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Leselupe.de > Ungereimtes
Krieg
Eingestellt am 22. 09. 2004 07:45


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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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Krieg

Stellung!
Weg Vom Fenster!
Finger Von Der Maus!
H├Ąnde Neben Die Tasten!
Der Stift Ist Kein Zauberstab! Er Ist Waffe!
Urlaub Gestrichen!
Keine Laute Mehr Au├čer Schrei!
Wer Desertiert Fliegt Raus!
Wo Gehobelt Wird F├Ąllt Sp├Ąne!
Meldung!
Sieben Br├╝cken Sind ├ťberquert!

der krieg tobt seit sieben jahren
der soldat liegt an der m├╝rben heimatfront
am tag k├Ąmpft er gegen ger├╝chte die wie partisanen die hecken sch├╝tzen und den hintern halten
nachts gegen schatten die sehen aus wie jeder mann und w├Ąrmen sich ergeben am sperrfeuer
nie gibt es gefangene
nie gibt es tote
nie gibt es verluste
aber
so gibt es auch nie siege

man erz├Ąhlt
Es Geht Nicht Darum Zu Siegen! Es Geht Darum Zu Gewinnen! Gewinnend Auszusehen! Am Ende! Wo Alles Beginnt! Wenn Man Pech Hat Von Vorne!
man erz├Ąhlt
Es Gibt Keine Feinde! Nur Gegner! Sie Sind Schl├╝pfrig! Wie Fremde Worte! Es Geht Doch Nichts ├ťber Zwei Silben! H├Âchstens Drei! Da Wei├č Man Was Man Hat! Was Gesagt Wird! Was Befolgt Werden Muss! Das Leben Ist Nackt! Flinten In Den Wind! Zum Angriff Blasen! Die Befehle Sind Klar! Die Taktik Lautet! Gegner ├ťberzeugen! Von Der Notdurft!
die er nie ben├Âtigt

der soldat duckt sich
ohne grund
beugt sich tief hinunter
leckt kalten speichel
b├╝rstet die scham von seinen lidern
nur diesseits der grenze bedarf das land der not
denn ohne not
wohin mit der gewohnheit nichts zu haben als schl├╝pfrige sprache
wohin mit den vielen tr├Ąnen
das land w├╝rde von der salzflut geschwemmt

Heimat Eltern Jugend Lieben Damals Fr├╝her Besser
Besitz In Sechs Buchstaben! Soldat! Behalte Nichts Was Du Nicht Nach Zwei Silben Entbehren Kannst! Wenn Es Fort Ist War Es Nichts Wert!

der soldat weint in die m├╝ndung seiner waffe
l├Ąsst tr├Ąnen im lauf gefrieren
und speit sie in die nacht
der wind ist laut
er br├╝llt seit sieben jahren
schabt die haare vom sch├Ądel vom k├Ârper von den z├Ąhnen
trocken und rau zieht der wind ├╝ber das schlachtfeld
keuchend
als sei ihm die luft geraubt

Meldung! Die Br├╝cken!

sie sind gesprengt

__________________
"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller." - Stanislaw J. Lec

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bonanza
Guest
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ich verstehe wohl die aussage.
leider kommt sie bla├č r├╝ber von einem, der nie im krieg war.
du versuchst das mit der form wett zu machen.
damit kannst du mich nicht t├Ąuschen.
dein gedicht bleibt k├╝nstlich und nur k├╝nstlich.
es ist sogar schwierig f├╝r mich zu entdecken, ob du hinter
deinen worten stehst, oder ob du nur gefallen hattest,
dieses thema sprachlich einzukisten.

schade.

bon.

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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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bon,
Warst DU im Krieg und kannst es besser beurteilen? Ich versichere dir, dass meine letzten sieben Jahre in Vogelfreiheit ein Krieg waren, der auch ohne Schu├čwechsel zu vergleichen ist.
Ich habe in diesem Forum schon so viel gute Kritik jeglicher Wertung abbekommen, dass ich beim Lesen einzig deiner ewig gleichen Bemerkungen nur noch g├Ąhnen kann. Kommentare Ewig-N├Ârgelnder wirft man irgendwann mit leerer Hand ├╝ber die Schulter.
:-O
nicht schade drum
Markus Veith
__________________
"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller." - Stanislaw J. Lec

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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Hallo Markus,

ich ├╝berlege, ob Dich ein Film dazu inspiriert hat?

Einzig zu bm├Ąngeln..
oder vielleicht auch nicht?
"Wo Gehobelt Wird F├Ąllt Sp├Ąne!"
Hei├čt es nicht "fallen"??

lG
Sanne

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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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N├Â, eigentlich kein Film. Mein Leben in der Freischaffenheit j├Ąhrt sich eben just heute (1. Oktober) zum siebten Mal und ich hatte immer jenes Gef├╝hl, das im Lied beschrieben ist, dass man ├╝ber sieben Br├╝cken gehen m├╝sse. So kam eins zum anderen.
Markus
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"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller." - Stanislaw J. Lec

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