Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5469
Themen:   92955
Momentan online:
349 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Anonymus
Leseprobe
Eingestellt am 23. 06. 2006 10:17


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Eine laue Brise umspielte Samanthas zartes Gesicht, fuhr sanft durch ihr kastanienbraunes, langes Haar. BlÀtterte spielerisch durch den Papierstapel der unter zu Hilfenahme eines massiven Briefbeschwerers auf dem Tisch gehalten wurde.
Sam, wie Samantha von ihren Freunden genannt wurde, genoss den herrlichen Sommertag in vollen ZĂŒgen. Mit geschlossenen Augen reckte sie ihr Gesicht den wĂ€rmenden Sonnenstrahlen entgegen und lauschte dem entspannenden Glucksen der schwachen Wellen die ĂŒber den Kies ans Ufer des Starnberger Sees rollten.
Vogelgezwitscher untermalte ihre zeitweise mĂŒhseligen Versuche zusammenhĂ€ngende Worte, die zusĂ€tzlich auch noch einen Sinn ergeben sollten, zu Papier zu bringen. Bereits der Ausdruck „zu Papier bringen“ war genau genommen völlig falsch gewĂ€hlt. Im Computerzeitalter hatte Papier als schriftstellerisches Hilfsmittel fast vollstĂ€ndig ausgedient. Auf dem großen Holztisch vor ihr befand sich ein Laptop, die wenigen BlĂ€tter daneben enthielten kurze Notizen zu ihrem im entstehen begriffenen Roman.
Es war einer dieser Tage an denen sie stundenlang vor ihrem „Toshie“ saß, die Tastatur anstarrte und das GefĂŒhl hatte ihr Kopf wĂ€re wie leergefegt. Die Worte fanden ihren Weg vom Gehirn nicht bis hinunter zur Tastatur. Jede Kleinigkeit lenkte ihre Aufmerksamkeit ab und erforderte mehr alltĂ€gliche Gedanken, als sie Ideen fĂŒr ihr Buch hatte.
Der Versuch sich eine Weile einfach treiben zu lassen, den GerĂ€uschen der Umgebung zu lauschen und dann wieder zu ihrem Tagewerk zurĂŒckzukehren schien bereits jetzt um die Mittagszeit gescheitert zu sein. Ganze vier SĂ€tze prangten unter Kapitel 5 und sogar die schienen bei einer zweiten, eingehenderen PrĂŒfung wenig spritzig und ĂŒberzeugend. Und Samantha hasste es halbe Sachen zu machen, jeder Satz musste sitzen, jede Poente sollte auf den Punkt greifen, die Stimmung musste den zukĂŒnftigen Leser durchfluten und fĂŒr sich einnehmen. Die heutige Spitzenleistung von vier SĂ€tzen war geradezu erschĂŒtternd, zumal sie mit Sicherheit bald wieder durch einen kurzen Klick der Entertaste gelöscht wĂŒrden.
Bei aller Liebe zum Schreiben konnte es vorkommen dass sie unfertiges Gestammel in die Tastatur prĂŒgelte und dann Stunden spĂ€ter beschloss den gesamten Nonsens in den virtuellen „Papierkorb“ zu packen wo er hingehörte. Ihre Begeisterung fĂŒr Literatur begann in frĂŒhester Kindheit. Schon mit acht Jahren las sie die dicksten KinderbĂŒcher mit Leichtigkeit an einem Tag. Mit dem Alter wurde die literarische Kost schwerer, jedoch keineswegs dĂŒnner. Ihre ersten erfolgreichen, eigenen Schritte auf Papier machte sie bereits mit elf Jahren. Sogar auf richtigen Papier, in einem Schulheft. Der neue Lehrer wollte eine frei erfundene Geschichte von wenigstens 3 A4 Seiten. Samantha lieferte einen Tag spĂ€ter zum grĂ¶ĂŸten Erstaunen ihres Lehrers 16 eng beschriebene Seiten ab, die prompt mit einer 1+ belohnt wurden. Über den Inhalt ließ er sich damals lieber nicht aus. Die Seiten trieften vor Blut und Herzschmerz.
Sam hatte ihr ureigenstes Herzblut in die Geschichte hineingelegt. Und um beim Blut zu bleiben, sie hatte es geleckt. Von da an war der Traum einmal eine gefeierte Schriftstellerin zu werden wie ein winzigkleines Samenkorn in ihr Gehirn gepflanzt und versuchte all die Jahre immer aufs Neue zu keimen. Sie fing fĂŒnf oder sechs Projekte gleichzeitig an, stellte jedoch nie eines davon fertig. 200 handschriftliche Seiten waren keine Seltenheit, doch dann woben ihre ideenreichen Gedanken neue FĂ€den und der zĂŒndende Stoff fĂŒr das nĂ€chste Buch war geboren. Nur um seinen VorgĂ€ngern nach einiger Zeit unfertig in einen Ordner zu folgen und in einer Schublade zu verschwinden.
Erst mit 23 Jahren gelang es ihr einen Roman vom ersten Buchstaben bis zum letzten Punkt fertigzustellen. Inhaltlich war sie beim Blut geblieben, er handelte von einem Vampir. Doch ihre Vorgehensweise hatte sich bis dahin bereits drastisch verĂ€ndert. Keine handschriftlichen Seiten mehr, der erste Computer hatte nicht unmaßgeblich zur Fertigstellung des Werkes beigetragen und schließlich auch den Befehl an den Drucker weitergeleitet die 180 Seiten auszudrucken.
Mit vor Stolz geschwellter Brust wurde der Erstling an verschiedene, namhafte Verlage und Verlagsagenturen geschickt und in der engeren Verwandtschaft verteilt, um sich einer freundschaftlichen Kritik zu stellen. Das Ergebnis war mehr als deprimierend. Nur wenige Verlage antworteten ĂŒberhaupt, die Absagen waren dafĂŒr niederschmetternd gleich lautend. Fast konnte es einem so vorkommen als hĂ€tten alle Verlage den gleichen Vordruck fĂŒr ihr schlichtes „Nein, danke!“.
Eine einzige Verlagsagentur bekundete Interesse, man solle doch mal anrufen. Das ließ sich die temperamentvolle Samantha natĂŒrlich nicht zweimal sagen. Die Chemie zwischen der Verlagsagentin und ihr schien auf Anhieb zu harmonieren. Vorsichtig wies die Dame daraufhin das es natĂŒrlich verschiedenes gĂ€be was sie eindeutig noch verbessern könnte und das ihr Schreibstil noch nicht besonders ausgefeilt wĂ€re. Beschreibungen kĂ€men zu kurz, Personen wĂ€ren nur unzureichend dargestellt, Szenen könnten bei einer guten Überarbeitung viel mehr hergeben und dann war da noch das Ende. Das gefiel ihr persönlich nun ĂŒberhaupt nicht. Die Hauptdarstellerin starb, das war bei den Lesern angeblich gar nicht beliebt.
Mit Kritik konnte Sam leben, sie versprach das Manuskript noch einmal zu ĂŒberarbeiten und es dann erneut anzubieten. Auf ihr unpopulĂ€res Ende bestand sie jedoch. Wo blieb denn da die schriftstellerische Freiheit wenn ein Ende der Mehrzahl der Leser gefallen musste?
Ein Monat und viele Arbeitsstunden spĂ€ter, angeregt durch die treffenden Kritiken der Verwandtschaft, lag ein nunmehr 250 Seiten langes Manuskript bei der Verlagsagentin. Sie schien ĂŒberaus zufrieden mit den Fortschritten die das zukĂŒnftige Buch gemacht hatte und erklĂ€rte sich bereit es den Verlagen anzubieten. Nach drei Absagen wĂŒrde sie das Manuskript jedoch zurĂŒcksenden und keine weiteren Versuche starten, teilte sie Samantha gnadenlos mit.
Es kam wie es kommen musste, das Manuskript fand zielstrebig seinen Weg zurĂŒck zu seiner Schreiberin. Demoralisiert verschwand es in der gleichen Schublade wie all die unvollendeten Werke zuvor.
Erst Jahre spĂ€ter, neun um genau zu sein, konnte Samantha sich aufraffen noch einmal einen Blick in das Manuskript zu werfen. Und zu ihrer großen Überraschung war sie nach wie vor von dem was sie geleistet hatte ĂŒberzeugt. Doch diesmal wollte sie planvoller vorgehen. Sie kaufte sich ein Buch mit RatschlĂ€gen fĂŒr Erstautoren und hielt sich an dessen Vorgaben.
Und siehe da, das Manuskript wurde angenommen und in einer kleinen Auflage veröffentlicht. Nicht gerade ein Bestseller, aber es lag in Buchhandlungen und wurde ĂŒber diverse VersandhĂ€user angeboten. FĂŒr Sam der Höhepunkt ihres bisherigen Lebens.
Zaghaft fragte sie nach seinem Erscheinen in einer Buchhandlung probeweise nach ihrem Werk und durfte voller Begeisterung feststellen, dass es im Angebot des GeschĂ€fts vorhanden war. Der Anblick ihres Werkes im Taschenbuchformat zu einem Stapel erhöht, erfĂŒllte sie mit Stolz und Ehrgeiz. Sie wollte noch viel mehr erreichen. Es sollte nicht bei diesem einen Buch bleiben und wenn sie richtig darĂŒber nachdachte durfte es auch nicht bei TaschenbĂŒchern bleiben, es sollte eine Hardcoverausgabe werden. Richtige, gebundene BĂŒcher denen der Charme der vergangenen Zeiten anhaftete und die noch das GefĂŒhl von Lesen vermittelten. Schwer sollte es in der Hand liegen, den unverwechselbaren Duft von frisch bedrucktem Papier verströmen und gekrönt werden von einer anziehenden Umschlagillustration.
In Samanthas VerstĂ€ndnis fĂŒr diesen Bereich gab es nichts Schlimmeres als die Vorstellung ihre BĂŒcher wĂŒrden ĂŒber Internet gelesen, ohne das griffige GefĂŒhl von Papier in den HĂ€nden, ohne das Rascheln der BlĂ€tter beim UmblĂ€ttern der Seiten, dem Duft des holzhaltigen Papiers. Wie ihre Freunde schon des Öfteren festgestellt hatten, sie war hoffnungslos altmodisch in ihren Ansichten ĂŒber gewisse Dinge.
Dazu gehörte unter anderem auch die Auffassung dass immer noch der Mann dafĂŒr zustĂ€ndig war den ersten Schritt zu machen wenn er die Bekanntschaft einer Frau suchte. Anstandsregeln und das Festhalten an althergebrachten Ansichten zollte Sam hohes Ansehen. Was ihr zumeist den Spott der Freunde einbrachte.
In mancherlei Hinsicht bewunderten die Kameraden sie jedoch fĂŒr ihre Betrachtungsweise der Dinge. Ihr Kampfgeist war eine Eigenschaft die den meisten ihrer Freunde fehlte, erst durch ihr stĂ€ndiges auf sie Einreden hatten sie den Mut gefasst einen Traum in die Tat umzusetzen von dem sie jahrelang nur geredet hatten.
Sam war bereit das Geld, das durch den Vertrieb ihres Romans hereinkam in diesen Lebenstraum zu investieren. Gemeinsam mit den vier Freunden kaufte sie ein altes Haus direkt am Starnberger See. Sie grĂŒndeten eine Art KĂŒnstlergemeinschaft. Jeder von ihnen hatte nun die Möglichkeit seiner eigentlichen Passion zu folgen und seine jeweilige Kunst auszuĂŒben, ungehemmt durch die tĂ€gliche Routine eines gewöhnlichen Jobs.
Sabine, eine dralle platinblonde Erscheinung mit blauen Augen und einer Vorlieber fĂŒr freizĂŒgige Kleidung, malte in Öl, Acryl, Pastell, Aquarell und wenn sie gerade in Stimmung war entstanden sogar GemĂ€lde aus Lebensmitteln. Ihre Nudelimpression prangte in der hochmodern eingerichteten KĂŒche des neuen Hauses. Und zum Erstaunen aller waren es gerade die manchmal doch sehr vergĂ€nglichen Kunstwerke aus Salat und diversen anderen Nahrungsmitteln die reißenden Absatz fanden.
Henry, arm an Haupthaar und mit seinen 110 Kilo der schwerwiegendste Beitrag zur KĂŒnstlergemeinschaft, liebte den Umgang mit Werkzeug und war der geborene Bildhauer. In seinem Fall waren die meisten Werke sogar als das zu identifizieren was sie darstellen sollten. Kein postmoderner Krimskrams der nur dem pseudoverstĂ€ndigen Kunstkenner ein anerkennendes verziehen der im Grunde nach dem „wozu“ und „warum“ fragenden Gesichtsmuskulatur entlockte.
Tommy, ein großes Muskelpaket, Prototyp des durchtrainierten Bodybuilders, war bereits in kleineren Rollen beim Theater in Erscheinung getreten und hatte nun seine erste Filmrolle in der Tasche. Das Erlernen seines Textes trieb er soweit, das er in den unmöglichsten Situationen eine seiner Szenen in das wirkliche Leben einfließen ließ und damit immer aufs Neue sein Umfeld in Erstaunen versetzte und manch zweifelnden Blick erntete.
Helen, klein, stĂ€mmig gebaut, graumeliertes Haar, mit einer Vorliebe zu Sweatshirts und Strechhosen, begeisterte durch ihre „Freie Stickerei“ und hatte des öfteren Probleme den Zeitplan ihrer Abgabetermine einzuhalten. Sie neigte ebenso wie ihre beste Freundin Samantha dazu stĂ€ndig an mehreren Dingen gleichzeitig zu arbeiten und dabei den zeitlichen Faden in mehrere Richtungen laufen zu lassen, nur um am Ende völlig aufgelöst mit mehreren Sticknadeln gleichzeitig sĂ€mtliche Fadenenden der fast abgelaufenen Uhr zu vernĂ€hen und ihre eingegangenen Verpflichtungen gerade eben noch so zu erfĂŒllen.
Eines mußte Samantha sich eingestehen, sie waren ein seltsamer, wild zusammengewĂŒrfelter Haufen der unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Und ohne sich selbst allzu sehr loben zu wollen, die meiste Zeit hatte sie den Eindruck die Normalste geblieben zu sein.
Helen sah sich auf der von ihr aufgestellten Leinwand des Lebens, in ihrem eigenhĂ€ndig produzierten Film unablĂ€ssig in der Rolle der Chefin und FĂŒhrungskraft. Der Ausdruck „Despot“ war nicht unbedingt ĂŒbertrieben in Bezug auf sie. Ohne dass man sie dazu aufforderte ĂŒbernahm sie die Anleitung fĂŒr fast alles was mit ihrem Zusammenleben zu tun hatte. Der Haushalt, die Zeiteinteilung, die gemeinsamen Unternehmungen, alles wollte sie vorgeben. Ja sogar bei der Einrichtung hatte sie versucht allem ihren ureigensten IKEA-Stempel aufzudrĂŒcken. Was den anderen dann aber doch zu weit gegangen war. Nicht jeder stellte sich die schwedischen Notholz-Regale als Wohnraumgestaltung vor. Daher wurde einstimmig entschieden das die jeweils zwei Zimmer die jedem von ihnen zustanden nach dem eigenen Geschmack eingerichtet werden konnten. Einzig das gemeinsame Wohnzimmer, die zwei Badezimmer und die KĂŒche wurden am Ende nach einer hartnĂ€ckig gefĂŒhrten Debatte und einer demokratisch ablaufenden Abstimmung gemeinsam gestaltet.
Vielleicht lag es daran dass Helen mit ihren 43 Jahren die Älteste der Truppe war und sich mit ihrem schon angegrauten Haar in eine Art Mutterrolle versetzt fĂŒhlte.
Die manchmal recht schusselige Sabine mit dem nicht zu unterschĂ€tzenden Hang zum vollkommenen Narzissmus, konnte die Nerven der Mitbewohner durch ihre allzu leichte BegeisterungsfĂ€higkeit fĂŒr MĂ€nner auf eine harte Probe stellen. Ansonsten trug sie durch ihre stĂ€ndige UnpĂŒnktlichkeit und hoffnungslose Ordnungsliebe dazu bei das es niemals langweilig wurde. Kein Staubkorn entging ihrem aufmerksamen Auge, unter jedes achtlos abgestellte Trinkglas wurde eiligst ein Untersetzer plaziert und notfalls auch hinter dem geistig abwesenden Trinker hergetragen um aufs neue mit einem nicht zu ĂŒbersehenden, gestenreichen Hinweis wieder unter dem Glas angebracht zu werden.
Hermann, genannt Henry, ein mit einem braunen, spĂ€rlichen Haarkranz ausgestatteter stĂ€mmiger Typ von etwa 1,70 m GrĂ¶ĂŸe war der selbsternannte Spaßvogel der Gemeinschaft. Leider gingen seine Scherze zumeist nach hinten los. Er ĂŒberspannte den Bogen sehr leicht und verdankte es nur seiner ansatzweise vorhandenen FĂ€higkeit sich entschuldigen zu können dass er ĂŒberhaupt noch Freunde besaß. Leider nutzte er diese bei ihm mit den Jahren immer mehr verödende FĂ€higkeit nur in den Ă€ußersten NotfĂ€llen und rettete sich auf diese Weise nur sehr mangelhaft von einer brenzligen Situation in die NĂ€chste mit Sicherheit darauf folgende Fettnapf gespickte Entgleisung seines beißenden Humors.
Und dann war da noch Tommy, der eigentlich Thomas hieß. Blond, 185 cm KörperlĂ€nge, muskulös, mit unglaublich blauen Augen. Ein wahres Prachtexemplar der mĂ€nnlichen Gattung. FĂŒr die mĂ€nnermordende Sabine jedoch absolut unantastbar. HomosexualitĂ€t und Sabine waren zwei völlig kontrĂ€re Erscheinungsformen und somit unvereinbar.
Seine Hilfsbereitschaft und der grenzenlose BeschĂŒtzerinstinkt den Frauen gegenĂŒber hatte dazu gefĂŒhrt, daß er der wohl einzige in der Gruppe war der mit allen gut auskam und nur hin und wieder mit Henry kollidierte was an dessen engstirnigen Ansichten im sexuellen Bereich lag. FĂŒr Henry stellte es ein großes Problem dar mit Menschen umzugehen die eine Besonderheit aufwiesen. Dazu zĂ€hlte natĂŒrlich auch Tommys sexuelle Ausrichtung. Im Lauf der Jahre hatte Henry gelernt seine oft mittelalterlichen Ansichten nicht allzu deutlich auszudrĂŒcken, was natĂŒrlich nicht bedeutete dass nicht hin und wieder eine mehr oder weniger deutliche Anspielung ausgesprochen wurde.
Wenn sie so ĂŒber diese wilde Mischung nachdachte dann breitete sich unbewusst ein LĂ€cheln auf ihrem Gesicht aus.
Sie lebten zwar erst seit fĂŒnf Monaten zusammen in dem riesigen, alten Kasten, aber es klappte erstaunlich gut. Jeder hatte seinen privaten Bereich und konnte sich notfalls völlig abschotten. Trotzdem war jederzeit die UnterstĂŒtzung durch wirklich gute Freunde gesichert.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


sonnenstÀubchen
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2004

Werke: 5
Kommentare: 68
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um sonnenstĂ€ubchen eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

das fĂ€ngt alles mit so schönen klischees an, aber am gelungensten ist der salatkĂŒnstler. wenn die eigenansicht der autorin - also sam - auch so viel ironie aufweisen wĂŒrde, wĂ€r das ein herrlicher text.
gruß
s.

Bearbeiten/Löschen    


Penelopeia
AutorenanwÀrter
Registriert: Nov 2002

Werke: 534
Kommentare: 1591
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Fehlen hier nicht ein paar Kommas? Oder werden die nachgereicht...

Und was ist hier passiert:

Leider nutzte er diese bei ihm mit den Jahren immer mehr verödende FĂ€higkeit nur in den Ă€ußersten NotfĂ€llen und rettete sich auf diese Weise nur sehr mangelhaft von einer brenzligen Situation in die NĂ€chste mit Sicherheit darauf folgende Fettnapf gespickte Entgleisung seines beißenden Humors.

Fragend

grĂŒĂŸt

P.

Bearbeiten/Löschen    


Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo A.,
soll das den Beginn eines Romans darstellen? Falls ja, wÀre meine Empfehlung: Lass es. Es ist sterbenslangweilig. Die Klischees nicht ironisch gebrochen, die Geschichte so unrealistisch wie nur was - und die öde Aneinanderreihung der Beschreibungen der handelnden Personen gab mir den Rest. Liest sich wie ein Who-is-Who zu "Big Brother" oder "Taxi Orange".
Okay, das ist noch nicht weiter tragisch, typischer AnfÀngerfehler wohl. Aber was willst du eigentlich erzÀhlen? Davon erfÀhrt man hier nichts.

FĂŒr mich klingt das wie "Samanthas Traum unplugged". Samantha schreibt gern und trĂ€umt davon, dass ihr erster Roman veröffentlicht wird und viel Geld einbringt. Schön fĂŒr sie - aber wen außer ihr interessiert das?

Realistisch sind einzig die Verlagsabsagen, auch noch die Zusage der Literaturagentin und Samanthas vergebliche Überarbeitung, aber schon die Aussage, sie hĂ€tte diese Überarbeitung innerhalb eines Monats geschafft, ist, mit Verlaub, bullshit.
Aus 180 Seiten binnen eines Monats 250 gemacht? Und dieses Manuskript verkauft sich dann Jahre spĂ€ter auch noch und bringt echtes Geld ein? Ein Erstlingswerk ist in der Buchhandlung vorrĂ€tig und das gleich stapelweise? Die Autorin kann vom Erlös ein Haus kaufen? Äh.

Soweit mal zum Inhalt. Stilistisch liest es sich fĂŒr mich wie ein erster Versuch. Du bist zwar sprachlich sattelfest (ungeachtet einiger Fehlerchen, sowas ist normal - Kommas vergesse ich auch gern), aber das ist auch schon alles, was mir an Positivem einfĂ€llt.

Das soll dich nicht entmutigen. Aber da liegt wohl noch ein weiter Weg vor dir, bis dann der fertige Roman vor dir liegt... und ich wĂŒrde mir an deiner Stelle ernsthaft ĂŒberlegen, ob du wirklich ĂŒber dieses Thema schreiben willst, ich fĂŒrchte es gibt einfach nichts her.


Oder sollte ich mich da jetzt in die Nesseln gesetzt haben und das ist wirklich der Anfang eines bereits fertigen, publikationsreifen Produkts? Falls dem so ist, tut es mir leid. Dann ist es wohl einfach nicht nach meinem Geschmack.


LG Mel

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Anonymus Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!