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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Liebe
Eingestellt am 25. 02. 2017 16:58


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Astoria
Hobbydichter
Registriert: Oct 2014

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Der zÀrtliche lila Panther

Diese kleine Raubkatze. Freundlich anzuschauen, ein liebliches Gesicht, leuchtende, funkelnde Augen, etwas verschmitzt schien sie mir. Sie schaute mich aufmerksam, ja neugierig an, als warte sie auf etwas, das nun endlich passieren wĂŒrde. Sichernd, lauernd, alle Sinne angespannt, erwartungsvoll.
Es reizte mich gewaltig, sie zu streicheln. Nur zögernd traute ich mich, doch sie ließ es geschehen, als hĂ€tte sie es erwartet oder gehofft. Ihr weiches, mattglĂ€nzendes Fell, ich war echt erstaunt wie weich und zart es war; nicht ganz glatt, wie ich es erwartet hatte, nein, leicht gewellt, fast gelockt, kleine blonde Kringelchen, wie die Fangarme einer Krake schlĂ€ngelten sich um meine Finger. Es fĂŒhlte sich wunderbar an, faszinierend. Mir zitterten die HĂ€nde. Ich sprach ganz ruhig, leise und liebe Worte zu ihr. Es schien, als wĂŒrde sie mich verstehen. Sie spĂŒrte, dass ich ihr nichts Arges antun könnte, und schaute mich nur stumm mit ihren treuen, aber blitzenden und doch lĂ€chelnden Augen an. Sie erwiderte den Sinn meiner Worte weder mit einem Mucks noch einem Laut. Ich schickte mich an, ihre Pfote, die sie mir entgegenstreckte, zu streicheln, und sie ließ es geschehen, als wenn sie es als liebevolle BerĂŒhrung, ja als Zuneigung empfand; so, als hĂ€tte sie darauf gewartet. Mir schien es, als wĂŒrde sie meine zĂ€rtliche NĂ€herung genießen, denn sie gab ein zartes, ein friedvolles, zufriedenes Schnurren von sich. Offensichtlich empfand sie meine NĂ€he als wohltuend und anregend.
Ich streichelte und kraulte immer wieder ihr schönes weiches Haar; berĂŒhrte und liebkoste ihr zartes Pfötchen. Die Krallen spĂŒrte ich nicht, denn diese hatte sie eingezogen, und benutzte sie wohl nur um Beute zu fangen und festzuhalten. Hatte sie mich schon gefangen? Sie legte ihr Pfötchen auf meine Hand. Wollte sie sich bei mir einschmeicheln? Ich empfand das prickelnd, warm, erregend. Ist das ein Beweis des Zutrauens, gar des Vertrauens? Kann ein junges KĂ€tzchen so fĂŒhlen? Ich war mir sicher, dass sie es fĂŒhlt. Es war wie ein Wunder. Nach einiger Zeit merkte ich, dass sich in ihr eine langsam steigernde innere Unruhe entwickelte, als wĂ€re es ihr nun schon etwas zu langweilig; das dauernde Streicheln, das Betrachten, Auge in Auge, das liebevolle LĂ€cheln und Reden. Sie begann etwas deutlicher zu schnurren und kam mit ihrem zarten, freundlichen Gesicht nĂ€her an mich heran, immer nĂ€her, ganz nah. Ich spĂŒrte ihren heißen Atem. Es verblĂŒffte mich schon gar nicht mehr, dass ich keinen hĂ€sslich stinkenden modrigen Atem aus dem Rachen meiner kleinen Raubkatze roch. Nein, es duftete sĂŒĂŸ, gefĂ€hrlich, verfĂŒhrerisch. Mir stockte der Atem. Wir waren uns ganz nah gekommen. Sehr nahe. Es war fast schon wie Schmusen und KĂŒssen. Da sah ich plötzlich in ihren Augen ein heftiges, bedrohliches Funkeln. Sie war voller Spannung, als wolle sie im nĂ€chsten Moment aufspringen. Das Schnurren wurde spĂŒrbar deutlicher, ihr Atem heftiger. Auch ich bemerkte in mir eine starke innere Erregung, ich hatte aber keinerlei AngstgefĂŒhle im Gegenteil. Mich ĂŒberkam das immense Verlangen, ihr immer nĂ€her zu kommen. Schließlich und endlich umarmten, liebkosten und kĂŒssten wir uns stĂŒrmisch bis in die spĂ€te Nacht hinein. HĂ€tten wir es nicht getan, ich glaube, sie hĂ€tte mich gefressen. So heiß waren ihr Atem und unsere Lust. Na, was soll ich noch weiter sagen. Wir sind nun schon ĂŒber 60 Jahre miteinander verheiratet. Ist das nicht ein wundervolles Wunder?
Aber warum lila? Was soll diese rÀtselhafte Deutung? Das habe ich mich auch gefragt und gewundert. Aber es passte irgendwie. Es war exotisch. UnerklÀrlich! Eben ein wahres Wunder.
Mir wurde bewusst, was es heißt: „Das Leben besteht nicht nur aus den Momenten, in denen wir atmen, sondern auch aus Momenten in denen wir atemlos sind.“
Solche Momente grenzen oft an Unfassbares, Erstaunliches, UnerklÀrbares, Unbegreifliches.
Eben an ein Wunder, an Liebe

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Choricillo
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2017

Werke: 1
Kommentare: 75
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Strange...

Ich habe den Text nur ĂŒber flogen. Grund: Fehlende AbsĂ€tze machen das Lesen anstrengend. So blieb nur der Eindruck es mit einer mit einer bizarren Story zu tun zu haben, die vielleicht in ein anderes Forum gehört.

LG
__________________
It always seems impossible until it's done (Nelson Mandela)

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