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Leselupe.de > Gereimtes
LIPPE LUST, mails&küsse
Eingestellt am 28. 02. 2001 15:26


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dieterschlesak
Blümchendichter
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LIPPE LUST. mails&küsse

Dieter Schlesak

LIPPE LUST



NACH DEM RENDEZ-VOUS

Oh ja ich danke dir noch heut
bist ein geschenk des himmels

und weiß noch nicht
was kommen wird: lieb`oder trennung

an diesem Ort: des reichlichen beginnens

bist du mir nah/ und doch so fern
du ziehst das kommen aus

wenn wir uns einmal wiedersehn
bin ich bei dir zu haus?

jetzt fürcht ich dich als wär die glut
als asche schon dabei

ich möcht so gern jetzt bei dir sein
hab keinen mut dazu

möcht zu dir gehn dich rufen, sehn
doch ists noch viel zu früh

ich bin nicht frei

und du bist noch mein taggespenst
denk dauernd daß es sei

kann dich nicht greifbar vor mir sehn
du bist mein hirnbild nah

kein winken war kein abschied war
versteckt in der umarmung

bist tag und nacht dabei

schluß jetzt ich ruf dich endlich an
bin dann bei dir bei mir

dein körper ist mein und du bist mein ich
es ist ein weher schrei.





NACHT RUHE TROST nach dem letzten Schluck Rotwein
und ein Hund bellt/ noch
in milden Räumen
keine Ungeduld und keine Worte mehr
ausgelöscht das vergebliche Warten der Zeitwörter,
neben ihnen verrinnen unaufhaltsam die Sekunden.
Und ich sehe voller Schrecken wie es später wird
auch im Gedicht.

So hab ich erleichtert ab sofort
das Gesicht dieser Welt verloren.

Die Kerzen in alten Gedichten
brennen heute nur bei Stromausfall.
Aber die Milchstraße
hat wieder Licht. Und federleicht ist alles -
ein Fliegen.

Jeden Morgen um Vier erwache ich.
Und denke an dich:
Es zieht eine Ungeduld hinauf zum Himmel
weckt die Angst -
daß jede Liebe vergeht!
Mein Ohr ist wieder im Laut
aufgedreht die Lautlosigkeit der Traumzeit
mit dir!

Es schlägt die Uhr es kräht ein Hahn
wie früher bleibt ein Jet zurück
durchbricht die Unsichtbare
die Schall Mauer/ an der ich stehe
und mein Urteil aus jener anderen
der wunden Herzzeit gefährlicher Wunder
erwarte!








WAS UNS SO GLÜHEND MACHT, IST DIESE FERNE



PARADOX tief

Was uns so glühend macht ist diese Ferne
Weitwegsein - lieben wir uns so?

Lieben die Liebe Ferne unerreichbar
weil wir sie so nicht stören können
durch Präsenz?

Ich schließe die Augen und
gleich bist du da
ich öffne die Lippen
& spüre deinen Geschmack

ich bin dir nah

du bist mein eingebildetes Ich
du bist mein fernes Du

Ich kann sie nicht mehr trennen





SO FÜRCHTEN WIR BEGEGNUNG

„Ich kann es nicht erwarten!" sagtest du
„ich sehne mich nach dir nach deinen Augen
oh diese Augen lassen mich nicht ruhn
ich sehne mich nach deinem Mund nach ihm
daß er mir eindringt tief in meine rote Höhle
und möchte immer immer bei dir sein
und du in mir / so tief so tief
in meiner weichen roten Höhle!"

Dort denkt er mich dort denkt er dich
dort denkt er uns im Kommen


UND WENN WIR UNS
dann in den Armen halten,

wenn wir zusammenkommen ist´s
dann Trauer und Abschied -
das Leben selbst das nicht zu halten ist

Nur wenn wir fern ein jeder mit dem andern
und voller Liebe mit dem andern sind
ich ohne dich du ohne mich
dann sind wir wie im Tode
ganz zusammen

so voller Nähe
Wärme/ Liebe und Begehren ...

Was wir nicht sind,
wir werden´s immer bleiben!

copyright by Dieter Schlesak 2000

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Hallo Dieter - ergreifend, wenn auch lang - aber was lange währt ... mir fällt dazu beim Lesen ein: "Liebe wächst mit der Entfernung, aber im Herzen gibt es keine Kilometer"!

Ganz lieben Gruß, es hat mir gut gefallen - man mußte sich weit weg fallen lassen, aber gerade das war das Schöne daran - Gedanken können so herrlich weit schweifen !

Feder

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dieterschlesak
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Lippe Lust

hallo liebe „feder", also spräche ich mit dem liebsten und fliegenden fingerspiel, auch dem eigenen; schöner name! Doch dein name wäre mir lieber!Und danke für die einfühlsame mail zu meiner lippe lust (so heißt auch mein band, aus dem die gedichte stammen!) lang ja, vielleicht zu lang für den schirm, weit-reichend auch, man muß schon mitleben und fühlen wollen, du hast diesen inneren flug gewagt, obwohl unsere poetischen schreibstile so sehr verschieden sind, deine prägnnz und klarheit deiner weisen spruchhanften gedankendichtung - fast wie jene andere feder der spannung, und ich seh- auch deine „volkstümlichkeit" ist gratulationswürdig; beneidenswert? Was mich frappiert ist das vorbild, der banal-sentimentale und manchmal unfreiwillig komische gebrauchskitsch der Allert-W., bei einigen dieser „gedichte" hab ich mich fast totgelacht. (hast du die „spiegel"-zitatenauslese gesehen?)Und da frage ich mich fast besorgt, muß lyrik so aussehen, um zum „bestseller" zu werden, ja, überhaupt gelesen zu werden? Arme deutsche dichtung, wenn sie zur massenware werden wollte.
Zum praktischen: ich sehe, du veröffentlichts hier fast jeden tag ein gedicht, bleibst so aktuell und auf der ersten seite, und hast eine kleine gemeinde, fast lyrisch-seelische und eingängige lebenshilfe; deine schreibe gefällt mir, ist sie ein „kompromiß"? jedenfalls kommt sie so locker und unverkrampft und gelebt daher, wie leicht aus dem ärmel geschültelte „tauben"! - das ist ja dann zauberei. Gottseidank, niemals kitsch, auch wenn sie sich manchmal fast schon an der grenze bewegt.

Ich hab auch beim „erotischen" thema einige verse, es würde mich freuen, wenn du mal reinschauen würdest, ich wage es nicht, dir auch meinen neusten schwieigen band deinem lese-auge zu empfehlen, es auch für „tunneleffekt" zu erbitten etc. auf meiner homepage Hier klicken unter „gedichte und übersetzungen" sind einige meiner bände.

Herzliche grüße von dieter
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Guten Abend ...

Hallo Dieter ,
danke für deine lange Antwort/Mail. Ich denke, man muss nicht "gleich" schreiben, um etwas zu lesen, was einen anspricht, was gefällt. Der eine Mensch ist mutiger, der andere zurückhaltender, mal ist es die Tagesverfassung - jedenfalls bei mir - was beim Schreiben herauskommt, mal sind es Eindrücke, die man gerade hatte - und einige davon poste ich hier nicht . Die Spiegelartikel kenne ich nicht, allerdings bewege ich mich mittlerweile auch nicht mehr unbedingt so sehr auf die Zeilen meiner eingangs beschriebenen Vorbilder zu, da ich neugieriger geworden bin auf andere, oftmals unbekannte Autoren, auf vielfältigere Schreibweisen und last but not least findet man irgendwann zu seinem eigenen Schreibstil, der hier und da ein Fünkchen davon aufweist, wo man zu schreiben begann, hier und da etwas von dem aufzeigt, wo man sich weiterbewegt hat und letztlich, sollte es gut sein, das zeigt, was man selbst daraus gemacht hat. Manchmal überrascht mich das Ergebnis auch selbst !
Wer mich gut genug kennt, kann nicht im Leben aber in meinen Zeilen - oder dazwischen - meine Gedanken lesen. Mancher weiß, wann er gemeint ist und anderes wiederum soll allgemein ansprechen.
Was Erotik anbetrifft, wen interessiert das nicht, solange er noch "lebt" ??? Interessant ist vielmehr, dass kurz nachdem - u.a. auch ich - auf einer Seite - ich glaube, es war sogar meine "Schlaf gut" oder "So und nicht anders" - etwas laut nach der zusätzlichen Seite Erotik geschrieen habe, war sie auch schon da. Vielleicht, bestimmt sogar, schreibe ich anders als du. Unter Poesie der Liebe habe ich einmal etwas geschrieben mit dem Titel "Die Vollendung" bzw. "Vollendung" - weiß es im Moment nicht genau. Bei mir muss man eher "zwischen den Zeilen" lesen . Trotzdem, ich fürchte mich nicht, andere Werke zu lesen, die "deutlicher" sein können - warum auch? Also werde ich stöbern, sicher etwas Schönes finden und schreiben. O.K.?

Liebe Grüße und dir "kreative" Stunden
Feder

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dieterschlesak
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liebe lust

danke, anspreche ich dich dann nicht mehr, anonymität ,mag ich nur bis zu einem gewissen grad.
danke für deinen brief,
doch ist das fair, ich gebe von mir alles preis und du versteckst dich?!!!warum?
m dich ist das forum hier fast schon fabelhaft, wer bist du?

doch will ich das?
dieter


ich antowrte dir nicht mehr, bevor du dich nicht outst!
sowas mag ich nicht
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Feder
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Hallo Dieter,
bitte – und das meine ich ganz ehrlich und lieb – „halt einmal den Ball flach“. Du musst schon akzeptieren, wenn jemand hinsichtlich der persönlichsten Seiten etwas anders „gestrickt“ ist, als du. Dafür kann es mannigfache Gründe geben, die in überhaupt keiner Weise gegen dich persönlich gerichtet sein können – wir kennen uns nicht einmal wirklich.
Bei mir ist es so, und das sollte als Erklärung reichen und dir vielleicht eine anderes/besseres Verständnis für das geben, was ich geantwortet habe: ich habe NICHTS zu verbergen, allerdings sind diese Gedichte oder Geschichten Bestandteil meiner Tagebücher. Sie betreffen ZWEI Menschen, mich und einen anderen. So würde ich, wenn ich davon etwas posten würde, auch den anderen offen legen. Erstens gehört sich so etwas nicht, zweitens sind dies Seiten – jetzt nenne mich wegen mir egoistisch – die in der jeweiligen Situation LEDIGLICH VON MIR gesehen werden sollten. Sie gehören nicht in die Öffentlichkeit. Anderes herum ist es ebenso. Da gibt es dann nur eine Ausnahme: schreibe ich diese Gedichte weitestgehend anonym, selbst wenn einmal ein Buch hieraus entstehen sollte, dann weiß dieser eine Mensch, er ist gemeint – kommentieren könnte ich alles, aber bis ins letzte Detail würde niemand je mehr erfahren, als da steht. Jeder hat eine andere Art der Auffassung von Erotik, von Sinnlichkeit, von Intimsphäre. Eben diese Sinnlichkeit ist ein Bereich, der von Gefühl begleitet ist – jedenfalls, was mich betrifft und mein Gegenüber. Das schließt aus, dass andere sozusagen „zuschauen“, wenn man ganz allein sein will. Dies bedingt Liebe im Gefühl, der man sich zwar selbst ausliefert an einen Menschen, aber im Gleichzug ist alles, was darum geschieht und empfunden wird, nur an der Oberfläche für die Öffentlichkeit gedacht – alles andere hat zuviel Wert, als es zu „vermarkten“ – vor allen Dingen würde man gleichzeitig den anderen Menschen, von dem die Zeilen sprechen, offen legen. Das könnte ich nie und würde es auch nicht wollen.
Schade, das du das nicht verstehst.
Trotzdem werde ich mir „deine Werke“ anschauen, bestimmt einige davon auch sehr schön finden, dazu auch offen schreiben. Wenn du so sauer bist, wie du hier jetzt zu lesen bist, wirst du nicht antworten. Auch schade.

Jetzt gibt es nur die Möglichkeit, dass ich etwas falsch verstanden habe. Was, das müßtest du mir allerdings erklären.

Gruß,
Feder

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dieterschlesak
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lippe lust

liebe Sanne, so spät, ich hoffe, nicht zu spät
meinen dank für deine - den bogen des kleinen zyklus genau erfaßten - zeilen; es ist eine alte erfahrung, und ich habe sie jetzt ganz plötzlich auch im eigenen leben so gmacht, daß absenz, fern, trennung die liebesgefühle zum kochen bringen kann, sie werdenn wie ein zeichen aus einer anderen welt, reiner vielleicht? doch meine ich, auch wenn die persönlichsten liebesgefühle zu einem gedicht führen, doch viel mehr dazu gehört, es ist ja nur der "rohstoff" und muß vom "intimen" und "persönlichen" gereinigt sein, aufgelöst in die struktur und die metapher des gedichts,"schön" werden, so daß auch der schmerz zum flug werden kann oder - zur "lippe lust", sprachgenuß sozusagen damit "allgemein"! dochbdas garantioert fast schon die absenz und ferne! das wollte ich auch feder schreiben, quasi als antwort auf ihren langen brief.
es ist ja erstaunlich, und ich muß mich noch daran gewöhnen, es geht hier im austausch so freundschaftlich zu, eine art verzögerter "poesie-chat" - und das finde ich wunderbar! auch, daß so gedichte garantiert gelesen und aufgenommen werden, was "draußen" nicht gerade üblich ist.
! alles gute und viel schreibfreude wünsch ich dir! einen lieben gruß von dieter
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Dieter Schlesak

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