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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Lesung
Eingestellt am 10. 12. 2007 12:27


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jon
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Lesung
10. Juli 2007

Da sitzen sie
und sind so jung
und sind so alt
und tragen Sakko
oder Pullover
oder Shirt.
Oder Hemd.
Aber keinen Schlips.
Nur keinen Schlips bitte!
Denn das geh├Ârt sich nicht
f├╝r Poeten.

__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dal├Ąsst (Klaus Klages)

Version vom 10. 12. 2007 12:27
Version vom 05. 04. 2009 13:35

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Pete
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Jon,

ein Bericht ├╝ber die Kleiderordnung bei Lesungen. Das suggeriert, dass es sonst nichts berichtenswertes gab. Muss wohl eine g├Ąhnend langweilige Veranstaltung gewesen sein, wenn dies das herausstechendste Merkmal war, das Dir in Erinnerung geblieben ist.

Die Beliebigkeit der Kleidung lese ich als Synonym f├╝r die Austauschbarkeit der Texte.

Ganz ├Ątzend ist "das geh├Ârt sich nicht", von mir genommen als Bem├╝hung der Autoren, g├Ąngige Klischees zu erf├╝llen. Mit ihren Beitr├Ągen, versteht sich. Erhellende Momente, Grenz├╝berschreitungen oder Innovationen sind wohl nicht passiert.

Du bewirkst damit eine Entzauberung der stattgefundenen Lesung und eine Reduktion auf eine Pflicht├╝bung ohne sichtbare Ambitionen.

Der fehlende Schlips, in Deiner Wertung, schafft ein Bild, in dem die Autoren sehr versp├Ątet einem Trend hinterherhecheln, anstatt avantgardistisch zu sein.

Der Schlips folgt derzeit dem Schicksal, dem in den 60er-Jahren die Hutmode gefolgt ist: das Ende einer Konvention.

Deine Botschaft: Die Veranstaltung hat Dich nicht ├╝berzeugt.

F├╝r mich zeigt Dein Werk, wie viel Subtext in wenigen Zeilen enthalten sein kann, wie wichtig es ist, dem Leser Raum f├╝r eigene Deutungen zu geben.

F├╝r mich stellt diese Methode Neuland dar. Ich schreibe zu explizit. Dein Beitrag stellt daher f├╝r mich eine interessante und willkommene Lektion dar.

Danke!

Gr├╝├če von
Pete

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strolch
???
Registriert: Jan 2004

Werke: 14
Kommentare: 539
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es ist schon komisch, auch heute noch gibt es unterschiede, zwischen ost und west (DDR-Gebiet und BRD).

wenn wir zur lesung gehen, dann ist das f├╝r uns ein tag f├╝r uns, wir gehen vorher sch├Ân essen und dann zur lesung und das publikum ist auf das was gelesen wir und den autor fixiert. sie m├Âchten sich einlassen, auf das was kommt.

einige wenige sind da, die gesehen werden wollen, aber wenig.
bei lesungen, besucher von ├╝ber 400 leuten und das nur weil mehr nicht in den saal gehen, dass ist auch nicht ├╝berall zu finden.

lacht doch hier haben die leute sich auch feingemacht, viele m├Ąnner mit schlips, einfach, weil es, ein besonder tag ist, wo man sich schon drauf freut. oft sehr sachkundiges publikum und einige kennt man, weil sie immer wieder da sind.


ich glaube es liegt auch immer auch am autor/in, wenn sie absonderlich wirken wollen, dann wird auch das publikum so wirken wollen. denn viele autoren, bedienen dieses bild dieses poeten, warum auch immer.

ich denke, dies gedicht, gibt viele m├Âglichkeiten, der auslegung, eben aus der sicht des autoren oder des besuchers.

ich denke hier eher, es ist eine betrachtung, eines besuchers auf den poeten.

mal lesen was die anderen geschrieben haben

sch├Ânen tag brigitte

__________________
"Ich will nicht, da├č Frauen Macht ├╝ber die M├Ąnner, sondern ├╝ber sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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