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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Leise
Eingestellt am 21. 06. 2008 13:27


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LADYHELLENA
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             Leise

kommt er zur TĂŒr herein;
mehr als du ihn spĂŒrst, ahnst du ihn
Aber er steht neben dir.
Stummes Abwarten, mitleidloses Beobachten
sind sein Metier.
Die GerÀte machen rundherum "piep ..."piep".
Eine Schwester nÀhert sich gerÀuschlos,
entnimmt dir Blut. Sie streicht dir ĂŒber die
verschwitzte Stirn."Wie gehts?".
'wie soll es gehen?'
Das Leben lÀuft gerade wie ein Film ab
vor deinem inneren Auge. Teilnahmslos, ohne
besonderes Interesse, lĂ€ĂŸt du die Stationen
an dir vorĂŒberziehen,
lachende Kinder, strenge Eltern, die Lehrer,
der Mensch deines Herzens, femde Leute, Fratzen.
FlĂŒsternd, wispernd, grinsend gestikulieren sie.
'Nicht wichtig. Nicht mehr wichtig.'
KĂ€lte steigt in dir hoch, nimmt
von deinem geschundenen Körper Besitz.
Jetzt begreifst du endlich, wer da neben
dir steht.
Du fĂŒhlst seine kalte Hand ..."komm"!
'Fallenlassen, mitgehen, keine Schmerzen mehr,
erlöst sein.'
Doch ...'was wird sein ? spÀter?'
Piep, piep, machen die GerÀte und verraten, wie
du noch funktionierst.
Die Schwester fĂŒhlt deinen Puls, schaut dir
neugierig-freundlich in die leeren Augen.
"Nicht aufgeben jetzt" sagt sie und drĂŒckt
deinen Arm zuversichtlich. "Nicht aufgeben jetzt"
sagt auch der Arzt, der plötzlich da ist "kÀmpfen
sie weiter, sie haben doch immer so brav gekÀmpft".
'jaaaa, brav gekÀmpft' denkst du bei dir,
das wars 'brav gekÀmpft' und 'ich mag nicht mehr'
'Mag meine Ruhe haben'.
Wo bist du, Mensch meines Herzens ?
Auch du hast mich verlassen, auch du!
Es könnte so schön sein, wenn alles vorbei wÀre,
so schön und so still.


ladyhellena

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Papyrus
Guest
Registriert: Not Yet

hallo Hellena

ich finde das hast du gut beschrieben,
Die einsamkeit im Tode -
im Todeskampf,

letztendlich sterben wir alle alleine



gruß papyrus

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LADYHELLENA
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Leise....

            


Wie Recht Du hast, Papyrus !
Wenn es "soweit" ist, ist man
alleine,
aber: dann ist ja auch nichts mehr
wichtig!

Liebe GrĂŒĂŸe
ladyhellena

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LADYHELLENA
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Leise

            


Liebe Johanna,

es ist die Siuation nach einem schweren Eingriff (Operation)
wo es um Leben und Tod geht.
Der Schluss lÀsst alles offen ( es wÀre...)
Zwischen Narkose und Bewusstseins-Empfinden gaukelt das
Gehirn einen RĂŒckblick auf die Vergangenheit vor- der
einen Menschen in diesem "DÀmmerzustand" sehr beschÀftigt.
Im selben Moment weiss man aber, dass nichts mehr wichtig
ist. Als DER hinter dir.

PS ich weiss von der Hospizbewegung. Und ich bewundere
die Menschen sehr, die Anderen auf dem letzten Weg
liebe-und respektvoll zur Seite stehen.
Danke, dass du mich gelesen
und eines Kommentars fĂŒr "wĂŒrdig"
befunden hast.
LG und schönen Sonntag!
ladyhellena






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