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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Leblanc 1 (Philemon und Baucis)
Eingestellt am 14. 05. 2002 07:52


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Wie gehabt. Stasuk brachte den Gleiter runter wie eine M├╝lltonne, schlitterte am Strand entlang und krachte gegen eine Sandd├╝ne.

"Du Arsch," sagte Leblanc, "kannste dir das nicht mal abgew├Âhnen. Schei├če ist das."
"Sei still", sagte Stasuk. Er betrachte aufmerksam den linken Monitor. Der rechte Monitor flackerte, war aber dunkel. Stasuk schlug mit der flachen Hand einige Male dagegen bis der Schirm aufleuchtete. Drau├čen war nichts. Alles still, alles leer.
"Ich glaube, es geht".
"Gut, mach auf". Wie immer, wenn es losging, nestelte Leblanc an seiner Lippe, fuhr sich mit der Hand ├╝ber die Stirn und murmelte einen Spruch. Stasuk sah ihn mit zusammen gekniffenen Augen an.
"Bist du nerv├Âs?, deine Beterei geht mir auf den Docht."
Die rechte Seite des Gleiters ├Âffnete sich, die Rolltreppe fuhr zischend aus dem Slot; Stasuk und Leblanc machten sich auf den Weg.


"Bist du sicher, dass du beide gleichzeitig machen sollst?"
Stasuk nickte. "Der Alte will es, was solls".
"Ist ungew├Âhnlich."
"Ich wei├č. Aber die beiden auch."
Leblanc zuckte mit den Achseln. "Ich werde den ganzen Schei├č sowieso nicht verstehen".
"Mu├čt du auch nicht"
Sie gingen schweigend weiter. Als sie den H├╝gel erreicht hatten, sahen sie weiter unten den kleinen Tempel. Leblanc zeigte hinunter: "Da ist er".
Stasuk nickte, "Genauso hat Juppi es beschrieben, da ist es. Wie sollten vorsichtig sein".
"Ja", Leblanc nestelte an seinem G├╝rtel," ich stell das Ding jetzt an. Und nenn ihn nicht Juppi, f├╝r dich immer noch Jupiter".
"Bischen fr├╝h, du Schisser, ne halbe Stunde, du wei├čt ja, dann ist Ende".
"L├Ąnger brauchen wir nicht, besser, als wenn wir die ganze Sache vermasseln".
Stasuk blieb stehen. Rechts lag der Strand, er sah gegen die untergehende Sonne aufs Meer,
das Wasser war in der windstillen Luft nur leicht gekr├Ąusel, der Himmel tiefblau und wolkenlos.
"Ganz sch├Ân kitschig, das Panaroama", murmelte er.
"Der Alte l├Ąsste eben nichts aus, er denkst an alles."
"Quatsch", sagte Stasuk, "das war Herrmann, hat er von seiner Mutter".
"Herrmann?", Leblanc lachte, "der alte Kindkopf?, der l├╝gt doch, wenn er das Maul aufmacht, er und solch einen Himmel, f├╝r nen Abschied? Nie. Ich glaube, du wirst auch immer bl├Âder. Wie lange machst das schon?, du solltest in Rente gehen. ├ťberhaupt, wieso spielst du sich immer so auf, ist ja auch nicht gerade ne Karriere was du so in den J├Ąhrchen hingelegt hast." Er schwieg eine Weile. "Klugschei├čer", murmelte er dann.
Stasuk tat so als wenn er es nicht geh├Ârt h├Ątte. "Ok, beginnen wir". Beide ber├╝hrten leicht den Sensor an ihrer linken G├╝rteschnalle und nahmen den Tarner aus der Manteltasche.
"Das Ding ist noch genau so bl├Âd wie damals", sagte Leblanc, "warum k├Ânnen die nicht was einbauen, dass man sicher ist, es funktioniert."
"Reg dich ab", sagte Stasuk, "hier, sieh rein". Er hielt ihm einen Handspiegel vors Gesicht.
Leblan lachte. "Toll!, nen Himmel kriegen sie hin, aber hier, primitiver gehts wohl nicht." Er sah in den Spiegel. "Ok, ich seh nichts, es funktioniert"
"Gut", sagte Stasuk, nachdem er sich ebenfalls vergewissert hatte, "beginnen wir, wir haben drei├čg Minuten".
"Nicht so schnell", rief Leblanc hinterher,"denk an meine Prothese. Sone Scheisse" Er humpelte hinterher. Den H├╝gel hinunter Richtung Tempel.

Baucis stand auf der Terasse und harkte den Weg. Philemon, eine Flasche Wein in der linken, sah sie an. "Was guckst du?" fragte Baucis, "noch nie jemanden harken gesehen? - Damals als Jupp und sein Dingsbumms kamen, habe ich auch geharkt. Weisst du noch? Und trink nicht so viel, du vertr├Ągst das nicht".
Philemon nickte. "Ja, das war ein seltsamer Tag".
Pl├Âtzlich lies er die Flasche fallen.

Stasuk hatte den Genmanipulator auf volle St├Ąrke gestellt, hielt ihn gegen Baucis. Leblanc war bei Philemon und legte auf ihn an. Die beiden Alten erstarrten augenblicklich, ihre Formen verflosssen langsam in Nebel, wei├člich. Wie Trockeneis, dachte Stasuk. Dann ├Ąnderte er die Einstellung an seinem Ger├Ąt und der Nebel zog sich wieder zusammen, wurde gr├╝nlich und nahm nach und nach die From eines Busches an. "Heh, Kumpel, komm, wir machen Eichenb├Ąume draus, bischen K├╝nstlerehrgeiz, du Arsch", rief Stasuk. Leblanc grinste, "ok, mal sehn wers besser hinkriegt, du kannst doch ne Zeder nicht vom Maiskolben unterscheiden, hier, das ist ne Eiche, du hast da eine Linde hingelegt, du St├╝mper".

In diesem Augenblick verf├Ąrbte sich ├╝ber der Bucht der blaue Himmel und eine riesige rote Schrift erschien langsam und immer st├Ąrker strahlend. Leblanc stie├č an Stasuk, he, sieh mal.
Stasuk las: "Macht keinen Schei├č, sonst knallts!!!!".

Als sie im Gleiter zur├╝ck waren, Stasuk hatte die Rolltreppe eingezogen, den Monitor mit leichten Schl├Ągen repariert, nahm sich Leblanc ein Bier aus dem K├╝hlschrank: "Ich werde zu alt f├╝r diesen Job, ich h├Âr auf". Er steckte sich eine Zigarette an,
"Du?", Stasuk grinste, "Du bist so was von bescheuert, was willst du Wickser denn sonst machen?"
Leblanc antwortete nicht, er nestelte an der Hose, schnippte die Zigarette weg und pochte mit dem Ringfinger auf die Beinprothese. Es klang dumpf.

Stasuk zuckte die Achseln. Er startete den Gleiter, gab aus dem Stand Vollgas und hob ruckartig ab. Leblanc flog in die Ecke.

Der Gleiter flog eine Halbrunde ├╝ber den Strand und verschwand dann, langsam kleiner werdend, hinter der Bucht.

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flammarion
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hallo,

f├╝r diese geschichte fehlt mir anscheinend die vorbildung. und Wichser wird nicht mit ck geschrieben. andere fehler sind auch noch drin. lg
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Old Icke

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..ja, ich habe die falsche (unkorrigierte) Version erwischt und aus unerfindlichen Gr├╝nden kann ich den Text nicht editieren. Sorry.

lester

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flammarion
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na,

dann setze doch das verbesserte hier drunter. ist ja nicht uninteressant, deine geschichte. lg
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Old Icke

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