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Leselupe.de > Ungereimtes
Legende der Trauer und Reue
Eingestellt am 17. 07. 2002 22:22


Autor
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feelinggirl
Hobbydichter
Registriert: Jul 2002

Werke: 2
Kommentare: 2
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Eine Frage,
keine Antwort,
ein Hilfeschrei
und keiner kommt,
eine kleine dunkle Nebenstra├če
und ein Haus,
in dem niemand mehr wohnt.
Geschehen ist┬┤s vor vielen Jahren,
als das Dunkle noch regierte
und die M├Ąchte finster waren.
Jung gestorben,
jung begraben,
gestorben durch die fremde Hand
des Teufels Werk
und Blut an einem weissen Gewand.
Ein M├Ądchen,
voller Stolz und Edelmut
voller Pl├Ąne f├╝r ihr Leben
hat ihr Herz dem falschen Manne gegeben.
Erstochen,
mitten ins Herz,
es war schnell vorbei,
ein kurzer Stich,
ein kurzer Schmerz.
Das Grab voller Rosen,
still und friedlich,
er steht davor,
ein Bild vor seinen Augen
und er blickt in jenes junge Gesicht.
Er hat sie get├Âtet,
er sieht das Bild noch,
er weint seine Tr├Ąnen,
er liebte sie doch.
Geschehen ist┬┤s vor vielen Jahren,
er hat sich dem Gesetz gestellt
und hat einsam in der Zelle
die Stunden bis zum Tod gez├Ąhlt.

Und als die Sonne morgens aufging,
blickte er verweint ins warme Licht
und sah wie herbeigezaubert
in seiner gro├čen Liebe Gesicht.
Sie l├Ąchelte wie einst gewesen,
doch ihre Blicke sprachen B├Ąnde
und er konnte nur Trauer darin lesen.
"Das Haus wird leersteh┬┤n,
abgerissen,
in seinem Garten nie mehr Tulpen und Narzissen,
durch meinen Tod,
herbeigef├╝hrt durch deine Hand
legt sich dar├╝ber nur ein dunkler Schatten,
du hast dich vergessen,
unsre Liebe
und all die sch├Ânen Tage,
die wir hatten."
Dann verschwand sie,
der Schatten legte sich ├╝ber das Haus,
seine Stunde war gekommen,
bald darauf sein Leben ausgehaucht.
In der kleinen dunklen Nebenstra├če,
wo das Haus noch heute steht,
ist alles,
was an sie erinnert,
die alte gro├če Trauerweide,
durch die der Wind so eisig fegt
und es klingt,
als ob sie jeden Abend ihre Klagelieder singt.

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