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Leselupe.de > Humor und Satire
Krieg der Sterne
Eingestellt am 08. 07. 2005 21:37


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Josef
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 4
Kommentare: 9
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„GrillwĂŒrstchen, zwei Dutzend, ich will!“
FĂŒr einen Moment herrschte Schweigen.
Bewegungslos stand ich vor der Theke in der Metzgerei.
„Von den Steaks, noch ein Dutzend dazu, Sie mir geben!“
Wieder war es geschehen. Ich konnte es nicht verhindern.
Der Metzger starrte mich an, den Mund halb geöffnet, leckte er sich ĂŒber die Unterlippe.
Reflexartig wollte ich schon nach meinem GĂŒrtel greifen.
Da begann sich der Metzger zu bewegen und packt mir die gewĂŒnschten Sachen ein.
Ich nahm die TĂŒte und marschierte damit zur Kasse.
Als ich bezahlen wollte, erkannte ich erst was geschehen war.
Meine HĂ€nde waren klein, grau und voller Runzeln.
Und ich hatte keinen Geldbeutel mehr.
Die Kassiererin blickte mich an und wartete. Ich blickte sie an und lÀchelte.
Dann nahm ich meinen Stock, hielt ihn in ihre Richtung und sprach:
„Möge die Macht mit Dir sein!“
Dann eilte ich aus dem Laden.
„Warte!“ brĂŒllte es hinter mir her.
„Warte, du verdammter Zwerg!
Da war ich auch schon um die Ecke gebogen.
Leider ging es nicht so schnell, wie es hÀtte gehen sollen. Die Verwandlung war total. Meine Beine waren zu kurz.
Ich konnte es nicht fassen.
Ich hatte jeden dieser Filme hunderte mal gesehen. Ich kannte sie alle Wort fĂŒr Wort, konnte sie mitsprechen.
Ja, ich kannte sie Pixel fĂŒr Pixel.
Und jetzt das.
Joda mit unbezahltem Grillgut auf der Flucht vor einem beilbewaffneten Metzger.
Ich mußte mich ihm stellen.
Ich blieb stehen und drehte mich um.
„Ha, Kleiner, hab ich dich also!“ keuchte der Metzger.
Augenblick mal, wenn meine Verwandlung wirklich so vollstÀndig...
Langsam zog ich mein Laserschwert.
„Die TĂŒte her!“ fauchte der Metzger!
Zischend glĂŒhte mein Schwert auf.
„In dir, das Böse, sehr mĂ€chtig noch ist!“
„Ich geb' dir mĂ€chtig eins drauf, du Hanswurst!“ schrie der Metzger und die Beilklinge funkelte in der Sonne.
Ich wußte, er hatte keine Chance.
Mein Schwert summte, ein Schwenk und die vordere HĂ€lfte seines Beiles fiel klirrend zu Boden.
Mit aufgerissenen Augen starrte der Metzger auf das ReststĂŒck.
„So es jedem ergeht, der einem Jedi in den Weg sich stellt!“ beendete ich stilvoll den Kampf, ließ danach erst mein Schwert und dann mich selbst verschwinden.
Jawohl, mich selbst!
Es war unfassbar! Innerhalb kĂŒrzester Zeit war ich nicht nur körperlich in Joda verwandelt. Ich besaß auch tatsĂ€chlich alle seine FĂ€higkeiten!
Alle, bis auf die, gezielt an einem Ort wieder zu erscheinen.
Und so plopte ich durch unsere Stadt, verursachte dabei eine Reihe von VerkehrsunfĂ€llen und verunglĂŒckte beinahe selbst, weil ich in der Verwirrung die Begriffe „neben“, „unter“, „in“ und „auf“ verwechselte.
Ich landete auf einem Spielplatz mitten auf der Rutschbahn und unter dem Gekreisch einer tobenden Bande von kleinen BĂ€lgern zerteilte ich die Rutschbahn mit meinem Schwert der LĂ€nge nach, weil sich das verdammte Ding von selbst eingeschaltet hatte.
Aber langsam beruhigte ich mich. Ich bekam alles in den Griff. Schließlich setzte ich mich auf eine Parkbank und ruhte mich aus und dachte nach.
Menschen gingen an mir vorbei und einen hörte ich sagen:
„Guck mal, die Rentner werden auch immer Ă€lter.“
Jemand wollte mir Geld zustecken, doch ich winkte nur ab, was aber bewirkte, daß er weit zurĂŒckgeschleudert wurde. Schimpfend und fluchend zog er davon.
Ich untersuchte die Taschen meines Gewandes. Himmel, da war ja noch die TĂŒte mit den Grillsachen! Heute abend wollten wir doch grillen und anschließend in die erste Mitternachtsvorstellung von, von, von..
Entsetzt griff ich mir an meine weit abstehenden Ohren.
Wie sollte ich das jetzt allen erklÀren?
Und vor allem, wie sollte ich es Karin erklĂ€ren, daß sie ab jetzt mit einem, mit einem, naja, wie soll ich sagen...
Erschrocken fasste ich mir zwischen die Beine.
Ich schrie auf!
Ich fasste es nicht!
Ich meine, ich fasste IHN nicht!
Da war nichts!
NatĂŒrlich, dieser kleine Zwerg! Wer hatte jemals gehört, wie dieser kleine Jodi mit einer kleinen Joda gejodelt hĂ€tte.
Mutlos sank ich in mich zusammen.
Mutlos erhob ich mich und mutlos schlurfte ich nach Hause.
Dieser Anfang war das Ende!
Ich erreichte mein Zuhause nach einem langen ermĂŒdenden Fußmarsch.
Bestimmt saßen alle schon erwartungsvoll im Garten und warteten auf das Grillfleisch und bestimmt wollten sie wissen, was ich mit Thomas gemacht hĂ€tte und wieso ich seine Grillsachen dabei hĂ€tte.
Mutlos drĂŒckte ich auf die Klingel.
Prinzessin Leia Organa öffnete mir die TĂŒr.

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Piratenbraut
???
Registriert: Jun 2005

Werke: 1
Kommentare: 28
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Hi Josef,

witzige Idee, und ich habe herzlich gelacht als Prinzessin Leia die TĂŒr öffnete, obwohl ich gar kein sooo großer Jedi- Fan bin.

Hier noch ein paar Anregungen, die eventuell verbessern könnten:

Da begann sich der Metzger zu bewegen und packte mir die gewĂŒnschten Sachen ein.
Da gebann der Metzger, sich zu bewegen...

Als ich bezahlen wollte, erkannte ich erst was geschehen war.
...erkannte ich erst (Komma), was....

Die Verwandlung war total. Meine Beine waren zu kurz.
Die Verwandlung war total, meine Beine zu kurz.

Mein Schwert summte, ein Schwenk und die vordere HĂ€lfte seines Beiles fiel klirrend zu Boden.
Mein Schwert summte. Ein Schwenk, und die...

Und so plopte ich durch unsere Stadt, verursachte dabei eine Reihe von VerkehrsunfĂ€llen und verunglĂŒckte beinahe selbst, weil ich in der Verwirrung die Begriffe „neben“, „unter“, „in“ und „auf“ verwechselte.
Das versteht wahrscheinlich nur eine/r, der/die die ganze Jedi- Nummer wirklich kennt. Ich nicht. <:-/
Trotzdem hat man ja Vorstellungskraft... ;-))

Ich landete auf einem Spielplatz mitten auf der Rutschbahn und unter dem Gekreisch einer tobenden Bande von kleinen BĂ€lgern ...
Nach dem "und" wird hier ein Komma gesetzt.


Schließlich setzte ich mich auf eine Parkbank und ruhte mich aus und dachte nach.
...setzte ich mich auf eine Parkbank, ruhte mich aus und dachte nach.


Menschen gingen an mir vorbei und einen hörte ich sagen:
„Guck mal, die Rentner werden auch immer Ă€lter.“

Menschen gingen an mir vorbei, und einen....
Das Komma fehlt, und der Satz mit den Rentnern ist auch ĂŒberzogen. Wenn da ein Typ sitzt, wie Joda einer ist, dann ist das eine unglaubwĂŒrdige Reaktion.

In diesem Sinne...

Gabba Gabba Hey! ;-))

PB (Ramones- Fan )



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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
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prust,

kicher, lach!
das beste, was ich heute zu lesen bekam.
besonders gekonnt der schluss.
ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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Josef
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 4
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Hallo Piratenbraut!
Danke fĂŒr die Bewertung. Es freut mich, daß die Geschichte gut angekommen ist. Die Anregungen sind wirklich gut und hilfreich. Ich werde sie in die zweite Fassung ĂŒbernehmen (das ist ja das Schöne am Computer, einfach neu abspeichern).
Viele GrĂŒĂŸe

Hallo flammarion!
Auch hier freut es mich, daß es zum Lachen reizt. Da kann ich ja zufrieden sein!
Viele GrĂŒĂŸe


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