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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Lebenskunst...
Eingestellt am 19. 02. 2009 12:26


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dubidu
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... in den Zeiten der Reproduktionsalchemie

In-Vitro fertilisiert
Im Reagenzglas rumger├╝hrt
Embryonen aussortiert
In Geb├Ąrmutter eingef├╝hrt

Ein wenig Schleim verschmiert
Ein Risiko minimiert
Ein Anderes maximiert

Ein wenig Gott gespielt...
... Reste einfach weggesp├╝lt

__________________
Die Tollk├╝hnheit des Schreibers und sein spontanes Bed├╝rfnis nach Wahrheit m├╝ssen allemal gr├Â├čer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Die Besonderheit hier sind die unreinen Reime auf "i" und "├╝".
Die erste Strophe verwendet noch abwechselnde Reime, Kreuzreime.

Die zweite verwendet identische Reime, wodurch der Klang ge├Ąndert wird. Gleichzeitig ├Ąndert sich der Ton von einem eher berichtenden TOn zu einem bewertenden Ton.

In der letzten Strophe werden die "i"- und "├╝"-Reime dissonant aufeinander prallen lassen.

Und es kommt die lakonische Bemerkung: "Die Reste einfach weggesp├╝lt".

Wer sagt ├╝brigens bei dem Gedicht, dass die Geb├Ąrmutter in einer Mutter sitzt?

K├Ânnte es nicht die "Sch├Âne neue Welt" sein, in der das in einer Fabrikhalle stattfindet? Die Embryos werden optimiert und sie werden konditioniert. Je nach zugef├╝hrter N├Ąhrl├Âsung, Konditionierung und genetischer Auswahl entstehen Alphas, Betas, Gammas oder Deltas.

Es hat ja nicht viel zu tun mit dem normalen Kinderwunsch und der k├╝nstlichen Befruchtung - denn es geht weit dar├╝ber hinaus in der Allgemeinheit.
Massenproduktion, Optimierung hinsichtlich Brauchbarkeit.

Der Dichter distanziert sich, nennt aber sehr abstrakte Konsequenzen.

Wer sagt, dass es sich um Menschen handelt?

Es k├Ânnen Tiere sein oder Konglomerate oder auch einfach Nahrungsmittelgew├Ąchse. Wachsen Schnitzel im schleimigen Kolpen? - Der Vorteil sei, las ich irgendwo (oder sah ich es im Film?), dass kein Schwein mehr get├Âtet werden brauche.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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