Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5535
Themen:   94742
Momentan online:
232 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Lena rettet ein Entchen
Eingestellt am 12. 03. 2015 17:45


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
kenneth
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2015

Werke: 2
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um kenneth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lena rettet ein Entchen

Lenas Lieblingsfächer in der Schule sind Sachkunde und Kunst. In Sachkunde haben es ihr vor allem die Tiere angetan. Da spitzt sie die Ohren im Unterricht. Frau Schulte-Vorbeck, die Lehrerin, staunt oft, wie viele Tiere Lena beim richtigen Namen nennt und was sie alles über die Tiere weiß. Zum Beispiel, dass ein Rotkehlchen ein 15 Zentimeter langer Singvogel ist und so heißt, weil er eine rostrote Kehle hat. Sie weiß auch, dass der Biber schwimmen kann wie ein Weltmeister. Dass er ganze Bäume fällt und sich im Wasser aus Holz und Schlamm eine gemütliche Wohnung baut. Lena weiß auch, dass Katzen Zehen haben und sie beim Schleichen einziehen können und dass sie besser sehen, hören und tasten können als die meisten Menschen. Als Frau Schulte-Vorbeck die Klasse einmal fragte: Wer von euch kennt noch andere Katzenarten außer unseren Hauskatzen? – da hob Lena den Finger und nannte gleich sieben Wildkatzen beim Namen: Löwe, Tiger, Leopard, Gepard, Jaguar, Luchs und Puma. Wenn Lena Fernsehen guckt, dann am liebsten Sendungen mit Tieren. Mit Tieren möchte sie es auch einmal zu tun haben, wenn sie mit der Schule fertig ist.

Lenas Freund heißt Alfie, er wohnt im Haus nebenan. Er ist so alt wie Lena, im Mai haben beide Geburtstag, dann werden sie zehn. Alfies Lieblingsfächer in der Schule sind Englisch und Sport. Er will einmal so gut englisch sprechen können wie sein Vater. Der war ein Jahr lang als Austauschschüler in Amerika. Heute ist er Exportleiter in einer großen Maschinen-baufirma, wo er jeden Tag englisch schreiben und telefonieren muss. Beim Sonntagsfrühstück zuhause sagt er oft: „How are you this morning, Alfie?“ Und Alfie sagt: „Thank you, Daddy, I am fine.“ Was soviel heißt wie: Danke, mir geht’s gut, Papa. Auch im Sport ist Alfie gut drauf. Am liebsten spielt er Volleyball, da ist er richtig klasse.

Lena macht auch gern Sport. Sie ist ziemlich gut im Turnen und macht tolle Kunststücke auf dem Trampolin. Auch Balletttanzen findet sie cool. Nur Schwimmen war nicht ihr Ding. Bis vor einem halben Jahr. Da hat sie sich auch mit dem Schwimmen angefreundet und alles gelernt, was man können muss, damit der Kopf über Wasser bleibt. Sie hat es gelernt und geübt, weil zwei Mädchen aus ihrer Klasse aufs Tablet von Lenas Mutter den gemeinen Spruch geschickt hatten: „Der Lena reicht beim Baden das Wasser nur bis zu den Waden.“ Den beiden wollte sie’s einfach zeigen. Heute schwimmt Lena im Freibad fünf Bahnen am Stück. Und niemand lacht sie mehr aus. Sie stand sogar in der Zeitung. Wie es dazu kam, will ich euch hier erzählen:

Nicht weit von Lenas Haus fließt die Prim, ein Flüsschen, gerade mal einen halben Meter tief. Und gleich daneben ist das Freibad, in dem es an heißen Sommertagen nur so von Menschen wimmelt. In der Prim ist eine Enten-Familie zuhause; Lena sagt, es seien Stockenten, das Männchen mit buntem Kopf, das Weibchen in braun-grauem Federkleid. Gern schauen Spaziergänger zu, wie die Enten-Eltern mit ihren Jungen vorbeipaddeln, die Köpfe nach Pflanzen und Samen ins Wasser tauchen, ans grasige Ufer watscheln, um sich ein Ruheplätzchen zu suchen. Auch Lena und Alfie schauen manchmal zu, werfen schon mal ein paar Brotstückchen ins Wasser, nach denen die Enten blitzschnell greifen. Und Alfie ruft dazu „Hey, little ducks!“ Er bringt gern sein Englisch an, nicht aus Angeberei, sondern weil es ihm Spaß macht und weil er einmal Flugkapitän werden will. Flugkapitäne verständigen sich im Funkverkehr alle auf Englisch. Das musst du natürlich gut können, wenn du ein Flugzeug mit dreihundert Passagieren über Länder und Meere steuern willst.

Es ist ein heißer Sommertag, Lena und Alfie haben sich fürs Freibad verabredet. Dort treffen sie Alfies Bruder Niels. Niels ist neun Jahre älter als Alfie, er geht schon zur Universität. In den Semesterferien hilft er im Freibad als zweiter Bademeister aus. Er passt auf, dass ja niemand zu Schaden kommt. Alfie spielt gerade mit Schulfreunden Beach-Volleyball, Lena liegt auf der Wiese im Schatten und schaut dem lauten, lustigen Badetreiben zu. Doch was ist das?!

Im Schwimmer-Becken treibt ein Entenjunges. Orientierungslos paddelt es im aufgewühlten Wasser herum, weiß nicht mehr, wohin? Lena zögert keine Sekunde, springt auf, läuft zum Beckenrand, ruft laut „Bahn frei!“, springt mit einem halben Köpper ins Becken und schwimmt so schnell sie kann auf das Entchen zu. Vorsichtig hebt sie es hoch und schwimmt einarmig zurück zum Beckenrand. Dort steht Niels und nimmt ihr das Entenjunge ab. Er reicht es weiter an Alfie, der vom Volleyballfeld herübergeeilt ist. Alfie und Lena tragen es hinüber zum Flüsschen, setzen das Entenjunge am Ufer ab, schauen zu, wie es sich, noch ein wenig benommen, ins fließende Wasser gleiten lässt. Schon kommen die Enten-Eltern mit fünf, sechs, sieben Jungen herbeigeschwommen. Sie kreisen den Ausreißer ein und nehmen ihn wieder in der Familie auf. Ente gut, alles gut.

Ein Junge hatte rasch sein Handy geholt und ein Foto gemacht, als Lena das Entenjunge aus dem Schwimmbecken zu Niels hinaufreichte. Am nächsten Tag war das Bild in der Zeitung. Darunter stand: Rettungsschwimmerin Lena hilft Entenkind aus dem Schwimmbecken. Alle gratulierten Lena, auch die beiden Mädchen, die Lena auf dem Tablet ihrer Mutter verspottet hatten. Alfie hat seiner Freundin ein Halsband mit buntem Enten-Anhänger geschenkt. Und vom örtlichen Tierschutzbund kam ein Brief mit einer Freikarte für den Wildpark Tripsdrill. gd


__________________
gd

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


hera
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: May 2001

Werke: 20
Kommentare: 671
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hera eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo kenneth, herzlich Willkommen in der Leselupe!

Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Werke und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit Dir.

Um Dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir im 'Forum Lupanum' (unsere Plauderecke) einen Beitrag eingestellt, der sich in besonderem Maße an neue Mitglieder richtet. Hier klicken

Ganz besonders wollen wir Dir auch die Seite mit den häufig gestellten Fragen ans Herz legen. Hier klicken


Viele Grüße von hera

Redakteur in diesem Forum

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung