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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Kurzurlaub, simuliert
Eingestellt am 04. 09. 2003 13:12


Autor
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HerrSommer
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2003

Werke: 7
Kommentare: 3
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W├Ąhrend er aufÔÇÖs Wasser blickte und der leichte Wind sanft um sein Gesicht strich, dachte er pl├Âtzlich, wie bemerkenswert es doch war, keine Gedanken zu haben. Die letzten Stunden hatte er so verbracht, am Wasser sitzend, und er hatte an nichts gedacht. Langsam wurde es k├╝hl, die Sonne war hinter den H├╝geln verschwunden und eine klare, azurblaue Nacht zog herauf. Ein bisschen w├╝rde er noch sitzen bleiben, dann hatte er gen├╝gend Kraft gesammelt, wieder in sein allt├Ągliches Leben einzutauchen.
Er hatte nichts gegen Allt├Ągliches und manchmal wunderte es ihn auch, warum so viele Menschen scheinbar aus ihrem Alltag auszubrechen versuchten, wo sie ihn sich doch selbst geschaffen hatten. Wie ein Architekt, so dachte er immer, hatten sie sich St├╝ck f├╝r St├╝ck ihr eigenes Lebenshaus aufgebaut, hatten es mit Erinnerungen vollgestopft, mit Schein und Status verziert. Manche mehr, andere weniger.
Manchmal wurde es den Menschen zu eng in ihren H├Ąusern ÔÇô dann bauten sie sie um oder sie rissen sie ein und liefen in den St├Ądten und Stra├čen umher, vollbepackt mit N├Âtigem und ├ťberfl├╝ssigem. Im Laufe seines Lebens war er einigen solcher Menschen begegnet, hatte sie an sich vorbei ziehen lassen oder sich gew├╝nscht, sie m├Âgen sich bei ihm aufnehmen lassen.
Er selbst wusste nur zu gut, wie es war, sich aufnehmen zu lassen, gemeinsame Erinnerungen zu sammeln, um dann letztendlich wieder auseinander zu gehen. In seinem Leben hatte er so etwas schon mehrere Male mitgemacht, war in die Lebensh├Ąuser anderer Menschen eingezogen, hatte ein paar Umbauma├čnahmen vorgenommen und nach einer Weile war er wieder hinausgegangen. Jedes Mal hatte er ein St├╝ck von sich selbst zur├╝ck gelassen.
Aber er war zufrieden. Mit sich und seinem Leben, so wie es verlief. Gl├╝cklich war er nicht, das hatte mit seiner Schwester in ihren zahlreichen Gespr├Ąchen oft festgestellt - jedenfalls im Gegensatz zu ihr. Aber dazu hatte er auch zuviel mitgemacht. Er konnte froh sein, da├č sein vernarbtes Herz immer noch dazu f├Ąhig war, einen Anflug von Liebe zu empfinden. Das reichte ihm, um eine Art von Gl├╝ck, wie er es nannte, zu erleben.
Er stand auf und klopfte sich den Sand von der Hose. Bevor er ging, schaute er nochmal auf das ruhig dahinflie├čende Wasser des Flusses und bemerkte, wie erstaunlich schnell die Gedanken zu ihm zur├╝ck gekehrt waren.

__________________
HerrSommer

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
Kommentare: 791
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hallo herr sommer,

so langsam gef├Ąllt mir deine schreibe; den text finde ich gut.
um mich vollst├Ąndig zufriedenzustellen m├╝├čtest du dich nur noch entscheiden, ob du in einem solcherma├čen kurzen text umgangssprachlich bleibst, oder die linie des schriftdeutschen durchziehst. eine melange aus beidem zerrei├čt den text.

viele gr├╝├če

rainer
__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
Kommentare: 1979
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quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von HerrSommer
Gl├╝cklich war er nicht, das hatte mit seiner Schwester in ihren zahlreichen Gespr├Ąchen oft festgestellt - jedenfalls im Gegensatz zu ihr.


Hallo Herr Sommer,

den Satz habe ich nicht verstanden. Und die Intention des Textes auch nicht. Ging es nur darum, sein Inneleben darzustellen?

Bis bald,
Michael

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Traveller
???
Registriert: Jun 2003

Werke: 2
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besser

Hallo, diese Geschichte gef├Ąllt mir besser, als die Erste.

__________________
Einen wundersch├Ânen Tag w├╝nscht

Traveller Peter

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HerrSommer
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2003

Werke: 7
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Danke f├╝r Euer Feedback - es wird mir helfen, ein St├╝ck zu wachsen und ich freue mich darauf, Anregungen in meine zuk├╝nftigen Werke einflie├čen zu lassen.
__________________
HerrSommer

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