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Leselupe.de > Kindergeschichten
LICHT
Eingestellt am 27. 06. 2005 13:06


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Jutta Rydzewski
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2005

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LICHT


Es war einmal ein wundersch├Ânes, sehr, sehr altes Schloss. In diesem Schloss lebte ein reicher Graf, der f├╝r seinen Geiz und seine Kaltherzigkeit in der ganzen Umgebung bekannt war.

Eines Tages, kurz vor der Abendd├Ąmmerung, klopfte es an der T├╝r des Schlosses. Der Graf ├Âffnete. Eine kleine Frau in Lumpen gekleidet stand vor ihm und sah ihn tieftraurig an.
„Bitte, lieber Graf“, sagte sie mit Tr├Ąnen in den Augen, „gib mir ein St├╝ck Brot. Meine Kinder weinen vor Hunger und ich kann ihnen nichts zu essen geben.“
Der Graf blickte zornig auf die kleine Frau hinab und rief: „Was k├╝mmern mich deine Kinder! Scher` dich zum Teufel und lass mich in Ruhe!“
Erbost warf er die T├╝r zu. Tief gebeugt vor Kummer und Sorgen machte sich die kleine Frau auf den Weg und verschwand in der Abendd├Ąmmerung.

Der Graf ging in sein Zimmer. Es war dunkel und er f├╝hlte sich pl├Âtzlich sehr einsam. Er nahm Streichh├Âlzer zur Hand um einige Kerzen anzuz├╝nden; ihr warmer Lichtschein sollte seine Einsamkeit vertreiben. Aber, was er auch versuchte, es gelang ihm nicht auch nur eine Kerze zu entz├╝nden; kein einziger Docht fing Feuer. Es blieb dunkel.

Von nun an gelang es dem Grafen nie wieder eine Kerze zu entz├╝nden und jeden Abend, jede Nacht sa├č er im Dunklen. Seine Einsamkeit lie├č ihn sehr traurig werden, und er sehnte sich nach Licht und Menschen.

Tage sp├Ąter klopfte es erneut an der T├╝r des Schlosses. Hocherfreut lief der Graf zur T├╝r und ├Âffnete. Vor ihm stand wieder die kleine, in Lumpen gekleidete Frau.
„Bitte, lieber Graf“, sagte sie, „gib mir ein St├╝ck Brot, meine Kinder weinen vor Hunger und ich kann ihnen nichts zu essen geben.“
Der Graf l├Ąchelte, lie├č die Frau ein und f├╝hrte sie zu seiner prall gef├╝llten Speisekammer.
„Nimm dir was du willst und so viel du willst“, sagte er zu der kleinen Frau. Die Frau blickte den Grafen an. In ihren Augen sah er ein kleines Licht der Freude und Dankbarkeit aufblitzen, und dabei wurde ihm ganz warm ums Herz. Die Frau nahm nur einen Laib Brot, sah den Grafen noch einmal an, dankte ihm und verlie├č das Schloss.

Der Graf war wieder allein. Er dachte noch lange an die kleine Frau und an das Licht, was er in ihren Augen gesehen hatte.
Der Tag ging zu Ende und die Abendd├Ąmmerung brach an. Der Graf wurde wieder sehr traurig, denn mit der Dunkelheit zog auch wieder die Einsamkeit in sein Herz.

Doch pl├Âtzlich, er traute seinen Augen nicht, sah er, wie alle Kerzen, eine nach der anderen, zu leuchten begannen, und das ganze Schloss in ein warmes, gem├╝tliches Licht tauchten. Der Graf war ├╝bergl├╝cklich. Von nun an freute er sich ├╝ber jedes Klopfen an seiner T├╝r, wies niemanden ab, der seine Hilfe brauchte, und jeden Abend erstrahlte das Schloss in einem warmen, weit sichtbarem hellen Licht. ...


Jutta Rydzewski

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