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Leselupe.de > Kindergeschichten
Lesen ist eine Kunst
Eingestellt am 11. 11. 2002 23:00


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Katjuscha
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Die Schule im Wandel der Zeiten


K├Ânnt ihr euch vorstellen, dass es heute noch Kinder gibt, die ihr ganzes Leben lang nicht in die Schule gehen k├Ânnen? Manche von euch m├Âgen die Vorstellung vielleicht toll finden. Aber nicht Lesen und Schreiben zu k├Ânnen ist heute fast unvorstellbar und mit vielen Schwierigkeiten verbunden. K├Ânnt ihr euch noch erinnern wie verloren ihr euch f├╝hltet, wenn ihr im Supermarkt ward und konntet gar nicht lesen, was in den Packungen drin ist?
Die Schulen wir ihr sie heute kennt, gab es auch in Europa nicht immer. Zwar gab es schon bei den alten Griechen so etwas wie Schulen, aber da konnten nur die reichen Kinder hingehen. Und Lesen und Schreiben war damals eine Kunst wie heute Malen oder ein Instrument spielen zu k├Ânnen.
Erst im 15. Jahrhundert gab es Menschen, die der Ansicht waren, dass alle Kinder schreiben, rechnen und lesen lernen sollten. Das waren die Humanisten. Sie waren der Meinung, dass jeder Mensch umfassend und allgemein gebildet sein sollte und zwar in der Kunst, in der Literatur, in der Philosophie und der Rhetorik. Das ist die Kunst Reden zu halten.
Vielleicht habt ihr schon von Martin Luther geh├Ârt. Er geh├Ârte auch zu den Menschen, die wollten, dass alle Menschen lesen k├Ânnen. Er war n├Ąmlich der jenige, der die Heilige Schrift aus dem Lateinischen ins Deutsche ├╝bersetzt hat. Und was bringt das, wenn sie trotzdem keiner lesen kann? Au├čerdem wollte er, dass die Kinder Kirchenmusik und Katechismus lernten. In diesem Fach lernten die Sch├╝ler alles ├╝ber die christliche Lebensf├╝hrung und Glaubenslehre.
Die F├Ącher hie├čen damals Katechismus, Bibel, Lesen, Sch├Ân- und Rechtschreiben, Briefe, Gesch├Ąftsschreiben, Kirchenlied und Rechnen. In den Lateinschulen lernten die Sch├╝ler auch alte Sprachen wie Latein oder Griechisch, denn viele wissenschaftliche Schriften waren damals noch auf lateinisch geschrieben.
Die Schulf├Ącher wandelten sich im Laufe der Zeit sehr stark. Latein wurde immer seltener unterrichtet und Deutsch wurde immer wichtiger. Auch das Fach Sachkunde gab es bald. Doch dort lernten die Sch├╝ler vor allem etwas ├╝ber Geschichte und Geografie. Die Naturwissenschaften wurden eher selten unterrichtet. Nur Rechnen wurde ein eigenes Schulfach. An den Sekundarschulen kamen noch F├Ącher wie Franz├Âsisch hinzu.
Erst im 16. Jahrhundert gab es das, was ihr Klassen nennt. Denn vorher wurden die Kinder einzeln unterrichtet: Der Lehrer erteilte einem Sch├╝ler eine eigene Aufgabe und ging zum n├Ąchsten Sch├╝ler. Er kam erst wieder, wenn der Sch├╝ler die Aufgabe erledigt hatte. So konnte ein Lehrer gleichzeitig einen 6-j├Ąhrigen und einen 14-j├Ąhrigen unterrichten. Auch die Erfindung des Buchdrucks half, dass die Kinder mit einheitlichen Schulb├╝chern in Klassen unterrichtet werden konnten.
Eingeschult wurden die Kinder wie heute mit f├╝nf oder sechs Jahren, aber das war nicht einheitlich geregelt. Der Altersunterschied innerhalb der Klassen betrug oft mehrere Jahre. Die Schulzeit dauert nat├╝rlich viel k├╝rzer als heute und einige Studenten waren damals manchmal erst 15 Jahre alt oder noch j├╝nger.
Ganz anders war es mit den M├Ądchen. Im 16. und 17. Jahrhundert gab es Schulen, in die nur M├Ądchen gingen. Sie wurden dort meist von Nonnen unterrichtet. Doch die Schulzeit war nur sehr kurz, weil man der Ansicht war, dass die M├Ądchen sowieso heiraten werden. Au├čerdem gab es nur wenige F├Ącher und weiterf├╝hrende Schulen f├╝r M├Ądchen gab es erst viel sp├Ąter. An Universit├Ąten waren M├Ądchen gar nicht zugelassen.
Auch Bauernkinder gingen seltener und k├╝rzer zur Schule als zum Beispiel die Kinder des B├╝rgertums. Denn ihre Eltern brauchten sie f├╝r die Arbeit auf dem Feld. Aber auch der Adel hielt noch nicht so viel von Bildung. F├╝r sie standen andere Tugenden im Mittelpunkt und Dinge wie Fechten oder Reiten.
Heute besteht in vielen L├Ąndern der Erde die Schulpflicht. Doch auch heute k├Ânnen nicht alle Kinder zur Schule gehen, weil ihre Eltern das Schulgeld nicht bezahlen k├Ânnen oder weil sie wie die Kinder von fr├╝her arbeiten m├╝ssen. Auch wenn es ihr es vielleicht nicht glaubt, ist es etwas ganz besonderes, dass ihr so selbstverst├Ąndlich zur Schule gehen k├Ânnt.

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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich K├Ąstner)

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damaskus
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Bin ich hier im richtigen Forum???

Hmmm ...
Hey, Katjuscha, lese immer wieder gern was von dir. Hast einen interessanten Vortrag abgeliefert, aber wo ist die Geschichte ...?

Ein etwas verwirrter
Damaskus

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Katjuscha
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Hallo Damskus,

nat├╝rlich ist das keine Geschichte, sondern eher Sachliteratur f├╝r Kinder. Aber ich hatte mich ja schon mal beschwert, dass die Kategorie "Kindergeschichten" einfach zu eng gefasst ist. Es gibt ja nicht nur Geschichten f├╝r Kinder, sondern auch Gedichte, Sachliteratur und alles f├╝r die Jugendlichen darf man auch nicht vergessen.

Die noch verwirrtere Katjuscha
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damaskus
Guest
Registriert: Not Yet

Hmmm ... okay, ich geb mich geschlagen. Es wirkt nur etwas fremd, unter der ├ťberschrift "Kindergeschichten", da stellt man sich ja prinzipiell eine "Geschichte" vor. Vielleicht solltest du noch ein bisschen weiterk├Ąmpfen, dass man die Sparte umbenennt oder ein neues Forum dazulegt, hast ja Verbindungen, nicht? *g*
Viel Gl├╝ck

Liebe Gr├╝├če
Damaskus

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Katjuscha
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Das hat aber nix damit zu tun, dass sich hier mal was ver├Ąndert. Aber besser, als wenn es so etwas gar nicht gibt. Lassen wir die Diskussion lieber - sonst gibt es wieder Schimpfe - vonwegen, es geht nicht um die "Geschichte"
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