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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Konsequenzen
Eingestellt am 08. 04. 2009 11:51


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Duisburger
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

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Sie spĂŒrte den warmen Atem an ihrem Hals. Sie erschrak ein wenig und ihre Nackenhaare stellten sich auf. Erwartungsvoll schloss sie die Augen, als ob sie dadurch sehen konnte, was hinter ihr geschah. Sie hĂ€tte sich einfach umdrehen können, doch diese Ungewissheit erzeugte in ihr eine prickelnde Spannung.
Das Unbekannte hatte seinen besonderen Reiz. Die Zeit schien stillzustehen und die Menschen um sie herum wurden zu flĂŒchtigen Schatten, ihre Stimmen zu einem FlĂŒstern in einer Kathedrale.
Sie wartete, stand ganz ruhig da und befĂŒrchtete, dass sich ihre Anspannung mit einem lauten Schrei entlud, wenn sie angesprochen wurde. Die HandflĂ€chen fĂŒhlten sich feucht an, ihre HĂ€nde öffneten und schlossen sich ohne Unterlass, als versuchten sie irgendwo Halt zu finden, um das Zittern zu verbergen.
Sie drehte sich, langsam, den Kopf gesenkt.
Sie sah ein paar schlanke Beine in Jeans und flachen Wildlederschuhen. Der Mut drohte sie zu verlassen und mit geschlossenen Augen hob sie den Kopf. Ein warmer Hauch strich ĂŒber ihr Gesicht und zwang sie, die Augen zu öffnen.




Eine Frau mit strengen ZĂŒgen, um einiges Ă€lter als sie, schaute ihr offen ins Gesicht. Ihr Mund war zu einen spöttischen LĂ€cheln verzogen und das auffallende Halstuch legitimierte ihren Anspruch. Wie selbstverstĂ€ndlich ergriff sie ihre Hand.
Das hatte sie nicht erwartet und einen Moment lang war sie versucht, den Griff zu lösen und davonzulaufen.
„Lass uns gehen“, sagte die Fremde. Nicht in der Lage, etwas zu erwidern, lies sie sich mitziehen. Etwas in den Augen dieser Frau sagte ihr, dass sie keinen Widerspruch duldete. Außerdem hatte sie sich selber auf dieses Spiel eingelassen, hatte die Bedingungen akzeptiert und sich bereiterklĂ€rt, die Konsequenzen ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Und heute hatte sie die falsche Farbe gewĂ€hlt, etwas ganz anderes erwartet, erhofft.

„Blind Date der Farben“ lockte das Forum und versprach aufregende Stunden der besonderen Art. Hier konnte man nur durch FĂŒrsprache eines Mentors Mitglied werden. Handverlesen.
„Die Farbe oder die Zusammenstellung der Farben des Halstuches entscheidet, wer dominiert“ Das war der Reiz dabei. Sie wusste nicht, ob ein Mann oder eine Frau, ein Paar kommen wĂŒrde, wenn sie ihre Farbwahl traf. In jeder Kombination hatte die Farbe eine andere Bedeutung. Diese wechselte tĂ€glich und so wĂŒrde sie sich heute fĂŒgen mĂŒssen.

Sie traten auf die Strasse und ĂŒberraschenderweise baute sich die prickelnde Spannung in ihr wieder auf. Warum nicht, sagte sie sich und auf dem Gesicht der fremden Frau lag ein wissendes LĂ€cheln.

__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

Version vom 08. 04. 2009 11:51

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nachts
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Hallo Duisburger

Interessante, Idee und sie lĂ€ĂŸt... ................. zum selber AusfĂŒllen

(auch wenn du mir das mit dem Farbcode mal genauer erklĂ€ren mĂŒsstest)

Beim "Lass uns gehen", sagte sie, ist erst nicht ganz klar wer es sagt. Du könntest das "Sie" durch "die Frau" ersetzen."wohliger Schauer" is so n abgelutschter Begriff(wahrscheinlich verwend ich den auch andauernd) - sie zwang sich umzudrehen - das klingt seltsam. den sie auskosten will braucht es eigentlich nicht - denk ich

aber genug "geklugscheißert" ... sonst passts fĂŒr mich und hat Spaß gemacht beim Lesen

LG Nachts


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Duisburger
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Hallo Nachts,

danke fĂŒr den freundlichen Kommentar und deine Aufmerksamkeit. Ich habe mir deine Bemerkungen zu Herzen genommen und einige Änderungen eingearbeitet.
Ehrlich gesagt kann ich die "Farbregeln" auch nicht aus dem Stehgreif erklÀren (könnte ich aber konstruieren ), aber ist das in dieser kleinen Geschichte wirklich wichtig?

Der Text ist schon Ă€lter und ich habe ihn zuletzt ein wenig ĂŒberarbeitet. UrsprĂŒnglich sollte er einen zweiten Teil bekommen (der körperliche Part ). Ob ich diesen wirklich noch einmal schreibe, bezweifle ich. Ins Detail gehende Erotikgeschichten (keine Pornografie!) habe ich bislang zwei geschrieben (sind beide veröffentlicht, daher hier leider nicht mehr zu lesen), ist aber eigentlich nicht so mein Ding.
Vielleicht macht das ja ein anderer und knĂŒpft hier an?

lg
Uwe
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MarenS
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Eine wirklich interessante Geschichte, Duisburger, eher unverhofft. da erging es mir Àhnlich wie dieser wartenden Frau.
Es beginnt eher belanglos. Naja, wieder so eine ErhauchteinihrenNackenGeschichte. Aber nein...gerade als das Interesse nachlĂ€sst fĂŒtterst du mit ÜberraschungshĂ€ppchen und man folgt, neugierig geworden, dem Geschehen.
Die Farbdiktatur der HalstĂŒcher ist eine gelungene Idee...ausfĂŒhren musst du sie meiner Ansicht nach nicht, man kann ja selber phantasieren.
Der offene Schluss gefÀllt und lÀsst Raum zu allem. Viel besser als eine weitere Geschichte mit Beschreibung, finde ich.

GrĂŒĂŸe von Maren

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