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Leselupe.de > Ungereimtes
Künstliche Größe oder Sarkophag, selbstgewählt
Eingestellt am 28. 04. 2009 10:39


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MarenS
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neue version vom 28. April 2009:

künstliche größe
oder
sarkophag, selbstgewählt

wenn mir
ein stück
der größe
zerschlagen wird,
die ich
von mir fordere,
fühle ich mich
nach dem ersten schmerz
ein bißchen freier
und merke,
daß ich da
irgendwo,
unter dem
zerschlagenen
sein muß

gelegentlich
höre ich mich
von weitem!


alte version:

wenn
ein stück
der größe zerschlagen wird,
die ich von mir fordere
fühle ich mich
nach dem ersten schmerz
ein bißchen freier
und merke,
daß ich da
irgendwo,
weit unter dem zerschlagenen
sein muß
und
ich mich freuen würde
mein selbst wiederzusehen
gelegentlich
höre ich mich von weitem!

1984
MarenS


Version vom 28. 04. 2009 10:39

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Franke
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Hallo!

Ein sehr beeindruckendes Gedicht, vor allem deswegen weil du auch der Hoffnung Ausdruck gibst, dass da irgendwo unter den Trümmer noch etwas von dir verborgen sein muss.
Die Perspektive, dass das lyr.ich außerhalb sich selbst steht und doch auf der Suche nach dem eigenen Ich ist, kommt bei mir sehr gut an.
Ach ja: Klasse Titel!

Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße
Manfred


__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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MarenS
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Lieber Manfred,

ich danke dir für deinen Kommentar. Es hat 27 Jahre gedauert, bis ich mich an diese Zeilen noch einmal rangetraut habe und ich denke, es wurde Zeit! Ich mochte sie etwas straffen und hoffe, dass dies gelungen ist. Anregungen werden gern gelesen und überdacht.
Die Überschriften, ja, sie waren mir wichtig. Damals fand ich keine, heute waren sie für mich naheliegend. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass ich das eine oder andere Puzzlestück meiner selbst inzwischen fand.

Liebe Grüße von Maren

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lapismont
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Hallo MarenS,

zunächst fiel mir auf, dass nicht alle Zeilenumbrüche Sinn ergeben.
Das ß taucht auch ein bisschen zu oft oft:

quote:
ein bisschen freier
und merke,
dass ich da
irgendwo,
unter dem
zerschlagenen
sein muss

Dann sehe ich noch ein inhaltliches Problem. Die Größe, die man von sich fordert ist eine Erwartung oder ein Anspruch an sich selbst. So etwas reduziert man selbst, das wird einem nicht von außen gekürzt. Oder was meinst Du hier?

Der Titelteil "selbstgewählt" würde dafür sprechen. Dann sollte es es eher heißen:
wenn ich mir
ein stück
der größe
zerschlage,


Falls aber ein Zurechtstutzen durch andere gemeint ist, dann
vielleicht:
die ich
mir zumaß,


Das Ausrufezeichen lässt den Schluss erstaunt wirken, was aber irgendwie gar nicht zum Text passt.

Insgesamt finde ich den Titel besser als den Rest.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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MarenS
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Für lapismont:

Vielen Dank für deine ausführliche Auseinandersetzung mit meinem Gedicht.
Die Zeilen wurden 1984 geschrieben. ich habe sie etwas gestrafft aber ihr Ursprung ist nun einmal aus dieser Zeit. Das scharfe s = ß bleibt also schön dort, wo es sich jetzt befindet. Die neue Schreibweise ist mir durchaus bekannt ;-)

Es ist durchaus so, dass die Größe selbstgefordert gemeint war, das Zerschlagen aber von außen stattfand. Das ist durchaus möglich.
Sie wurde eingefordert, die Große, nicht zugemaßt, das sind zwei grundlegend verschiedene Begriffe.
Sicherlich soll der letzte Teil erstaunt wirken! Sehr gut gesehen.

Noch Fragen Kienzle?

Grüße von Maren

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lapismont
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Hallo Maren

quote:
Es ist durchaus so, dass die Größe selbstgefordert gemeint war, das Zerschlagen aber von außen stattfand. Das ist durchaus möglich.
Sie wurde eingefordert, die Große, nicht zugemaßt, das sind zwei grundlegend verschiedene Begriffe.

ah, die Zerstörung von Idealen, verstehe. An solche Momente und Texte kann ich mich auch bei mir erinnern.

Ob es Sinn macht, alte Texte zwar inhaltlich und strukturell zu überarbeiten, die alte Rechtschreibung aber beizubehalten, musst Du tatsächlich für Dich selbst beantworten.

cu
lap

__________________
Kunst passiert.

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MarenS
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Für lapismont:

Danke für deine Antwort.
Die Zerstörung von Erwartungen, die zuerst aus dem Umfeld gestellt wurden, später dann krtiklos verinnerlicht und übernommen wurden, sind hier angesprochen.
Was die Rechtschrdeibung angeht, bin ich auch der Meinung, dass jeder entscheiden sollte ob er nach der alten oder neuen Form schreibt, ob er alte Texte umändert oder sie belässt.
Mir ging es hier um eine Sraffung des Inhalts, das war mir wichtig. Verändert in diesem Sinne habe ich ihn wohl nicht und deshalb soll auch die alte Rechtschreibung bestehen bleiben.

Grüße von Maren

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