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Leselupe.de > Kurzprosa
Kürzestgeschichte: Kältetod
Eingestellt am 24. 12. 2003 12:22


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haljam
Wird mal Schriftsteller
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Ein Ehepaar, 89 und 86 Jahre alt, starb in seiner unbeheizten Londoner Wohnung, nachdem ihm die Gasgesellschaft wegen einer ausstehenden Rechnung das Gas abgedreht hatte.

Datenschutz-Bestimmungen verboten es der Gesellschaft, das Sozialamt auf das offenbar verarmte Ehepaar aufmerksam zu machen.

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Stoffel
gesperrt
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Hallo,

ich überlege ob...
selbst wenn es die Datenschutzbestimmung NICHT gäbe, ob dann aus den Daten hervorgeht, ob es sich um ein gutrentenbetuchtes, oder eben nicht..Ehepaar handelt.

Frage noch, wieso LONDON? Ist das eine authentische Geschichte? (aus der Zeitung?)

Ich weiß, dass es viele alte Menschen gibt, die von einer kargen Rente leben, sogar im Wintermantel in ihrer Wohnung sitzen...und NICHT zum Sozialamt gehen, um etwas dazu zu bekommen.(leider)

Ich denke mal, diese Gasgesellschaft..kennt nicht die Hintergründe der Menschen. SO also..wird sie, auch wenn es KEINE Bestimmungen gäbe, kaum das Sozialamt aufmerksam machen.

Traurig zu lesen, aber das ist mir doch ein wenig zu..zu..*grübel* dürftig? Oberflächlich?..weiß nicht, wie ich es benennen soll.

lG
Susanne

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haljam
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Texte als Schreibanregung

Meine Kürzestgeschichte "Kältetod" ist in der Tat eine leicht abgewandelte Meldung aus dem Internet, die ich unter SPIEGEL-ONLINE gefunden habe.

Möglicherweise ist es wirklich noch keine "Kürzestgeschichte" (wie z. B. Roberta Allen sie definiert), sondern vielleicht nur eine Vignette oder ein Stimmungsbild...

Schöne Feiertage
wünscht das Murmeltier

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

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Hallo,

"Vignette" ist ein guter Begriff, anwendbar auf viele andre Bilder/Geschichten.
Inspirierend , nachdenklichmachend allemal.
Aber bvon Dir als Autor, hätt ich dann doch gerne etwas mehr.
Mei, eine Rubrik"Vignetten"(Inspirationsabteilung)gibts ja noch nicht*smile*

Noch einen schönen Weihnachtstag
hoffe, gesünder, als ich grad bin..
wünscht Dir
Stoffel

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haljam
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Roberta Allen,

Hallo Stoffel,

es gibt ein ausgezeichnetes Buch zum Thema "Kürzestgeschichten" von Roberta Allen (erzählte ich bereits).


Hier eine bemerkenswerte Rezension dieses Buchs von Hans Peter Röntgen, zu finden unter:
Hier klicken
--------------------------------------------------------------------------------
Literatur in 5 Minuten. Ein Schnellkurs.
Roberta Allen, Xenia Osthelder (Übersetzerin), Zweitausendeins

In Fünf-Minuten-Schritten

Fünf-Minuten-Geschichten: Sie stellen den Wecker auf fünf Minuten, und dann schreiben Sie. Wenn der Wecker klingelt, hören Sie auf. So einfach kann man Geschichten schreiben? Reichen fünf Minuten aus, überhaupt eine Geschichte zu schreiben? Ja, sagt Roberta Allen: "Bevor Sie sich an die Übungen machen, müssen Sie all ihre Bestrebungen aufgeben, gut schreiben zu wollen. Ja, ich weiß, Sie wollen ein guter Autor oder eine gute Autorin werden [...]. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch Ihre Wünsche, Ihr Streben, und Ihre Bewertungen haben rein gar nichts mit den Übungen zu tun. Das Letzte, womit Sie sich am Anfang beschäftigen sollten, ist zu beurteilen, was Sie geschrieben haben. Das soll nicht heißen, dass beim Verfassen eines Textes die Wertung gar keine Rolle spielt. Das tut sie durchaus, aber nicht gleich zu Beginn und nicht im herkömmlichen Sinn. Was Sie beurteilen werden, ist die Energie und nicht die Qualität. Mit der Qualität befassen Sie sich erst, nachdem Sie mit dem Schreiben fertig sind."
Ihr kommt es mit dieser Technik darauf an, erst einmal kraftvolle, energiereiche Texte zu produzieren. Um Stil, Aufbau, Spannungsbogen, um alle diese handwerklichen Details kann man sich später kümmern. Denn wenn Sie bereits beim ersten Entwurf über Technik nachdenken, werden Sie möglicherweise ihre Geschichte und deren Energie aus dem Auge verlieren, verlieren Sie den Kontakt zu Ihrem Unbewussten und dessen Bildern.
Das Buch hat drei Teile: Die Kürzestgeschichte selbst, ihr Aufbau, Vergleich mit längeren Erzählungen, Materialbeschaffung für Kürzestgeschichten und Form und Feinschliff der Geschichte bilden den ersten Teil. Der zweite Teil umfasst Übungen, insgesamt gibt die Autorin dreihundert Schreibthemen vor nebst einer Auswahl von Bildern. Der dritte Teil erklärt, wie man Erzählungen und Romane mittels der fünf Minuten Technik schreiben kann.
Das Buch liest sich leicht, macht Lust aufs Schreiben und die Übungen funktionieren. Dabei kommen Technik und Überarbeitung - alles das, was kommt, wenn der Wecker zum zweiten Mal klingelt und der Text fertig ist - nicht zu kurz, sondern werden, wie der Rest, ausführlich und mit zahlreichen Beispielen erklärt. Einziges Manko: Dass die Übungen im Mittelteil konzentriert sind und auf den anderen Seiten zwar auf sie verwiesen wird. Da muss der Leser blättern und es besteht die Gefahr, dass er die Übungen dann doch nicht macht. Das wäre schade, denn grade diese Übungen sind das Wichtigste an dem Buch und das, was dem Leser am meisten Nutzen bringt.
Hauptsächlich für Anfänger geschrieben, aber die Technik der fünf Minuten Übung ist auch für Fortgeschrittene interessant und lohnt auf jeden Fall die fünfzehn Euros. In meinen Augen neben Sol Steins "Über das Schreiben" und Kaplans "die Überarbeitung" eines der Schreibbücher, das jeder Autor kennen sollte.
Über die Autorin: Roberta Allen unterrichtet seit vielen Jahren kreatives Schreiben, u.a. an der New York University und der New School for Social Research sowie für The Writer's Voice. Außerdem ist sie Malerin
Roberta Allen, Xenia Osthelder (übers.), Literatur in fünf Minuten. - Ein Schnellkurs.
Nur in Zweitausendeins Läden und im Internet (Hier klicken)

269 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband
ISBN 3861504405,
15,00 €

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Schöne Weihnachten und gute Besserung!

haljam

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Stoffel
gesperrt
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Hi du..

das ist sehr interessant.
Wobei ich doch dann denke...
selbst eine "Kuzgeschichte" oder "Kürzestkurzgeschichte" sollte doch Hand und Fuss haben und überlegt sein.
Also, wenn einer mit ner Stoppuhr neben mir stünde..
Mach mal..5Minuten!!
dann würd ich zwar was auf die Reihe kriegen, aber ich denke nicht, daß ich DAS dann hier meinen Kollegen als fertiges Werk vorsetzen würde/dürfte.

Man ist doch keine "Schreibmaschine".
Ich würde es als Unart..Frevel..etc..sehen, wenn ich da was in 5Minuten runterhiuddel..und verlange, dass sich andre damit auseinandersetzen.

Wobei*grübel* es gibt ssicher Schreiberlinge, die einem oft diese 1-Minuten-Kommentarreime..aus dem Ärmel schütteln.
Aber schau..DIE nehme ich leider auch nicht so..für voll.

Und nu?

lG
Stoffel

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