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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Lächeln
Eingestellt am 21. 01. 2009 15:36


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Honey
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2005

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Mein Wecker klingelt. 6.00 Uhr. Ich schlage die Augen auf und denke nur: „Freitag… endlich Freitag“. Vor 2 Wochen haben wir uns zuletzt gesehen. Da war ich bei dir. Aber bei dir ist immer so viel los. Deine Kinder, meine Kinder, der Hund und der Nachbar und die Freunde der Kinder. Da bleibt nicht viel Zeit für uns. Aber dieses Mal kommst du zu mir. Lächelnd stehe ich auf und mache mich für die Arbeit zurecht, wecke zwischendurch die Kinder. Schaue das sie alles haben, streiche Schulbrote. Und lächle vor mich hin. Deine erste SMS kommt um halb acht, da fahre ich grade zur Arbeit. „Guten Morgen mein Schmetterling, freue mich auf heute Abend“. Meine Finger fliegen über die Tasten „Dir auch Guten Morgen, ich denke schon seit ich wach bin nur an dich“. Arbeit ist heute ganz schnell herum. Ich lächele und träume vor mich hin. Bin völlig unkonzentriert, die Rechnungen muss ich Montag noch mal durchsehen. Die zweite SMS um halb zehn „Liebste, ich küsse dich aus der Ferne“. Und meine Antwort „Ganz dicker Kuss zurück“ Dann Funkstille bis Mittag. Ich weiß ja dass er nicht dauernd Simsen kann. Freitags habe ich schon um 11.00 Uhr Feierabend. Ich fahre heim und räume noch ein wenig auf. Um 12 die nächste SMS „Noch eine Stunde, dann fahr ich heim und packe meine Sachen, küsse dich“. Antwort: „Küsse dich innig“.

Um eins hole ich meine Kinder von der Schule und fahre sie zu ihrem Vater. Es ist Papa-Wochenende. Tschüss und Küsschen und bis Sonntag. Noch ein Winken und los.
Ich fahre ins Sonnenstudio. Trinke bei Harry noch ein Tässchen Kaffee und gönne mir 10 Minuten Wärme. Dann zu Hause erstmal baden, rasieren, eincremen, parfümieren. Die Schminke lasse ich lieber gleich weg. Handy hat zwei Nachrichten für mich: „ Ich fahre jetzt los, Schatz, bis nachher“ und „Nun habe ich den ersten Stau erwischt, kann etwas später werden, Kuss“
Ich antworte nicht, freue mich nur auf ihn. Ich stehe vor dem Schrank und frage mich was ich anziehen soll. Erst mal die rosa Unterwäsche… und dann? Es ist warm, also was leichtes.
Der bunte kniekurze Rock und das gelbe Top dazu. Nein das sieht nicht schön aus.
Also die Jeans und die rote Bluse. Auch nicht, das ist nicht sehr sexy. Das Blümchenkleid ist zu bieder. Der schwarze Rock zu streng. Hm … erst mal einen Kaffee machen. Und eine Zigarette rauchen. Sitze auf dem Balkon in Unterwäsche und schlafe ein. Um vier schrecke ich durch ein Hupen unter mir hoch. Oje… immer noch nix anzuziehen.

SMS auf meinem Handy… „Bin gleich da“. Nun bin ich hektisch. Ziehe Klamotten aus meinem Schrank und werfe sie auf mein Bett. Es klingelt. Oje, oje… ich werfe mir eine weiße lange Bluse über und öffne die Tür.

Und da bist du… völlig egal was ich anhabe, oder besser nicht anhabe. Ich ziehe dich herein und wir liegen uns in den Armen. Küsse, deine Küsse schmecken so gut. Du hast kaum Zeit deine Tasche abzustellen. „Langsam, langsam“ atemlos wiederholst du dieses Wort.
Aber für langsam haben wir nachher Zeit. Jetzt grade nicht. Ich atme tief deinen Geruch ein und ziehe dich ins Schlafzimmer, aufs Bett. Total egal welche Kleider hier nun Falten kriegen. 14 Tage sind einfach zu lang. Du lässt mir meinen Willen….

…und nun haben wir noch Zeit bis Sonntag. Ich lächle wieder als ich dich neben mir leise Lachen höre.

© Honey


Version vom 21. 01. 2009 15:36

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Chrisch
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2009

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Hallo Honey,

sehr schöner Text, total natürlich geschrieben. Zum Schluss war ich völlig "dabei" und merkte erst kurz danach wieder, dass es "nur" eine Geschichte ist. Ein wenig merkwürdig scheint mir nur, dass sie einschläft bei Ihrer Suche, obwohl sie doch so aufgeregt und in liebevoller Erwartung ist.
Die Kleinigkeiten, die mir noch aufgefallen sind, spielten bei meiner Bewertung keine Rolle.

quote:
Ich schlage die Augen auf und denke nur hier würde ich einen Doppelpunkt machen „Freitag… endlich Freitag“...Schaue(,) das(s) sie alles haben,...
„Dir auch Guten Morgen, ich denke schon seit sechse das finde ich grauenvoll, passt überhaupt nicht zu deiner anderen Sprache. Vorschlag: sechs Uhr früh ständig nur an dich“ Oder: "seit ich wach bin nur noch" oder so
Ja, manchmal ist Liebe so schön, wie du sie schilderst.
Der schönste Satz im Text:
quote:
Aber für langsam haben wir nachher Zeit.

__________________
"ist wie Schach, nur ohne Würfel" Lukas Podolski

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Honey
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2005

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Hallo Chrisch...

ich habe die zwei Stellen die du angesprochen hast ein wenig geändert. Denke nun ist es besser.

Sie macht doch eine Kaffeepause auf ihrem Balkon und hat nur ein wenig die Augen geschlossen. Und da ist sie halt eingeschlafen. Vielleicht war sie ja am Tag vorher erst spät im Bett. Weil sie so lange noch telefoniert hat mit dem Schatz. :-)

lg Honey

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