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Leselupe.de > Ungereimtes
Krieg der Natur
Eingestellt am 19. 08. 2002 23:41


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Smiliene
One-Hit-Wonder-Autor
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Krieg der Natur

Ein neuer Krieg kürzlich begann:
Flüsse greifen Städte an,
Die Waffe - pure Wasserkraft,
die walzend alles niederrafft.

Haus und Weg begräbt die Flut,
Hoffnung, Existenzen, Hab und Gut.
Das Leid der Menschen - rießengroß,
warum ereilt uns dieses Los?

Doch WIR haben diesen Krieg begonnen,
und dem Fluss sein Bett genommen,
begradigt, bebaut und einbetoniert,
den Strom für die Schifffahrt so optimiert.

Auf den früheren Wiesen Häuser nun stehn
und nur so kann es geschehn,
dass Wasser keinen Platz mehr findet,
und sich durch Wohngebiete windet.

Der Krieg Mensch gegen Natur
kennt letztlich einen Sieger nur.
Wenn wir nicht bald die Flagge hissen,
wird man vom MENSCH bald nichts mehr wissen ...
__________________
Chancen sind wie Sonnenaufgänge. Wer zu lange wartet, verpaßt sie!

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bosbach46
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Dramatisch

hallo Smiliene,
dein Thema ist in seiner gewaltigen Dimension hochdramatisch und die jetzt gebeutelten Menschen verdienen unser Mitgefühl und unsere Hilfe. Insofern finde ich dein Gedicht gut. Gut finde ich auch deinen Schluß. Mit dem Anfang jedoch habe ich Schwierigkeiten. Das Fehlen von Überflutungsgebieten, der Umbau der Flüsse zu Schiffrennpisten war doch letztlich der Angriff des Menschen gegen die Natur und gegen sich selbst. Somit sind die Flüsse doch nicht der Feind der Städte und beginnen den Krieg nicht. Richtiger scheint mir: Der Mensch wurde zum Feind des Flusses und trieb ihn in die Stadt. Aber das ist fast schon Kleinkram. Dein Gedicht trifft haargenau die Misere. Und ist Anregung zum Nachdenken. Gruß J.B.
__________________
J. Bosbach

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Smiliene
One-Hit-Wonder-Autor
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Die Sache mit dem Krieg

ist die Inspiration einer Zeitungsmeldung:
"Es ist wie Krieg, die Mulde fällt jetzt über Döbeln ein"

Diese Meldung ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen und auf ihr basiert letztlich dieses Gedicht. Auch, wenn Du eigentlich recht hast ... es ist in diesem Falle einfach aus der Sicht der Betroffenen zu sehen, die sich intensiv nach dem WARUM fragen.

Gruß aus dem inzwischen wieder recht trockenem Chemnitz
Smiliene
__________________
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Samoth
Guest
Registriert: Not Yet

liebe Smiliene,

ein brisantes Thema, was Du in ein Gedicht gebracht hast. Und ich finde, Du hast das richtig gut gemacht.

Vielleicht solltest Du die ersten 2 Zeilen in "..." schreiben, damit es als Zitat erkennbar ist.

Herzliche Grüße

Thomas

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