Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92277
Momentan online:
498 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Kongenial
Eingestellt am 04. 05. 2004 18:56


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10345
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Kongenial

Ein Mensch trifft seinen Lieblingsfeind.
Sein Gallenstein vor Freude weint.
Ein Dolch mit Gift wird präpariert
mit dem ins Herz man implantiert
die Worte wunderbar perfide
als Grüße treuer Feindesliebe.

Er wird doch hoffentlich parieren,
dann kann erneut man exerzieren.
Eil Bosheit her und übertreffe,
was er gesagt, dass ich nachäffe
nicht etwa dessen schwächlich Text.
Das Messer wird nun scharf gewetzt,
die schwache Stelle rasch erkannt,
ein Pfahl ins Fleisch hineingerammt.

Und liegt der eine in der Grube,
dann drückt der andre auf die Tube
und spricht am Grab in echtem Trauern,
die Hinterbliebenen erschauern,
mit dir ging fort, das tut mir leid,
die herrlichste Feindseligkeit.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Harald
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena!

Ein wahrhaft christlicher Gedanke.

Der Mensch, der seine Feinde liebt,
hat Gutes nur soweit verübt,
als er sein eigen Fleisch und Blut
errettete vor Feindeswut.


Mit kopfkratzenden Grüßen
Harald

Bearbeiten/Löschen    


Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10345
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
feindselig

Lieber Harald,

kopfkratzende Grüße zurück, denn mit dem Christentum hat es nun wirklich nichts zu tun.
Mir fiel auf, als ich der Klopfi eine Antwort schrieb und dabei das Wort "feindselig" benutzte, dass dieses Wort ja eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Wie kann man , wenn man feindliche Gefühle hegt, selig sein? Und dann dachte ich, darüber könnte man ein Gedicht schreiben.

Ganz freundschaftlich Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen    


Herr Müller
Häufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2003

Werke: 168
Kommentare: 1409
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herr Müller eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Mein liebster Feind

Liebe Vera-Lena, da hast Du ein wahres Wort gesprochen. Ich bin mir sicher, dass viele Menschen Freunde, aber auch unbedingt "Feinde" brauchen. Was wäre die Welt ohne die süßen Rachen? Mich stört ein wenig die nicht konsequente Setzung der Kommas. Lieber durchweg keine oder durchweg an der richtigen Stelle.

Herr Müller
__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

Bearbeiten/Löschen    


Harald
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena!

Abgesehen davon, dass mein Satz: „Ein wahrhaft christlicher Gedanke“ natürlich ironisch gemeint war, bekenne ich mich – quasi auch in christlicher Reue – eines Fehlers schuldig, der mir eigentlich nicht passieren hätte dürfen. Als ich die Antwort schrieb, nahm ich nämlich gleichzeitig an einem Chat teil, der mich, entgegen meiner Annahme, doch ablenkte. Der Vierzeiler misslang sinngemäß völlig. Vielleicht klingt er so halbwegs passend:

Ein Mensch, der sich von Herzen liebt,
sich stets in Egozentrik übt,
pflegt lang gehegter Feindschaft Freud´
mit absoluter Gründlichkeit.

Am liebsten würde ich meine Beiträge hier löschen, das übersteigt jedoch meine technischen Möglichkeiten.

LG
Harald

Bearbeiten/Löschen    


george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
Kommentare: 912
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um george eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Vera-Lena,

gut gemacht der Text. Nur bezüglich der zweiten Zeile muss ich dir widersprechen. Wenn man seinen Lieblingsfeind trifft, da "weint" der "Stein in der Galle" doch nicht. Im Gegenteil, dann findet ein innerer Reichsparteitag statt! Dann lacht die Seele. Vor allem, wenn der Feind glaubt, er sei überlegen. Nichts ist so herrlich, wie einen guten Feind glauben zu lassen, er sei überlegen, um ihm dann irgendwann den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Böse, böse.

Herrlich gemacht!
Denn merke:

"Einen guten Freund hat man vielleicht für ein paar Jahre.
Einen guten Feind dagegen oft das ganze Leben!"

Herzliche Grüße
Jürgen
__________________
© Jürgen Locke

Bearbeiten/Löschen    


5 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!