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Leselupen–Bücherei: Science-Fiction von Lupen-Autoren
Eingestellt am 22. 05. 2004 11:41


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jon
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„Man gönnt sich ja sonst nichts…“

… dieser Titel des neuen Leselupen-Buches hat gleich drei Bedeutungen: Zum Einen beginnt die Sammlung mit der Geschichte gleichen Namens, zweitens sind die Texte darin so gut, dass man das Buch einfach haben muss, und zum Dritten schließlich finden wir, dass schon die Leselupe so manchen Aufwand lohnt.

Was erwartet euch im Band 2 der Leselupen-Bücherei?

Es erwarten euch 28 Geschichten von 18 Autoren, die sich – mit Routine oder auch als Experiment – auf das Gebiet der Science Fiction begeben haben, um all das zu tun, was Literatur so tut: Spannende Geschichten erzählen, putzige Ideen verfolgen, Menschen beobachten und einen Blick darauf werfen, was in unserer Welt los ist.
Es erwarten euch merkwürdige Begegnungen, existenzielle Fragen und schräger Humor, Liebe und Leid, Action und Alltag, Menschen und andere seltsame Wesen.
Kurz gesagt: Es erwarten euch über 200 Seiten gute Unterhaltung – egal, ob ihr SF-Fans seid, oder nur mal in dieses Genre reinschnuppern wollt.

Und diese Lupenautoren sind vertreten:
anemone ––– Bernd ––– blaustrumpf ––– Christian Savoy ––– Criss Jordan ––– Edgar Güttge ––– Flammarion ––– Gerhard Kemme ––– jon ––– lapismont ––– Lus ––– Mazirian ––– Michael Schmidt ––– Pinky ––– poppins ––– TupperWal ––– Volker Hagelstein ––– Zefira

All jenen, die noch immer überlegen, sei verraten: Wir haben neben Texten, die ihr in der Leselupe findet, auch sehr interessante Bonus-Geschichten von Lupenautoren aufgenommen!

Also: Klickt doch einfach mal oben rechts und sichert euch den günstigen Vorbestellungs-Preis. Man gönnt sich ja sonst nichts …

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jon
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Rezension

Melanie Brosowski:
Rezension zu "Man gönnt sich ja sonst nichts"
(erscheint voraussichtlich im Oktober in "phantastisch!")

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt wunderte ich mich über den Titel. Was würde mich erwarten? Ich vermutete ja schon fast eine seichte Urlaubslektüre und war freudig überrascht, als ich feststellte, dass es sich um eine Sammlung von Science-Fiction Geschichten handelte. 27 Perlen der Literatur findet man in dieser Anthologie, von nachdenklich, über lustig bis äußerst tiefsinnig. Ausführlich auf jede Kurzgeschichte einzugehen würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, doch ich möchte zumindest den Inhalt jeder Story kurz wiedergeben.

In "Man gönnt sich ja sonst nichts" von Achim Hildebrand landen Aliens auf der Erde. Doch sind sie wirklich so friedlich, wie sie behaupten zu sein? Bei "Erde ersteigert" von Bernd Hutschenreuther hat tatsächlich ein junger Sirianer unseren Heimatplaneten bei ebay erworben. Doch was wird aus den Bewohnern? "Eine Woche ohne Stimme" von Anna Rinn-Schad führt den Lesern vor Augen, dass es nicht nur Vorteile hat, wenn man der Natur ins Handwerk pfuscht. Die Hauptfigur von "Der Defekt" von Volker Hagelstein gewinnt eine intelligente Küche, die nicht nur auf seine Gesundheit bedacht ist, sondern auch sprechen kann. Doch nicht nur das, sie entwickelt auch Gefühle, unter anderem Eifersucht. Die Freaks der Zukunft in "Jimmy verdaut Welt" von Wolfgang Sendner sind Organpunker, Typen, die lebenswichtige Organe als Schmuckstücke außerhalb ihres Körpers tragen. Edgar Güttge lässt in "Die E-Saite des Rickenbacker" die Besatzung eines Raumschiffes im All ein paar Basssaiten entdecken.
"Vater werden ist nicht schwer" von Ralf Steinberg: Über das Problem des entspannten Kinderkriegens in einer fiktiven Zukunft. "Vielen Dank für die Blumen" von Susanne Jaja zeigt was passiert, wenn man sich nicht über die Gebräuche einer fremden Spezies informiert. Auch in "Kartoffelernte" von jon kommt es zu inerkulturellen Missverständnissen, als
Bärbecker den Weganern beibringen will, wie man Kartoffeln anbaut. In "Tausend Banner im Sand" von Achim Hildebrand beherrschen die Menschen den interstellaren Raumflug. Als sie den Planeten Primus erreichen und ihre Fahne in den Boden rammen wollen, glauben sie, dass sie die ersten sind. Lutz Schafstädt lässt in "Expedition" den sich in der heimischen Badewanne entspannende Ben irrtümlich von Außerirdischen entführen. "Die Flammen von Flammarion" von Ralf Steinberg ziehen den Techniker einer Außenstation dermaßen in seinen Bann, dass er alles um sich herum vergisst. "Blinddate auf Titan" von Frank Lehmann watet mit einem Hauch von Fernweh auf: Von einem Mädchen, das alles versucht vom Titan wegzukommen und einem alten Kapitän, der überlegt ihr diesen Wunsch zu erfüllen. In "…und alles wimmelnde Getier" von Achim Hildebrand stürzt der Pilot der Maschine ab, nachdem er durch eine Biobombe alles Leben auf dem Planeten unter ihm vernichtet hatte. Ohne Aussicht auf Rettung versucht er in seinen letzten Minuten seine Tat mit einem ungewöhnlichen Plan zu sühnen. Weltraumsiedler begegnen in "Sabotage" von jon den wahren Herrschern des Planeten, den sie kolonisieren wollen. Bei "Schmerzen" von Ralf Steinberg bekommt ein Raumfahrer während eines Heimaturlaubes wahnsinnige Zahnschmerzen. Der Grund dafür ist unglaublich. Edgar Güttge beschreibt in "Das Fax des FlugEngels" den Weg eines ungewöhnlichen Faxes auf seinem Weg durch die Raumfahrtbehörde. Rodell gewinnt in "Versiebt oder Survival of the Fittest” von Susanne Jaja einen Aufenthalt auf einem unbewohnten Planeten. Doch so unbewohnt ist er gar nicht, wie sie bald herausfindet. Inge Lütt schickt uns "Nachrichten aus dem Wissenschaftsrat": Der Wissenschaftsrat der Außenirdischen tagt. Wer stellt die witzigste Versuchsanordnung auf, mit der sie mal wieder so richtig über die Terraner lachen können? Flammarion meint "Das kann man ja gar keinem erzählen":Ein Formwandler landet auf der Erde. Er gerät in tödliche Gefahr, als er nicht rechtzeitig zu seinem Eimer zurückkehren kann. "Gleis 10 oder Ankunft kann doch nicht so schwer sein" von Gerhard Kemme lässt den Leser an den ungewöhnlichen Abenteuer des Weltraumbahnhof-Gepäckträgers Fiete Schnabeldonk teilhaben. In "Kriegsschauplatz" von anemone ist der Krieg zur Touristenattraktion mutiert. Doch wer sich zu weit von der Sicherheitszone entfernt, gerät in Lebensgefahr. "Oculi mei" von Inge Lütt zeigt eine düstere und zugleich hoffnungsvolle Zukunft. Bei einem Anschlag sterben tausende Menschen. In seiner Verzweiflung über den Tod seiner Frau und seiner Töchter stürzt sich ein Wissenschafter in seine Arbeit. Als es ihm gelingt eine komplette DNA Struktur aus Reliquien Jesus zu extrahieren, reift in ihm ein kühner Plan. Bei Christian Savoy’s "Die Angst, stets gleich in unseren Seelen" nehmen Aliens mit den Menschen Kontakt auf. Ihre Absichten sind friedlich, doch die der Terraner nicht. Michael Schmidt lässt in "Geliebte Maid" seine Hauptfigur auf den Mars auswandern, wo es einen der begehrten Arbeitsplätze bei den Menselijk gibt. Doch wer sich dem Kollektiv der Aliens widersetzt wird umgehend bestraft. Erschreckend und bedrohlich zugleich ist das Ergebnis, das Wissenschaftler in Achim Hildebrand’s "Sand in den Augen" finden, als sie das Geheimnis wandernden Steine auf dem Mars und im Tal des Todes der Erde lösen. Und zu guter Letzt hat in "Sonnenuntergang" von Criss Jordan die Menschheit hat nur einen Chance zu überleben: Die Flucht.



Es sind außergewöhnliche Geschichten und nicht immer leichte Kost. Bei einigen musste ich ganz schön schlucken, so nahe sind sie mir gegangen, wie zum Beispiel "…und alles wimmelnde Getier". Doch ich habe auch häufiger schmunzeln, ja sogar lachen können. Alle Erzählungen sind unterhaltsam und lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Auch vom Schreibstil her haben sie mir gut gefallen, sie sind flüssig geschrieben und gut zu verstehen. Viele Storys gehen sehr in die Tiefe und regen zum Nachdenken an. Alles in allem keine allgemeine oberflächliche Science Fiction Kost, sondern sehr gut umgesetzte, teilweise ungewöhnliche Storys, die ich während meiner täglichen Zugfahrt innerhalb von drei Tagen durch hatte. Der Preis von 12,00 Euro ist völlig okay. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, dem möchte ich auch die ISBN nicht vorenthalten: 3-935982-28-3.

Viel Spaß beim Lesen!

© 2004 Melanie Brosowski



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