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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Kopfkino
Eingestellt am 06. 11. 2010 12:58


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Marc Appat
Hobbydichter
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Hardy sa√ü an seinem PC. Wieder einmal. Er hatte einen Traum gehabt, der ihn nicht mehr loslie√ü. Vor Tagen war sie ihm erschienen ‚Äď mitten in der Nacht, einfach so. Er hatte ihr Bild vor Augen. So, und nicht anders, sollte sie aussehen. Seine Traumfrau. Ja, er konnte sie sehen. Als wenn sie direkt vor ihm stand. Seit diesem Traum ging er unruhig durch die Stra√üen, Tag f√ľr Tag, immer auf der Suche nach ihr. Er konnte sie nicht finden, ganz gleich, wie sehr er nach ihr Ausschau hielt. Hardy hatte Angst. Angst, ihr Bild wieder zu verlieren. Noch hatte er es vor Augen. Noch konnte er sie beschreiben. Nein, das nicht. Sie war so sch√∂n. Sie war so unbeschreiblich sch√∂n. Er hatte versucht, sie zu zeichnen. Aber es war nicht sie. Auch sch√∂n, aber nicht sie. Nur sie wollte er haben. Sie ‚Äď und keine andere.

Am PC bastelte er seit einer Woche. Er hatte Fertigkeiten darin, Personen im Raum entstehen zu lassen, keine Frage. Das war sein Beruf. Hardy erstellte Avatare f√ľr eine zweite Welt, oftmals nur anhand eines Fotos. Ja, das konnte er gut. St√§ndig wurde er mit Lob √ľbersch√ľttet. Lebensecht seien seine Figuren. Aber an ihr ‚Äď an ihr schien er zu scheitern. Wie sehr er sich auch anstrengte ‚Äď es war nicht sie. Die Augen ‚Äď viel zu wenig Leben. Der Ausdruck ‚Äď niemals so herzlich. Er hatte ein klares Bild vor Augen und war nicht in der Lage, es zu reproduzieren. Hardy war entt√§uscht. Er musste sich mehr anstrengen. Sie war zu einer fixen Idee geworden. Ein Kampf gegen die Zeit, gegen das Vergessen. Das durfte nicht geschehen. Er durfte sie nicht vergessen. Diese tolle Frau.

Immer wieder verbesserte er etwas. Die Augen ‚Äď ein wenig dichter beisammen. Ja, das kam dem Traum schon nahe. Ein wenig dunkler. Die Brauen dichter. Das Haar etwas l√§nger. Die Oberweite ‚Äď ja. Wunderbar. Beine, die bis zum Boden reichten. Die Proportionen stimmten. Was fehlte, war das Leben. Seine Figuren waren so lebensecht, so lebendig. Eine neue Generation Avatare. Nicht mehr zu unterscheiden von realen Personen. Das war sein Erfolgsgeheimnis. Nur er schaffte es, alle Mimiken und Gestiken so abzubilden. Nur bei ihr gelang es ihm nicht. Ja, sie sah echt aus. Lebendig. Beinahe perfekt. Aber nur beinahe. Es war nicht sie. Es war einfach nicht sie. Hardy war so traurig. Sie sah ihr √§hnlich, ja. Ungemein √§hnlich. Selbst Eltern von Zwillingen h√§tten sich schwer getan, sie auseinander zu halten. Aber nicht Hardy. Er wusste, dass sie es nicht war. Aber er erkannte nicht, was anders war. Erkannte den Fehler nicht. √Ąnderte hier ein wenig, korrigierte es zur√ľck. Verschob dies und das, aber es blieb eine andere. Nicht sie. Nur sie wollte er erschaffen. Seine Traumfrau.





Ein kleines bisschen mehr Leben in die Augen, mehr Leidenschaft. Sie war es! Sie war es wirklich! Hardy war begeistert. Sie war es. Er hatte es geschafft. Das war sie, ja, das war sie. Sie war so beeindruckend. Ein Traum. Ja, seine gro√üe Liebe. Herrlich. ‚ÄěSAVE‚Äú. Sie war f√ľr immer und ewig sein.

Jetzt konnte er sie alles machen lassen, was er sich ertr√§umt hatte. Sie w√ľrde ihm jeden Wunsch erf√ľllen. Zuerst einmal etwas anziehen. Eine Schuluniform vielleicht. Oh ja. Wie unschuldig. S√ľ√ü. ‚ÄěSAVE‚Äú. Oder etwas verruchter? Nein. Erwachsener. Im Ballkleid. Mit einer gewagten Frisur. Ballerinas. Ja. Oh ja. ‚ÄěSAVE‚Äú. Oder doch etwas verruchter? Hardy rutschte aufgeregt auf seinen B√ľrostuhl umher. Spielte an sich selber herum. Sie sollte ihn jetzt scharf machen, ja. Jetzt, wo er seine gro√üe Liebe gefunden hatte. Lederstiefel. Bis √ľber die Knie. Schwarzer Lederslip. Schwarzer BH. Langer, schwarzer Latexmantel. Peitsche. Nein, wieder weg. Kein Domina-Sex. Nein. Sie sollte sich doch ihm unterwerfen, nicht umgekehrt. Verrucht, ja. Aber nicht dominant. Mantel wieder weg. Hardy war gl√ľcklich. Noch ein wenig verruchter sollte sie sein. Ein Luder. Ja. Er hatte die Unschuldige. Die Edle. Jetzt fehlte noch die Verruchte. Je nachdem, worauf er gerade Lust hatte. Ja, eine Zigarette. Das war verrucht. Hardy konnte den Geruch zwar √ľberhaupt nicht leiden, aber verrucht war das schon. Oh ja. Er spielte weiter an sich herum, nur mit der Unterhose bekleidet. Seine Traumfrau... Er brauchte einen Namen f√ľr sie. Ja. Sie musste einen Namen bekommen. Getauft werden. ‚ÄěIch taufe Dich auf den Namen LOLA‚Äú.

Kaum, dass er diese Worte ausgesprochen hatte, klingelte es an der T√ľre. Hardy konnte jetzt nicht √∂ffnen. Nicht so leicht bekleidet, wie er jetzt war. Nicht kurz davor... Ein Blick durch den T√ľrspion. Da stand sie. LOLA. Mit Lederstiefeln, schwarzer Unterw√§sche, ununterbrochen rauchend. Nein!!!! Warum hatte er nicht die Unschuldige taufen k√∂nnen... ‚ÄěIch kann Dich h√∂ren!‚Äú s√§uselte sie durch die T√ľre. ‚ÄěKomm und lass mich rein, Hardy...‚Äú Ihm wurde ganz anders zumute. Er konnte nicht. Nicht in diesem Aufzug. Aber er hatte Angst. Was w√§re, wenn er sich jetzt anz√∂ge? Und sie f√ľr immer verschw√§nde... Nein! Er nahm all seinen Mut zusammen und √∂ffnete die T√ľre. ‚ÄěHardy. Das ist ja sch√∂n, Dich zu treffen.‚Äú s√§uselte sie ihm mit rauchiger Stimme entgegen, w√§hrend ihn ein Schwall Zigarettenrauch aus ihrem Munde traf. Warum hatte er nicht die Unschuldige taufen k√∂nnen? Oder die Edle? Jetzt stand sie schon in seiner Wohnung. Das Treppenhaus war bereits im Nebel, sein Flur roch auch schon stark nach frischem Rauch. Wie eklig. Aber das war sie ‚Äď seine Lola. Ein Traum, wahrgeworden. Der falsche Traum. ‚ÄěWas machen wir Beiden denn jetzt?‚Äú fl√ľsterte sie ihm ins Ohr, w√§hrend sie ihm mit der einen Hand ans Gem√§cht griff und mit der anderen Hand an ihrer Zigarette zog und ihm den Rauch ins Gesicht blies. ‚ÄěWo ist denn Dein Schlafzimmer, S√ľ√üer?‚Äú Hardy stolperte unbeholfen voraus. Ihm war ganz schwindlig. ‚ÄěWarum so hektisch, S√ľ√üer?‚Äú hauchte sie ihm entgegen, w√§hrend sie die Asche ihrer Zigarette auf den Boden gleiten lie√ü. Lola nahm noch einen tiefen Zug und trat die Zigarette auf dem Teppichboden aus. Hardy sah sie entsetzt an. Was hatte er erschaffen? Schon steckte die n√§chste Zigarette brennend zwischen ihren Lippen. Sie schubste ihn r√ľcklings auf sein Bett. Ja, er liebte sie. Aber doch nicht so... Die real gewordene Phantasie blies ihm den Rauch ins Gesicht und setzte sich breitbeinig auf ihn, die Zigarette zwischen ihren Lippen auf und ab h√ľpfend, im Takt mit ihren seidig weichen Bewegungen. Hardy konnte sich nicht mehr beherrschen. ‚ÄěDu wirst doch jetzt nicht schon fertig sein? Wir haben doch gerade erst angefangen.‚Äú Lola schnippte ihre Zigarette neben das Bett und z√ľndete sich die n√§chste an, w√§hrend sie unerm√ľdlich Hardys schon erschlaffende Glieder zu reanimieren versuchte. ‚ÄěMusst Du soviel rauchen?‚Äú brachte er mit letzter Kraft hervor. ‚ÄěSo hast Du mich erschaffen!‚Äú und weiter ritt sie dem Sonnenuntergang entgegen. ‚ÄěIch w√ľnschte mir, ich h√§tte eine der beiden anderen getauft.‚Äú dachte sich Hardy. Noch bevor er den Gedanken zu Ende gebracht hatte, war Lola verschwunden. Nur noch ein dichter Schleier aus Zigarettenrauch waberte an der Decke und der leergerauchte Filter glomm leise auf dem Fu√üboden vor sich hin.

Noch heute wandert Hardy Tag f√ľr Tag durch die Stra√üen auf der Suche nach seiner gro√üen Liebe, unendlich einsam, unendlich traurig. Die Bilder der Unschuldigen und der Edlen hat er gel√∂scht. Lola hingegen wird f√ľr immer weiterleben.



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Marc Appat
Hobbydichter
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Woran liegt es, dass niemand diese Geschichte bewerten mag? Schade. Gerade der Kontrast zwischen Botschaft, Handlung und Stil könnte einige Diskussionsgrundlagen bieten.

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
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Hallo Marc Appat,

man kann es offenbar nicht erzwingen :o)

Ein Gleichnis ist es allemal.

Da zwingt Dich ein Traumgesicht, ein pl√∂tzlich, mitten in der Nacht erscheinendes Ideal, dazu, Dein Leben dieser Idee zu weihen, l√§sst dich nicht mehr los, du kannst also noch nicht einmal wirklich etwas daf√ľr und wirfst alle Deine F√§higkeiten in die Waagschale und versuchst, dieses Ideal zu erreichen, schaffst es am Ende sogar und dann ist da der kleine Fehler, die winzige Un√ľberlegtheit, die menschliche Unzul√§nglichkeit, die schn√∂de k√∂rperliche Begierde in diesem Fall, und sie l√§sst Dich diesen Fehler machen, der alles zerst√∂rt...

Da erschafft man sich im Schwei√üe seines Angesichtes seine pers√∂nliche, virtuelle Superfrau und gro√üe Liebe und dann taucht sie einfach k√∂rperlich auf, fasst einen tats√§chlich an, √ľberfordert einen sexuell und ist noch dazu eine Kettenraucherin.

Ich glaube, Marc Appat, die Geschichte (die ja grundsätzlich einiges an Potential hat) ist in der von Dir erzählten Form einfach zu schlicht konstruiert.

Ich finde, Dein Protagonist Hardy hat ziemlich Gl√ľck gehabt, dass sie ziemlich schnell wieder verschwunden ist. Das h√§tte auch anders ausgehen k√∂nnen.

Was ich √ľberhaupt nicht verstehe ist, warum er bei seinen Computerkenntnissen die Bilder der Edlen und der Unschuldigen nicht einfach wieder hergestellt hat, nachdem ihm sein Fehler klar geworden ist.

Ich will Dir damit sagen, dass auch eine solche phantastische Geschichte in sich plausibel sein sollte.

Das meint jedenfalls
gareth

der aber nicht immer recht hat

__________________
Wie hässlich ist ein schräges Treiben,
da lob ich mir mein träges Schreiben.

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Marc Appat
Hobbydichter
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Nein, erzwingen sollte man auch nichts.

Du hast Recht, auch die phantastischste Geschichte sollte in sich plausibel sein.

Deinen Satz "Was ich √ľberhaupt nicht verstehe ist, warum er bei seinen Computerkenntnissen die Bilder der Edlen und der Unschuldigen nicht einfach wieder hergestellt hat, nachdem ihm sein Fehler klar geworden ist." verstehe ich jetzt so, dass Du Lolas Auftreten an der T√ľre als das im Titel genannte Kopfkino wertest, dies sich nur in Hardys Kopf abspielt. Dann gebe ich Dir Recht, unter diesen Voraussetzungen ist die Geschichte dann nicht in sich stimmig.

Ich hatte eher das Bild der unbekannten Sch√∂nheit als Kopfkino gewertet. Das Auftreten Lolas als reale Person war somit nicht Hardys Gedanken geschuldet, eine Wiederherstellung der Unschuldigen und Edlen nicht m√∂glich, da er nur einen Wunsch "frei" hatte, ohne es zu wissen. Und sich das Falsche gew√ľnscht hatte, ein Fehler, den er sein Leben lang bereut:
"und dann ist da der kleine Fehler, die winzige Un√ľberlegtheit, die menschliche Unzul√§nglichkeit, die schn√∂de k√∂rperliche Begierde in diesem Fall, und sie l√§sst Dich diesen Fehler machen, der alles zerst√∂rt..."

Die schlichte Konstruktion ist gewollt. Was w√§re gewesen, h√§tte er die Unschuldige "getauft"? W√ľrde er sich nicht nach der Verruchten oder nach der Edlen sehnen? Was w√§re, h√§tte er die Edle erschaffen? Aufgrund der triebhaft bedingten Auswahl Lolas erscheint es tats√§chlich eine schlichte Konstruktion. Dennoch denke ich, dass Hardy alle menschlichen Charaktereigenschaften zeigt - und Lola lediglich eine √ľbertriebene Darstellung der Wunschgedanken der Menschen ist.

sh. Wilh.Busch: "Wonach Du sehnlichst ausgeschaut..."






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Dominik Klama
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 40
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Sie sa√ü auf ihm. Ihre herrlichen Br√ľste lasteten in seinen Fingern. An beiden H√§nden √∂ffnete er Mittel- und Zeigefinger wie zu einem Victory-Zeichen und klemmte sanft, aber fordernd, ihre majest√§tischen Brustwarzen. Weich willig schnurrende Laute kamen aus ihrer Kehle. Ihr seidig schwarzes Haar wallte r√ľckw√§rts, als sie leidenschaftlich den Kopf tanzen lie√ü. Kleine Schwei√üperlen standen um ihre Lippen und wieder wuselten h√§ssliche dunkle Aschewirbel von ihrer Zigarette √ľber seine Brust.

Seine M√§nnlichkeit f√ľhlte sich zum Zerbersten gestr√§ubt an. Es war, als sauge sie ihn gierig an mit ihrem Scho√ü. Feuchte, warme, unendlich reichende Falten ihres Fleisches verlangten nach ihm. Umschlossen ihn und gaben ihn frei, umschlossen und befreiten, fesselten und erh√∂hten ihn. Eine Frau, die derma√üen ungeniert, dabei nicht bedrohlich oder nuttig abgefeimt, sondern vertraut und lustvoll und genie√üend mit seinem Schwanz spielen konnte, hatte er noch nie erlebt. Es verstand sich von selbst: Sie nahm sich ihn, nahm ihn sich ganz. Er war es, der von einer Muschi gefickt wurde, nicht umgekehrt. Sie ritt ihn, sie kannte alle seine Sehns√ľchte und beherrschte ihn, indem sie ihm gab, was er brauchte. Er sch√§mte sich nicht, schlechter im Bett zu sein als sie. Es war einfach so wundervoll, wie es war.

"Oh, ja! Hardy", raspelte rau ihre sonore Stimme, "du kannst das. Ja, Hardy, mach's mit mir, Hardy, gib es mir richtig!" Er musste fast lachen, sie war es doch, die es mit ihm machte, die es ihm gab. Eklig allerdings die gelben N√§gel, mit denen sie ungeduldig die Kippe im Glasaschenbecher zermalmte, nur, wobei sie eine Weile mit dem Spiel ihres Leibes inne hielt, um sich sogleich eine weitere anzustecken. Wenn sie diese Dinger wenigstens tief inhaliert h√§tte! Aber es schien ein erotisierend gemeintes Spiel zu sein bei ihr, wie sie diese langen Glimmst√§ngel l√§ssig paffte, den Rauch scheinbar nur einsog, um ihn sogleich voll und ganz ins √ľberheizte Zimmer zu entlassen, wo sich eine fette Nebelsuppe aus giftigen Schlieren angesammelt hatte, die schon die Scheiben gelblich verklebten, sich hartn√§ckig in jede Faser der Bettw√§sche geh√§ngt hatten.

"Ha Ha!" Sie lachte, Kippe im Mund, beugte sich herausfordernd zu ihm herab, wie um seine Nasenhaare anzusengen. √úberhaupt schien eine bedrohliche Neigung zum Sadomasochismus in ihr zu lauern. Schon hatte sie beide Brustknospen von ihm gepackt, zwickte ihn, quetschte auch mit einer kalten Entschlossenheit, die er selbst ihr bis eben gerade noch nicht zugetraut hatte. Er jaulte auf und sp√ľrte Tr√§nen in den Augen. Aber zugleich f√ľhlte er ihr Fleisch um sein Glied, wie es ihn barg, wie es ihn wollte. Es war so, es war so, so unbeschreiblich, so - oaah! Wieder der brutale Schmerz in seiner Brust.

Sie beugte sich ihm √ľbers Gesicht, er schmeckte das Salz ihres K√∂rpers. Er st√∂hnte, aufgel√∂ster im Begehren, als er war, konnte man wohl nicht sein. Sie trieb ihm aus vollen Backen ihren Mund ins Gesicht, ihren Mund voll Zigarettenrauch. Sie musste ahnen, wie unangenehm ihm das war. Sie hatte ihre Lippen auf seine gelegt, blies und sog den Qualm hin und her zwischen beiden K√∂pfen. Entweder machte er sich jetzt entschlosen frei von dieser Ausgeburt der Nacht oder er ergab sich ihr vollst√§ndig. Entweder stellte er ein f√ľr alle Mal klar, dass hier im Zimmer nicht l√§nger geraucht w√ľrde, oder er schluckte von nun an alles, was sie ihm gab. Er schluckte es, er schluckte den Rauch in seinen Magen, damit er ihn auf der Zunge und im Rachen vielleicht nicht mehr schmecken w√ľrde. Oder damit mehr hinterher k√§me. Es war wohl egal, es musste wohl so sein.

"O-o-ohh, ich komm gleich", wimmerte er wie ein kleines Kind bei der Mamma. "Darf ich, kann ich? Hast du Vorkehrungen getroffen? Da passiert doch nix, wenn ich? O mein Gott, ich kann es nicht mehr halten, das ist so geil!"

"Hardy!" Sie griff kurz nach dem Feuerzeug und schnippste ein kleines Fl√§mmchen ihm unters Auge, er erschrak. "Nicht einfach so! Nicht hin und weg! Ich will es auskosten. Ich will es sehen, f√ľhlen, schmecken, auf der Haut haben und runterschlucken. Es bist ja du, Hardy." Tats√§chlich war ihr Kopf jetzt dort unten. Sie hielt sein Ding, tats√§chlich, so gro√ü und prall hatte er es noch nie erlebt, aber wo, zum Teufel, war die brennende Zigarette hin? Sie hielt ihn, als wollte sie es ihm abrupfen. Er kam. Er kam immer wieder. Minuten und Aberminuten lang. Geschmeidig bewegte sie ihr Gesicht an ihm, sodass sie es wirklich √ľberall abbekam, wo sie es hin haben wollte. Sie war so unglaublich schamlos. Er w√ľrde das noch bereuen, dass solche Weiber ihn so anmachten, das wusste er.

Sie lagen dicht nebeneinander. Er spielte mit einer Brustwarze. "Mann! Jetzt bin ich fertig! Das war ja auch! Also, das war ja!" √úberraschend entspannt griff sie nach einer Zigarette und machte die an.

"Lola, das Zimmer hast du voll eingeräuchert. Ist schon extrem, man sieht gar nicht mehr richtig." "Ich mag es so. Ich bin Zigarettenfetischistin. Ich spiel halt gern mit so heißen Stängeln, weißt du?" Sie lächelte maliziös und verlangend.

"Ich bin ja, √§h, an sich Nichtraucher und... Du, jetzt hab ich Durscht. Holst du uns was vom K√ľhlschrank? Kannst du aussuchen, was du magst, ich hab Verschiedenes da." "Hardy, aber wollen wir nicht noch ne Runde ficken?" "Na wei√üt du, ich wei√ü nicht. Ich, er ist mir doch grade erst. Also, so schnell, ich bin ja nicht mehr 17." "Den krieg ich schon wieder hin, Hardy. Da hab ich gar keine Zweifel. Ich hab da was f√ľr den. Das wird er gern haben."

"Oder wir könnten was essen. Ich hab noch kalte Ente mit Preiselbeeren da. Hast du nicht Hunger jetzt?"
"Whoo-ah! Ich hab Hunger auf dich und deinen kleinen Freund, Hardy. Wir leben jetzt von Luft und Liebe. Das reicht uns beiden."
"Und Zigaretten."
"Willst du auch eine? Willst du mal probieren, edler Ritter?"
"Nee, ich bin doch Nichtraucher. Ich glaub, im muss mal aufs Klo."
"Hardy, solche Nebens√§chichkeiten. Damit halten wir uns jetzt nicht auf. Soll ich damit anfangen, dass die Socke da dr√ľben ein Riesenloch hat und bis hier nach Schwei√ü stinkt und mich das kr√§nkt in meiner Ehre als Hausfrau?"
"Das hei√üt, du w√ľrdest sie mir gerne stopfen, Lola?"
"Nein, erst bist du dran mit Stopfen, kleiner, hei√übl√ľtiger Hengst."

Sie legte ihm sachte den Penis auf den Unterbauch, hob sein Geh√§nge etwas auf und z√ľngelte. "Wenn's nicht so umst√§ndlich w√§re, w√ľrde ich dich sofort rasieren, mein Herz. Dann leckt es sich leichter. Aber, Moment, hab ich eigentlich..."

Sie schien in Sorge. Sie machte sich los, setze sich auf die Bettkante und griff nach der Schachtel auf dem Nachttisch. W√ľtend zerkn√ľllte sie die Pappe und warf sie zu den Socken hin√ľber.

"Die sind ja leer! Wie soll ich ficken, wenn ich nix zu rauchen hab? Das brauch ich, das macht mich an! Au Scheiße!"

Sie heulte kleinmädchenhaft, vergrub ihren Kopf im Kissen, trommelte mit ihren kleinen Fäusten auf die Matratze.

"Was? Was? Lola? Lola?"
"Ich hab die scheiß Geldkarte mit meinem Geburtsdatum nicht dabei. Da geht doch der beschissene Automat nicht da unten."
Mein Gl√ľckstag, dachte Hardy.

"Hardy, das musst du jetzt mal machen. Geh da runter mit deiner Karte, nimm auch M√ľnzen mit zur Sicherheit. Die Roten von John Player, wenn sie haben, zur Not auch Marlboro, aber nicht diesen Lights-Dreck!"

"Lola. Ich... Ich fand, wir sollten sowieso mal l√ľften hier drin. Hier raucht sonst auch nie einer. Sollen wir nicht erst vielleicht ein Glas Sekt und dann schauen, wie sich mein Max-Willi inzwischen so macht... Und dann vielleicht..."

"Hardy, du gehst sofort und holst mir Kippen, ja! Hab doch gesehen, wie dich das auf Touren bringt, wenn ich dir Rauch in die Fresse blase. Weisse was? Ich nutz die Zeit und mach mich als Schulm√§del zurecht. Original englisch mit Faltenr√∂ckchen, Karomuster, wei√üe Bluse mit Wappen drauf, Kniestr√ľmpfe, g√ľnes J√§ckchen hab ich auch noch. Hab ich alles dabei. Ich bin dann total unschuldig und ganz, ganz schwach und mach alles gegen meinen Willen, was Daddy von mir verlangt. Wenn er mich zum Rauchen verleitet und noch so schlimme Sachen."

"Na ja, wenn du meinst, Schatz", sagte Hardy und griff nach seiner Hose. Das Eigenartige am Gl√ľck war ja, dass es immer so schnell zerbrach.

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