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Leselupe.de > Ungereimtes
Lacrima II
Eingestellt am 03. 01. 2003 16:32


Autor
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jamaicant
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

Werke: 5
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Kleine Kinder weinen, sagten sie.
Ich glaubte ihnen, denn ich war klein.

Aber ich wurde größer.

Nur kleine Kinder weinen, sagten sie.
Ich glaubte ihnen, denn ich war groß.

Und ich wurde reifer.

Nur Mädchen weinen, sagten sie.
Ich glaubte ihnen, denn ich war ein Mann.

Dann kamst du ...

Weinen hilft, sagten sie.
Und ich glaubte ihnen, wie ich es immer tat.

Doch so sehr ich es auch versuche:
Ich kann nicht weinen.
Denn ich glaubte ihnen...

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Waldemar Hammel
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2002

Werke: 8
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Du hast recht!
Die Unf√§higkeit weinen zu k√∂nnen, ist ein psychologisch hintergr√ľndig wirksames Problem, welches schon in der Erziehung "verbrochen wird". Es liegt am √ľblichen traditionell-anerzogenen Geschlechterunterschied, dem leider in der biologischen Realit√§t keine Entsprechung zukommt.
Denn es gibt biologisch nicht, wie naiv vorausgesetzt, "Männer" und "Frauen", und dazwischen ein paar Undefinierte, sondern die Realität zeigt eine Gauß'sche Glockenkurve mit einem breiten peak in der Mitte, und "echte Männer und Frauen" bilden als Extreme nur die beiden Randzonen dieser Kurve.
Erst durch Erziehung und Konvention (magisches Denken) wird diese GaußKurve invertiert, umgeklappt, sodaß ihre Extremalwerte an den Enden als peaks erscheinen, und ihre Mitte als "Tal".
Offensichtlich ist zum artlichen √úberleben im Rahmen des GeschlechterDimorphismus nicht eine scharfe Trennung zwischen "Mann" und "Frau" notwendig gewesen, sondern das genaue -kontraintuitive- Gegenteil!

Aber, Spaß herbei!, er liegt auch daran, daß Weinen nicht richtig kultiviert wird: Die römischen Kaiser z.B. hatten oft einen Diener, der eine kleine, gläserne Phiole trug, in welcher die kaiserlichen Tränen gesammelt und verwahrt wurden (sie waren "heilig" als Tränen eines gottgleichen Kaisers)

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Tränen sammeln

Hallo, jamaicant!
Hallo, Waldemar!

Mir gefällt das Gedicht!

"Tr√§nen sammeln" wie beim r√∂mischen Kaiser w√ľrde ich langsam auch bei Dir und einen Krug Dir vor die Nase setzen... Diesen w√ľrde ich aber nicht als Heiligtum behandeln, sondern damit Zimmerpflanzen giessen! Ich glaube, die w√ľrden auf einmal alle Bl√ľten treiben in rauhen Mengen, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herausk√§me... (ein kleiner Spass!)


W√ľnsche euch ein sch√∂nes Wochenende!
Schakim
__________________
¬ß¬ß¬ß> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl√ľhen <¬ß¬ß¬ß

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