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Leselupe.de > Ungereimtes
Kopfkrampf
Eingestellt am 18. 06. 2006 22:52


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sporett
???
Registriert: Jun 2006

Werke: 19
Kommentare: 20
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Wohlige Dämpfe wappern
durch düstere Gefilde.

Durch Hirnregionen,
westlich, östlich.

Durch rote Fetzen, Schlieren
und blaue Felder.

Durch gelbe Gedanken
und schwarze Abgründe.

Verkrampfte Dämpfe,
riechen nach Lavendel,
mitten in meinem Sein.

Verkrampfter Kopf,
es zieht, es windet, es dreht,
es verwirrt, stagniert und lebt,
wie räuchernde Orchideen.

Verkrampfter Kopf,
verkrampftes Sein,
verkrampfte Welt,
ich lass es nicht sein.

Kopfkrampf,
so komm und bleib,
wir kümmern uns,
um unseren Krampf,
wir verstehen uns,
mit blinder Hand.

Du Orchidee,
des blauen Dunst.

Komm und bleib,
ich will Deine Gunst
in den verwegensten Farben sehn.

Der Nebel in dem rauchend blau,
wird bald schon meine Seele sein.

Wir verstehen uns,
wir stehen auf Abwegen.
__________________
Zweifele nicht an dem der dir sagt er hat Angst, aber hab Angst vor dem der dir sagt, er kenne keine Zweifel. E.Fried

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2247
Kommentare: 11064
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Die Priamelform zieht sich hin durch einige Deiner Werke.

Hier ist sie kaum noch erkennbar, wird aufgelöst und bildet doch die Grundstruktur, den Strukturgedanken des Gedichtes.

Die Priamel ist nicht modern, sie erlosch großenteils in der frühen Neuzeit und wird heute nur selten verwendet.

Sie bildet jedoch hier ein wesentliches Strukturelement.


1.1. Wohlige Dämpfe wappern
durch düstere Gefilde.

1.2. Durch Hirnregionen,
westlich, östlich.

1.3. Durch rote Fetzen, Schlieren
und blaue Felder.

1.4. Durch gelbe Gedanken
und schwarze Abgründe.

2.1. Verkrampfte Dämpfe,
riechen nach Lavendel,
mitten in meinem Sein.

2.2. Verkrampfter Kopf,
es zieht, es windet, es dreht,
es verwirrt, stagniert und lebt,
wie räuchernde Orchideen.

2.3. Verkrampfter Kopf,
verkrampftes Sein,
verkrampfte Welt,
ich lass es nicht sein.

3.1. Kopfkrampf,
so komm und bleib,
3.2. wir kümmern uns,
um unseren Krampf,
3.3 wir verstehen uns,
mit blinder Hand.

4. Du Orchidee,
des blauen Dunst.

Komm und bleib,
ich will Deine Gunst
in den verwegensten Farben sehn.

Der Nebel in dem rauchend blau,
wird bald schon meine Seele sein.

Wir verstehen uns,
wir stehen auf Abwegen.

1.1. bis 1.4 bilden den ersten Teil, er enthält 4 Wiederholungen.
2.1. bis 2.3. enthälr 3 Wiederholungen
3.1. bis 3.3. enthält drei Wiederholungen

Dann folgen die Schlussverse, die das Werk abschließen. Sie schließen zugleich die Gedanken, bilden Klammern, wirken rekursiv.

Es ist ein scheinbar einfaches, aber in Wahrheit komplexes und gut durchdachtes Werk.

Die Wiederholungen klingen wie Glocken, die die Wahrheit läuten, Wahrheitsglocken aus der Antike.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Jammie-Leigh,

dein Gedicht gefällt mir in weiten Teilen gut. M.e. nimmst du dir aber durch ein Übermaß an Wiederholungen viel Wirkung aus raus. Warum nicht "nur":

quote:
Wohlige Dämpfe wappern (wabern?)
durch düstere Gefilde

Durch Hirnregionen
westlich östlich
durch roter Fetzen Schlieren
und blaue Felder
durch gelbe Gedanken
und schwarze Abgründe

Dämpfe riechen nach Lavendel
mitten in meinem Sein

Verkrampfter Kopf
es zieht es windet es dreht
es verwirrt stagniert und lebt -
wie räuchernde Orchideen

Verkrampfter Kopf
verkrampftes Sein
verkrampfte Welt
ich lass es nicht sein

Kopfkrampf,
so komm und bleib
wir kümmern uns
um unseren Krampf
wir verstehen uns
mit blinder Hand

Du Orchidee
des du blauer Dunst
kommt her und bleibt
ich will eure Gunst in
den grellen Farben sehn

Der Nebel in dem rauchend Blau
wird bald schon meine Seele sein

Wir Verstehen uns - denn
wir stehen auf Abwegen

Du berechtigst aber zu schönen Hoffnungen. Wirklich!

Liebe Grüße
Heidrun

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