Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
271 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Krimis und Thriller
Kurzkrimi: Mord aus Liebe
Eingestellt am 09. 09. 2003 18:49


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Ercule Poirot
Hobbydichter
Registriert: Aug 2003

Werke: 8
Kommentare: 2
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Mord aus Liebe

Erhellt vom Lichtschein der Schreibtischlampe schien das klare bernsteinfarbene Whiskyglas hervor, das der Butler dem Hausherrn Nero Althoff gerade an den Tisch brachte. Nach dem Unfall in seiner Chemiefabrik, bei dem neben Teilen seines Gesichts auch sein Geruchssinn verätzt wurde, wodurch er nur noch sehr stark riechende Dinge wahrnehmen konnte, war dies eine der letzten Dinge, die ihm Entspannung brachten und so genehmigte sich der Hausherr jeden Abend ein Glas, das er immer mit großen Schlucken leerte, während er die Abendstille genoss.
Doch schon zwei Stunden später war es aus mit der Ruhe und um die Villa Althoff wimmelte es von Beamten der uniformierten Schutzpolizei und den Fahndern der Kripo. Die Kollegin von Kommissar Christian Berger, Jacqueline Bernot war bereits vor Ort als ihr Partner eintraf.
„Salut Christian.“
„N`Abend. Und was gibt`s?“
„Der Butler hat den Toten gefunden und dann die Polizei verständigt.“ ,informierte Jacqueline Bernot ihren Kollegen, den sie geradewegs zum Opfer, das Berger von frĂĽher kannte, ins Arbeitszimmer fĂĽhrte.
In einer riesigen Blutlache ruhte der leblose Körper mit einer Messerklinge im Rücken auf der grünen Arbeitsunterlage auf dem alten Biedermeier Schreibtisch.
„GlĂĽcklicherweise mĂĽssen wir uns bei unserem millionenschweren Freund hier keine Gedanken ĂĽber ein Motiv machen. Es liegt ja wohl auf der Hand, dass es dabei um sein liebes Geld ging.“
Kommissarin Bernot legte ein lächeln auf ihre zarten Lippen.
„Da muss ich sie leider enttäuschen. Mir hat nämlich eine Nachbarin erzählt, dass die Frau des Toten eine Affäre mit dem Butler hat, also mĂĽssen wir auch mit Eifersucht rechnen.“
„Wo sind die beiden Turteltäubchen denn jetzt? – Ich hoffe noch hier im Haus?“
„Aber natĂĽrlich, ich habe die Zwei nur in die KĂĽche geschickt, damit die Spurensicherung hier in Ruhe arbeiten kann.“
„Gut. Dann wäre es wohl das Beste, denke ich, wenn wir die Zwei mal etwas in die Mangel nehmen.“
Während die Kommissarin sich auf den Weg in die Küche machte, steckte sich Berger erst mal eine Zigarette an, um anschließend noch mal den Tatort und die Leiche unter die Lupe zu nehmen. Ebenso wie der Schreibtisch sagte ihm auch die alte Lampe, in deren Schein immer noch das geleerte Whiskyglas stand, zu.
„Der Mann hatte wirklich Geschmack!“ ,dachte Berger während er einen Zug an seiner qualmenden Zigarette nahm.
Nach ein paar Minuten kam Jacqueline Bernot mit der Hausherrin Karin Althoff und dem Butler im Schlepptau zurück. Karin Althoff war mit ihren langen blonden Haaren und ihrem schlanken, gut gebauten Körper eine wahre Augenweide, was auch von Christian Berger nicht verachtet wurde. Doch leider war er nur hier um zu ermitteln, was er fast etwas bedauerte. Ganz im Gegensatz zu der kühlen knochigen Erscheinung des Butlers, der eher abstoßend auf ihn wirkte.
Sofort bemerkte Kommissarin Bernot, wie ihr Kollege Karin Althoff anstarrte, worauf sie sogleich das Wort ergriff, um mit ihren ganz eigenen Methoden das Verhör zu leiten.
„Nun Frau Althoff ein Geständnis wäre wohl das beste fĂĽr sie. Kommen sie, raus damit!“
Wie ein Löwe schüttelte die Beschuldigte ahnungslos ihre goldblonde Mähne.
„Die Indizien sind eindeutig. Ihre FingerabdrĂĽcke wurden auf der Mordwaffe gefunden.
Karin Althoff wurde kreidebleich.
„Ihr Mann musste nun einfach aus dem Weg, damit sie Platz fĂĽr ihre neue Liebschaft hier hatten. Korrekt?“
Völlig verdutzt starrte die Witwe Jacqueline Bernot an, während sich langsam ihre tiefblauen Augen mit Tränen füllten.
„Ja. Ja, Ich war´s. Ich hab´ ihm das Messer in den RĂĽcken gerammt. Aber nur weil ich seine ewige Meckerei nicht mehr ertragen habe. Und natĂĽrlich aus liebe zu dir!“
Anbetend schaute sie zu ihrem Liebhaber, der jedoch die Blicke nicht erwiderte, sondern auf den Boden starrte.
Triumphierend zĂĽckte Kommissarin Bernot ihre Handschellen.
„Hiermit verhafte ich sie wegen Mordes an Nero Althoff.“
„Moment, Moment, Frau Althoff können wir leider nur wegen versuchten Mordes mit nehmen. Das Opfer war nämlich schon kurze Zeit tot.
„Was meinen Sie Christian?“
„Mir ist sofort der mandelartige Geruch des leeren Whiskyglases aufgefallen. Nero Althoff wurde nämlich mit Blausäure vergiftet. Und der wahre Mörder sitzt hier.“
Mit seiner immer noch qualmenden Zigarette deutete Christian Berger auf den Butler, der verblĂĽfft alle Anwesenden ansah.
„Sie. Sie haben Herrn Althoff die Blausäure in den Whisky gemischt, denn sie waren einer der wenigen, die von seinem verätzten Geruchssinn wussten. Der alte Spruch stimmt also doch. -- Der Butler ist immer der Mörder!“
„Aber ist es nicht immer der Gärtner?“
„Wie auch immer. Sie sind jedenfalls verhaftet.“
Immer noch verdutzt starrte der Butler vor sich hin. Dann streckte er seine Handgelenke Kommissar Berger entgegen.
„Ja, ich habe den Althoff ermordet. Aber nur aus Liebe.“

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Minds Eye
Guest
Registriert: Not Yet

Ein Krimi, wie ich ihn nicht mag.
Gehetzt werde ich von Klischee zu Klischee geführt. Motiv, Täter und Geständnis gibt´s auf dem Silbertablett. Keinerlei Innenschau eines Protagonisten, irgendetwas, was den Leser fesseln könnte (subjektive Meinung).
Mord passiert, verhaftet, gut ist.
Dazu noch ein paar kleine formale und stilistische Fehler (2x Dinge; 2x die Zwei; Lächeln kleingeschrieben)
und das Ganze in einem Milieu, weswegen ich schon damals kein "Derrick" geguckt habe.
Sorry,
ME.

Bearbeiten/Löschen    


Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
Kommentare: 1979
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Michael Schmidt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

quote:
Ursprünglich veröffentlicht von Ercule Poirot
Mord aus Liebe

Doch schon zwei Stunden später war es aus mit der Ruhe und um die Villa Althoff wimmelte es von Beamten der uniformierten Schutzpolizei und den Fahndern der Kripo.

In einer riesigen Blutlache ruhte der leblose Körper mit einer Messerklinge im Rücken auf der grünen Arbeitsunterlage auf dem alten Biedermeier Schreibtisch.



Hallo EP,

meine Lieblingssätze, sind aber noch mehr solcher Highlights im Text versteckt.
Die Grundidee ist einfach und gar nicht so übel, aber die Ausführung läßt doch sehr zu wünschen übrig und hinterläßt den Eindruck der Lustlosigkeit des Autors.

Bis bald,
Michael

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂĽck zu:  Krimis und Thriller Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!