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Leselupe.de > Ungereimtes
Kraniche
Eingestellt am 03. 11. 2001 11:42


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wellenreiter
???
Registriert: Sep 2001

Werke: 11
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Kraniche am Freitag


Die Stifte zurechtgerĂŒckt,
die Woche in FĂ€cher verstaut,
die offenen Fragen verpackt.

Vor dem Schließen des Fensters
höre ich die Kraniche
mit gellenden Rufen.

Da scheren zwei aus,
umtanzen einen Baum,
umschweben ihre eigene Bahn.

Bis sie zurĂŒckgezogen werden
in die Formation der Ahnen,
die Reihe auffĂŒllen und verschwinden.

Wer dirigiert sie nach Westen,
der Sonne nach, die untergeht,
völlig falsch und orientierungslos?


3.11.01 frank

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Rhea
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2001

Werke: 11
Kommentare: 54
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Hallo!

Ich kann nicht sagen wieso, weshalb & warum, aber das find ich schön. So ganz nebenbei sieht man die beiden Kraniche und ist fasziniert.
Das ist klasse.

liebe GrĂŒĂŸe
Rhea
__________________
Amore, more, ore, re probantur amicitiae.

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wellenreiter
???
Registriert: Sep 2001

Werke: 11
Kommentare: 11
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Kraniche

Hallo Rheda,

nun ist es natĂŒrlich auch so, dass ich tatsĂ€chlich ganz unerwatet so einen Zug wahrnehmen konnte.

Schon B.Brecht hat in eines seiner schönsten Gedichte den Kranichen gewidmet und dem Symbol einer liebevollen Verbundenheit.

Ich habe zwei Zeilen verÀndert.
Sie heissen jetzt:

...die Reihe auffĂŒllen und in ihr aufgehen.
und
...
blind und orientierungslos?


Blind - wie blinde Liebe, die eben zwei Menschen treffen kann,die aus der "Formation" ausscheren.

Aber wer ist eigentlich orientierunglos:
die Liebenden oder die mit Reisen etc. beschÀftigten?

Kraniche sind eines der schönsten Symbole fĂŒr ein Gedicht.

Freut mich, wenn es so gefĂ€llt, weil ich gerne behutsam von einem Alltagsbewußtsein in eine poetische Stimmung fĂŒhre.

Gruß Frank

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