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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Kurzgeschichte
Eingestellt am 12. 09. 2002 14:09


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Nordstrahl
Hobbydichter
Registriert: Sep 2002

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Die Wanderin

Sie ist klein, die Wanderin. Mit gro├čen freundlichen und neugierigen Augen schaut sie sich mit ungebrocherner Begeisterung die Welt an. Sie sieht lustig aus, mit dem Wanderhut. Er soll sie sch├╝tzen starken Sonne und Unwetter. In ihrem Rucksack sind Erfahrungen und Menschenkenntnis.

An vielem ist sie schon vorbeigezogen. An freundlichen Menschen, denen sie mit einem freundlichen L├Ącheln geanwortet hat. An wundersch├Ânen Pl├Ątzen, die sie romantisch gestimmt haben. Dort hat sie sich f├╝r eine Weile niedergelassen Aber auch viele schwierige Wege hat sie beschritten. Halsbrecherische Pfade, unwegsame Gel├Ąnde, moorastigen Boden und pl├Âtzlich einbrechende Unwetter hat sie kennengelernt.

Ab und zu hat sich ein Reisebegleiter zu ihr gesellt. Die Unterhaltung war immer eine willkommene Abwechslung. Ihre Wege haben sich dann irgendwann getrennt, weil die Reiseziele unterschiedlich waren. Der letzte Reisebegleiter war lange mit ihr auf Wanderschaft. Aber er war nicht allein. In seinem Rucksack steckte der von ihm hei├čgeliebete Freund Alkohol. Er hatte ihm ja das Gl├╝ck versprochen. Jedoch war dies ein tr├╝gerischer Freund. Verlangte einen hohen Tribut. Hatte ihn gezwungen, urpl├Âtzlich den gemeinsamen Wanderweg zu verlassen und ihre Wege trennen sich ohne Abschied. Die Wanderin ist heut noch traurig, denn er war ein geistvoller und liebevoller Begleiter.

Nun ist sie wieder allein ihrem Weg. Noch kraftlos und mit Schwermut in Herzen schl├Ągt sie sich durch eine Welt, die ist durch den fehlenden Wanderbegleiter etwas dunkel geworden war. Aber sie findet wieder auf den sicheren Weg zur├╝ck.

An vielen Menschen zieht sie wieder vorbei, erfreut sich wieder an ihrem Lachen, an ihren kleine Schw├Ąchen. Ist jedem dankbar, der sie von Herzen zum Lachen bringt. Sie findet wieder zu ihrer alten Kraft zur├╝ck.

Nach einiger Zeit gesellt sich ein neuer Reisebegleiter zu ihr. Er scheint die kleine Wanderin unterhaltsam zu finden, denn er weicht nun nicht mehr von ihrer Seite. Sie sind so im Gespr├Ąch vertieft, das sie gar nicht bemerkt hatte, das sie auschlie├člich ihm gefolgt ist und sich nun auf seinem Pfad befindet. Aber der neue Reisebegleiter hat ihr Vertrauen und sie ist neugierig geworden, was es hier zu sehen gibt. Dabei kommen sie sich immer n├Ąher, bis zu einer intensiven, innigen Umarmung.

Jetzt erst schaut sie sich um. Wo ist sie? Pl├Âtzlich ist alles hell geworden, woher kommt das viele Licht? An welchem Ort ist sie? Er konnte sie ent- und verf├╝hren, ohne dass sie es gemerkt hat.

Sie erkennt eine kleine Insel, sie ist noch kahl, keine Blumen, kein Strauch, keine Tiere. Aber das viele Licht, es blendet sie fast. Und was ist das? Unter ihren F├╝├čen beginnt sich etwas ganz leicht zu bewegen. Sie schaut zu den Boden. Ein kleine Pflanze durchbricht die Erde und ein kleiner zarter Keim hat sich seinen Weg ans Licht gesucht.

Auf der Insel ist der Fr├╝hling eingezogen. Sie hat nun zwei Bewohner, die Wanderin und ihren Reisebegleiter. Und eine erste Gr├╝nplanze. Sie ist noch klein und zerbrechlich, aber die Pflege der beiden wird sie wachsen lassen, bis die ersten Knospen ansetzen und im Sommer wird sich die erste sch├Âne Bl├╝te zeigen. Beide freuen sich schon darauf und sind neugierig, wie diese Bl├╝te ausschauen wird.

Sie unterhalten sich und tauschen dabei weiter verliebte Blicke aus. Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne erw├Ąrmt die Erde. Schon kommen die ersten Schmetterlinge, fliegen um die Pflanze. Noch hat sich die Bl├╝te nicht ge├Âffnet und sie m├╝ssen noch warten, bis sie sich auf ihren ausruhen k├Ânnen.

Aber was ist das? Voller Sorge schaut die Wanderin auf den Himmel. Ganz weit oben ziehen dunkle Wolken auf, ganz klein , aber sie werden zusehens gr├Â├čer, es wird bedr├╝ckend.

Ach, was soll das schon sein, beruhigt sich die Wanderin. Ein Fr├╝hlingsregen wird kommen. Etwas heftig, aber wir sind ja nicht aus Zucker. Der Hut wird sie sch├╝tzen und die Planze ist kr├Ąftig genug, kann einen Platzregen bestimmt schon vertragen. Wie aber sch├╝tzt sich ihr neuer Reisebegleiter? Sie wei├č es nicht.

Die Wolken haben nun schon die ganze Insel ├╝berdeckt, sie verdunkelt. Das Unwetter bricht aus. Kein heftiger erfrischender Fr├╝hligsregen, nein klirrende K├Ąlte breitet sich aus. Alles um sie herum versinkt pl├Âtzlich in Schnee und Eis. Nun kommt auch noch ein starker Sturm auf.

Die Wanderin ist klein, versucht sich m├╝hevoll zu halten, aber sie findet einfach keinen Halt. Der Sturm rei├čt sie zu Boden. Nur noch mit M├╝he kann sie sich wieder aufrichten. Aber es gibt hier ja nichts zum Halten, wie sie es gewohnt ist, in der freien Natur. Es sind noch keine B├Ąume da, in deren sch├╝tzenden Windschatten sie sich stellen kann. Und die Pflanze ist noch zu klein.

Aber, der Reisebegleiter ist ja noch da. Wenn beide sich festhalten, k├Ânnen sie dem K├Ąltesturm standhalten, sich gegenseitig W├Ąrme spenden, bis sich der Sturm gelegt hat.

Ihre Augen suchen nach ihm und schlie├člich sieht sie ihn im dichten Schneetreiben. Gegen den Sturm gelehnt k├Ąmpft sie sich zu ihm durch. Er kennt die Insel, es ist ja seine Insel, kennt die schwierigen Wetterlagen, wei├č bestimmt, was zu tun ist. Ihre H├Ąnde greifen nach ihm. Aber die noch warmen H├Ąnde erfrieren an dem Eispanzer, der sich um ihn gelegt hat. Die Hilferufe erreichen ihn nicht mehr, prallen an dem Eispanzer ab. Sie sieht in seine Augen, sie sind wie hinter Glas. Immer wieder versucht sie den Panzer zu durchbrechen, aber er ist schon zu dick geworden, undurchdringlich.

Jetzt ist sie noch mehr von der K├Ąlte erfa├čt, schaut schnell im ihrem Rucksack nach, es sind aber keine Wintersachen drin. Warum sollte sie auch welche bei sich haben, war doch eben erst Fr├╝hling. Um nicht zu erfrieren, mu├č sie sich bewegen, mu├č sie laufen. Darf nicht weinen, sich nicht aufgeben. Sie m├Âchte schreien, aber jeder Ton erfriert in der K├Ąlte.

Die Insel, ja, die Insel verlassen, das w├Ąre die Rettung, aber sie findet keine Br├╝cke mehr. Wo ist sie? Der Sturm hat sie weg gerissen und sie kann nicht schwimmen. Nun ist sie gefangen auf der Insel, mit dem Mann aus Eis. Und die kleine Pflanze, wie geht es ihr? Oh, auch sie hat schon gelitten. Viele Bl├Ątter sich schon erfroren. Sie wirft ihren Hut dar├╝ber. Wenigsten soll die kleine Pflanze gesch├╝tzt werden vor der klirrenden K├Ąlte.

Weiter schaut sie sich hilfesuchend um, der Mann aus Eis ist nun zu einer S├Ąule erstarrt. Sie friert unendlich bei dem Anblick.

Aber da, ganz weit hinten auf dem Wasser sieht sie ein Boot. Es steuert auf die Insel zu. Der fremde Bootsf├╝hrer hat die Hilferufe geh├Ârt und ist gleich zur Insel gekommen. V├Âllig ersch├Âpft steigt sie in das Boot ein. Er will sie zur├╝ckbringen in w├Ąrme Gebiete.

Auf der R├╝ckreise dreht sie sich noch mal um, wirft noch einen letzten traurigen Blick auf die Insel, die Insel, die nun v├Âllig aus Eis ist. Sieht im Abendlicht die erstarrte Silouette des Eismanns und den Hut, den sie sch├╝tzend ├╝ber die Planze geworfen hat.

Vielleicht hat die Pflanze dadurch eine Chance, die klirrende K├Ąlte zu ├╝berstehen und beim n├Ąchsten Fr├╝hling kann sie dann vielleicht wieder zu neuen Leben erwachen....

__________________
Jeder, der sich die F├Ąhigkeit erh├Ąlt, Sch├Ânes zu erkennen, wird nie alt werden. Franz Kafka

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Arno1808
Guest
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...

Hallo Nordstrahl,

eine sehr sch├Âne Geschichte hast du da geschrieben!

Tolle Bilder, die zu teils herrlichen, teils traurig-frostigen Assoziationen einladen.
Eine gef├╝hlvolle Beschreibung eines bewegten
Lebens(abschnitts?)

Warum ist die kleine Pflanze auf der frostigen Insel mit diesem Menschen geblieben? Hatte die Wanderin keine M├Âglichkeit, sie mitzunehmen?


Einige Fehlerchen haben sich eingeschlichen, die du noch korrigieren solltest.


Gru├č

Arno







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Arno1808
Guest
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quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von Nordstrahl
Die Wanderin

Sie ist klein, die Wanderin. Mit gro├čen, freundlichen und neugierigen Augen schaut sie sich mit ungebrocherner Begeisterung die Welt an. Sie sieht lustig aus, mit dem Wanderhut. Er soll sie sch├╝tzen vor der starken starker Sonne und Unwetter. In ihrenm Rucksack sind Erfahrungen und Menschenkenntnis.

An vielem ist sie schon vorbeigezogen. An freundlichen Menschen, denen sie mit einem freundlichen L├Ącheln geanwortet hat. An wundersch├Ânen Pl├Ątzen, die sie romantisch gestimmt haben. Dort hat sie sich f├╝r eine Weile niedergelassen. Aber auch viele schwierige Wege hat sie beschritten. Halsbrecherische Pfade, unwegsame Gel├Ąnde, moorastigen Boden und pl├Âtzlich einbrechende Unwetter hat sie kennengelernt. sehr sch├Ân!

Ab und zu hat sich ein Reisebegleiter sich zu ihr zugesellt. Die Unterhaltung war immer eine willkommene Abwechslung. Die Ihre Wege haben sich dann irgendwann getrennt, weil die Reiseziele unterschiedlich waren. Der letzte Reisebegleiter war lange mit ihr auf Wanderschaft. Aber er war nicht allein. In seinem Rucksack steckte der von ihm hei├čgeliebete Freund Alkohol. Er hatte ihm ja das Gl├╝ck versprochen. Jedoch war dies er ein falscher tr├╝gerischer Freund. Verlangte einen hohen Tribut. Hatte ihn gezwungen, urpl├Âtzlich den gemeinsamen Wanderweg zu verlassen und er mu├čte ohne Abschied die Wanderin verlassen ihre Wege trennten sich ohne Abschied. Die Wanderin ist heut noch traurig, denn er war ein geistvoller und liebevoller Wanderb Begleiter.

Nun ist sie wieder allein auf ihrem Weg. Noch kraftlos und mit Schwermut in Herzen schl├Ągt sie sich durch die eine Welt,Sie ist die durch den fehlenden Wanderbegleiter zwar etwas dunkel geworden war, a Aber sie findet wieder auf den sicheren Weg zur├╝ck.

An vielen Menschen zieht sie wieder vorbei, erfreut sich wieder an ihrem Lachen, an ihren kleine Schw├Ąchen. Ist jedenm dankbar, der sie von Herzen zum lLachen bringt. Sie findet wieder zu ihrer alten Kraft zur├╝ck.

Nach einiger Zeit gesellt sich wieder ein neuer Reisebegleiter zu ihr. Er scheint die kleine Wanderin unterhaltsam zu finden, denn er weicht nun nicht mehr von ihrer Seite. Sie sind nun so im Gespr├Ąch vertieft, das sie gar nicht bemerkt hatte, das sie auschlie├člich ihm gefolgt ist und sich nun auf seinem Pfad befindet. Aber der neue Reisebegleiter hat ihr Vertrauen und sie ist neugierig geworden, was es hier zu sehen gibt. Dabei kommen sie sich immer n├Ąher, bis zu einer intensiven, innigen Umarmung.

Jetzt erst schaut sie sich um. Wo ist sie? Pl├Âtzlich ist alles hell geworden, woher kommt das viele Licht? An welchenm Ort ist sie? Er konnte sie ent- und verf├╝hren, ohne dass sie es gemerkt hat.

Sie erkennt eine kleine Insel, sie ist noch kahl, keine Blumen, kein Strauch, keine Tiere. ein tolles Bild!! Aber das viele Licht, es blendet sie fast. Und was ist das? Der Boden u Unter ihren F├╝├čen beginnt sich etwas ganz leicht zu bewegen. Sie schaut auf den zu Boden. Ein kleine Pflanze durchbricht die Erde und ein kleiner zarter Keim hat sich seinen Weg ans Licht gesucht.

Auf dieser kleinen der Insel ist der Fr├╝hling eingezogen. Sie H hat nun zwei Bewohner, die Wanderin und ihren Reisebegleiter. u Und eine erste Gr├╝nplanze. Sie ist noch klein und zerbrechlich, aber die Pflege der beiden wird sie wachsen lassen, bis die ersten Knospen ansetzen und im Sommer wird sich die erste sch├Âne Bl├╝te zeigen. super! Beide freunen sich schon darauf und sind neugierig, wie diese Bl├╝te ausschauen wird.

Sie unterhalten sich und tauschen dabei weiter verliebte Blicke aus. Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne erw├Ąrmt die Erde. Und s Schon kommen die ersten Schmetterlinge, fliegen um die Pflanze. Noch hat sich die Bl├╝te nicht ge├Âffnet und sie m├╝ssen noch warten, bis sie sich auf der Bl├╝te ihren Bl├Ąttern ausruhen k├Ânnen.

Aber was ist das? Voller Sorge schaut die Wanderin auf den Himmel. Ganz weit am Himmel oben ziehen dunkle Wolken auf, ganz klein , aber sie werden zusehens gr├Â├čer, es wird bedr├╝ckend. ich kann es f├Ârmlich sp├╝ren…

Ach, was soll das schon sein, beruhigt sich die Wanderin. Ein Fr├╝hlingsregen wird kommen. Etwas heftig, aber wir sind ja nicht aus Zucker. Der Hut wird sie sch├╝tzen und die Planze ist kr├Ąftig genug, kann einen Platzregen bestimmt schon vertragen, der Rucksach voller Erfahrungen. Wie aber sch├╝tzt sich ihr neuer Reisebegleiter? Sie wei├č es nicht.

Die Wolken haben nun schon die ganze Insel ├╝berdeckt, sie dunkel gemacht verdunkelt. Das Unwetter bricht aus. Kein heftiger, erfrischender Fr├╝hligsregen, nein klirrende K├Ąlte breitet sich aus. Alles um sie herum versinkt pl├Âtzlich in Schnee und Eis. Nun kommt auch noch ein starker Sturm auf.

Die Wanderin ist klein, versucht sich m├╝hevoll zu halten, aber sie findet einfach keinen Halt. Der Sturm rei├čt sie zu Boden. Nur noch mit M├╝he kann sie sich wieder aufrichten. Aber es gibt hier ja nichts zum h Halten, wie sie es gewohnt ist, in der freien Natur. Es sind noch keine B├Ąume da, in deren sch├╝tzenden Windschatten sie sich stellen kann. Und die Pflanze ist noch zu klein.

Aber doch, der Reisebegleiter ist ja noch da. Wenn beide sich festhalten, k├Ânnen sie dem K├Ąltesturm standhalten, sich gegenseitig W├Ąrme spenden, bis sich der Sturm gelegt hat.

Ihre Augen suchen nach ihm und schlie├člich sieht sie ihn im dichten Schneetreiben. Gegen den Sturm gelehnt k├Ąmpft sie sich zu ihm durch. Er kennt die Insel, es ist ja seine Insel, kennt die schwierigen Wetterlagen, wei├č bestimmt, was zu tun ist. Ihre H├Ąnde greifen nach ihm. Aber die noch warmen H├Ąnde erfrieren an dem Eispanzer, der sich um ihn gelegt hat. Die Hilferufe erreichen ihn nicht mehr, prallen an dem Eispanzer ab. Sie sieht in seine Augen, sie sind wie hinter Glas. Immer wieder versucht sie den Panzer zu durchbrechen, aber er ist schon zu dick geworden, undurchdringlich. toll!

Jetzt ist sie noch mehr von der K├Ąlter erfa├čt, schaut schnell im ihrem Rucksack nach, es sind aber keine Wintersachen drin. Warum sollte sie auch welche bei sich haben, war doch eben erst Fr├╝hling. Um nicht zu erfrieren, mu├č sie sich bewegen, mu├č sie laufen. d Darf nicht weinen, sich nicht aufgeben. Sie m├Âchte schreien, aber jeder Ton erfriert in der K├Ąlte.

Die Insel, ja, die Insel verlassen, das w├Ąre die Rettung, aber sie findet keine Br├╝cke mehr. Wo ist sie? Der Sturm hat sie weg gerissen und sie kann nicht schwimmen. sch├Ân Nun ist sie gefangen auf der Insel, mit dem Mann aus Eis. Und die kleine Pflanze, wie geht es ihr? Oh, auch sie hat schon gelitten. Viele Bl├Ątter sich schon erfroren. Sie wirft ihren Hut dar├╝ber. Wenigsten soll die kleine Pflanze gesch├╝tzt werden vor der klirrenden K├Ąlte.

Weiter schaut sie sich hilfesuchend um, der Mann aus Eis ist nun zu einer S├Ąule erstarrt. Sie friert unendlich bei dem Anblick.

Aber da, ganz weit hinten auf dem Wasser, sieht sie ein Boot. Das Boot Es steuert auf die Insel zu. Der fremde Bootsf├╝hrer hat die Hilferufe geh├Ârt und ist gleich zur Insel gekommen. V├Âllig ersch├Âpft steigt sie in das Boot ein. Er will sie zur├╝ckbringen in w├Ąrme Gebiete.

Auf der R├╝ckreise dreht sie sich noch mal um, wirft sie noch einen letzten traurigen Blick auf die Insel, die Insel, die nun v├Âllig aus Eis ist. Sieht im Abendlicht die erstarrte Silouette des Eismanns und den Hut, den sie sch├╝tzend ├╝ber die Planze geworfen hat.

Vielleicht hat die Pflanze dadurch eine Chance, die klirrende K├Ąlte zu ├╝berstehen und beim n├Ąchsten Fr├╝hling kann sie dann vielleicht wieder zu neuen Leben erwachen....


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