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Leselupe.de > Kurzprosa
Letzter Akt
Eingestellt am 19. 11. 2006 17:59


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Mine
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2006

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Warum?

Schon seit zwei Tagen sitze ich hier unten fest. Es gibt nur schummriges Licht. Der Putz br├Âckelt von den W├Ąnden, die ├╝berall voll sind mit Blut. Blut, was schon hunderte Menschen vor mir hier lassen mussten. Die feuchte Luft stinkt nach Verfaultem und durch meine Decke tropft es.
Ich weiss nicht, was mich verr├╝ckter macht. Das ewige Tropfen auf den Betonboden, oder der Gedanke, dass ich meine Luise nie,nie wieder sehen werde.
Ich werde diese Menschen nie verstehen k├Ânnen. Wut? Nein, Wut ist es nicht. Ich verstehe nur diese Dummheit und Sturheit nicht, wie man anderen Menschen so etwas antun kann.
Erst neulich habe ich mich mit meinem Schatz verlobt.Wir wollten doch vier Kinder.
Heute morgen h├Ârte ich, wie in der Zelle neben mir ein Neuer kam. Er wehrte sich, genauso wie ich, doch er sollte schlauer sein. Denn keinen Moment sp├Ąter h├Ârte ich schon Schreie, Schreie volle Schmerz und Leid, und Angst! Sie peitschten ihn aus und gaben ihm viele Hiebe. Immer wieder h├Ârte ich die Peitsche knallen. Immer und immer wieder. Ich w├╝nsche es keinem, so etwas angetan zu bekommen. Auch den SS-Soldaten nicht.
Aber warum leistet keiner Widerstand? Warum wurde soetwas nicht fr├╝her verhindert ? Die meisten Menschen haben Angst,Angst das ihre Familien get├Âtet werden.
Wer Widerstand leistet, kommt ins KZ hiess es vor einiger Zeit. Jetzt ist es zu sp├Ąt, das Volk l├Ąsst sich einsch├╝chtern. Doch wieso hat niemand fr├╝her Widerstand geleistet, sich widersetzt?
Vielleicht war es die Gutgl├Ąubigkeit oder einfach nur der fehlende Mut.Egal! Ich werde es nie erfahren!
Morgen muss ich sterben.

__________________
Mine

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Mine,
├╝ber jene Zeit und ihre Grausamkeit zu schreiben ist ├Ąu├čerst schwierig. Ich denke dir ist es ganz gut gelungen. Allerdings fehlen mir noch ein paar Lebenserinnerungen des/der Gefangenen. So kurz vor dem Tod l├Ąuft bekanntlich das Leben wie in einem Film vor den Augen von Todgeweihten ab. Gleich am Anfang w├╝rde ich ├╝brigens nicht nur das schummrige Licht erw├Ąhnen sondern auch die Lichtquelle.

Ich bin gespannt, ob du noch etwas mehr aus dem Text machen kannst.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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