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Kurze Katzengeschichten
Eingestellt am 10. 06. 2005 13:05


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coxew
???
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Wie ich ins Bauernhaus einzog

Ich bin Morle, die schwarze Katze. Der Tim hat mich aus dem Tierheim nach hause gebracht. Er wünscht sich nämlich seit langem schon ein Streicheltier. Tim stell mein Körbchen in die Küche.
Ich hab hier gleich allen gezeigt, wer Katze im Bauernhaus ist. Die Mäuse begreifen das natürlich am schnellsten. Da schaut doch grad eine um die Ecke. Und wo will sie hin? Natürlich in die Speisekammer. Die Bäuerin hat dort gestern einen frischen Käse ins Regal gelegt. Das hält die stärkste Maus nicht aus. Käseduft kitzelt sehr in einer Mäusenase.
Ich duck mich. Auf Samtpfoten schleich ich mich an, ganz still, ganz leise. Die Maus trippelt zur SpeisekammertĂĽr. Ich halt die Luft an. Dann mach ich einen kĂĽhnen Satz ...
„Mooorle.“ Tim stürmt in die Küche. Verflucht! Jetzt ist die Maus natürlich weg.

Pfoten weg von den Gardinen

Trotzdem sind Tim und ich gute Freunde geworden. Heute spielen wir mein Lieblingsspiel: Fangen. Ich sause im Wohnzimmer über Tisch und Stühle. Die Bäuerin hängt im Garten Wäsche zum Trocknen auf.
„Fang mich“, ruft Tim und rennt um den Tisch. Ich nehme natürlich die Abkürzung und jage unter dem Tisch hindurch. Und schon erwisch ich Tim am Hosenbein.
„Aua“, ruft Tim. Ich laß sofort los.
Aus Versehen hab ich ihn gekratzt.
„Na warte.“ Jetzt ist es Tim, der mich jagt. Im Zickzackkurs saus ich nach rechts und links. Aber es gelingt mir nicht Tim abzuschütteln. In letzter Not jage ich an der Gardine hoch. Ich jubele. Jetzt kriegt mich Tim nie und nimmer.
„Um Himmels Willen“, schimpft plötzlich die Bäuerin, „sofort lässt du die Gardine los.“
„Schnell weg“, ruft Tim. Ich springe auf den Boden. Und ehe die Bäuerin durch die Hintertür ins Haus kommt, sind wir durch die Vordertür auf die Straße gerannt.

Wie Hund und Katz

Ich sonne mich auf der Fensterbank. Da springt Rex, der Hund vom Nachbarhof in den Vorgarten.
„Rrrrrhhh, wuff, wuff“, knurrt und bellt er. Rex kann Katzen nicht ausstehen. Und ich kann Hunde nicht ausstehen. Besonders nicht, wenn sie stänkern. Und außerdem, was fällt dieser Straßenmischung ein mich beim sonnenbaden zu stören? Dem wird’ ich’s zeigen. Im Nu spring ich von der Fensterbank ins Radieschenbeet. Von da bis zur Regentonne ist es nur ein Katzensprung. Fex guckt ganz blöde, als ich vor ihm stehe. Ich fauche drohend. Mein Fell sträubt sich und mein Schwanz wird dick wie eine Flaschenbürste. Er krümmt sich wie mein Buckel.
„Miau miiiiauauauaua!“
„Wwwwufff, rrrrrrhhh, rrrrrhhhh, wuff wau wau!”
“Miauauauaua, miauauaua!”
Rex springt auf der Stelle hin und her. Er will mir wohl Angst machen? Da kennt er mich aber schlecht. Blitzschnell geh’ ich auf die Hinderbeine und, wupp, verpass ich Rex einen Satz Ohrfeigen. Er begreift erst, als ich längst auf einem Ast im Kirschbaum sitze. Wütend springt Rex am Baumstamm hoch. Aber das beeindruckt mich nicht die Pfote.
Rex zeiht beleidigt ab. Seinen Schwanz klemmt er zwischen die Hinterbeine. Ich springe vom Kirschbaum und nehme meinen Platz auf der Fensterbank wieder ein. So schön scheint die Sonne.


Wenn Vollmond ist

Seit Tagen bin ich unruhig. Denn heute nacht ist Vollmond. In meinem Körbchen warte ich bis es im Haus still geworden ist. Dann spring ich vom Küchenfenster auf die Feuerleiter. Ich verfehle nicht mein Ziel. Wie alle Katzen kann ich im Dunkeln ausgezeichnet sehen. Außerdem leuchtet mir der Mond. Flink klettere ich auf den Dachgiebel. Neben dem Schornstein mach ich es mir bequem. Denn von hier kann ich den Mond gut sehen und habe auch einen ausgezeichneten Blick auf die anderen Dächer im Dorf. Auf denen sitzen jetzt ebenfalls Katzen. „Miau, miau“, begrüßen wir uns. Eine Wolke, die eben noch den honiggelben Mond verdeckt hat, zieht weiter. Nun strahlt er hell über die Dächer. Das begeistert uns so, dass wir Katzen eine Arie anstimmen. Es klingt wunderbar. Mir kommen die Tränen vor Rührung. Schade nur, dass von mindestens fünf Häusern die Fenster aufgerissen werden trotz der späten Stunde.
„Verfluchtes Katzengejammer. Aufhören, aufhören mit dem Gejaule“, schimpft jemand.
Was die Leute nur haben? Ich finde, wir singen wunderschön. Aber vielleicht sollten wir noch etwas üben?

Katz- und Maus-Spiel

Nach dieser kurzen Nacht schlaf ich heute natürlich mindestens bis Mittag. Nicht mal mit Frischfisch lockt mich Tim aus dem Körbchen. Den ganzen Tag döse ich vor mich hin. Nur abends zum Abendessen steh ich kurz auf. Das Leben ist schön.
Das denken wahrscheinlich auch die Mäuse. Sie rascheln nämlich frech unter der Küchendiele. Mit halboffenem Katzenauge erblicke ich grad noch einen Mäuseschwanz, der Richtung Speisekammer witscht. Das ist zuviel. Das ist gerade zu eine Beleidigung meiner Hauskatzenehre. Mit einem Satz bin ich an der Speisekammer. Die Maus sitzt in der Falle.
Zur Tür kann sie nicht raus. Ein Fenster gibt es nicht. Arme Maus, jetzt geht’s dir an den Kragen. Zwar habe ich schon zu Abend gegessen. Doch gegen ein zartes Mäuschen zum Nachtisch habe ich nichts einzuwenden. Vorher aber spiel ich noch ein bischen mit ihm Katz und Maus. Von einer Ecke in die andre flitzt das Mäuslein. Es wird eine richtig wilde Jagd. Doch dann pack ich’s und mit einem Bissen verschwindet’s in meinem Magen. Hmm, lecker. Die anderen Mäuse verkriechen sich vor Schreck in ihren Löchern. So schnell wagen sie sich nicht wieder hervor. Ich bin die Katze im Haus.

P.S. Die Mäuse können ruhig wohnen bleiben. Es macht einen Heidenspaß sie zu jagen.



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flammarion
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Kurze Katzengeschichten
Veröffentlicht von coxew am 10. 06. 2005 13:05
Wie ich ins Bauernhaus einzog

Ich bin Morle (Mohrle, der Name ist vom Mohren hergeleitet), die schwarze Katze. Der Tim hat mich aus dem Tierheim nach hause (Hause) gebracht. Er wünscht sich nämlich seit langem schon ein Streicheltier. Tim stell (stellte) mein Körbchen in die Küche.
Ich hab hier gleich allen gezeigt, wer Katze im Bauernhaus ist. Die Mäuse begreifen das natürlich am schnellsten. Da schaut doch grad eine um die Ecke. Und wo will sie hin? Natürlich in die Speisekammer. Die Bäuerin hat dort gestern einen frischen Käse ins Regal gelegt. Das hält die stärkste Maus nicht aus. Käseduft kitzelt sehr in einer Mäusenase.
Ich duck mich. Auf Samtpfoten schleich ich mich an, ganz still, ganz leise. Die Maus trippelt zur SpeisekammertĂĽr. Ich halt die Luft an. Dann mach ich einen kĂĽhnen Satz ...
„Mooorle.“ Tim stürmt in die Küche. Verflucht! Jetzt ist die Maus natürlich weg.

Pfoten weg von den Gardinen

Trotzdem sind Tim und ich gute Freunde geworden. Heute spielen wir mein Lieblingsspiel: Fangen. Ich sause im Wohnzimmer über Tisch und Stühle. Die Bäuerin hängt im Garten Wäsche zum Trocknen auf.
„Fang mich“, ruft Tim und rennt um den Tisch. Ich nehme natürlich die Abkürzung und jage unter dem Tisch hindurch. Und schon erwisch ich Tim am Hosenbein.
„Aua“, ruft Tim. Ich laß (lasse) sofort los.
Aus Versehen hab ich ihn gekratzt.
„Na warte.“ Jetzt ist es Tim, der mich jagt. Im Zickzackkurs saus ich nach rechts und links. Aber es gelingt mir nicht(Komma) Tim abzuschütteln. In letzter Not jage ich an der Gardine hoch. Ich jubele. Jetzt kriegt mich Tim nie und nimmer.
„Um Himmels Willen“, schimpft plötzlich die Bäuerin, „sofort lässt du die Gardine los.“
„Schnell weg“, ruft Tim. Ich springe auf den Boden. Und ehe die Bäuerin durch die Hintertür ins Haus kommt, sind wir durch die Vordertür auf die Straße gerannt.

Wie Hund und Katz

Ich sonne mich auf der Fensterbank. Da springt Rex, der Hund vom Nachbarhof(Komma) in den Vorgarten.
„Rrrrrhhh, wuff, wuff“, knurrt und bellt er. Rex kann Katzen nicht ausstehen. Und ich kann Hunde nicht ausstehen. Besonders nicht, wenn sie stänkern. Und außerdem, was fällt dieser Straßenmischung ein(Komma) mich beim sonnenbaden zu stören? Dem wird’ (werd der Compi denkt, du wolltest wird schreiben und korrigiert selbsttätig) ich’s zeigen. Im Nu spring ich von der Fensterbank ins Radieschenbeet. Von da bis zur Regentonne ist es nur ein Katzensprung. Fex (Rex) guckt ganz blöde, als ich vor ihm stehe. Ich fauche drohend. Mein Fell sträubt sich und mein Schwanz wird dick wie eine Flaschenbürste. Er krümmt sich wie mein Buckel.
„Miau miiiiauauauaua!“
„Wwwwufff, rrrrrrhhh, rrrrrhhhh, wuff wau wau!”
“Miauauauaua, miauauaua!”
Rex springt auf der Stelle hin und her. Er will mir wohl Angst machen? Da kennt er mich aber schlecht. Blitzschnell geh’ ich auf die Hinderbeine und,(kein Komma) wupp, verpass ich Rex einen Satz Ohrfeigen. Er begreift erst, als ich längst auf einem Ast im Kirschbaum sitze. Wütend springt Rex am Baumstamm hoch. Aber das beeindruckt mich nicht die Pfote.
Rex zeiht (zieht) beleidigt ab. Seinen Schwanz klemmt er zwischen die Hinterbeine. Ich springe vom Kirschbaum und nehme meinen Platz auf der Fensterbank wieder ein. So schön scheint die Sonne.

Wenn Vollmond ist

Seit Tagen bin ich unruhig. Denn heute nacht (Nacht) ist Vollmond. In meinem Körbchen warte ich(Komma) bis es im Haus still geworden ist. Dann spring ich vom Küchenfenster auf die Feuerleiter. Ich verfehle nicht mein Ziel. Wie alle Katzen kann ich im Dunkeln ausgezeichnet sehen. Außerdem leuchtet mir der Mond. Flink klettere ich auf den Dachgiebel. Neben dem Schornstein mach ich es mir bequem. Denn von hier kann ich den Mond gut sehen und habe auch einen ausgezeichneten Blick auf die anderen Dächer im Dorf. Auf denen sitzen jetzt ebenfalls Katzen. „Miau, miau“, begrüßen wir uns. Eine Wolke, die eben noch den honiggelben Mond verdeckt hat, zieht weiter. Nun strahlt er hell über die Dächer. Das begeistert uns so, dass wir Katzen eine Arie anstimmen. Es klingt wunderbar. Mir kommen die Tränen vor Rührung. Schade nur, dass von mindestens fünf Häusern die Fenster aufgerissen werden trotz der späten Stunde.
„Verfluchtes Katzengejammer. Aufhören, aufhören mit dem Gejaule“, schimpft jemand.
Was die Leute nur haben? Ich finde, wir singen wunderschön. Aber vielleicht sollten wir noch etwas üben?

Katz- und Maus-Spiel

Nach dieser kurzen Nacht schlaf ich heute natürlich mindestens bis Mittag. Nicht mal mit Frischfisch lockt mich Tim aus dem Körbchen. Den ganzen Tag döse ich vor mich hin. Nur abends zum Abendessen steh ich kurz auf. Das Leben ist schön.
Das denken wahrscheinlich auch die Mäuse. Sie rascheln nämlich frech unter der Küchendiele. Mit halboffenem Katzenauge erblicke ich grad noch einen Mäuseschwanz, der Richtung Speisekammer witscht. Das ist zuviel. Das ist gerade zu eine Beleidigung meiner Hauskatzenehre. Mit einem Satz bin ich an der Speisekammer. Die Maus sitzt in der Falle.
Zur Tür kann sie nicht raus. Ein Fenster gibt es nicht. Arme Maus, jetzt geht’s dir an den Kragen. Zwar habe ich schon zu Abend gegessen. Doch gegen ein zartes Mäuschen zum Nachtisch habe ich nichts einzuwenden. Vorher aber spiel ich noch ein bischen (bisschen) mit ihm Katz und Maus. Von einer Ecke in die andre flitzt das Mäuslein. Es wird eine richtig wilde Jagd. Doch dann pack ich’s und mit einem Bissen verschwindet’(das Häkchen ist überflüssig)s in meinem Magen. Hmm, lecker. Die anderen Mäuse verkriechen sich vor Schreck in ihren Löchern. So schnell wagen sie sich nicht wieder hervor. Ich bin die Katze im Haus.

P.S. Die Mäuse können ruhig wohnen bleiben. Es macht einen Heidenspaß(Komma) sie zu jagen.

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Karin JĂĽnger
Sehr nette geschichtchen. Bin auch großer katzenfreund. Kennst du den film „Minusch“? der ist ganz entzückend.
Schreib mal noch n paar katzengeschichten!
lg

__________________
Old Icke

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Grace
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Ich liebe Katzengeschichten

Hallo Coxew,

Ich liebe meine zwei Wohnungskatzen über alles. Wir hatten aber früher auch schon Katzen die raus durften. Alles in Deiner Geschichte erinnert mich daran. Du hast das "Leben" der Katzen sehr schön eingefangen und flüssig geschrieben.
Nur das mit dem "Fangenspielen" stört mich immer noch ein wenig. Es ist zwar eine Kindergeschichte und hier darf man gerne auch die Phantasie spielen lassen, ... aber wenn ich meinem Kind von sprechenden Enten & Elefanten erzähle, bringe ich sie zumindest nicht in Gefahr.
Möglicherweise sehe ich das zu Verklemmt. Die Eltern in meinem Bekanntenkreis (wenn die Kinder mit unseren Katzen spielen wollten) meinten alle, "Laß sie es versuchen, .... wenn es weh tut hat sie es begriffen!"
Naja! Ich jedenfalls wĂĽrde mein Wunschbaby gerne in Watte packen.
Man kann aber durchaus mit Katzen spielen. In jungen jahren aportieren Katzen genau so gerne wie Hunde, .... vielleicht magst Du es ja doch ändern. (Beweißvideos liegen vor!)

Herzlichst,
Grace





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flitze
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Kurze Katzengeschichten

Hallo coxew!

Deine Katzengeschichten lassen sich sehr flüssig lesen. Sie sind sehr kindgerecht geschrieben und ich kann mir jede einzelne als schön illustriertes Kinderbuch vorstellen.

Liebe GrĂĽĂźe

Birgit

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coxew
???
Registriert: Jun 2005

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kurze katzengeschichten

hallo flitze,

ja, an den illustrationen arbeite ich schon.

viele grĂĽĂźe,
karin

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coxew
???
Registriert: Jun 2005

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Kurze Katzengeschichten
Veröffentlicht von coxew am 10. 06. 2005 13:05
Wie ich ins Bauernhaus einzog

Ich bin Morle, die schwarze Katze. Der Tim hat mich aus dem Tierheim nach hause gebracht. Er wünscht sich nämlich seit langem schon ein Streicheltier. Mein Körbchen steht in der Küche.
Ich hab hier gleich allen gezeigt, wer Katze im Bauernhaus ist. Die Mäuse begreifen das natürlich am schnellsten. Da schaut doch grad eine um die Ecke. Und wo will sie hin? Natürlich in die Speisekammer. Die Bäuerin hat dort gestern einen frischen Käse ins Regal gelegt. Das hält die stärkste Maus nicht aus. Käseduft kitzelt sehr in einer Mäusenase.
Ich duck mich. Auf Samtpfoten schleich ich mich an, ganz still, ganz leise. Die Maus trippelt zur SpeisekammertĂĽr. Ich halt die Luft an. Dann mach ich einen kĂĽhnen Satz ...
„Mooorle.“ Tim stürmt in die Küche. Verflucht! Jetzt ist die Maus natürlich weg.

Pfoten weg von den Gardinen

Trotzdem sind Tim und ich gute Freunde geworden. Heute spielen wir mein Lieblingsspiel: Fangen. Ich sause im Wohnzimmer über Tisch und Stühle. Die Bäuerin hängt im Garten Wäsche zum Trocknen auf.
„Fang mich“, ruft Tim und rennt um den Tisch. Ich nehme natürlich die Abkürzung und jage unter dem Tisch hindurch. Und schon erwisch ich Tim am Hosenbein.
„Aua“, ruft Tim. Ich laß sofort los. Aus Versehen hab ich ihn gekratzt.
„Na warte.“ Jetzt ist es Tim, der mich jagt. Im Zickzackkurs saus ich nach rechts und links. Aber es gelingt mir nicht, Tim abzuschütteln. In letzter Not jage ich an der Gardine hoch. Ich jubele. Jetzt kriegt mich Tim nie und nimmer.
„Um Himmels Willen“, schimpft plötzlich die Bäuerin, „sofort lässt du die Gardine los.“
„Schnell weg“, ruft Tim. Ich springe auf den Boden. Und ehe die Bäuerin durch die Hintertür ins Haus kommt, sind wir durch die Vordertür auf die Straße gerannt.

Wie Hund und Katz

Ich sonne mich auf der Fensterbank. Da springt Rex, der Hund vom Nachbarhof, in den Vorgarten.
„Rrrrrhhh, wuff, wuff“, knurrt und bellt er. Rex kann Katzen nicht ausstehen. Und ich kann Hunde nicht ausstehen. Besonders nicht, wenn sie stänkern. Und außerdem, was fällt dieser Straßenmischung ein, mich beim sonnenbaden zu stören? Dem zeig ich's. Im Nu spring ich von der Fensterbank ins Radieschenbeet. Von da bis zur Regentonne ist es nur ein Katzensprung. Rex guckt ganz blöde, als ich vor ihm stehe. Ich fauche drohend. Mein Fell sträubt sich und mein Schwanz wird dick wie eine Flaschenbürste. Er krümmt sich wie mein Buckel.
„Miau miiiiauauauaua!“
„Wwwwufff, rrrrrrhhh, rrrrrhhhh, wuff wau wau!”
“Miauauauaua, miauauaua!”
Rex springt auf der Stelle hin und her. Er will mir wohl Angst machen? Da kennt er mich aber schlecht. Blitzschnell geh’ ich auf die Hinderbeine und wupp, verpass ich Rex einen Satz Ohrfeigen. Er begreift erst, als ich längst auf einem Ast im Kirschbaum sitze. Wütend springt Rex am Baumstamm hoch. Aber das beeindruckt mich nicht die Pfote.
Rex zieht beleidigt ab. Seinen Schwanz klemmt er zwischen die Hinterbeine. Ich springe vom Kirschbaum und nehme meinen Platz auf der Fensterbank wieder ein. So schön scheint die Sonne.

Wenn Vollmond ist

Seit Tagen bin ich unruhig. Denn heute nacht ist Vollmond. In meinem Körbchen warte ich, bis es im Haus still geworden ist. Dann spring ich vom Küchenfenster auf die Feuerleiter. Ich verfehle nicht mein Ziel. Wie alle Katzen kann ich im Dunkeln ausgezeichnet sehen. Außerdem leuchtet mir der Mond. Flink klettere ich auf den Dachgiebel. Neben dem Schornstein mach ich es mir bequem. Denn von hier kann ich den Mond gut sehen und habe auch einen ausgezeichneten Blick auf die anderen Dächer im Dorf. Auf denen sitzen jetzt ebenfalls Katzen. „Miau, miau“, begrüßen wir uns. Eine Wolke, die eben noch den honiggelben Mond verdeckt hat, zieht weiter. Nun strahlt er hell über die Dächer. Das begeistert uns so, dass wir Katzen eine Arie anstimmen. Es klingt wunderbar. Mir kommen die Tränen vor Rührung. Schade nur, dass von mindestens fünf Häusern die Fenster aufgerissen werden trotz der späten Stunde.
„Verfluchtes Katzengejammer. Aufhören, aufhören mit dem Gejaule“, schimpft jemand.
Was die Leute nur haben? Ich finde, wir singen wunderschön. Aber vielleicht sollten wir noch etwas üben?

Katz- und Maus-Spiel

Nach dieser kurzen Nacht schlaf ich heute natürlich mindestens bis Mittag. Nicht mal mit Frischfisch lockt mich Tim aus dem Körbchen. Den ganzen Tag döse ich vor mich hin. Nur abends zum Abendessen steh ich kurz auf. Das Leben ist schön.
Das denken wahrscheinlich auch die Mäuse. Sie rascheln nämlich frech unter der Küchendiele. Mit halboffenem Katzenauge erblicke ich grad noch einen Mäuseschwanz, der Richtung Speisekammer witscht. Das ist zuviel. Das ist gerade zu eine Beleidigung meiner Hauskatzenehre. Mit einem Satz bin ich an der Speisekammer. Die Maus sitzt in der Falle.
Zur Tür kann sie nicht raus. Ein Fenster gibt es nicht. Arme Maus, jetzt geht’s dir an den Kragen. Zwar habe ich schon zu Abend gegessen. Doch gegen ein zartes Mäuschen zum Nachtisch habe ich nichts einzuwenden. Vorher aber spiel ich noch ein bischen (bisschen) mit ihm Katz und Maus. Von einer Ecke in die andre flitzt das Mäuslein. Es wird eine richtig wilde Jagd. Doch dann pack ich’s und mit einem Bissen verschwindet’(das Häkchen ist überflüssig)s in meinem Magen. Hmm, lecker. Die anderen Mäuse verkriechen sich vor Schreck in ihren Löchern. So schnell wagen sie sich nicht wieder hervor. Ich bin die Katze im Haus.

P.S. Die Mäuse können ruhig wohnen bleiben. Es macht einen Heidenspaß, sie zu jagen.

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