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Leselupe.de > Humor und Satire
Legalize it, Großer Apfel!
Eingestellt am 19. 08. 2005 18:52


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dennis petsch
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Kleinkarierte Urlaubsmär Oder:
Legalize it, Großer Apfel!


Sommerzeit heißt Urlaubszeit, jedenfalls wenn man mal nicht den Kleinkarierten raushängen lässt und behauptet, das Ganze hätte was mit Uhr um ne Stunde vorstellen zu tun. Da man aber nie wissen kann, hinter welch düsteren Ecken solch kleinkarierte Finsterlinge mit fletschenden Zähnen und gezücktem Dolche so hockend harren und mit meuchelnden Zungen auf einen unbescholtenen Texterling warten – vielleicht sitzt mir ja selbst soeben kein Schalk, sondern ein Solcher im Nacken – werde ich all jenen schelmend eine wahrhaft schnippische Fratze schneiden, indem ich einfach noch mal von vorne beginne und sage: Ätschi-bätschi, Ällerbätsch!

Sommer – das heißt Urlaub! Und damit meine ich nicht etwa lediglich Balkonien in Frankonien, nein! Ich rede von der großen, weiten Travel-Welt: Sonne, Palmen, weißes Meer... und natürlich blau am Strand... oder andersherum?! Der eine auf Mauritius, der andere auf Usedom. Der Prosafan sitzt Blau im Flieger, der Lyrikfreak steht Blau im Stau. Und nun fragt mal mich, wo es denn im werten Hobbyliteratenhaushalt dieses Jahr so hingeht, um endlich wieder abzuschalten, die Alltagssorgen in griechischem Wein zu ertränken oder die harten Zweiundsiebzig-Stundenschichten in der Inneren einfach abzustreifen, wie die kleine Thai gerade ihren Bikini samt Höschen...

Well, dazu werde ich wohl kaum die Gelegenheit haben, weil es erfahrungsgemäß mindestens ein Kleinkarofighter immer schafft, allen noch so ausgefuchsten und durchklügelten Ällerbätsch-Maßnahmen zu trotzen und einem den erhobenen Zeigefinger in den Arsch zu krampfen. Solch ein hyper-hartnäckiges Exemplar ist es nun auch, das gerade meine Kreise stört, da es quengelnd wie ein Kleinkind am Süßigkeitenregal an der Supermarkkasse mir am Rockzipfel hängt - beziehungsweise hinge, wenn ich einen hätte - mir zumindest aber in die Waden beißt - beziehungsweise biss, wenn ich keine Hosen trüge - mir aber auf jeden Fall aus schamhaargespaltenem Schritt heraus Kritik ans Bein pinkelt und der künstlerischen Freiheit trotzig einen Knallfrosch vor die Füße legt.

Bums macht der Knallfrosch, oder Römms, je nach Herkunft, Dialekt und Laune, und „Halt! Stop! Aufhören!“ unkt der fiese Karo völlig unabhängig davon. Seine Herkunft ist die Hölle, seine Laune mehr als mies und er tadelt in dialektfreiem Hochdeutsch: „Die Hauptsaison in Thailand ist doch im Winter, Du kleiner dummer Schreiberling! Und dafür haben wir unsere Uhren noch nicht um ne Stunde zurückgestellt. Es kann sich also gar nicht um eine Thai handeln, die sich grad für einen urlaubenden Internisten nackig macht! Der liegt jetzt eher auf den Balearen am Strand oder macht am Mont Cook Apres-Ski!“

An der Supermarktkasse quengelnde Kleinkinder seien nicht wie verzogene Gören im Montessorium zu behandeln, sondern mit einem gepflegten Handrückenstreich zu züchtigen und um Silentium gebeten. Kleinkarierte Finsterlinge jedoch werden sich üblicherweise eher selten von solch pädagogisch wertfreier Handlung zum Schweigen genötigt sehen und von kleinkariösen Zähnefletschen ablassen. Auch ein theatralisch-zornig vorgetragenes Hinfort, Du Lump, und ab in Deine Soziologenverbindung! wird den klugscheißenden Störenfried kaum aus seiner Siegfriedstellung locken. Hier hilft nur noch stoisch Abwarten und Teetrinken, mit ganz viel Schuss drin, und gelegentlich mal heftig mit dem Bein schütteln, in das er sich festbiss, während man versucht, ihm möglichst wenig Angriffsfläche für weiteres Monieren zu liefern.

Aus diesem Grunde wird das eben nur im Ansatz angekratzte Thema Thailand auch geschwind und behänd unter den fransig-modrigen Textteppich gekehrt, wobei mir persönlich als Urlaubsziel die Küste Südostasiens mit Sicherheit eh nicht in die Tui-Tüte käme. Dafür bin ich einfach ein zu arg mediengeschädigter Tsunamichonder, außerdem ne Spur zu unliquid, als dass ich mir den Flug dorthin auch nur im Anflug würde leisten können... Kratzt mich also nicht! Vielmehr sei das Goldene Dreieck jetzt lieber Ratten- oder streunende Hunde gleich in einem Dreisatz verwurstet, mit dem ich zwar nicht direkt auf vorhin gestellte Frage antworten, wo ich denn diesen Sommer meine Ferien verbringen würde, jedoch immerhin bekunden werde, wo ich es nicht tue. Da zum Dreisatz aber noch zwei fehlen, finden sich hier nun die beiden Flecken Erde, an die es mich mit an Bestimmtheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals nie hinziehen wird: Nach Mallorca, und New York!

„Aber wieso? Es ist doch so schön da!“ wird wieder fleißig zwischenkarokiert.
Ja, es mag schon sein, dass gerade die spanische Touristenhochburg abseits aller Trinkgelage und der üblichen Ballermann-Besamung mit unglaublich attraktiver architektonischer und landschaftlicher Schönheit aufwarten kann. Dennoch vermag ich dies nicht so recht von dem im Ozean meines Kopfes tiefseetauchenden Bildes des knallrot verbrannten, literweise Sangria kotzenden Ehebrechers aus Wanne-Eickel zu trennen, der die Nationalhymne rückwärts furzt und es gleichzeitig zwei Friseusen aus Chemnitz besorgt. Schublade auf – Klischee rein – Schublade zu! Und dann wird gedacht, so einfach ist das!

Besonders abschreckend empfand ich einen in irgendeinem Käseblatt erst kürzlich erschienenen Artikel, in dem von einer Umfrage die Rede war, welche besagt, dass eine überwältigende Mehrheit aller zur Antwort gebetenen Briten als höchste ihrer Urlaubsgenüsse Saufen, Ficken und auf die Fresse hauen wollen angegeben hatten. Natürlich haben sich die werten Insulaner wohl zum Großteil etwas vornehmer ausgedrückt; eine Gentlemanlike Ausdrucksweise macht aber noch lange keinen Knigge und nimmt so gänzlich gar nix vom weniger Gentlemanhaften Grundtenor der gemachten Aussage. Wenn man sich hierbei noch vor Augen hält, dass a-tens der Briten liebstes Reiseziel dem unsrigen nicht ganz unerheblich unähnlich ist, und zum b-ten schon der gute alte Lord Chamberlain um 1900 herum – wenngleich vor anderem historischen Hintergrund - zu der ethnologischen Feststellung gelangte, das Englische und Deutsche Volk neigten in ihren Wesenszügen zur Brüderlichkeit, darf der dem Logischen Denkvermögen und der höheren Mathematik nicht abgeneigte Leser an dieser Stelle selbst in Aktion treten und Eins und Eins zusammenzählen. Mir hingegen möge er verzeihen, wenn ich auf Weiteres einer weiteren Ausführung meiner Abneigung entsage. Mallorca fällt durch, da gibt’s nix mehr dran zu rütteln! Schublade auf – Klischee rein – Schub-...

„Gut, das mit Malle seh’ ich ein. Aber wie steht’s denn mit New York? Hat der werte Autor dieser Zeilen den Big Apple wohl weniger aus sinnlichem, als aus lautmalerischem Grunde angeführt, weil das Spanische ll und das Englischen y phonetisch nun mal in einer Liga spielen und es halt einfach gut klingt, wenn beide Orte nebeneinander stehen, um dem gehobenen Text noch den letzt nötigen Feinschliff an Onomatopoetik zu verleihen?“
Netter Einwand, aber wieder weitgefehlt. Und es wird entgegnet: „Veto, ist nur halb gedunkel-munkelt!“ Päckchen auf – Kippe raus – Feuer an – tiefer Zug – Blauer Dunst – Päckchen zu – Und? Hat’s geschnaggelt?

Mitnichten darf man mich einen militanten militante Nichtraucher-Hasser nennen, ich halte es mit diesem Thema ähnlich dem des Eierkonsums: Soll jeder selbst handhaben, wie ihm beliebt und gutdünkt. Persönlich regt sich in mir selten ein, sagen wir, ungutes Gefühl - denn von „Gewissen“ zu reden wäre Unzucht an diesem Wort und bei weitem übertrieben – wenn ich an gewisse konsumgesellschaftliche Phänomene wie etwa Massentierhaltung oder Legebatterien denke, während ich vorm Eiersortiment den Griff ins Billige wage, um mir und meinem Geldbeutel die Paar Cent der Freilandillusion zu ersparen. So wird man es auch kaum erleben, mich einmal bei entspannter Frühstückseiauslöffelei würgend anzutreffen, gewisse Ringelsöckchensozpädmausis hingegen geraten hier gerne mal ins schwitzen und setzen zu ellenlangem „Wie kannst du nur?“ an. Wie ich nur kann? Mir schmeckt’s halt einfach trotzdem! That’s it!

Schmecken hingegen tun Zigaretten nicht, sie machen süchtig, nen trockenen Mund, lederne Haut und wenn man Pech hat, irgendwann tot. Auf dem Weg dorthin riecht man dann auch ganz schlecht, was wiederum ringelbesockte Sozpädmausis und Nichtraucher ziemlich ungehörig und uncool finden. Hier steht’s nun also eins zu Null fürs Frühstücksei, braucht man doch nach dem Genuss eben eines solchen keine Angst zu haben, hernach nach Ei zu müffeln. Beim Rauchen hingegen ist diese Furcht berechtigt, riecht man doch genau nach dem, was man soeben geraucht hat: Nach Rauch! Und abgesehen davon, dass Eier nun mal gegessen werden und nicht inhaliert, ist das der große Unterschied. Oder ward jemals die Mär vernommen vom ungeküssten Jüngling, dessen Schicksal ihn nur deshalb ereilte, weil er nicht als wandelndes Pfefferminzsträuchle den Odol-Ladies ans Zahnfleisch wollte, sondern sich’s nicht nehmen ließ, gelegentlich ein Eichen auf die Butterstulle zu schnippeln? Eben!

In New York hat man diesen Unterschied schon länger geoutsightet und geoutsourced, noch vor dem ominösen Tag, an dem die beiden Türmchen wie Kippenasche ineinander fielen. Prompt folgte der Griff in die gute, alte Musikantentruhe und man blies das große Stern- und Streifchen-Jagdhorn, den Rauchern den Marsch, und diese dann Trübsal.

Terroristen nimmt man am Kopfschmuck wahr, am Akzent, der Bin-Laden-Gesichtsmatte und dem Sprenggürtel – freilich vor dem Knall, der diesmal so gänzlich wenig mit Fröschen am Turban hat, sondern eher mit zerfetzten Leibern, abgetrennten Gliedmaßen, einsam umherschießenden, weitaufgerissenen und ziemlich erschrocken dreinblickenden Augäpfeln, wettweitgespritzten Hirnmassen, daher und hin quellendes Dick/Dünn-Gedärm und etlicher anderer unappetitlicher Splattersauereien, die einem fast schon die Lust am weiterlesen verplastiksprengstoffen - den Raucher nimmt man am Rauchen wahr, nur den Eierjunkie gar nicht, weil er sich’s eher selten in der Öffentlichkeit gibt.

Da die Terroristen jedoch recht bald erkannten, dass sie’s nicht mehr so leicht werden, wenn sie den Turban brav in der Mosche am Kopftuchhaken lassen, nicht mehr ganz so lauthals koranieren, das Osama-Bärtchen stutzen und den Sprenggürtel mit gefaketen Gutschitäschchen tarnen oder mit Blümchenmustern und Peace-Buttons verzieren - ja und der Eierjunkie ohnehin die bröselnden Schalen meist brav zu Hause in den Biomüll wirft, anstatt sein Besteck medienwirksam am Busbahnhof zu entsorgen, blieb der newjorkesischen Obrigkeit nichts anderes mehr übrig, als ihrem uramerikanischen Verfolgungswahn an den Indianern der Neuzeit, der qualmenden Raucherlobby auszulassen. Denn das, was bei denen so mies müffelt, müffelt nicht nur mies, sondern macht auch noch krank, und nicht nur die, die dafür Kohle berappen, sondern auch die andern: Kleinkarierte Finsterlinge, ringelbesockte Sozpädmausis, selbst turbanlose Gotteskrieger. Rein geschäftsmännisch betrachtet ein marktwirtschaftliches Fiasko und Unding hoch Einundfünfzig: Da kriegt jemand Krebs und hat nicht geblecht für? Na, Dir werd ich helfen! Da muss sich was ändern! Und es hat sich was geändert!

Sogar australische Hardrock-Urgesteine – und es ist wirklich höchste Eisenbahn, auch mal eine Lanze für australische Hardrock-Urgesteine zu brechen, selbst wenn diese eigentlich ihren Ursprung in Schottland, England und Polen haben, was aber nicht weiter schlimm ist, weil so was Down Under schon mal vorkommen kann – sogar diese sehen sich also zu solch gesellschaftskritischer Lyrichorellierung genötigt und machen ihren geächteten Raucherlungen mit einem „I’ll be damned if I drink or smoke“ Luft. Und solange genau dieser Wechselbalg von Gesellschaft als Teil des Staates einen Teil seiner selbst erst in die Sucht treibt, sich an dieser gar gesund stößt, im gleichen Nikotinzug jedoch laut Pfui schreit und die Raucher in die Ecke stellt, braucht er sich auch nicht zu wundern, wenn hier in Symbolien der große New York-Boykott ausgerufen wird. Aus die Maus, ich bleib zu Haus! Mit mir nicht! Und kommt jetzt bloß nicht mit dieser fiesen, absichtlich doppelt be-S-ten Ausschwitzlüge vom Raucherbein und Lungenkrebs:

Wir Qualmer stehen einfach auf diesen leicht morbiden Touch, den blauen Dunst, die schwarze Lunge, das faule Bein, die fahle Haut, die gelben Zähne, den schlechten Atem, das Loch im Geldbeutel, die Kurzatmigkeit, die schwimmlahmen Spermatozoen, das schleim- klumpige Husten und das Bisschen qualvolles Verrecken. Kein Raucher raucht gerne und wenn er behauptet, es schmecke ihm, lügt er. Denn all die Bürde, all die Last, nimmt er nur aus einem Grunde auf sich, aus tiefster Überzeugen, selbstlos und aufopferungsvoll, als eine in blauen Dunst eingehüllte Mahnwache gegen all die Schrecken dieser Welt, die Tragödien der Menschheit, die Pein der Zivilisation. Wir rauchen doch nicht aus Genuss und auch nicht bloß zum Spaß und purem Vergnügen, papperlapapp! Wir machen das einzig und alleine aus Solidarität und Mitgefühl den in den unzähligen Legebatterien dieser Erde schmachtenden Legehennen gegenüber, jawoll! Schon der gute alte Lord Chamberlain hat-...

„Jetzt reicht’s aber wirklich! Und als nächstes möchtest du uns weiß machen, wir hätten den Großen Krieg nur deshalb verloren, weil der Tommy den Sichelzug mit platziertem Eierwurf vereiteln konnte und eggsaktem Streufeuer, was?! Welch dreiste Raucherpropaganda und Verhohnepipelung des Gesundheitsbewusstseins – das hör’ ich mir nicht länger an! Nun ist aber Schluss damit, ein für alle mal!“

Ohrbefeigte Quengelkinder seien bei abermaliger Erdreistung drei Tage in ein finsteres, feuchtes Erdloch gesperrt, in dem sie sich von Pfützenwasser, Schnecken und Würmern zu ernähren haben. Mundvital klugscheißende Kleinkaros und unverbesserliche Weltverbesserer sollte das gleiche Schicksal ereilen, nur darf hier das Loch gerne noch ein paar Zentimeter breiter und tiefer sein – für ringelbesockte Sozpädmausis und arme Jünglinge verschmähende Odol-Ladies. Da für solch einen gutgemeinten Ratschlag jedoch – wie sooft – kaum jemand sein Gehör in Geschenkpapier verpacken ließe, kann ich höchstens selbst zur Schaufel greifen und bei der Gelegenheit gleich noch ein Pfefferminzsträuchle pflanzen.

Hierauf werde ich gemeinsam mit einem treuen, alten Weggefährten aus Leipziger Tagen den Mallorca-Sommerhit fürs nächste Jahr komponieren, vielleicht mit dem Titel: Legalize it, Großer Apfel! Smokin’, smokin’! Yeah, yeah, yeahhhh!!! Im zeitgemäß-flippigen Dreiminutenmusikvideo mit Bildschnittfrequenz Achtunddreißig pro Minute werden wir uns dann mit Calimero-Hut am Nudistenstrand räkeln und von zwölf – ach was: dreiundzwanzig – halb bis vierfünftel nackten Thais mit Tabakblättern Luft zufächern lassen. Diese etwas zu kurz geratenen Lotusblüten werden sich zwar allesamt ausnahmslos dämlich wundern, warum die beiden Bewedelten jeweils die eine Hälfte einer überdimensionalen Eierschale als Sonnenschutz tragen, aber dies ist dann nicht unsere Schuld, sondern einzig und alleine deren Problem: Was können wir schon dafür, dass sie zu Hause den lieben langen Tag nur Reis essen, Leis sagen, entrückt grinsen, in schlechten Hollywood-Vietnamkriegsstreifen das vergewaltigte Bauernmädchen mimen und deswegen unsere Trickfilmperle Calimero nicht kennen? Schublade auf – Klischee raus - ... das Prozedere dürfte mittlerweile geläufig sein!

Passiv wird natürlich auch fleißig geraucht werden in unserem feschen Mallorcahitvideoclip, aber das ist kein Problem, weil die Damen unter Vertrag stehen und das über die zu kurz geratene Lotusblütengewerkschaft läuft. Die hierbei in munterem Technopopbeat eingebettete probagierte Freigabe beschränke sich ohnehin lediglich auf Tabak und nicht auf das, was beispielsweise diese Haarflechtleutchen auf Jamaika gerne konsumieren. Jamaika? - Wieder so ein Ort, den ich zu beurlauben nicht beabsichtige, ich bin ja kein Drogentourist! Jedoch hierzulande sollte sich hingegen durchaus mal alleine um folgender Warenkonstellation wegen ernsthaft überlegt werden, ob man nicht gleich noch das andere Rauchkraut legalisieren und im Walmartregal feil bieten wolle: Omas Weißer und Opas Roter neben Hassans Schwarzem... könnte mit unter zur allgemeinen Belustigung führen und somit dem Aufschwung der Binnenkultur dienen, auch anfängliche Verwirrung dürfte mit Leichtigkeit weg zu kiffen sein! Einer Vertiefung dieser Thematik an anderer Stelle zu anderem Zeitpunkt sei angeregt angeraten. Ich aber entziehe mich nun dieser Verantwortung und mache mich schleunigst auf den Weg in den nächsten Baumarkt. Denn wie sagte schon der gute alte Lord Chamberlain: „Eine Schaufel im Keller...“

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flammarion
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also

ich finds nicht witzig.
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Bokatis Holdenfried
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vielleicht nicht lustig, aber gut!

Tja, nun kommt er, der lang versprochene Kommentar...mist, dass du schneller warst mit dem deinigen, Herr Petsch (oder soll ich "Bätsch" schreiben :-))
Wie auch immer, habe natürlich sofort dein neuestes Werk entdeckt und muss meinem Vor-Kommentator Recht geben: Lustig isses net, zumindest nicht in der AUSSAGE, wohl aber in der Ausführung - wie immer ein Genuss, ein Rausch an Adjektiven, Adverbien und sonstigen Attribut-Konstruktionen, die sich schlängeln und drängeln und einem die Buchstaben vor Auge vernebeln, so geballt kommen sie daher!
Fazit: Mal wieder ein echter Petsch! Mein Tipp (as always....) alles ein bisschen entschlacken, manchmal ist weniger tatsächlich mehr, ich mag es ja auch nicht glauben, aber muss so sein.....!Und damit es mehr verstehen können, müsste das ganze irgendwie geradliniger auf ein Thema hinsteuern, von Anfang an...
Und zum Schluss: Vergiss das alles, denn das ist deine Schreibe, und es ist mir keine vergleichbare bekannt!
Bis bald im Park!

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Henry Lehmann
Guest
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Re: also

Lieber Dennis,

mal so nebenher, während der Arbeit, hab ich Deinen Text quergelesen. Mein Eindruck: Nicht ganz so gut wie der Judith-Text, aber man erkennt die Petsche-Schreibe wieder, hier und taucht eine gelungene Wortkreation auf und man lächelt zufrieden. Was will man mehr?

Der Inhalt bleibt wie gewohnt im ersten Anlauf etwas nebulös und erfordert ein nochmaliges, konzentriertes Lesen. Was ich aber gerne tun werde.

LG Henry

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dennis petsch
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Re: also

hey marion,

das is doch nix neues, oder war das jemals anders gewesen?
oder fühltest du dich gar angesprochen?

also, "witzig" is wirklich ein denkbar ungünstiges attribut, mit dem ich mich nur ungern geschmückt sähe... ich hoff auch inständig, daß mir niemals nie jemand "prust"
in einen kommentar setzt, um sein unbändiges lachen zu verbalisieren... ich glaub, ich würd mich sofort erschießen!

und mit dieser kleinen spitze gehts nun weiter zu kristina...

danke, für das fällige seelenbalsam! dein kritikansatz is ja nun schon länger bekannt, aber gerade wenn's um dieses satirische geht, wird er wohl auf taube ohren stoßen:
erstens krieg ich's kaum gebacken & es fällt mir wirklich wahnsinnig schwer deine fortwährenden ratschläge zu befolgen geradliniger zu schreiben, die textdichte zu entschlacken & weniger überladen zu gestalten... mittlerweile will ich das auch gar nicht mehr, weil es mir selbst schon sehr eigen vorkommt & wohl wirklich im laufe der zeit sowas wie ein eigener stil geworden ist.

ich hab nach über 8 monaten pause wieder angefangen, an meinem roman weiterzuschreiben & die art & weise wie ich hierbei mit worten umgehe, ist ja eine völlig andere... werd dir bei gelegenheit mal die nächste kostprobe schicken & hoffentlich siehst du dann, daß ich nicht nur engstirnig & stur durchs leben spaziere, sondern deine kritik auch durchaus in die tat umzusetzen in der lage bin...

das mit dem bierchen geht klar... nur bei dem wetter sollten wir langsam auf glühwein umsteigen, oder?!

jetzt noch das fällige "bis bald & baba" für dich & nun noch schnell ein paar zeilen für den herrn lehmann:

hi henry,

ich find's extrem löblich, daß du den tristen arbeitsalltag nicht mit der wohlverdienten flasche doppelkorn auflockerst, sondern durch die leselupe streifst. (ob das dann nüchtern kann ja keiner überprüfen...)

ich geb dir recht:
fand den text selbst nicht so flüssig & - wenn das wort schon gefallen ist - gut, wie den vorherigen...

dein lob freut mich dennoch ungemein, vor allem die tatsache, daß du dir bereitwillig die mühe machst, den textschleiher bei abermaliger lektüre ein stück weiter zu lüften versuchst.

die bezeichnung "nebulös" gefällt mir richtig gut: meiner meinung nach zieht sich nämlich schon ein gewisser faden durch den text & die einzelnen gedankenstränge finden zu einem gewissen punkt wieder zusammen & bilden ein ganzes, aber daß dies nicht auf anhieb erkennbar ist, ist durchaus beabsichtigt.

ich bin mir absolut gewahr, daß ich mit meiner offensiven schreibe eher selten den nerv eines lesers treffe & die mehrzahl zu meist wohl eher mit schmerzendem nerv meine texte verläßt...
... aber gerade diese gewissheit läßt dann ein gelegentliches lob umso glanzvoller erstrahlen!
außerdem war mainstream noch nie so mein ding!

danke für deinen kommentar & viel spaß dir beim weiteren schreiben, lesen & natürlich auch beim malochen...!

lg,
-dennis-


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flammarion
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also,

wenn du gar nichts witziges schreiben willst, warum stellst du es dann bei humor und satire ein?
tststs
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