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Leselupe.de > Gereimtes
Leibnitz irrt
Eingestellt am 31. 05. 2006 18:45


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JoteS
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Leibniz irrt*

Wenn Einfalt nur grunzte
Wenn Eitelkeit stÀnke
Wenn Einbildung brunzte
Wenn Neid Borsten schenkte

Dann wĂŒrde man wissen
Dann wĂŒrd' man verstehen
Gott hat uns beschissen
Nur kann man's schlecht sehen

Dann wĂŒrde man wissen
Dann brÀucht's kein' Verstand
Gott hat uns beschissen
Als er uns erfand

Dies ist nicht, oh Leibniz
die beste der Welten
Sie darf, welch ein Scheiss-Witz
als Schweinestall gelten.

(Das meinte schon - und das nicht von ungefÀhr
Dein kluger Kolleg', der Franzmann Voltaire)

*Der Philosoph Leibniz glaubte, die sog. TheodizĂ©e, also die Unvereinbarkeit der Allmacht, AllgĂŒte und Allwissenheit Gottes mit der Schlechtigkeit der Welt gelöst zu haben indem er behauptete, dies sei die beste aller möglichen Welten. Ähem... und Gottfried Wilhelm schreibt sich ohne "t"... das Thema ist somit nicht ganz korrekt.
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Melusine
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Und ich dachte schon, du meinst die Kekse *gg*.
(Nein, ohne SchmĂ€h, ich wusste nicht dass Gottfried Wilhelm T-los heißt.)

quote:
Gott hat uns beschissen
Als er uns erfand
Wie wahr!
Als Gedicht nicht grad göttlich, aber inhaltlich gefÀllt's mir.

LG Mel

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JoteS
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Melusine

Keks ist gar nicht mal so daneben. Dem guten Voltaire ging Leibniz dermassen auf den selbigen, dass er als Entgegnung einen ganzen Roman (Candide) schrieb.

Voltaire war ĂŒbrigens einer der gefĂŒrchtesten Zyniker aller Zeiten weswegen ich das Gedicht (auch wenn vielleicht nicht reif fĂŒr den Dichterolymp) hiermit ihm widme:

François-Marie: Das ist fĂŒr Dich, grosser Meister!

LG

JĂŒrgen


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Zeder
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Nur am Rande bemerkt ...

> [...] die sog. TheodizĂ©e, also die Unvereinbarkeit der Allmacht, AllgĂŒte und Allwissenheit Gottes mit der Schlechtigkeit der Welt gelöst zu haben indem [...]

Hmmmm ... ,

das Theodizee-Problem ist (vereinfacht gesagt) die Frage danach, warum Gott, der allmÀchtig ist, so ungerecht ist. (Warum lÀsst Gott Menschen in Katastrophengebieten sterben?
Das Buch Hiob ist auch ein schönes Beispiel dafĂŒr).

Es geht also nicht um die Schlechtigkeit der Welt, sondern ganz anders herum um einen 'anscheinend' gerechten Gott, der warum auch immer Leiden zulÀsst.

GrĂŒĂŸe von Zeder

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JoteS
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Hallo Zeder

Ich weiss zwar nicht, worin Du den Widerspruch zwischen Deiner und meiner Aussage siehst, liefere aber hiermit gerne nochmals eine ErklÀrung zur Theodizee:

Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
oder er kann es und will es nicht:
dann ist Gott missgĂŒnstig, was ihm fremd ist,
oder er will es nicht und kann es nicht:
dann ist er schwach und missgĂŒnstig zugleich, also nicht Gott,
oder er will es und kann es, was allein fĂŒr Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht weg?


Ausserdem habe ich es wegen Leibniz' "Lösung" bewusst so formuliert. Dass Leibniz' einer der ĂŒbelsten ReaktionĂ€re war und mit seiner Argumentation letztlich das Gottesgnadentum verteidigt, spricht fĂŒr sich.

Gruss

JĂŒrgen
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JoteS
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Dass....tststs immer diese Rechdschraibunk....

Ach ja... Leibniz gilt zwar als FrĂŒhaufklĂ€rer, gibt sich aber der Hoffnung auf einen aufgeklĂ€rten, klugen Herrscher hin - bleibt also dem hierarchischen Weltbild treu.
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