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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Konfrontation Kunst
Eingestellt am 13. 11. 2003 14:07


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morthan-Devil
Wird mal Schriftsteller
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Konfrontation Kunst


Es ist Abends und ich gehe zur „Kunstfabrik“ in Halle. Kunstfabrik. Fabrik. Maschinen. Fabrik passt nicht. Zufall, die kreative Idee. Das ist Kunst. Nachdem ich an der Kasse, an der kein gro├čer Andrang herrschte, meinen Eintritt bezahlt habe, betrete ich das Geb├Ąude.
Um die 100 Menschen (haupts├Ąchlich M├Ąnner) laufen wild durcheinander: „Hilfe!“ „Lasst mich in Ruhe!“ „Schweinerei...“ „20 Euro und dann dieser Schei├č!“ Und ich f├╝hle mich wie ein starres Metallst├╝ck, das von einem unsichtbaren Magneten in die Mitte dieses Raumes gezogen wird. Noch wundere ich mich. Bin ich richtig hier? Falscher Trakt? Ach, verlaufen. W├Ąhrend ich mich dann bem├╝he den Ausweg zu finden, ├╝berkommt mich ein kalter, glitschiger Schauer. Uaaah! Welches Arsch... bevor ich zuende denken konnte liege ich schon r├╝cklings, mit giftgr├╝ner Farbe ├╝bergossen und gekr├╝mmt auf dem kalten Boden. Grrrr... Doch bin ich nicht der Einzige, den dieses Schicksal ereilt hat. ├ťberall rote, blaue und schlammbraune Leute. Die wenigsten stehen noch auf ihren eigenen zwei Beinen. „Wo ist der verantwortliche?!“ „Welches Spiel wird hier getrieben?“ Die meisten Leute kochen vor Wut: „Mein Anzug! Versaut!“ Auch ich unterliege dem Spiel meiner Wut ein wenig, dann mehr und vollends g├Ąnzlich.
Langsam bekomme ich aber Angst. Ein Bild der Apokalypse setzt sich in meinem Kopf fest. „Verdammte K├╝nstler!“
Pl├Âtzlich ist kein Licht mehr. Zaghaft rufe ich „Hilfe“ in mich hinein. Bis auf ein paar ├Ąchzende Herren ist alles in Stille geh├╝llt. Nicht bewegen, nicht atmen, nicht auffallen. Oh nein, nein zur├╝ck! Nicht... Mist. Ich muss mich ├╝bergeben. Etwas unter mir ein geekelter Schrei. Es folgen Schl├Ąge in meinen Unterleib. Nichts bewegt mich mehr, mich gegen die Angriffe zu wehren. Ist das mein Ende? Irgendwie traurig. Aber ich will doch noch nicht gehen. Wie im Halbschlaf bekomme ich mit, wie an allen vier W├Ąnden Schriftz├╝ge „moderne Kunst“ aufleuchten und den Saal erhellen. Durch einen Lautsprecher dr├Âhnt es: „ Wir hoffen sehr, dass es ihnen gefallen hat. Besuchen sie uns doch wieder!“ Dann begebe ich mich in die Ohnmacht und bekomme nicht mehr mit, wie mich die Putzkolonne davontr├Ągt.

__________________
Zieh' nicht zu schnell falsche Schl├╝sse
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Rainer
???
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hallo morthan-devil,

der text und die suggestionskraft seiner bilder gefallen mir.

eine anmerkung:
warum muss der magnet unsichtbar sein? spielt meines erachtens nach keine rolle, und stellt somit ein ├╝berfl├╝ssiges adjektiv dar.

viele gr├╝├če

rainer

p.s. der verantwortliche bitte gro├č
__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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morthan-Devil
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

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Hi Rainer!

Danke f├╝r deine Antwort. Doch lasse ich den Magneten unsichtbar, da die Person nicht versteht, warum sie so stak in das Zentrum hineingezogen wird.

Deinmorthan-Devil

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