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Leselupe.de > Humor und Satire
Krebs
Eingestellt am 26. 08. 2001 22:34


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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

Werke: 85
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Krebs

GefĂŒrchtet einst bis zum Verrecken,
verliert der Krebs heut seinen Schrecken.
Ein Riesenarsenal von Waffen,
steht ja bereit, ihn abzuschaffen.
Das scheint den Krebs nicht viel zu scheren,
er hört nicht auf, uns zu beehren.

FĂŒr Ärzte, Forscher, Pharmazeuten,
kann großen Wohlstand er bedeuten.
Die Kasse klingt schon vorm Erkranken,
was wir der Vorsorge verdanken.
Durch FrĂŒherkennung steigt statistisch
die Heilungsquote optimistisch.

De facto steigt die Todesquote,
denn Ärzte produzieren Tote.
Wenn sie nur sterben ohne Eile,
damit der Rubel rollt ‘ne Weile.
Die Welt muss man halt so gestalten,
dass wir den Krebs uns lang erhalten.

Groß ist der finanzielle Nutzen,
die Luft recht grĂŒndlich zu verschmutzen.
FĂŒr die ErnĂ€hrung sei zu hoffen,
mehr Fertigfood mit Zusatzstoffen.
Neue Produkte soll'n enthalten,
ein bisschen mehr Gift als die alten.

FĂŒr jede Freisetzung von Strahlen,
soll unser Staat Belohnung zahlen.
Und bei den Mitteln des Genusses,
gilt das Gesetz des Überflusses.
Ausser bei den Liebesfreuden,
ist strikt Bewegung zu vermeiden.

Kein Mensch soll sich im Grunde sorgen
um eine heile Welt von Morgen.
Und wenn man mal genau hinsieht,
er tut's auch nicht - ihm ist es schiet.
Und da ist des Pamphletes Kern!
"Wir sind der Krebs fĂŒr unseren Stern".

__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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Druidencurt
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Feb 2001

Werke: 72
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Nur ein kleiner Vorschlag vom alten Druiden

FĂŒr die ErnĂ€hrung sei zu hoffen,
mehr Fertigfood mit Zusatzstoffen.
Neue Produkte soll'n enthalten,
ein bisschen mehr Gift als die alten.


FĂŒr die ErnĂ€hrung sei zu hoffen,
mehr Fertigfood mit Zusatzstoffen,
in den Produkte sind enthalten,
ein bisschen Gift, mehr als die alten.

Gruß

Druidencurt

__________________
Tri-Tra-Trullala =
denn der Troll ist wieder da!
Das finden viele sonderbar!

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Willi Corsten
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 87
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Hallo Intonia,
ein kleines Meisterwerk!
GefÀllt mir sehr gut. Nicht nur, weil die Betonung stimmt, sondern vor allem wegen dem Wahrheitsgehalt.
Beste GrĂŒĂŸe
Willi

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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

Werke: 51
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Fantastiko!

Hallo Intonia,
gratuliere, das hat mehr als nur klammheimliche Freude bei mir ausgelöst. Schreibe einen Ă€hnlichen Stil und habe zum Thema Ärzte, Pharmaindustrie sowie zu den oft höchst perfiden GeschĂ€ftsinteressen der Global Players auch schon einiges verfasst. Ansonsten kann ich mich dem guten Willi Corsten nur anschließen, weiter so!
Liebe GrĂŒĂŸe von Dietmar
__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fĂŒhl'ich mich, das reicht, genug!

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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

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ich bemĂŒhe mich weiter ....

Hallo Ihr Lieben,

danke fĂŒr Euer Lob. Ich hatte oft befĂŒrchtet, dass ich der einzige bin, der so denkt, aber es gibt doch noch "aufgeklĂ€rte" Menschen!

Ich möchte auch auf mein Gedicht "GeschÀft mit der Angst - oder falsche Sicherheit" hinweisen, das sich mit Àhnlichem Thema befasst.

Übrigens: Die Anzahl der Kranken steht in einem bestimmten abhĂ€ngigen VerhĂ€ltnis zur Zahl der Ärzte. Das sagt doch alles!

Liebe GrĂŒsse
Intonia
__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Vorschlag!

Ausdrucken, vervielfÀltigen und in KrankenhÀusern, Arztpraxen und in Berlin Mitte verteilen.

Gruss
RS

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Sansibar
Guest
Registriert: Not Yet

Krebs

Hallo und guten Morgen Intonia,

mir ist dein Text - weil er so wahr ist fast im Herzen stecken geblieben. Es ist wahr, er gehört in jedes Krankenhaus und jede Arztpraxis und erst recht in die Hand Betroffener.
Gruß
Sansibar aus Sansibar

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