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Leselupe.de > Gereimtes
Kuckucksmoral / Kunst
Eingestellt am 09. 06. 2005 18:34


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Lyrischa
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2004

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Kuckucksmoral

Fr├╝hling wird es in Feld und Hain.
Neues Leben zieht ├╝berall ein.
Neu auch in der Vogelschar
ein Finkenfr├Ąulein dieses Jahr.

Ein Finkenhahn vom Nachbarrevier
fliegt, wie man sieht, recht oft zu ihr.
Und soviel steht bisher schon fest:
Es liegt ein Ei in ihrem Nest.

Doch manchen V├Âgeln passt es nicht,
dass sie nicht beichtet die Geschicht.
Das tuschelt, zischt und kr├Ąchzt im Chor...
Die Kr├Ąhe tut sich besonders hervor.

Der Dompfaff nimmt auch Ansto├č dran,
dass sie nicht h├Ârt die Predigt an.
Der Sperling zetert: "Sie hat keinen Glauben.
Unsern Kindern wird die Moral sie rauben!"

Die Kuckucksfrau behauptet fest
manch Finkenei in fremdem Nest.
In Rohrs├Ąngers Heim legt sie noch schnell
ihr Ei, bevor der Hausherr zur Stell.

Die Kr├Ąhe wirft ein paar Eier hinaus,
sonst w├╝rde ihr gar zu voll das Haus.
Der Sperling - Hinterlist im Sinn -
schl├╝pft verdeckt zur Nachbarin.

Die Nachtigall fliegt zum Stelldichein...
Ihr Junges noch f├╝ttert das Finkenf├Ąulein.
Und die Moral von der Geschicht?
Zum Finkensohn die Mutter spricht:

"Ein Jeder hier gescholten hat,
das, was er heimlich selber tat.
Merk dir, wer selbst hat Dreck am Stab,
der wischt ihn gern an andern ab!"





Kunst

K├Ânner und Kenner

Seit Jahren plagt sich Pero Pan.
Im Schreibtischfach gleich nebenan,
hinterm Entwurf von dem Roman
und dem P├Ąckchenmit Gedichten,
die sch├Ânsten Gute-Nacht-Geschichten.
Sein leeres Konto grinst ihn an.

Ganz anders lebt da Malmann Meier.
Der Glanzpunkt jeder K├╝nstlerfeier
vermalt gern Schokoladenbrei.
Auch seine Katze ist so frei...
Die Mieze leckt, als ob sie's ahne:
Ihr Herr holt Blaubeern noch mit Sahne.

Die kommen oberhalb des Braun.
Das Tier darf wiederum sich traun.
Dann liegt Miez schnurrend in der Ecke,
als ob im Traum sie weiterschlecke.
Ein L├Âffel Sirup darf's noch sein...
Jetzt schl├Ąft sie satt und klebrig ein.

Hans Meier nimmt mit stillem Grinsen
das Werk , um schnell es umzum├╝nzen.
Er kennt da einen Kunstm├Ązen.
Der ruft, als er es kaum besehn:
"Total spezial! Exorbitant!
Ein Meer mit Sonne und mit Strand!"

Zehntausend Euro auf die Hand.
Hans bringt der Mieze auch was mit
vom Fachgesch├Ąft f├╝r Kattekitt.
Der Reiche schw├Ąrmt von gro├čer Kunst,
Hans Meier von der Stunde Gunst
und Miez von Fisch und Leberdunst.

Doch nebenan in seiner Kammer
da packt den Pero schier der Jammer,
weil keiner sch├Ątzet Flei├č und M├╝h.
Nicht einer sieht des Pan Genie.
Derweilen urteiln streng die Kenner:
"Der Pan, der ist und bleibt ein Penner!"


M.K├╝hr


__________________
MaK├╝Scha

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flammarion
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Registriert: Jan 2001

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hallo,

ich habe dein werk in den lyrik-bereich verschoben, da gibt es auch ein humor-forum.
lg
__________________
Old Icke

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Sta.tor
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Registriert: Feb 2002

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H├Ąttste besser getrennt reingestellt. Gefallen mir beide ganz gut, w├╝rde ich aber unterschiedlich bewerten.

Viele Gr├╝├če
Thomas
__________________
schlimmer geht immer

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