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Leselupe.de > Humor und Satire
Lieb, knuffig, knuddelig.
Eingestellt am 11. 02. 2003 16:45


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pleistoneun
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Registriert: Apr 2002

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Bertchen hatte schon von Geburt an das Problem, besonders liebenswĂŒrdig auszusehen. Alle knuddelten ihn und fanden ihn soooo putzig und so lieb und ĂŒberhaupt.
Leider verĂ€nderten sich seine GesichtszĂŒge kaum und er sah auch noch mit 18 aus wie ein atututu blblblbl SĂ€ugling. Der Bartwuchs blieb aus, Bertchen hatte immer noch diese großen MilchzĂ€hne und die Pausbacken blĂ€hten sich noch etwas mehr auf. Auch seine KörpergrĂ¶ĂŸe von 210 cm verĂ€nderten den knuddelig-knuffigen Eindruck Bertchens kein bisschen.

Seine ganze Schulzeit wurde er von Lehrern, MitschĂŒlern und fremden Eltern in die allerliebsten Wangen gekniffen, auf den sĂŒĂŸen Hintern, oder nach dem Essen auf den buckeligen RĂŒcken getĂ€tschelt, damit ein exorbitantes BĂ€uerchen zum Vorschein kam.
Die MĂ€dchen stritten sich, wer den Knuddel-Putzi-Wutzi-Bala-Dada-Bertchen in der Pause wickeln durfte, kurz: ein Jammerleben.
Bertchen bekam sogar seine ganze Schulzeit nur die besten Noten, ohne etwas zu lernen, weil er ja sooo lieb dreinschaute.

„Es reicht“, kam Bertchen zum Schluss und startete eine kriminelle Karriere, um endlich dem Geknuddelt- und Gekniffen- und Gestreicheltwerden zu entgehen.
Er erschoss zuerst seine Eltern, nachdem er ihnen mit den lieben MilchzĂ€hnen den Schmuse-Kopf abbiss, weil sie ihn mit 20 Jahren immer noch in der Öffentlichkeit liebkosten, wie einen DreijĂ€hrigen.

Er hatte scheinbar sein Ziel erreicht, als er vor Gericht stand, aber der Richter verurteilte ihn mit den Worten: “tust du nicht immer böse sein, gell atutututu“ zu einem Klapps auf den Popo, den Richter Pedro Philister selbst ausfĂŒhrte und zu 5 Minuten Winkelstehen im Gerichtssaal.

Fortan gab sich Bertchen seinem Schicksal hin, ja setzte es sogar kommerziell um, indem er tagsĂŒber in einem Streichelzoo sein Brot verdiente und sich nachts als Profikiller abreagierte.

Seine Opfer fanden ihn ja soo putzig, lieb und knuddelig, als er ihnen Auge in Auge das Messer in den Leib rammte.

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