Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
393 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Lars erste Fahrt
Eingestellt am 20. 12. 2001 15:44


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Monika M.
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

Werke: 28
Kommentare: 13
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Lars erste Fahrt




Das kleine Rentier Lars war unheimlich stolz. Mit hoch erhobenem Kopf schritt es umher. Wenn die alten Rentiere es sahen, dann l├Ąchelten sie und schauten einander mit jenem wissenden Blick an, den alle Erwachsenen haben, wenn sie ihre Kinder sehen und sich selbst darin wieder erkennen. Auch f├╝r sie war es irgendwann einmal das erste Mal gewesen. Und auch sie waren damals so umher stolziert, voller Gl├╝ck und Erwartung.
Lars sah ihre Blicke nicht. Er dachte nur daran, dass er dieses Jahr zum allerersten Mal den Schlitten mitziehen durfte. Endlich war er alt genug, um in jener wundervollen Nacht der Wunder und der Freude den Schlitten des Weihnachtsmanns zu ziehen. Er w├╝rde das goldene Geschirr tragen und kleine Gl├Âckchen w├╝rden an seinem Geweih klingen.
Er konnte die hell erleuchteten St├Ądte und D├Ârfer sehen. Die wunderbar geschm├╝ckten Weihnachtsb├Ąume in all den warmen Stuben. Er w├╝rde die Kirchenglocken h├Âren, die die Menschen zur Andacht riefen. Lars war voller Erwartung. Endlich war es soweit. Er geh├Ârte mit dazu und konnte es kaum erwarten.
Doch noch war es zu fr├╝h, um loszufahren. Die Geschenke wurden verpackt und mit h├╝bschen bunten Schleifen versehen. Der Weihnachtsmann und seine unz├Ąhligen Gehilfen liefen aufgeregt hin und her, hakten Listen ab und lasen Briefe, die ihnen Kinder geschrieben hatte. Es wurde ├╝berall flei├čig gearbeitet und noch gab es viel zu tun.
Dann endlich war es soweit!
Aufgeregt scharrte das kleine Rentier mit den Hufen im Schnee. Am liebsten w├Ąre Lars sofort losgest├╝rmt und h├Ątte den Schlitten hoch an den Himmel gezogen.
Doch so schnell ging es nicht. Noch ein wenig musste er sich gedulden. Erst musste das kunstvolle Geschirr angelegt werden. Da musste alles richtig und ordentlich sitzen.
ÔÇ×Lars, steh endlich stillÔÇť, rief der Weihnachtsmann und sch├╝ttelte den Kopf. ÔÇ×Es wird eine lange Nacht, und wenn ein Riemen scheuert, dann wird sie umso l├Ąnger sein!ÔÇť
Lars zwang sich still zu stehen, senkte den Kopf und lie├č sich bereitwillig das Zaumzeug umlegen. Es war kalt geworden und sein Atem gefror zu kleinen wei├čen W├Âlkchen.
Die letzten Geschenke wurden eingeladen. Der Weihnachtsmann zog seinen roten Rock eng um sich und stieg auf den Schlitten hinauf. Einen Augenblick verharrte er still. Vielleicht dachte er an all die Kinder, die sehns├╝chtig auf ihn wartete, ├╝berall auf der Welt.
Dann endlich schnalzte er leise mit der Zunge. Fast gleichzeitig setzten sich die Rentiere vor seinem Schlitten in Bewegung. Sachte ruckte der Schlitten an, dann ging es los!
F├╝r einen Moment glaubte Lars, er m├╝sse vor Gl├╝ck schier zerspringen. Seine Beine begannen wie von selbst zu laufen. Am liebsten h├Ątte er laut aufgejauchzt, doch das war nicht das Richtige f├╝r so einen wichtigen Augenblick.
Stolz hob das Rentier seinen Kopf. Die kleinen Gl├Âckchen klangen leise bei jedem seiner Schritte. Er dachte: Nie wieder werde ich so gl├╝cklich sein, wie heute Nacht!
Dann auf einmal geschah das Wunder, das wovon er immer nur geh├Ârt hatte! Diesmal jedoch war er dabei und erlebte es selbst!
Pl├Âtzlich schienen seine Hufe immer leichter zu werden, nichts hielt sie mehr am Boden. Wie von selbst trugen sie ihn in die Luft, und ehe er sich versah, da flogen sie hoch am Himmel entlang.
Lara atmete tief durch. Und dann tat er es doch, obwohl es sicherlich nicht gerade schicklich war f├╝r ein Rentier, das den Schlitten des Weihnachtsmann zog. Lars jauchzte laut auf vor Gl├╝ck und Freude, doch in der Nacht der Wunder klang es wie fernes Glockengel├Ąut!

__________________
Der erste Schritt seinen Traum zu verwirklichen ist - aufzuwachen...

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


muddelschnuddel
M├Âchtegern-Schreiber
Registriert: Dec 2001

Werke: 3
Kommentare: 13
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
gef├Ąllt :-)

moin!
es ist noch ein wenig fr├╝h am morgen, um mich gro├čartig kommunikativ zu bet├Ątigen, aber ich finde deine Geschichte einfach "zauberhaft". Vielen dank, sie hat mir den, zugegebenerma├čen etwas schlechten, Morgen vers├╝├čt und mir noch mal mehr Freude auf Weihnachten gemacht.

Eine Sache nur. Im letzten Abschnitt ist die Rede von Lara... sollte es nicht Lars hei├čen? :-)

Merry X-mas,
w├╝nscht

Muddel

PS.: Hast du schon meine Weihnachtsgeschichte gelesen? *mitzaunpfahlwedelweillesensoll* :-)

Bearbeiten/Löschen    


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
hallo, monika,

das ist wirklich eine zauberhafte geschichte. wenn ich das n├Ąchste weihnachten erlebe, m├Âchte ich sie gern vorlesen. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


Monika M.
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

Werke: 28
Kommentare: 13
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Danke auch ihr Beiden. Guten Rutsch und viele Gr├╝├če
Monika
__________________
Der erste Schritt seinen Traum zu verwirklichen ist - aufzuwachen...

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!