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Leselupe.de > Humor und Satire
Leselupe 2050 -- eine Vision
Eingestellt am 29. 10. 2002 21:04


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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Wir schreiben das Jahr 2050. Unsere Seite der Welt ist eben aus tiefem Schlaf erwacht. Mit grollendem G├Ąhnen. Irgendwo schreckt ein Gewitter. Die Erde, wie eh und je rund, dreht sich um die Sonne. Sie ist auch nicht kleiner geworden. Nur die Menschen sind zusammenger├╝ckt. Nicht aus Liebe zueinander. Notgedrungen, sich der Fruchtbarkeit ihres Lebensraumes anpassend. Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten ver├Ąndert. Allerdings nicht in dem Ma├če, wie es einst euphorisch oder warnend prophezeit. Sicher, manches ist vielleicht nicht unmittelbar bewu├čt geworden. Es war einfach da, selbstverst├Ąndlich.

Das Schrillen des Weckers haben die Menschen schon zu ersten Uhrzeiten als nervend empfunden. Lediglich der routinem├Ą├čige Knopfdruck, der das Weltgeschehen ins Haus bringt, blieb ihnen versagt. Ob gut oder schlecht? Eine m├╝├čige Frage. Heute hat man eben die eigenen vier W├Ąnde mit allem zu teilen. Selbst wenn nur virtuell. Krieg in Sowieso? Kein Bedarf! Wer was wo gemacht hat oder tr├Ągt? Himmel, verschone mich! Wie der Benzinpreis ÔÇŽ Uninteressant, ich fahre ├Âffentlich! Usw., usw., usw. Schon wollte ich Allgemeinbildung Allgemeinbildung sein lassen, da fiel mir mein Gedicht von gestern ein. Aus einer Laune entstanden. Nicht unbedingt ein Meisterwerk. Dennoch k├Ânnte ich ÔÇŽ Obwohl noch unschl├╝ssig, landete ich auf dem Literaturkanal. Einen Gedanken weiter, und ich fand mich in der Leselupe wieder. Mittendrin! Bereits das hatte sich gegen├╝ber fr├╝her ge├Ąndert. Man war einfach da, hatte jedenfalls das Gef├╝hl, selbst anwesend zu sein. Da├č nur virtuell, interessierte nicht. Denn alles lief letzten Endes so ab. Vielleicht unser ganzes irdisches Dasein.

Lange war ich nicht mehr in dieser Dichterschmiede, wie sie sich bescheiden nannte. Deshalb kannte ich niemand. Doch kaum hatte ich ein paar Schritte getan, fragte mich eine vor mir auftauchende junge Dame ├╝beraus freundlich nach meinen W├╝nschen. Geduldig und aufmerksam h├Ârte sie mich an. Als ich schlie├člich auf mein Gedicht deutete, nickte sie verstehend. Und bereits wenig sp├Ąter sa├č ich inmitten einer kleinen Runde von Menschen beiderlei Geschlechts, die mit mir v├Âllig offen und ungezwungen ├╝ber mein Werk debattierten. Wie sie das machten, verriet die Experten in Sache und Umgang mit Menschen. Das Res├╝mee der Diskussion, in die sich auch Dritte einschalten konnten, erhielt ich als Vorschlag. Mit der M├Âglichkeit, das eine und/oder andere in dem weltumspannenden Kommunikationsnetz der Leselupe zu ver├Âffentlichen. Das System liefe mit allen Beitr├Ągen so. Ich h├Ątte deshalb nicht eigens erscheinen m├╝ssen. Allerdings komme eine Ver├Âffentlichung lediglich in Frage, wenn bestimmte objektive, f├╝r jeden nachvollziehbare Qualit├Ątskriterien erf├╝llt w├Ąren. Mein Hinweis auf das Vorgehen in den fr├╝heren Jahren wurde mit einem vielsagenden L├Ącheln quittiert.

Gedankenversunken verlie├č ich das Poetenforum. Offensichtlich hatten andere zur selben Zeit die Idee eines Besuchs. Denn an mir schlurfte ein wohl nicht gerade mit Humor ges├Ąugter Pferdeschwanztr├Ąger vorbei, den ich irgendwo schon mal gesehen hatte. Der an seinem Rockzipfel h├Ąngende Psycho-Update-Neurotiker kam mir ebenfalls bekannt vor. Na ja, vielleicht t├Ąusche ich mich, dachte ich mir. In diesem Moment stolperte ich ├╝ber einen am Boden hockenden narrenkappengeschm├╝ckten ÔÇ×Auch-nicht-mehr-J├╝ngstenÔÇť, der weltvergessen st├Ąndig was von Puzzle vor sich hin murmelte. Dabei hatte er mangels Bei├čerchen noch mit einem nicht mehr taufrischen Br├Âtchen seine Probleme.

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unbekannt2581
???
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die lupeninternen Visionen langweilen zu weilen...

Gr├╝sse

mikel

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo mikel,

eine solche Bemerkung mu├čte ja kommen! Du hast nur eines vergessen: den Zeitfaktor (das inzwischen Geschehene). Doch uns beiden zum Trost: Es gibt vieles, was den einen oder anderen zuweilen langweilt, nicht nur lupeninterne Visionen. Und dabei sollten wir es bewenden lassen, okay?

Mit Gru├č
ibini

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Michael Schmidt
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Der Witz ist etwas stumpf, wirkt eher wie eine Erz├Ąhlung. Daher gebe ich mikel Recht. Er hat das richtige Adjektiv verwendet.

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ibini
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Hallo Michael,

lieber einen stumpfen Witz als gar keinen, oder? Aber da beginnt schon das Problem: Was glaubst Du, wieviel Leute zum Beispiel ├╝ber Werner Fink lachen k├Ânnen, die sich bei ÔÇ×OttoÔÇť kugeln? Auch Deinen Namensvetter Harald finden nicht wenige gar nicht so lustig, wie es seinem Honorar entspricht. Das ist ├╝berhaupt nicht weiter tragisch. Und mein gro├čer Bruder hat mir fr├╝her auch immer geholfen, selbst wenn ich Mist gebaut habe. Das war zwar riesig nett von ihm, ich glaube allerdings, da├č das hier nicht unbedingt die psychologisch kl├╝gste Methode ist. Deshalb meine ich wie schon bei mikel, wir sollten nicht etwas aufwirbeln, was besser in Frieden ruht. Ansonsten keine Hemmungen: Ich kann einstecken, freilich ebenso austeilen. Nichts f├╝r ungut, und auf ein sinnvolles Miteinander.

Mit Gru├č
ibini

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dubidu
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Registriert: Nov 2002

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Visionen interessieren mich, doch habe ich kein Wort verstanden. Sch├Ân geschrieben, allerdings ist f├╝r mich der Beitrag v├Âllig inhaltsleer.
Alle Fragen bez├╝glich meiner Suche nach der der Welt von morgen bleiben unbeantwortet. Schade.

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