sehr beeindruckt

ralf

P.S.

" Dies ist f├╝r dich" lie├če ich weg, weil es eindeutig ist.




__________________
RL

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gareth
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Danke Ralf Langer und und Heidrun D. f├╝r eure Kommentare.

Die Auseinandersetzung mit dem Sterben ist immer schwierig, da wir ja alle Betroffene sind. Um so sch├Âner, dass ihr die gew├Ąhlte Form bejaht.

Die Schlusszeile, Ralf, muss man mit dem Titel zusammen sehen. Wir sind am Ende hilflos gegen Krankheit und Tod. Deshalb habe ich zwei kindliche Motive verwendet.

Komm und lies ist eine Aufforderung aber auch ein Wunsch. "Komm und lies!" hie├č meine erste Lesefibel. Zuerst wollte ich diese Worte am Ende wiederholen, habe mich dann aber f├╝r einen einfachen Satz entschieden, der auch eine Aufforderung ist, das Geschriebene zu lesen.

Mit den Worten: In den alten Zeiten, als das W├╝nschen noch geholfen hat beginnt die Urfassung des M├Ąrchens vom Froschk├Ânig.

Darauf beziehe ich mich am Anfang. So wollte ich den Kreis zum kindlichen Wunsch und Willen schlie├čen, der unserem erwachsenen Denken, so glaube ich, im Umgang mit dem Tod in nichts nachsteht.

Gr├╝├če
gareth





__________________
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Vera-Lena
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Lieber gareth,

das "Komm und Lies"

kann ich inhaltlich gut nachvollziehen. Jetzt erst mal zum Formalen. Warum steht es nicht direkt ├╝ber dem Text, das w├╝rde es dem Leser erleichtern, es inhaltlich einzubeziehen und warum hast Du es so geschrieben, wie es da steht?

Komm und lies w├Ąre das ├ťbliche, Komm Und Lies ebenfalls.

Ja, das w├╝nscht man sich nat├╝rlich, dass derjenige, der gegangen ist, die Gedanken, die man an ihn hat oder gar die Worte, die man zu finden endlich wieder imstande ist, wahrnehmen kann.

Auch die Kindlichkeit in Deinem Text vor dem Erlebnis des Todes, in dem wir so hilflos sind, ├╝berzeugt mich.

Gut finde ich auch diesen durchgehenden Faden, dass da Menschen einander folgen in welche Reiche nun auch immer, aber sie wissen sich gehen auf einem Weg. Bei aller Vielf├Ąltigkeit auf der Erde in den Wegen, die Menschen zu gehen haben, f├╝hrt doch der Weg in ein Jenseits letztendlich auf dieselben Bahnen.

Und ist der Hoffnungsschimmer nach einer Wiederbegegnung in diesem Text auch schwach, so ist er aber doch vorhanden. Das tr├Âstet mich jetzt beim Lesen.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
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Liebe Vera-Lena,

danke f├╝r Deinen Kommentar.
Es ist mir immer wichtig, Deine Gedanken zu erfahren.

Zu Deinen beiden Fragen nach dem Formalen gibt es nur zu sagen: Die Schreibweise: Komm und Lies hat keine grammatikalische Rechtfertigung. Ich habe einfach die beiden wichtigen Worte gro├č geschrieben.

Und ich war der Meinung, dass der Satz Komm und Lies als ├ťberschrift eben die ├╝bergeordnete und sinngebende Stelle einnehmen w├╝rde, den ich ihm zugedacht habe.

Wenn ich es jetzt betrachte, verstehe ich aber was Du meinst. Es ist vielleicht eher ein Darstellungsproblem der Leselupengedichte allgemein, dass der Titel so stark vom Text separiert und dadurch schon zu wenig beachtet ist!? Man kann ihn auch nicht sehen, w├Ąhrend man einen Kommentar schreibt.

Tats├Ąchlich hatte ich zun├Ąchst ├╝berlegt, F├╝r S. als ├ťberschrift zu nehmen und Komm und Lies direkt in den Text zu integrieren. Dann wollte ich es aber formal einfach noch einmal so machen, wie in dem (zugeh├Ârigen) ersten F├╝r S. - Gedicht Unterwegs von 2006.

Es ist sch├Ân, dass Du meine ├ťberlegungen zum Inhaltlichen und zum Aufbau nachvollziehen kannst.

Gr├╝├če
gareth

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lapismont
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Hallo Gareth,

Du k├Ânntest Komm und Lies in Fettschrift ├╝ber den Text h├Ąngen, dann wird der ├ťberschriftscharakter deutlich und dennoch w├Ąre F├╝r S. als Widmung sichtbar.

dies und lies enden auf S. - diese Assoziation kam mir beim lesen.

cu
lap


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Kunst passiert.

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