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Leselupe.de > Science Fiction
Leandro
Eingestellt am 18. 11. 2016 01:04


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Tula
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Leandro

Leandro stand an einer der Aussichtsluken des BrĂŒckenstands und beĂ€ugte die öde Marslandschaft, die sich im Halbdunkel bis an die nahegelegenen HĂŒgel erstreckte. Wie erwartet von Titus keine Spur; alles lief wie geplant. Der wĂŒrde wie gewöhnlich erst in etwa zwei Stunden zurĂŒckkommen und vergeblich versuchen, sich auf die ĂŒbliche Weise Zugang in das Schiff zu verschaffen. Denn Leandro hatte dieses vor Minuten sicher verschlossen, so dass von außen keiner seiner Einstiege ohne direkte Mithilfe von innen zu öffnen war.
Die Gefahr, die von seinem Gegner ausging, war gebannt; Leandro in Sicherheit. Er sann darĂŒber nach, wie lange man es wohl als Android dort draußen in der eisigen KĂ€lte der Marsnacht aushalten könnte. Eigentlich war das unwesentlich, fand er. Selbst wenn Titus die ersten NĂ€chte ĂŒberstehen sollte, war sein Ende auf die Dauer unausweichlich; und auf dieses konnte Leandro jetzt in aller Ruhe warten. Die Mayflower-II gab ihm schließlich alles, was er brauchte, um sich fĂŒr mehrere Monate am Leben zu erhalten. Diese Zeitspanne war ausreichend, denn das zweite Schiff der Expedition war ja bereits unterwegs, um den Aufbau der Basisstation weiterzufĂŒhren.

Leandro ĂŒberlegte, nach welchen Parametern er seine maximale Überlebenszeit berechnen könnte und beschloss, am nĂ€chsten Morgen eine prĂ€zise Bestandsaufnahme aller VorrĂ€te und Zufuhrstoffe der lebenserhaltenden Systeme durchzufĂŒhren. Nach einer ersten HochschĂ€tzung dĂŒrfte das Raumschiff mehrere Jahre lang in seinem gegenwĂ€rtigen Betriebszustand funktionstĂŒchtig bleiben. Der Nahrungsvorrat, kalkulierte er, mĂŒsste fĂŒr einen einzigen Menschen jetzt ohne MĂŒhe vier Jahre reichen, extra VorrĂ€te als Kontingenzmaßnahme nicht einmal mit einbezogen.
Offensichtlich hatte man bei der Strategie, mehrere kleinere Schiffe und Besatzungen einzusetzen, aus der ersten, tragischen Erfahrung Lehren gezogen. Damals, im Sommer 2047, war er gerade 12 Jahre alt gewesen und verfolge wie die gesamte Menschheit die erste Expedition mit einer Besatzung von acht Astronauten, die eine Basisstation auf dem roten Planeten errichten sollte. Leider endete die Mission in einer Tragödie, als nach einem Kurzschluss in der Klimatisierung der VorratsrĂ€ume ein Brand mit einem Schlag mehr als drei Viertel der Lebensmittel vernichtete. Die Nachricht lief damals wie eine Schockwelle ĂŒber die Erde: die Besatzung hatte plötzlich nur noch fĂŒr drei Wochen VorrĂ€te; viel zu wenig, um erfolgreich eine Rettungsmission zu starten. Alle Varianten wurden damals durchgespielt, die Mindestenergie pro Besatzungsmitglied neu ermittelt, ausgeklĂŒgelte Überlebensstrategien jedweder Art in ErwĂ€gung gezogen. Aber alles umsonst; es fehlten Monate, um der Mannschaft noch rechtzeitig zu Hilfe zu eilen. Die Katastrophe war unvermeidlich.
Das Schicksal der Mission faszinierte Leandro auf magische Weise fĂŒr den Rest seines Lebens: er wollte Astronaut werden! Einen typischen Ausbildungsweg gab es nicht dafĂŒr, schon gar nicht in seiner chilenischen Heimat. Nach seinem Studium und einer Spezialisierung auf dem Gebiet der Raumfahrtmedizin, bewarb er sich hartnĂ€ckig mehrere Male bei bekannten, hauptsĂ€chlich chinesischen, Forschungslabors und Unternehmen, bis er eines Tages sein Ziel erreichte: seine persönliche Beteiligung an der Mayflower-II Mission. Diese wurde von der Pacific Joint Space Agency (PAJOSpAg) und seinen bedeutendsten MitgliedslĂ€ndern China, Japan und den USA mit grĂ¶ĂŸter Diskretion ĂŒber mehr als ein Jahrzehnt vorbereitet. Leandro war einer der allerersten Mitarbeiter; die Einladung fĂŒr die direkte Teilnahme am Flug kam jedoch völlig unverhofft erst vor drei Jahren.

Leandro wurde unvermittelt von der Signalleuchte und der mit ihr verbundenen Sirene aus seinen Erinnerungen gerissen. Titus war eingetroffen und verlangte Kommunikation mit der BrĂŒcke! Das Flackern und schrille Heulen dauerte eine geraume Zeit, um nach einer Pause von mehreren Minuten erneut zu erwachen. Rrruungh, rruungh ... lĂ€rmte die Sirene. Anscheinend war der Kommandant in der Zwischenzeit um das Schiff gelaufen, um alle möglichen Luken und Einstiege zu ĂŒberprĂŒfen.
Leandro zögerte eine Weile. Eine Auseinandersetzung mit Titus wĂŒrde nichts an der gegenwĂ€rtigen Lage Ă€ndern. Unter UmstĂ€nden könnte er sich ĂŒber den Zustand des anderen ein klareres Bild machen und seine nĂ€chsten Schritte im voraus durchschauen. Wobei diese ohnehin wenig Einfluss auf das Schicksal seines Kontrahenten haben dĂŒrften.
Am Ende siegte die Einsicht, dass der Besitz von mehr Information immer ein Vorteil wÀre:
„Mayflower-II, BrĂŒckenkommandant Leandro. Kommen.“
„BrĂŒckenkommandant Titus! Leandro, lass die Spielchen und öffne bitte die Hauptluke.“
„Das ist mir aus SicherheitsgrĂŒnden leider nicht möglich.“
„Wie bitte? Welche GrĂŒnde sind das denn?“
„Du bist eine Bedrohung fĂŒr die physische IntegritĂ€t der noch lebenden Besatzung. Wie Du jeden Tag persönlich hervorhebst, steht die Sicherung des Überlebens momentan an erster Stelle.“
„Bist du jetzt total durchgeknallt?“ dröhnte es durch den BrĂŒckenstand. „Es geht doch wohl um unser Überleben, nicht nur deins! Und ich habe dir heute morgen nochmals klargemacht, dass wir uns beide gegenseitig brauchen, um durchzuhalten. Alles Weitere ist vorerst nebensĂ€chlich.“
Leandro schwieg; er wusste nur zu gut, dass sich der andere verstellte. Titus kannte alle Systeme an Bord auswendig und wÀre in der Lage, sich aus jeder technischen Notsituation allein herauszuziehen.
„Leandro! Wir haben jeder fĂŒr sich allein kaum eine Chance. Das Schiff wurde fĂŒr eine Besatzung von vier entworfen, um es auf Dauer zu bedienen und zu warten. Wir hatten schon zu dritt ein Problem, zu zweit wird es schwer genug, allein wirst du bei der nĂ€chsten Havarie irgendeines Versorgungssystems verrecken. Du bist kein Ingenieur, Mann, sondern unser Arzt! Und als solcher bin ich auch auf dich angewiesen. Begreif das endlich!“
Leandro ließ sich von den ĂŒblichen Rechtfertigungen nicht mehr ĂŒberzeugen. „Ich kenne die Wartungs- und BenutzungshandbĂŒcher aller Systeme mittlerweile auswendig. Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit eines lebensbedrohlichen Ausfalls geringer als die eines Anschlags auf mein Leben. Ich weiß genau, was du mit mir vorhast.“
Titus erwiderte mit einer nun merklich verzerrten Stimme: „Was du dir da einredest, ist totaler Schwachsinn. Lu hĂ€tte dir kein Haar gekrĂŒmmt; sie war darauf programmiert, mit dir zusammenzuarbeiten. Ich will mich auch nicht an dir rĂ€chen; was passiert ist, ist passiert, es war ein Unfall. Als solchen habe ich ihn berichtet. Also mach jetzt bitte auf, mein Sauerstoff reicht kaum fĂŒ..“

Leandro schaltete den Kanal unvermittelt wieder ab. Er wĂŒrde von Titus nicht mehr zu hören bekommen, als die sich stetig wiederholenden Argumente, welche im Grunde darauf abzielten, ihn zu tĂ€uschen. Was der Kommandant in seine tĂ€glichen Berichte schrieb, war ihm unbekannt und als Aufzeichnungen nicht zugĂ€nglich. Zum einen mĂŒsste Leandro dazu irgendwie die TĂŒr zu dessen Kabine aufbrechen; zum anderen kannte nur Titus den Sicherheitscode fĂŒr die Logapplikation der Mission.
Überraschenderweise verstummte das Signalsystem nach einer kurzen Weile. Titus hatte wohl eingesehen, dass er auf diese Weise seinen Kontrahenten nicht erweichen könne. Leandro indessen versuchte, sich abzulenken und bereitete sich fĂŒr die Nacht vor. Er entschied sich, heute nicht in seiner Kabine zu schlafen, sondern fĂŒr den Fall der FĂ€lle auf dem BrĂŒckenstand zu verbleiben. Immerhin war es seine erste Nacht als neuer Kommandant. Sein Abendbrot nahm er zur gewohnten Stunde zu sich; eine tĂ€gliche Routine und im Handumdrehen erledigt, denn es bestand aus nicht mehr als einer einzigen Pille. Über diesen Umstand konnte man sich nicht beklagen. Man hatte die Pillen schließlich extra fĂŒr die neue Mission erfunden, um das Risiko eines erneuten Hungerdramas entscheidend zu verringern. Ähnlich wie beim MilitĂ€r bekamen alle einmal pro Tag eine komprimierte Kalorienbombe, die im Verlauf von 24 Stunden langsam vom Körper absorbiert wurde, ohne dass der Mensch in plötzliche HungergefĂŒhle verfiele. Eine langweilige, aber geniale Lösung.
Kurz darauf löschte Leandro das Licht auf der BrĂŒcke bis auf die punktartigen Lampen, die in drei Reihen den Raum durchzogen: Nachtdienstbeleuchtung. Als er schweigend im Sessel des Kommandanten saß und noch einmal die Ereignisse des Tages durchging, erinnerte er sich unwillkĂŒrlich an die letzten Worte Titus': 'Sie war darauf programmiert, mit dir zusammenzuarbeiten.' Sein Rivale hatte sich damit endgĂŒltig verraten; er wusste um Lu's wahre Natur und musste folgerichtig wie sie Teil eines Planes sein. Doch welcher genau? Und wessen?

Wieder verfiel er in Erinnerungen der letzten zwei Wochen. Vom ersten Tag an war er von Titus und Lu nicht als gleichberechtigtes Mitglied der Besatzung behandelt worden. Als sie ihn aus dem Kryo-Schlaf holten, teilten sie ihm mit, dass bei der Landung sowohl die Triebwerke als auch das kryogenische System schwer beschĂ€digt worden waren. Er war der einzige, bei dem wie durch ein Wunder die Temperatur noch nicht den kritischen Schwellwert ĂŒberschritten hatte. Weniger als eine Minute spĂ€ter und er lĂ€ge mit den anderen Kadavern im 'KĂŒhlschrank', wie sie es nannten.
Die Mission befand sich deshalb in einer Art Ausnahmezustand. Die Aufgabe bestand nicht mehr vorrangig im Projekt der Basisstation, obwohl Titus jeden Tag einen Teil der im Schiff verstauten Ladung mit dem 'Schlitten', wie der Kommandant sein Fahrzeug gern nannte, dorthin brachte. Nein, sie bestand nach dessen tĂ€glichen ErlĂ€uterungen jetzt hauptsĂ€chlich im Überleben bis zum Eintreffen des bereits gestarteten Schwesterschiffs, mit der zweiten Gruppe der Mission, innerhalb von drei Monaten. Titus hatte das Generalkommando inne, Lu war zweiter Offizier und Titus' Vertretung in seiner Abwesenheit, wĂ€hrend Leandro in seiner Hauptfunktion als Arzt den anderen beiden unterstellt war. Immerhin bedurfte es bei solch einer kleinen Besatzung auch seiner Hilfe bei allen möglichen TĂ€tigkeiten an Bord.

Sein VerhĂ€ltnis zu Lu basierte von Anfang an auf gegenseitigem Misstrauen. Das lag vor allem an ihr: Sie versuchte mit allen Mitteln zu verhindern, dass Leandro dem Kommandanten irgendwie zu nahe kommen könnte. Hatte sie irgendeine Aufgabe in ihrem Tagesplan zu erfĂŒllen, erteilte sie Leandro sofort eine andere, die ihn zwangslĂ€ufig isolieren wĂŒrde. Waren sie alle drei zusammen, beobachtete sie Leandro bei jedem Atemzug aus ihren Augenwinkeln, unterbrach ihn bei jedem Wort und setzte darauf, an der pflichtgemĂ€ĂŸen ErfĂŒllung seiner Aufgaben zu zweifeln. „Leandro, hatten wir dich nicht darum gebeten, die Solarenergiespeicher zu warten? Die sind schon wieder auf 35 Prozent runter! Hast du gemacht? Ach was, das scheint mir gar nicht so, ich muss dir die Sache wohl noch einmal vorfĂŒhren“ usw. usf.
Der Konflikt eskalierte vor zwei Tagen, als Leandro's BosonzĂ€hler auf unerklĂ€rliche Weise verschwand. Dieses auf Quantenmechanik basierende Werkzeug wurde bei fast allen Wartungsarbeiten als universelles PrĂŒfgerĂ€t verwendet. Gerade an jenem Tag konnte er ohne dieses nicht die Aufgabe erfĂŒllen, die ihm aufgetragen worden war: die Durchsicht des gravitativen Ausgleichsgenerators.
Leandro hatte nicht den geringsten Zweifel, dass er sein Werkzeug nicht unachtsam irgendwo liegen gelassen hatte; jemand hatte es sich absichtlich angeeignet und verborgen. Nur Lu konnte dahinter stecken! Titus war wie jeden Morgen um 09:00 Uhr Bordzeit aufgebrochen, um weitere Ladung zur Basisstation zu schaffen. Erst wenige Minuten spĂ€ter hatte sich Leandro seine Arbeitsutensilien geholt und sich dabei peinlich genau vergewissert, dass diese vollstĂ€ndig waren. Leandro rekonstruierte fĂŒr sich jeden seiner Schritte der letzten Stunden und deduzierte mit absoluter Sicherheit, dass sich Lu nur in jenem Moment des BosonzĂ€hlers bemĂ€chtigen konnte, als er an einem der Akkus arbeitete, welche außerhalb des Schiffs direkt an den SolarflĂŒgeln montiert waren.
Was Lu im Detail bezweckte, war nicht ohne weiteres eindeutig. Dennoch begriff Leandro, dass Lu auf Dauer eine Bedrohung fĂŒr ihn darstellte. Er wĂŒrde ihr zuvorkommen mĂŒssen.
Wenige Minuten spĂ€ter hatte er einen der Akkus demontiert und auf den kontronischen Levitator geladen. „Lu, ich brauche Deine Hilfe“ forderte er ĂŒber den Bordfunk. „Komm bitte in die Ladeluke; ich kann einen der Akkus nur dort reparieren.“
Sie erschien erst nach einer geraumen Zeit und beklagte sich, nicht unerwartet, dass Leandro wieder einmal nicht in der Lage war, seine TĂ€tigkeiten ohne ihre UnterstĂŒtzung selbststĂ€ndig zu erledigen.
„Das geht schnell“ gab er zurĂŒck und schwenkte langsam den Akku in die Luke. „Zeig' mir nur, wo das Ding genau hin muss, damit ich es korrekt zur technischen ÜberprĂŒfung an das Testsystem anschließen kann“ rief er, als ob er die Position nicht genau kannte.
„Weiter in die Mitte nach rechts, nach rechts!“ hallte es aus der Luke zurĂŒck. Viel Platz gab es dort nicht; der innere Ausgang zum Schiff befand sich auf der gegenĂŒberliegenden Seite der Ladeluke. Es fiel Leandro nicht schwer, Lu diesen Weg zu versperren und sie genau zwischen den Akku und die Wand zu locken. Mit einem plötzlichen Manöver schwenkte er den Arm des Levitators und drĂŒckte die völlig ĂŒberraschte Lu mit dem Akku gegen einen der TrĂ€ger in der Bordwand. „ZurĂŒck nach reecch...“ kreischte sie vergeblich, bevor sie fĂŒr immer verstummte.

Nach dem Eintreffen Titus' unterrichtete Leandro diesen sofort ĂŒber den angeblichen Unfall. Der Kommandant stĂŒrzte unversehens in die Ladeluke und verharrte verwirrt vor dem Akku und dem dahinter leblos hervorhĂ€ngenden Arm. Seine nĂ€chste Reaktion war erstaunlich beherrscht; er bediente selbst den Levitator, um Lu freizugeben, und zog ihren Leichnam hervor.
„Ich habe nur strikt ihren Anweisungen gefolgt“ entschuldigte sich Leandro. „Augenscheinlich hat sie rechts mit links verwechselt, ich konnte doch nicht ahnen ...“
Titus erwĂ€hnte kein Wort und warf nur einen vorwurfsvollen Blick auf Leandro, als wĂ€re er irgendwie verlegen. In diesem Moment begriff Leandro: aus Lu's zerquetschtem Leib drĂ€ngte sich ein KnĂ€ul von synthetischen Geweben und Bauteilen, die nichts mit einem menschlichen Körper zu tun hatten. Vor ihnen lagen die Reste eines sogenannten HUMSYC - Humanoid Synthetic Form of Life, ein Android, ein biotronischer Schrotthaufen. Er war verblĂŒfft, denn nach seiner Kenntnis waren HUMSYCs relativ primitive und vom Menschen leicht zu unterscheidende kĂŒnstliche Geschöpfe, willenlose und wenig intelligente Sklaven.
„Du wusstest, dass Lu 
?“ - Titus erwiderte noch immer nichts. Er schien nach Antworten zu suchen, genauso wie Leandro: warum hatte man in so eine kleine Besatzung einen Android eingeschleust? Darin bestand kein offenbarer Vorteil. Und warum hatte ihn Titus nicht eingeweiht? Hatte er von Lu's Natur Kenntnis gehabt?
AllmĂ€hlich stieg eine dunkle Ahnung auf: Wenn der Kommandant nichts gewusst hatte, mĂŒsste der eigentlich genauso ein HUMSYC sein! Oder andersherum: Wenn er es gewusst hatte und Leandro dennoch nicht von diesem Umstand unterrichtete, dann musste Titus ebenfalls ein Android und mit Lu gewissermaßen verbĂŒndet sein. Ihre feindselige Haltung Leandro gegenĂŒber erschien nun in einem anderen Licht, wahrscheinlich versuchten beide, Ihn unter Kontrolle zu halten. Doch zu welchem besonderen Zweck?

Eine halbe Stunde lang hatte Leandro in seinem GedĂ€chtnis gewĂŒhlt, als er unversehens aufschreckte. Ein merkwĂŒrdiges GerĂ€usch hatte fĂŒr einen kurzen Augenblick das monotone Summen aus den SchaltschrĂ€nken ĂŒbertönt. Er horchte mehrere Sekunden gespannt. Stille. Da wieder! Ein metallenes Ächzen, welches an einen im Sonnenwind kĂ€mpfenden Raumfrachter erinnerte. Sicherlich war es Titus, der sich verzweifelt abmĂŒhte, auf irgendeine Weise an Bord zu gelangen. Wahrscheinlich machte er sich gewaltsam an einer der Luken zu schaffen. Nach kurzer Reflexion beruhigte sich Leandro: die Mayflower war fĂŒr den Raumflug gebaut worden. Sogar mit einer Ladung herkömmlichen Sprengstoffs könnte man die Luken nicht ohne weiteres aufreißen. Jeder Versuch, sie mit speziellen Werkzeugen aufzubohren oder zu schneiden, war mehr oder weniger aussichtslos.
Leandro lauschte mit aller Anstrengung mehrere Minuten lang. Das GerĂ€usch kehrte nicht wieder zurĂŒck. Er fragte sich irgendwann, was Titus mit ihm anstellen wĂŒrde, wenn er doch ins Schiff gelĂ€nge. Seit jenem verhĂ€ngnisvollen Tag waren sie sich gegenseitig wie zwei feindlich gesinnte Raubtiere ausgewichen, jeder auf den ersten Fehler des anderen bedacht. Titus hatte ihn noch gebeten, seinen BosonzĂ€hler zu holen, als wolle er noch irgendetwas an Lu herummessen. Als Leandro zurĂŒckkehrte, hatte Titus Lu's Überreste bereits entsorgt und ihm ohne eine weitere ErklĂ€rung das Werkzeug aus der Hand genommen.
„Sieh' zu, dass der Akku wieder in Ordnung kommt. Über den Rest reden wir spĂ€ter.“ Danach verschwand der Kommandant fĂŒr mehrere Stunden in seiner Kammer. Als er wieder auftauchte, machte er einen entschlossenen Eindruck, rief Leandro zu sich und erklĂ€rte ihm eindringlich die Tagesplanung zu zweit und dass er absolute Disziplin verlangte, um das endgĂŒltige Scheitern der Mission zu verhindern.

NatĂŒrlich schindete sein Gegner nur Zeit und suchte nach einem Plan, Leandro zu beseitigen. Die offensichtlichste Variante war die, den anderen im Schlaf zu töten. Leandro selbst konnte dafĂŒr nicht in Titus' Kabine, die war absolut gesichert, wobei jener als Android ohnehin keinen Schlaf brauchte. Gegen den letzteren zu kĂ€mpfen war fĂŒr Leandro aussichtslos; die MĂŒdigkeit ĂŒbermannte ihn jeden Abend etwa um dieselbe Uhrzeit. Die letzten zwei NĂ€chte versteckte er sich deshalb vorsichtshalber in einem der BelĂŒftungsschĂ€chte. GlĂŒcklicherweise fand ihn Titus dort nicht. Nur als Leandro am nĂ€chsten Morgen wieder auf der BrĂŒcke erschien, fragte ihn der Kommandant mit einem bedeutungslosen LĂ€cheln, ob er gut geschlafen hĂ€tte.
In Wirklichkeit beobachte ihn jener argwöhnisch auf Schritt und Schritt und wartete nur auf den geeigneten Augenblick, seinen Plan der Rache in die Tat umzusetzen. Leandro ließ sich nichts anmerken, grĂŒbelte aber unablĂ€ssig, wie er seinem Rivalen zuvorkommen könne.

Unerwartet beging Titus einen entscheidenden Fehler: „Leandro, morgen werde ich noch einmal zur Basisstation fahren. Du bleibst zur Sicherung des Schiffes auf der BrĂŒcke.“
Leandro stutzte: Titus war zwar bis zu dem Vorfall mit Lu jeden Tag allein zur Station gefahren. Er mĂŒsste Leandro aber unter den gegebenen UmstĂ€nden mitnehmen, um ihn im Auge zu behalten. Immerhin war es nicht strikt notwendig, dass jemand auf dem Schiff verbliebe. Wenn Titus trotzdem darauf bestand, sich allein zur Station zu begeben, dann vielleicht um sich irgendetwas fĂŒr ihn Wichtiges zu besorgen. Was dies auch immer war, es gehörte zu seinen dunklen PlĂ€nen. In diesem Augenblick zĂŒndete Leandro der Gedanke: er brĂ€uchte doch nur das Schiff zu verriegeln, so dass Titus ... Das war einfacher gesagt als getan: als Kommandant hatte Titus mehrere Geheimcodes, die fĂŒr das Öffnen der Luken benutzt wurden. Darauf schien er sich zu verlassen. Man könnte aber irgendwie ... ja natĂŒrlich! Man könnte das Sicherheitssystem soweit beschĂ€digen, dass die Luken nur noch von innen von der Hand zu bedienen wĂ€ren.

Urplötzlich zuckte Leandro zusammen. ZunĂ€chst erfasste er nicht, was geschehen war. Er saß wie vorher im nur spĂ€rlich erleuchteten BrĂŒckenstand und dennoch ... nach einem kurzen Flackern und Klicken war das monotone Summen der SchaltschrĂ€nke leiser geworden, die Lichter weniger. Endlich verstand er: das Energiesystem hatte sich auf Notversorgung umgeschaltet! Oder war von jemandem umgeschaltet worden. Er konzentrierte sich: Nein, er hatte den Zugang von außen fĂŒr alle Luken unmöglich gemacht. Schwer war ihm das letztendlich nicht gefallen. Das Bedienungspad war mit demselben Material wie das gesamte Schiff geschĂŒtzt, d.h. mit einer Platte bekleidet, welche man nur mit einer Art LaserschlĂŒssel öffnen konnte. Einen hatte Leandro selbst und einen persönlichen Code fĂŒr jede Luke. Einmal geöffnet, hatte er die Bedienungsfelder und deren Sensoreinheiten zertrĂŒmmert und sich dann vergewissert, dass jede Luke nur noch mechanisch zu betĂ€tigen war. So hatte er eine nach der anderen von innen verschlossen, wie in einer besetzten Festung.
Er grĂŒbelte, welche anderen Ursachen fĂŒr den Zwischenfall verantwortlich sein könnten. Um die Solarbatterien zu ĂŒberprĂŒfen, mĂŒsste er das Schiff verlassen. Ihm dĂ€mmerte, dass sie Titus nach ihrer Diskussion außer Betrieb gesetzt hatte. Die Batterien im Schiff waren unter einen kritischen Wert gesunken, so dass sich das Notenergiesystem automatisch eingeschaltet hatte. An diese Strategie seines Gegners hatte er in der Tat nicht gedacht! Nach einigen ErwĂ€gungen beruhigte Leandro sich erneut: weiteren Schaden konnte Titus im Moment nicht anrichten. Das Schiff hatte Hilfsgeneratoren und einen geeigneten Treibstoff auch fĂŒr diesen Notfall. Das Betriebshandbuch lag sicher dort im ...

„Meinst du wirklich, ich hĂ€tte nicht vorgesorgt und mir einen Eingang offen gehalten?“
Leandro fuhr herum. Wenige Meter vor ihm nahm er im Halbdunkel einen Schatten wahr. Titus! Leandro starrte auf die Gestalt und das Werkzeug in seiner rechten Hand. Die KontrolllĂ€mpchen ließen wenig Zweifel: Der Laserschneider war ein wichtiges Werkzeug an Bord, bis zu einer Entfernung von zwanzig Metern aber auch eine absolut tödliche Waffe.
„Wie bist du ... ? Hör zu, Titus. Wie du selbst sagst, wir brauchen uns gegenseitig. Ich hatte einfach nur Angst, es war ein Fehler. Das ist menschlich! Tut mir wirklich leid, kommt kein zweites Mal vor. Und solltest du mich jetzt einfach so kaltmachen, musst du dir immer noch eine gute Ausrede einfallen lassen. du weißt, in wenigen Wochen trifft das Schwesterschiff ein.“
Titus lachte kurz auf. „Weißt Du mein Freund, dass es ĂŒberhaupt kein Schwesterschiff gibt? Und dass ich auch ohne dich nach Hause komme? Schau' mal kurz auf deinen Bauch!“
Leandro senkte den Kopf. In einer Zehntelsekunde spielte er alle Auswegvarianten durch, holte tief Atem, spannte seinen Körper wie eine Feder und setzte zum Sprung an.
Zu spÀt: im nÀchsten Augenblick sah Leandro sein letztes Bild, als ihn ein blauer Strahl jÀh in zwei Teile trennte.

***

Logeingabe 04-08-2053: Model 'Leandro' ebenfalls deaktiviert; Experimente somit abgeschlossen. BestĂ€tigung der vorherigen Ergebnisse: alle Testmodelle weisen eher durchschnittliche Intelligenz auf, leider auch irrationales Vorgehen in Stresssituationen. Bei 'Leandro' zudem stark ausgeprĂ€gte Empathiestörung und paranoide Persönlichkeit, misstrauisch, leidet an Verschwörungswahn. Bereits nach wenigen Tagen stellen sich extrem aggressive Verhaltungsmuster ein, fĂŒr den Rest der Besatzung lebensbedrohlich.
Resultat: Negativ; fĂŒr die geplanten EinsĂ€tze vollkommen untauglich.

Titus schaltete die Logeingabe wieder aus und seufzte erleichtert. Seine persönlichen Aufgaben waren erledigt. Hatte er auf der einen Seite alle Entladungsarbeiten erfolgreich ausgefĂŒhrt und mehrere Tonnen Material in die neue Basisstation geschafft, war der zweite Teil der Mission ein ausgesprochener Reinfall. Zwar glaubten alle Modelle des neuen HUMSYC-Spitzenproduktes an ihre menschliche Natur; zumindest in ihrer isolierten Arbeitsumgebung, so wie man es fĂŒr die zukĂŒnftigen EinsĂ€tze vorgesehen hatte. Dennoch waren die kĂŒnstlichen Geschöpfe nicht einmal imstande, zu zweit problemlos wenige Tage allein miteinander auszukommen. An einen selbststĂ€ndigen, permanenten Einsatz auf dem Mars war nicht im Traum zu denken.
Sicherlich wĂŒrden die wirklichen Auftraggeber der Mission, die Vetreter der Red & Yellow River Mining Corporation, nach der RĂŒckkehr unangenehme Fragen stellen. Offensichtlich hatten sie zu viel Vertrauen in ihre japanische Partnerfirma und deren Hi-Tech-Labors gehabt. Auch die PAJOSpAg wĂŒrde wissen wollen, wohin die Millionen von Forschungsgeldern geflossen waren und zu welchem Nutzen, wenn die neuen HUMSYCs nicht nur wertlos, sondern fĂŒr den Menschen sogar gefĂ€hrlich waren. Nur eines schien sicher: die Corporation wĂŒrde sich ihre Vorrechte auf dem Mars mit Erfolg sichern. Denn dazu waren sie ja in erster Hinsicht gekommen, Titus und die anderen fĂŒnf Besatzungsmitglieder, die seit Wochen die Basisstation mit den Materialien errichteten, die ihnen Titus Teil fĂŒr Teil gebracht hatte. Noch zwei weitere Tage und sie wĂ€ren alle wieder auf der Mayflower vereint, um die Heimreise vorzubereiten. Der letzte und schönste Abschnitt der Mission wĂŒrde dann endlich beginnen: die RĂŒckkehr zur Erde.

Titus war froh, nicht noch eine dieser merkwĂŒrdigen Kreaturen aus dem vorgetĂ€uschten Kryo-Schlaf holen zu mĂŒssen. Auf irgendeine Weise gesellig war keines der Testmodelle gewesen; sich dem mechanischen Abspulen eingespeicherter Erinnerungen auszusetzen, war fĂŒr den Menschen alles andere als ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Noch verdrießlicher war es fĂŒr Titus, seine Mahlzeiten heimlich und versteckt in seiner Kabine zu sich nehmen zu mĂŒssen, denn die vermeintlichen ErnĂ€hrungsersatzpillen hatten natĂŒrlich keinerlei Wirkung. Nein! - Auf der RĂŒckreise wĂŒrde er jeden Tag mit den anderen auf dem BrĂŒckenstand speisen.
Er dachte nun an die letzte Mahlzeit, mit der sich die Crew von Mars verabschieden wĂŒrde. Ein paar Flaschen von seinem Lieblings-ChĂąteau hatte er sich vor Monaten eigens fĂŒr den Tag des Heimflugs bestellt. Wildbraten sollte recht gut dazu passen.


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Die Geschichte enthĂ€lt einen grundlegenden Fehler: FĂŒr so ein Experiment (die Androiden werden getestet) wĂŒrde man ganz, ganz sicher nicht tatsĂ€chlich auf den Mars fliegen. Tipp: Entweder einen Hinweis darauf, dass auch Titus sich tĂ€uscht (das fĂ€nde ich aber zu viel) oder Titus verlĂ€sst am Ende einfach das Riesen-Labor und geht ins nĂ€chste Restaurant.

Detail-Anmerkungen gern, nachdem du den Text ĂŒberarbeitet (wörtliche Rede, "du" und die wie ausgewĂŒrfelt wirkende Leerzeilen-Verteilung) hast.
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Gedanken zur Grundidee "Test": Ich habe es so verstanden, dass die FunktionstĂŒchtigkeit der Androiden getestet wird. Dazu mĂŒsste man nur auf den Mars, wenn Mars-Spezifisches eine Rolle spielt – man also schauen will, ob sie mit der leicht anderen Schwerkraft klarkommen (was ich mir aber nicht als Problem vorstellen kann) oder mit dem "Wetter" (inkl. Strahlung) dort. Dazu mĂŒsste sie aber auch dem "Wetter" ausgesetzt werden. Vor allem aber: Wenn es ein Test ist, mĂŒssen die Organisatoren auch mit einem Scheitern rechnen (nicht zwangsweise so, wie es sich dann ergibt, aber ein Scheitern eben) und fĂŒr den Fall mĂŒsste es einen Notfallplan geben, der sich nicht auf "der einzige Mensch - so er ĂŒberhaupt ĂŒberlebt - fliegt zurĂŒck nach Hause".

Zu den Leerzeilen: Du machst ganz normale AbsĂ€tze mal mit und mal ohne Leerzeile - das wirkt unaufgerĂ€umt. Immer mit oder immer ohne! (Bei "immer mit" kannst du EinzĂŒge verwenden - schau mal oben links nach den vB-Codes")

Zu den Sternchen: Das funktioniert so nicht immer.
Wenn der RĂŒckblick in Leandros "Jugend" abgetrennt werden soll (was wahrscheinlich gar nicht nötig ist) mĂŒsste auch davor das Zeichen stehen.
Die Sternchen vor "Darauf machte Leandro es sich so gut wie es ging gemĂŒtlich." passen gar nicht - davor ist kein echter RĂŒckblick und das "danach", das eigentlich an etwas anschließen sollte, wird von dieser Anschlussstelle abgeschnitten.
Die Sternchen nach der Akku-Szene trennen etwas ab, was eigentlich durch den Text (die Gedanken nach der Erinnerung an die Szene) ĂŒberleitend wirkt.
"Die nÀchsten Sekunden" baumelt lose am Anfang dieses "Kapitels" rum.
Die InhaltslĂŒcke vor Titus' Erscheinen, die die Sternchen andeuten, gibt es gar nicht.
Wo es wirklich einen Bruch gibt, ist nach Leandros Tod. DA kann das mit den Sternchen stehen (am besten nur da, denn das ist DER Pointen-vorbereitende Bruch der Story); allerdings wĂŒde ich das Kapitel nicht mit "Kurze Zeit spĂ€ter saß Titus" ĂŒberleiten, sondern direkt mit "Logeingabe 04-08-2043: Drittes Model 
" quasi neu ansetzen.


Hilft das?

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Norbert Söhl
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Hallo Tula

Ich kann hier nur aus meiner eigenen Perspektive sprechen. Zum routinierten Schriftsteller fehlt noch ein wenig.

1.Absatz

Die Marslandschaft erstreckt sich immer bis zum Horizont, nicht nur im Halbdunkel.(Es sei denn, es ist etwas Gigantisches dazwischen, wie ein Bergmassiv)

Wenn Leandro Titus erst in 2 Stunden erwartet, muss er nicht nach ihm Ausschau halten oder erwarten, das er ihn sehen kann.

Gibt es eine unĂŒbliche Weise, in das Schiff einzudringen? Außer gewaltsam? Der Sinn der Aussage ist schon klar, aber die Formulierung?

ZugĂ€nge von Raumschiffen sind „immer“ hermetisch verschlossen, sonst wĂ€ren sie nutzlos. Eine nutzlose Information

Wann Titus zurĂŒckkommt, um ins Schiff einzudringen, ist nicht relevant. Im Geschriebenen Zusammenhang klingt es fĂŒr mich: wenn er frĂŒher kommt, gibt es Probleme.

Ein Begriff wie „öde“ erscheint mir in diesem Zusammenhang ein wenig schlicht. Besser wĂ€re es, den Anblick ein wenig auszuschmĂŒcken.

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Ein Alternativtext zum Vergleichen

Leandro blickte nachdenklich aus der schmalen Sichtluke des Komandostandes. Im Halbdunkel der DĂ€mmerung erschien ihm die eintönige Marslandschaft nicht mehr so bedrohlich und endlos. Von Titus keine Spur.... Dennoch wĂŒrde er das Schiff bald erreichen und versuchen, sich Zugang zu verschaffen. Das beunruhigte Leandro nicht. Die Außenschleusen hatte er vor wenigen Minuten deaktiviert, die Noteinstiegsluke mit einem neuen Code versehen. Ohne seine Zustimmung wĂŒrde Titus das Schiff nicht betreten.

LG

Norbert


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NS

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jon
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"Leute, die in Richtung Literatur studieren, haben einen ganz anderen Wortschatz als wir. " Als ihr! Nimm mich da raus, ich halte mich fĂŒr jemanden mit einem recht großen Wortschatz! – Nein im Ernst: Der Wortschatz ist nur ein Element im Handwerkskoffer, wenn auch ein sehr interesssantes.

Der zweite und dritte Blick ist auch fĂŒr den ersten Eindruck hilfreich: Im ersten Lesen merkt man, dass (eventuell) was "nicht stimmt", beim Nachlesen kann man rauspuhlen, was es ist. Im Übrigen findet sich fĂŒr jeden "Stein im Lesefluss" ein Leser, der drĂŒber stolpert - egal, wie viele es gar nicht merken.


Die neue ErklĂ€rung finde ich gut. Sie macht das Ende aber zu lang (nach dem Höhepunkt sollte die Spannungskurve nicht zu lange „austrudeln“); das mit dem noch verfĂŒgbaren Lu-Modell ist ĂŒberflĂŒssig, das mit dem Essen kann man straffen.
Sowas vielleicht:
Wenigstens in diesem Moment war Titus dies alles eigentlich egal. Der letzte und schönste Abschnitt der Mission konnte endlich beginnen: die RĂŒckkehr zur Erde. Kein Stress mehr mit den KĂŒnstlichen! Und vor allem musste er nicht mehr so tun, als wĂŒrde er auch er sich von den kleinen Pillen ernĂ€hren, die die HUMSYC regelmĂ€ĂŸig in den Wartungsschlaf versetzt hatten. Endlich nicht mehr heimlich in der verrammelten Kabine essen! Statt dessen ein GlĂ€schen ChĂąteau beim Beobachten der Sterne auf dem Hauptbildschirm der Zentrale, etwas Wildbraten zum Mittag, ein HĂŒhnchen am Abend 
 Titus lĂ€chelte. Endlich wĂŒrde es schön werden.


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FrankK
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Vorsicht, der Techniker kommt!

Hallo, Tula
Betrifft: Leandro in der Version vom 19.11.2016 01:20

Es wurde schon reichlich kommentiert, einige Hinweise hast Du auch schon umgesetzt.
Erlaube auch mir eine EinschĂ€tzung, nicht ganz so spontan, wie von Dir gewĂŒnscht, aber ganz ehrlich nach nur einer (1!) Lesung.

Die Story:
Nach einer kurzen Einleitung und einem raschen Einblick in die aktuelle Situation erfolgt zunĂ€chst ein RĂŒckblick auf eine vormals vergeblich versuchte Besiedlung des Mars (sogenannter BrĂŒckenkopf). Innerhalb dieser RĂŒckblende erfahren wir auch ĂŒber die BemĂŒhungen Leandro`s, an der Mission teilzunehmen.
Abgebrochen wird dieser RĂŒckblick durch das auftauchen von Titus, wir erfahren, dass Leandro ihn fĂŒr einen Androiden hĂ€lt. Titus wurde ausgesperrt und verlangt Einlass. Es erfolgt ein kurzer, verbaler Schlagabtausch.
Wieder erfolgt eine RĂŒckblende, wir erfahren von der Havarie des Schiffes und dass die HĂ€lfte der Besatzung umgekommen sei.
Die Situation stagniert, Leandro fĂŒhlt sich im inneren des Schiffes sicher. Titus kann aber doch eindringen. Die Situation klĂ€rt sich auf, indem Leandro von Titus – deaktiviert wird.

Basisplot:
Der Kampf gegen die Technik

PrÀmisse:
Eine PrĂ€misse wage ich bei diesem StĂŒck nicht zu definieren, erscheint mir etwas zu unscharf. Wobei ich erwĂ€hnen sollte dass mir die (fĂŒr eine PrĂ€misse notwendige) Ausgangsmotivation des Hauptcharacters fehlt. Die Ausgangsmotivation ist die ErklĂ€rung / der Beweggrund dafĂŒr, warum er das tut, was er da tut.
Die einzelnen Szenen (vor allem die beiden RĂŒckblenden) kommen scheinbar auf ganz unterschiedliche ResĂŒmees.

ErzÀhlperspektive:
Non-Auktoriale Ich-Perspektive: Leandro. Wird am Ende verlassen, um zum einzigen (Über)lebenden Titus zu wechseln.

Weiter tiefgreifende Analyse ist ohne eine erneute Lesung (aus meiner Position) nicht möglich. Ich wĂŒrde zum Beispiel noch einmal durchgehen, ob die Perspektive wirklich konstant bei Leandro lag, ob seine paranoiden Verhaltensmuster konstant eskalierten, ob das Konfliktpotenzial und seine AktivitĂ€ts-Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.


Kleine AuffÀlligkeiten
HĂ€tte ich zwei Mal lesen dĂŒrfen, wĂ€re es vermutlich deutlich mehr geworden. Im Nachhinein bin ich jetzt froh, dass ich es nicht zweimal lesen brauchte.

quote:

 endlich eine dauerhafte menschliche Besiedlung auf [dem] Mars zu schaffen 


Besiedlung – Was sonst, wenn nicht „menschlich“ im Sinne von Erdbewohner. HĂŒhner oder KĂŒhe hatten es nicht bis hinauf geschafft, oder?
Ein kleines Wörtchen fehlte.

quote:
Über das allerletzte Ende 


So formuliert könnte man vermuten, es hĂ€tte zuvor ein „letztes Ende“ gegeben, dem ein einfaches „Ende“ vorausgegangen war 

Derartige Formulierungen machen mich „schmunzeln“.

quote:

 seine persönliche Beteiligung an der Mayflower-II Mission, welche von der PAJOSpAg (Pacific Joint Space Agency) und seinen bedeutendsten MitgliedslĂ€ndern (China, Japan, USA) mit grĂ¶ĂŸter Diskretion 




 schon weil der als HUMSYC (Humanoid Synthetic Form of Life), wie man Androids jetzt vornehmer bezeichnete 


Texte in Klammern sind in ErzĂ€hlprosa immer kritisch, sie fallen sofort auf. Hier ist es die Wiedergabe eines Gedankenganges – wie zum Teufel ‚denkt‘ man in Klammern?
Eine andere Art der Informationswiedergabe könnte hilfreicher sein, den Lesefluss nicht zu unterbrechen. Andererseits sind diese Informationen nicht unbedingt alle notwendig.

quote:

 ich muss Dir die Sache wohl noch einmal vorzeigen...“ usw. usf.

Das „vorzeigen“ klingt merkwĂŒrdig, eigentlich hieße es „vorfĂŒhren“ oder „vormachen“ – aber dies könnte mit etwas „good-will“ als Hinweis auf die HUMSYCs gewertet werden.
AbkĂŒrzungen sind in ErzĂ€hlprosa auch – nun ja, bestenfalls ungewohnt.

quote:
Die Fehlfunktion im kryogenischen System bei der Landung war dann mit höchster Wahrscheinlichkeit kein Unfall gewesen, sondern kaltblĂŒtiger Mord an der menschlichen Besatzung, welcher man den fĂŒnfmonatigen Flug zum Mars aus verschiedenen GrĂŒnden erspart hatte.

Hier habe ich ein massives Problem mit der Logik.
Ein Kryo-System (KĂ€lteschlafkammern) fĂŒr einen FĂŒnf-Monats-Flug?
Die HUMSYCs sollen (unmotiviert) einen Mord an der restlichen Besatzung begangen haben?
Vielleicht erfolgt ja noch eine bessere ErklÀrung. Hier habe ich (beinahe) aufgehört zu lesen. Die Auflösung macht es aber nicht wirklich besser.

quote:
Titus lachte kurz auf. „Weißt DU mein Freund, dass es gar kein Schwesterschiff gibt?

Hier wurde mir klar: Titus ist der einzige Mensch – Leandro ist ebenfalls ein HUMSYC.

Autsch, irgendwie fĂŒhle ich mich jetzt ein ganz klein wenig hinters Licht gefĂŒhrt. Die vermeintliche „Jugenderinnerung“ und „Ausbildung“ (erste RĂŒckblende) sollen nur eine Programmierung gewesen sein? DafĂŒr wurde „Zeit“ investiert, aber nicht in die Entwicklung einer gescheiten Grundprogrammierung? Ich bin sprachlos und – wenn ich ehrlich sein darf – nicht besonders begeistert.

Vermutlich kĂ€me ich – wenn ich mir den Text ein zweites Mal ansĂ€he – auf den Gedanken, diese StĂŒck wĂ€re bewusst so angelegt, um den Leser zu tĂ€uschen.
Um mich zu Überzeugen, bedĂŒrfte es einiger fein eingestreuten Unstimmigkeiten, die mir als Leser die Chance geben, zumindest einen ungefĂ€hren Verdacht zu bekommen, mit Leandro könnte irgendwas nicht stimmen.
Aber in Ordnung, ein absoluter Stresstest fĂŒr die neue Generation von HUMSYCs, nur leider nicht sehr auf die Sicherheit des (lebenden) Personals ausgelegt. Alleine die Kosten fĂŒr den Marsflug und das damit verbundene Risiko, einen Totalverlust zu erleiden, erklĂ€rt nicht die Notwendigkeit, die Sache auf den Mars auszulagern. HĂ€tte man das Ganze nicht sehr viel gĂŒnstiger und sicherer in einer hermetisch abgeschlossenen (und dekorierten) „Trainingshalle“ durchfĂŒhren können?

Der Abschluss – der Ausklang – der Geschichte ist wirklich etwas zu lang geraten, aber ebenso merkwĂŒrdig. Wenn Titus die Aufgabe hat, die HUMSYCs zu testen, bleibt ihm doch gar nichts anderes ĂŒbrig, als „alle“ verfĂŒgbaren Androiden (nacheinander) zu aktivieren. Anders ĂŒberlegt: Es macht keinen Sinn, mehrere „Modelle“ mitzunehmen und auch mehrere zu testen, wenn alle absolut gleich wĂ€ren, oder? Keine Differenzierungen in den Logiksystemen der Androiden?


Darf ich nun etwas „persönlicher“ auf Dich eingehen? Keine Angst, wird halb so schlimm.
quote:
der Anfang sollte doch zum Weiterlesen anregen

Der Anfang ist immer das schwerste. Ich hatte mal irgendwo etwas ĂŒber die „ersten fĂŒnf SĂ€tze“ gelesen. Damit sollte es dem Verfasser eines Textes gelingen, entweder den Leser neugierig zu machen (ein fliegendes U-Boot – interessant) oder das der Leser sich eine Frage stellt (was hat XY nur vor?).
Dein Text beginnt mit einer Schlappe:
quote:
Leandro stand an einer der Aussichtsluken des BrĂŒckenstands und beĂ€ugte die öde Marslandschaft, die sich im Halbdunkel bis an den Horizont erstreckte. Von Titus keine Spur... Dennoch brauchte er sich nicht zu sorgen. Titus wĂŒrde erst in etwa zwei Stunden zurĂŒckkommen und dann vergeblich versuchen, sich auf die ĂŒbliche Weise Zugang in das Schiff zu verschaffen.

Der Protagonist hĂ€lt Ausschau nach Titus – obwohl er ihn erst in zwei Stunden zurĂŒck erwartet? Das klingt merkwĂŒrdig, insbesondere am Anfang.
Hilfreicher wĂ€re es, wenn der Leser bereits hier etwas von der inneren Unruhe mitbekĂ€me – der Leser könnte sich dann die Frage stellen: Warum hat Leandro Angst vor Titus?

quote:
Von diesem möchte ich gern und in erster Linie einen spontanen Eindruck, ob die ErzÀhlung lesenswert, unterhaltsam und auch spannend genug ist. Was fÀllt auf, Licht und Schatten des Werks usw.

Licht:
Ein durchaus interessanter Ansatz, dieser Test der HUMSYCs unter Stressbedingungen, ohne dass die Androiden erfahren, dass sie Androiden sind.
Schatten:
Der Spielort auf dem Mars will mir, wie bereits angedeutet, nicht so recht einleuchten.
Leider nur bedingt Lesenswert.
Durch die aufeinanderfolgenden RĂŒckblenden, die noch nicht einmal echt sind, auch nur zĂ€hflĂŒssig im Unterhaltungswert.
Der mögliche Spannungsbogen erscheint mir nicht vollstÀndig ausgenutzt.
Die fĂŒr den Leser notwendigen Informationen aus diesen RĂŒckblenden könnten ebenso gut innerhalb einer angestrengten Diskussion (die ansatzweise ja schon vorkommt) erfolgen.

Titus: „Du weißt, was wir hier draußen machen – es geht um die alte Basis.“
Leandro: „Ich habe selbst als zwölfjĂ€hriger vorm Fernseher gesessen und die Katastrophe verfolgt.“
Titus: „Dann lass mich endlich rein! Wir brauchen einander!“
Leandro: „Warum sollte ich dir trauen? Vielleicht brauche ich dich gar nicht! Ich habe mich schließlich seit meiner Jugend auf diese Mission vorbereit!“
Titus: „Da wĂ€re ich mir an deiner Stelle nicht so sicher.“ [hier wĂ€re beispielsweise schon ein Moment, wo der Leser stutzig werden könnte: Mit Leandro ist nicht alles so, wie es sein sollte]
Leandro: „Was soll das heißen? Zweifelst du etwa meine Qualifikation an? Oder setzt du darauf, dass dieses Raumschiff nur von mehreren geflogen werden kann?“ [Leandro bemerkt die Anspielung nicht, vielleicht aber der Leser, zumindest behĂ€lt der Leser diese MerkwĂŒrdigkeit im Hinterkopf und am Ende erinnert er sich daran]

Dies ist jetzt in geraffter Form die RĂŒckblende in das GesprĂ€ch eingebaut. Im GesprĂ€ch kann daher auch schon der Konflikt zwischen den beiden Kontrahenten nicht nur zu Tage treten, sondern gesteigert werden (die Diskussion wird zum Streit).

quote:
Der ERSTE Eindruck scheint mir deshalb besonders wichtig.

Eben, deshalb ist der ANFANG einer Geschichte so wichtig. Wenn es dort schon klemmt und kneift, verliere zumindest ich die Lust, weiter zu lesen. Hier weiß ich, worauf ich mich einlasse – hier geht es um Textarbeit.

quote:
Auch der Leser ist kein Wissenschaftler, er will unterhalten werden und zu gestelzte Texte wirken ermĂŒdend...

Ja und Nein – eine gestelzte Sprache (was ist das eigentlich? Ich ahne was du meinst. ) darf vorkommen, wenn es die Szene erlaubt, oder die Story „verlangt“. In einer Geschichte an einem mittelalterlichen Hof wĂ€re „gestelzt“ genau die richtige Wahl.


Noch ein abschließender Hinweis:
Du begehst einen Serienfehler.
Die drei Punkte [
] als Auslassungszeichen liegen direkt am Wort, wenn das Wort nicht vollstÀndig geschrieben wird:
Ist mit dir alles in Ord
?

Ist das vorhergehende (oder nachfolgende) Wort vollstĂ€ndig, werden die Punkte wie ein „Ersatz“ fĂŒr das fehlende Wort behandelt (also auch mit vorangestelltem bzw. nachfolgendem Leerzeichen):
Ist mit dir 
 in Ordnung?

Am Ende eines Satzes entfĂ€llt der „Schlusspunkt“, wenn dort die Auslassungspunkte stehen:
Wir gehen gemeinsam zum Weihnachtsma

oder
Wir gehen gemeinsam zum 

Aber:
Wir gehen 
 zum Weihnachtsmarkt.

Ein Frage- oder Ausrufezeichen wird gesetzt:
Kommst du mit zum Weihnachtsma
?
Kommst du mit zum 
?


Irgendwann hattest du auch mal gefragt: „Wie schreibt man eine gute Geschichte?“
Lass mich diplomatisch antworten: DarĂŒber könnte man ein Buch schreiben.
Zumindest aber ein paar theoretische und allgemeine Artikel fĂŒr das Theorie-Forum, wie Jon auch schon vorgeschlagen hatte. Ich denke mir mal was aus - das wird aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.


Herzliche aufmunternde GrĂŒĂŸe
Frank
__________________
Leben und leben lassen.

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