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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Liebe auf den zweiten Blick
Eingestellt am 24. 08. 2017 19:26


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Meeresbrise
Hobbydichter
Registriert: Aug 2017

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Kapitel 1



Claire Fergison wohnte in New York im Stadtteil Boston. Claire Fergison ist geborene Kanadierin. Sie hat langes braunes Haar, strahlende blaue Augen und eine Figur, worum sie jede Frau beneideten. Auch hat sie eine gro├če Schwester namens Teresa. Die Anwohner der Region Vancouver liebten jedoch Claire sehr, weil Claire solch eine liebevolle mitf├╝hlende Art hatte. Daher war Teresa auch immer eifers├╝chtig auf Claire. Teresa ging auch davon aus, dass Claire ihrer Schwester ihre sich stetig wechselnden M├Ąnner ausspannte, wie zum Beispiel Ben, dabei f├╝hlte er sich nur wegen ihrer Sch├Ânheit und ihrer Art zu Claire hingezogen, jedoch gab Claire Ben zu verstehen, dass sie ihn nicht liebte und dass sie wegen ihm Streit mit ihrer Schwester hab und das war bei jedem Freund von Teresa so. Jedoch war das Ben und auch den anderen M├Ąnnern egal. Teresa glaubte Claire nie, dass sie sich nicht f├╝r die M├Ąnner interessierte, daher herrschte nach einigen Jahren Krieg zwischen ihnen und Claire beschloss Kanada zu verlassen und nach New York zu ziehen.


Das musste sie jedoch erst einmal ihrem besten Freund mitteilen, was ihr sehr schwerfiel, da sie dicke Freunde geworden sind, nachdem Jacob White Claire vor einem Grizzlyb├Ąren gerettet hatte. Jacob lebte in einem Holzhaus ohne Strom und flie├čenden Wasser. Das Wasser muss er in der N├Ąhe seines Hauses in einem See aufnehmen. Wenn in den eiskalten Wintern der See zugefroren ist, dann f├Ąhrt Jacob ins Dorf um Wasser und Vorr├Ąte zu kaufen. Aber er ist nicht gerne gesehen im Dorf, weil er lieber abgeschieden mit den Tieren und in der Ruhe wohnt. Claire und Jacob sind kein Paar, daf├╝r ist der Altersunterschied zu gro├č. Bei ihm lichtet sich schon das blonde Haar, jedoch hat er genauso stahlblaue Augen wie sie und die Liebe zur Natur verbindet sie. Jedoch k├Ânnte Claire wie Jacob nicht Jahr f├╝r Jahr ohne technische Ger├Ąte leben und sie braucht auch eine Stadt um sich herum.

Jetzt war Fr├╝hling und sie suchte Jacob auf. Meistens stand er mit der Angel am See um Lachs zu fangen. Er konnte schon die Unterschiede wahrnehmen, wenn es um Ger├Ąusche ging. Ob es sich um ein Tier oder einen Menschen handelte. Wenn Jacob Claire sah, waren ihm die Lachse egal. Er lie├č sofort die Angel fallen und bewegte sich auf das steinige Gel├Ąnde zu ihr entgegen, da er nicht wollte, dass Claire auf den unebenen Steinen ausrutschte. Wenn Claire Jacob sah, verga├č sie sofort den Streit zwischen ihrer Schwester und ihr. "Hey. Sch├Ân, dass du wieder da bist", freute sich Jacob und umarmte sie herzlich. "Ich freue mich auch, dich zu sehen. Was machen die Lachse und die Schnitzereien?" Jacob l├Ąchelte, weil Claire die einzige war, die sich f├╝r ihn und seine Holzschnitzereien interessierte. "Es wird. Damit habe ich ja erst begonnen. Hast du dich wieder vertragen mit deiner Schwester?" Frieden war Jacob sehr wichtig, jedoch kannte er das Problem zwischen Claire und Teresa.

Claire senkte den Kopf und Tr├Ąnen liefen ihr ├╝bers Gesicht. Aber nicht wegen ihrer Schwester, sondern weil sie jetzt Jacob die traurige Nachricht ├╝berbringen musste, dass sie wegzieht. "Teresa ist f├╝r mich gestorben. Wir streiten uns nur noch und Mom h├Ąlt auch nur noch zu Teresa. Ich bin die Ausgeschlossene. Ich w├╝rde angeblich ihre Lover wegnehmen, dabei stehe ich gar nicht auf sie und gebe den Herren das auch zu verstehen und auch meiner Schwester, aber sie glaubt, weil ich so h├╝bsch bin und die Anwohner mich wegen meiner Art lieben, w├╝rde ich ihre M├Ąnner ausspannen." Jacob ├╝berreichte ihr ein Tuch und tr├Âstete sie."Das ist wirklich eine Unterstellung. Hier ist genug Platz." Jacob machte ihr tats├Ąchlich das Angebot bei ihm einzuziehen. "Danke, aber ich brauche auch etwas Leben um mich herum, nicht nur Stille." Jacob lebte schon so lange in der Ein├Âde, jedoch wollte er es ihr nicht nehmen.


"Jacob, ich wei├č nicht wie ich es sagen soll. Ich habe meine Stelle in der Stadt gek├╝ndigt und einen Job in New York in Aussicht. So kann ich Abstand von meiner Familie nehmen. Aber ich werde dich, wenn es mir m├Âglich ist, besuchen und dir schreiben wie es dort so ist. Ich habe es mir lange ├╝berlegt, aber ich muss weg. Ich hoffe, wir bleiben weiterhin Freunde? Ich habe dich sehr lieb und m├Âchte dich nicht verlieren", k├Ąmpfte sie mit den Tr├Ąnen.


Das war f├╝r Jacob ein Schlag ins Gesicht, jedoch konnte er Claire auch gut verstehen und er wollte ihr keineswegs im Weg stehen. "Du bist noch jung. Ich will dir nicht im Weg stehen. Geh deinen Weg Claire. Bis du in mein Leben tratest, hatte ich auch keine Freunde. Ich werde immer in Gedanken bei dir sein und ich bin dir nicht b├Âse." Mit dieser Antwort hatte Claire nicht gerechnet und sie umarmten sich. "Wann f├Ąhrst du?", fragte Jacob gefasst. "Morgen. Verabschiedest du mich dann noch am Flughafen oder sollen wir es jetzt machen?" "Isst du mit mir noch gegrillten Lachs. Wir verabschieden uns besser hier, ich wei├č nicht, ob ich komme." W├Ąhrend des Essens schwiegen sie Beide und hingen ihren Gedanken nach. Jacob half ihr im Mondschein noch den Weg hoch. Er brauchte keine Taschenlampe und dort umarmten sie sich nochmals herzlich und zum Abschied sagte er: "Pass auf dich auf und verzichte auf Briefe. Der Postbote kommt sowieso nicht gerne zu mir und ich m├Âchte nicht, dass im Dorf ein Gerede um geht, dass eine junge Frau mit einem Ein├Âder befreundet ist. Hier, das ist ein Gl├╝cksbringer." Jacob gab ihr einen Kuss auf die Stirn und bat sie jetzt zu gehen.

Ihrer Familie war es egal, dass sie wegging. Teresa schien es sogar zu gefallen, dass Claire endlich ging, da sie ja angeblich an allem Schuld sei besonders daran, dass ihre M├Ąnner sich nicht mehr f├╝r sie interessierten und Mom war es auch egal, was sie tat, daher verabschiedete sie sich am n├Ąchsten Morgen auch nicht bei ihrer Familie die sie durch und durch hasste.
Jacob kam nicht mehr zum Flughafen um sie zu verabschieden, das konnte sie sich jedoch denken, aber sie hatte sich ja auch von ihm verabschiedet. Trotzdem w├Ąre es sch├Ân gewesen, sein Gesicht noch einmal zu sehen.




Kapitel 2


Claire arbeitete jetzt nun schon einige Zeit f├╝r Mike Peterson ihren Chef. Sie lebte sich schnell in New York ein, womit sie nicht gerechnet hatte, denn New York ist riesig im Vergleich zu Vancouver. Durch ihre viele Arbeit konnte sie auch nicht zu sehr um ihren besten Freund Jacob trauern und abends war sie zu m├╝de. Auch heute an diesem sommerlichen Montagmorgen machte sich Claire auf den Weg zur Arbeit wie jeden Morgen. Zuerst gr├╝├čte sie den Portier in der Empfangshalle. Er redete immer ein paar S├Ątze mit ihr, da er sonst nichts zu reden hatte, da er Witwer war. Wie gerne h├Ątte sie Jeremy mit Madeleine, ihrer Nachbarin schon verkuppelt, aber Madeleine blieb im Umkreis ihrer Wohnung und ertrug den L├Ąrm und die gestressten Leute mit ihren Handys nicht um sich herum. In Madeleine fand sie einen Ersatz f├╝r Jacob, wobei sie wesentlich ├Ąlter war wie Jacob. Jacob h├Ątte ihr Sohn sein k├Ânnen. Madeleine lie├č die Eink├Ąufe kommen, auch wenn sie keine gebrechliche Person war. Nur sonntags begab sich Madeleine in den Central Park, da war er nicht so ├╝berf├╝llt wie in der Woche. Jeremy wohnte mitten im Stadtviertel von Boston und schien sich an das Treiben gew├Âhnt zu haben. Claire w├╝nschte Jeremy einen sch├Ânen Tag und fuhr mit dem Fahrstuhl in die Kanzlei ihres Chefs.

Bevor sie sein B├╝ro betrat, kochte sie f├╝r ihn einen schwarzen Kaffee und sie sa├čen ein wenig zusammen was an jenem Tag anstand. Claire klopfte an die T├╝r ihres Chefs Mike Peterson. "Guten Morgen", gr├╝├čte Claire ihren Chef. "Bitte setzen Sie sich." Mike machte eine lange Pause, bevor er fort fuhr: "Ich gehe ab morgen in Rente, obwohl ich einmal gesagt habe, ich werde solange arbeiten bis ich sterbe, da ich meinen Beruf liebe. Aber meine Frau liebe ich doch mehr wie meinen Beruf. Sie braucht mich. Sie ist sehr krank." "Das tut mir leid." Claire war entsetzt, dass es Mikes Frau, Grace, so schlecht erging, aber sie wollte nicht zu neugierig sein und fragte nicht n├Ąher, was seine Frau hat. "Sie m├╝ssen sich um ihren Arbeitsplatz keine Sorgen machen, ich habe mich bereits vor einiger Zeit darum gek├╝mmert. Morgen m├╝ssen Sie sich jedoch auf mehr Arbeit einstellen, da Sie f├╝r mehrere Anw├Ąlte arbeiten." Mike redete und redete und Claire hatte keine Worte. "Es ist hier im selben Haus, nur eine andere Etage, also haben Sie es nicht weit. Melden Sie sich bei Mary Jackson an, sie wird Sie dem entsprechenden Anwalt zuteilen. Dass meiste hatte ich eigentlich gestern Abend bereits erledigt, Sie k├Ânnen auch nach Hause und sich auf den Tag f├╝r morgen einstellen.

Was ich noch mitteilen muss, Hosen sind nicht erlaubt, nur dezente Kleider und R├Âcke. Alles Gute f├╝r Sie." Claire musste ihren Chef umarmen, denn ihr tat Mike und seine Frau richtig leid. Sie hoffte, dass sie sich bei der neuen Kanzlei genauso schnell einleben lassen w├╝rde wie sie es bei Mike tat.

In Gedanken versunken stie├č sie in der Empfangshalle mit einer Person zusammen und sie entschuldigte sich sofort. Dieser schaute sie l├Ąchelnd an und fragte Claire, ob sie zusammen einen Kaffee trinken gehen k├Ânnten. "Vielleicht ein andermal, jedoch habe ich heute keine Zeit." Sie fragte sich, ob das unh├Âflich war, das abzulehnen, sich umzudrehen und zu gehen, denn er war ein echter Gentleman und sah auch noch gut aus mit seinen dunkelbraunen Augen und Haaren, seinem gepflegten Anzug und seinem verschmitzten L├Ącheln, aber sie hatte keinen Kopf mit einem Mann einen Kaffee zu trinken, wenn sie am n├Ąchsten Tag woanders arbeiten musste. Daf├╝r gingen ihr zuviele Dinge durch den Kopf.


Kapitel 3

Claire hatte eine unruhige Nacht. Selbst das aufmunternde Gespr├Ąch mit Madeleine half ihr nicht wirklich. Sie f├╝hlte sich, als w├Ąre sie eine Auszubildende, dabei war sie bereits ausgelernte Sekret├Ąrin. Sie musste jetzt nur in einer anderen Kanzlei arbeiten, weil Mike wegen seiner Frau in Rente ging, was sie nat├╝rlich auch vern├╝nftig fand. Hosen waren nicht erlaubt. Sie stand vor dem Kleiderschrank und stellte fest, dass sie gar nicht soviele dezente R├Âcke und Kleider besa├č und sie noch welche kaufen musste. Aber f├╝r den ersten Tag fand sie ein schlichtes wei├čes Sommerkleid. Sie flechtete ihre Haare noch zu einem Zopf, trug etwas Schminke auf und machte sich auf den Weg zur neuen Kanzlei namens Jackson / Specter / Miller. In der Empfangshalle fragte Claire Jeremy in welcher Etage sich diese Kanzlei befand. Er wusste gar nicht, dass Mike seine Kanzlei schloss geschweige dass er verheiratet war.

Claire stieg mit zitternden Beinen in den Fahrstuhl, stieg aus und blieb vor dem Fahrstuhl stehen. An der Wand standen die Namensschilder Jackson / Specter / Miller. Also ist sie in der richtigen Etage ausgestiegen. Daran musste sie sich wohl erst gew├Âhnen, dass sie ab jetzt in solch einer gro├čen Kanzlei arbeitete und man sie auch sah. In Mikes B├╝ro war sie f├╝r sich gewesen. Sie konnte nicht sehen, was ihr Chef oder sie arbeitete, da es keine Glast├╝ren gab. Hier gab es keine Privatsph├Ąre. Eine dunkelh├Ąutige gro├če schlanke Frau kam auf sie zu fragte: "Sie m├╝ssen Claire Fergison sein. Mike Mattson hatte mich gestern benachrichtigt, dass Sie heute kommen werden. Wie lange haben Sie f├╝r ihn als Sekret├Ąrin gearbeitet?" "Ich habe schon nicht mehr gez├Ąhlt, jedoch lange." "Dann wird es eine Weile brauchen bis Sie auf eine gro├če Kanzlei umgestellt haben nehme ich an. Nancy", rief Frau Jackson eine junge Frau zu sich her. "Nancy ist unsere Rechtsanwaltsgehilfin. Sie wird Ihnen helfen, wie unser Programm funktioniert auf den PCs und wird Sie mit unseren Anw├Ąlten bekannt machen. Sie werden vorwiegend f├╝r Herr Specter arbeiten, der ist jetzt jedoch noch au├čer Haus." Mit ihren High Heels verabschiedete sie sich von Caire und ├╝berlie├č Nancy das Reden.
"Dann kommen Sie einmal mit". Ein herrscher Tonfall herrschte hier, fiel Claire auf. Vielleicht Nancy nicht so hart, weil sie ja keine Auszubildende war, aber sonst war alles anders wie bei ihrem fr├╝heren Chef. Sie wurde Herr Miller vorgestellt.

Er schien sehr entz├╝ckt von Claire zu sein, denn er setzte ein extrem breites L├Ącheln auf, stellte sich schief auf und er dachte anscheinend, sie w├╝rde ihn daf├╝r k├╝ssen. Als Nancy nun mit Claire zu ihrem Schreibtisch kam sagte die: "Sie m├╝ssen sich daran gew├Âhnen, dass Herr Miller hier unser Spa├čvogel ist. Vielleicht wird es bei Ihnen anders sein, aber man muss solange arbeiten, bis der Chef sagt man kann gehen und das kann manchmal nach einundzwanzig Uhr werden, zumindest bei Herr Specter." Claire musste all das erst einmal verdauen. Solange arbeiten? Wo ist sie da nur gelandet? "Ich habe Ihnen alles eingerichtet, versuchen Sie es einfach, sonst melden Sie sich bitte einfach bei mir."


Da Claire nicht wusste, was sie tun sollte und niemand ihr einen Auftrag gegeben hatte blieb sie erst einmal sitzen ohne etwas zu tun. Eine Minute sp├Ąter rief Mary sie in ihr B├╝ro. Sie kam sich wirklich so vor, als w├╝rde sie von hier nach da gestupst werden und sei eine Azubi statt eine Sekret├Ąrin. Claire stand in Marys B├╝ro und sagte: "Ich stelle Ihnen Gabriel Specter vor. F├╝r ihn werden Sie arbeiten. Gabriel das ist Claire Fergison. Von ihr habe ich dir erz├Ąhlt." Ihre Blicke trafen sich und Claire erinnerte sich jetzt, dass es doch dieser Mann war, der sie am Tag zuvor zum Kaffee trinken einladen wollte. Auch er erinnerte sich an sie, wie sie sein Angebot ausgeschlagen hatte mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen. "Sehr erfreut", gr├╝├čte Gabriel Claire freundlich. Claire nickte nur. "Dann kommen Sie mal mit. Ich hoffe, Nancy hat Ihnen alles gezeigt." Leise bejahte sie es.

Claire sollte in sein B├╝ro und er dr├╝ckte Claire Akten in die Hand, welche sie bearbeiten sollte, aber sie konnte sich mit den Akten noch gar nicht richtig besch├Ąftigen und wusste nicht, was sie machen sollte. Als Claire ihn fragend ansah wurde Gabriel bewusst, dass seine neue Sekret├Ąrin gar nicht die Akten kannte, da sie erst eine Stunde da war. "Setzen Sie in dem Insolvenzverfahren Brown eine Klage auf, rufen Sie Herrn Saywer an, ob er heute Zeit h├Ątte f├╝r ein Gespr├Ąch und diese Schrifts├Ątze auf dem Band m├╝ssen heute noch raus. Lassen Sie ruhig die T├╝r aufstehen." Claire verdrehte die Augen, als sie ihrem jetzigen Chef den R├╝cken zudrehte und zu ihrem B├╝rotisch ging. Sie fragte sich, ob sie sich hier in der riesigen Kanzlei jemals einleben w├╝rde. Einzige Bezugsperson ihrerseits war die Gehilfin Nancy und der andere Anwalt, der sie ├╝berschw├Ąnglich begr├╝├čte. Aber es war ihr erster Tag, da konnte sie nicht erwarten, dass sie mit Handkuss empfangen wird.

Es war mittlerweile recht sp├Ąt am Abend und eigentlich war sie fertig mit ihren Arbeiten und es schien, dass er mit ihr zufrieden war. Sie wollte Herrn Specter fragen, ob sie gehen k├Ânnte, da zu Hause ihr Hund wartete, den sie sich mittlerweile zugelegt hatte. Gerade als sie sich vom Stuhl erhob, riss ihr Chef die T├╝r auf, bat Claire da zu bleiben und w├╝tend suchte er ein anderes B├╝ro auf und schrie diese Person an. Es schien wohl der andere Anwalt zu sein, wo sie mittlerweile den Namen vergessen hatte. Gereizt sagte er Claire sie k├Ânne gehen und ihren Feierabend genie├čen. Claire lehnte sich in den T├╝rrahmen und fragte, ob sie helfen k├Ânnte. Er schaute auf und sch├╝ttelte den Kopf. Was sie jedoch noch loswerden musste war: "Herr Specter, egal wer Sie aufgeregt hat und ich wei├č nicht was vorgefallen ist, entschuldigen Sie sich bitte f├╝r Ihren Ausraster." Er bat Claire nochmals inst├Ąndig zu gehen und sagte nichts zu ihrer Bitte.


Kapitel 4

Claire entschuldigte sich bei Madeleine, weil sie solange auf ihren Hund Skoty aufpassen musste und erkl├Ąrte wie die Dinge standen. Claire wollte Skoty in eine Hundepension bringen, jedoch lehnte Madeleine ab, da sie froh sei, dass es Skoty gab und es ihr nichts ausmachte, sich um Claires Hund zu k├╝mmern. Claire war erleichtert. So konnte sie ruhigen Gewissens arbeiten gehen.
Herr Specter wollte am n├Ąchsten Morgen gerade sich bei Claire beschweren, jedoch kam seine Vorgesetzte Mary ihm zuvor und erkl├Ąrte, dass sie Frau Fergison bat, erst gegen acht Uhr auf der Arbeit zu erscheinen. "Ich m├Âchte, dass Sie ab morgen fr├╝her kommen", bat er sie ernst. Als Claire Mary ansah, hob die nur die Schultern. "Wenn er das so m├Âchte, dann kommen Sie morgen fr├╝her," antwortete Mary.

Mittlerweile kam Claire mit Herr Specters Charakter zurecht. Sie lie├č sich auch nie etwas zu schulden kommen und wenn n├Âtig, half sie ihm bis tief in die Nacht hinein, daher bat er ihr auch das DU an und sie ebenso. Aber h├╝bsch sein ist nicht alles. Als Beziehungspartner k├Ânnte sie sich Gabriel nicht vorstellen, daf├╝r ist er zu eitel und denkt zu hoch von sich und vor allem will er nie verlieren. An diesem Abend dankte er ihr wieder, dass Claire solange f├╝r sie da war. Claire nickte nur und verlie├č die Kanzlei mit einem L├Ącheln. Ein paar Meter von der Kanzlei entfernt, kamen drei M├Ąnner auf sie zu.
Einer musste von ihnen der Chef gewesen sein und die anderen seine Handlanger. Und diese hielten sie fest und zogen sie in eine dunkle Sackgasse. Claire konnte alle drei M├Ąnner nicht gut erkennen, jedoch wusste sie, dass ihr irgendwelche Strafe drohte, wenn sie f├╝r diese Typen nichts tat. "Sie arbeiten f├╝r Herrn Specter." Angsterf├╝llt nickte sie. "Er schuldet mir noch zehntausend Dollar, die er jedoch nicht mehr aufbringen m├Âchte, da er ein feiner Anwalt ist. Er muss das Geld noch irgendwo aufbewahren. Ich gebe Ihnen zwei Tage, sonst rufe ich ihn an, dass die Kanzlei zugrunde gehen wird. Wenn Sie es ihm erz├Ąhlen wollen oder zur Polizei gehen, ist ihr Hund tot." Dann lie├čen sie Claire alleine und verschwanden in einem Ranch Rover. Diese konnten gar nicht wissen, wo sie wohnte, daher musste sie es Gabriel erz├Ąhlen. Woher sollte sie innerhalb von zwei Tagen soviel Geld aufbringen k├Ânnen.

In der Empfangshalle stand immer noch der Portier Jeremy. Er merkte, dass was nicht stimmte und fragte sie besorgt, was sie habe, aber Claire antwortete mit nichts, sondern fragte, ob Herr Specter noch im B├╝ro sei und wenn nicht, ob er seine Privatadresse h├Ątte. Jeremy gab ihr die Privatadresse, obwohl er diese nur im Notfall herrausr├╝cken sollte. Claire klopfte an Gabriels T├╝r. Er starrte sie an und hatte nur zwei Fragen, woher sie die Adresse h├Ątte und ob das nicht bis zum n├Ąchsten Tag Zeit gehabt h├Ątte.

"Darf ich rein?" Er nickte ohne eine Miene zu verziehen. "Auf dem Nachhauseweg zerrten mich drei Typen in eine Sackgasse. Der eine befahl mir zehntausend Dollar in zwei Tagen zu besorgen, da Sie sie dem noch schulden. Eigentlich sollte ich weder Sie noch die Polizei aufsuchen, aber ich wei├č mir nicht zu helfen. Wer ist das? Einen Namen sagte er nicht. Warum bringst du deine Kollegen in Gefahr und bezahlst keine Rechnungen?", fragte Claire erbost. Gabriel schaute auf seine F├╝├če, trank seinen Skotch aus und sch├╝ttelte den Kopf, dann antwortete er: "Das ist zw├Âlf Jahre her. Ich habe die Schulden meiner Schwester beglichen. Ich habe sie vertreten. Ich wusste nicht, dass sie ihm noch mehr Geld schuldete, geschweige, dass er wieder auf freiem Fu├č ist. Wahrscheinlich hatte er Freunde, die ihn mit Kaution herausholten. Ich werde das Geld besorgen. Diesem Mann muss das Handwerk gelegt werden." Claire nickte. "Du kannst heute Nacht hier ├╝bernachten, ich m├Âchte nicht, dass die Typen dir zu Hause auflauern."

Am n├Ąchsten Morgen wurde sie neben ihm im Bett wach und sie konnte sich an nichts erinnern, ob sie mit ihrem Chef richtig schlief oder nur neben ihm lag. Er lag noch auf dem Bauch und schlief. Beim Aufsetzen, um ihre Bluse anzuziehen, drehte er sich um und sagte als sei nichts gewesen: "Guten Morgen. Wir gehen besser getrennt in die Kanzlei, sonst wird noch Verdacht gesch├Âpft. Im Schrank findest du noch Frauenbekleidung von meinen alten Flammen. Diese haben sie einfach h├Ąngen gelassen." Claire ging nur eine Sache durch den Kopf und fragte wieviel passiert sei. "Nichts. Alles gut. Ricardo, mein Fahrer wird dich in zwanzig Minuten abholen. Bis gleich."

Beim Betreten der Kanzlei fiel es Nancy als erstes auf, dass sich Claire ganz anders bewegte wie die letzten Monate und etwas trug, was sie schon einmal an einer anderen Frau gesehen hatte, n├Ąmlich einer alten Freundin von Herrn Specter. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand fragte sie, ob alles gut sei. "Ja, nur meinem Hund nicht so gut. Ich habe ihn zu meiner Nachbarin gebracht, die beiden m├Âgen sich gerne." Nancy nickte nur, glaubte es ihr aber nicht. Sie glaubte eher, dass sie mit ihrem Chef ein Verh├Ąltnis hatte, wor├╝ber Mary nicht begeistert sein w├╝rde, aber jeder ist f├╝r sich selbst verantwortlich.

Claire legte ihre Handtasche auf ihrem B├╝rotisch ab und sie wollte gerade in Gabriels B├╝ro, weil er auch nach ihr winkte, jedoch im selben Moment rief Mary sie in ihr B├╝ro. "Bitte setzen Sie sich. Ich habe gerade ein Fax erhalten, wohlgemerkt ein anonymes Fax. Wenn Sie heute bis achtzehn Uhr im Central Park Richtung Nordosten nicht Ihre Kosten begleichen, wird die Person gegen unsere Kanzlei vorgehen. Wissen Sie etwas davon?" Claire wollte gerade etwas sagen, da kam Gabriel in Marys B├╝ro: "Frau Fergison hat damit nichts zutun. Sie wollen mich, erpressen jedoch sie, um an mich heran zu kommen. Ich kam mit Andy Cubot vor zw├Âlf Jahren in Kontakt als ich meiner Schwester half. Aber anscheinend schuldete sie ihm noch mehr Geld wie ich dachte. Mit Kaution muss er frei gekommen sein, denn ich sorgte daf├╝r, dass er hinter Gitter verrotten sollte." "Gabriel, dann schaff das schnellstm├Âglich aus der Welt, ich m├Âchte nicht, dass der uns der Kanzlei schadet. Tut mir leid Frau Fergison, dass ich Sie beschuldigt habe." Claire nickte erleichtert und machte sich auf den Weg zu Gabriels B├╝ro.

Claire musste sich eingestehen, dass sie, trotz dass Gabriel so wie er nun war, nun jetzt doch Gef├╝hle f├╝r ihn entwickelt hat, aber sie war sich nicht sicher, ob er genauso f├╝hlte und ob er weiterhin bei der gesch├Ąftlichen Freundschaft bleiben wollte wie sie eigentlich auch fr├╝her einmal, aber seit sie neben ihm aufwachte, konnte sie es nicht mehr.


Kapitel 5

Am Telefon des gleichen Tages erfuhr sie abends im B├╝ro, dass ihre Schwester im Sterben lag und sie so schnell wie m├Âglich kommen sollte, da Teresa sich mit ihr vers├Âhnen wollte. Claire ging auf und ab in Gabriels B├╝ro und wartete auf ihn, um ihm mitzuteilen, dass sie weg m├╝sste, auch wenn er sie br├Ąuchte. Er setzte sich auf seinen Sessel und fragte, ob noch ein Problem bestehe, denn sie k├Ânne nach Hause.

Claire nickte. "Vielleicht ist es der falsche Zeitpunkt, aber ich ben├Âtige Urlaub. Ich habe einen Anruf bekommen, dass meine Schwester im Sterben liegt." "Nat├╝rlich. Ricardo wird dich fahren. Tut mir leid f├╝r deine Schwester." Claire winkte ab und antwortete: "Ricardo muss mich nicht fahren. Ich fahre mit dem Taxi, aber Danke." Er l├Ąchelte. Am liebsten wollte sie ihm sagen, dass sie ihn jetzt schon vermisste, aber sie lie├č es bleiben.
Claire verabschiedete sich von Madeleine, streichelte Skoty ├╝ber den Kopf und sagte mit Tr├Ąnen in den Augen: "Ihr werdet mir fehlen, aber ich versuche so schnell wie m├Âglich wieder da zu sein." Dann stieg sie ins Taxi, der sie zum Flughafen brachte.

W├Ąhrenddessen wusste Gabriel nicht, wo ihm der Kopf stand. Er brachte alle Termine durcheinander, verga├č sogar einen Gerichtstermin. Nancy, eines der vielen Rechtsanwaltsgehilfen entdeckte Gabriel auf der Damentoilette. Er hatte sich dort noch nie verirrt. Er war ein feiner Mann mit Manieren und sie konnte sich nicht erinnern, dass sie Herr Specter ├╝berhaupt jemals so sah wie heute. Sie konnte den Anblick nicht ertragen und suchte seinen besten Freund, Harry Miller auf. Sie hatte vergessen anzuklopfen und nicht dar├╝ber nachgedacht, dass Herr Miller vielleicht Mandanten haben k├Ânnte. "K├Ânnen Sie nicht anklopfen?", fragte Harry erbost. "Es tut mir leid Herr Miller. Ich wusste nicht an wen ich mich wenden soll, Sie verstehen sich doch gut mit Herr Specter." Harry nickte, obwohl das nicht immer stimmte. Nancy berichtete ihm wie sie Herr Specter vorfand. Harry sprang sofort vom B├╝rosessel hoch und wollte zur Damentoilette eilen, aber da war er nicht mehr. "Ich denke, er hatte eine Panikattacke", sagte Nancy.

Mit seinem breiten Gesicht, den Z├Ąhnen die aussahen wie von einem Hasen, seinem viel zu eng geschnittenen Anzug und dem dicken B├Ąuchlein eilte Harry ins B├╝ro von seinem Freund Gabriel. Dieser sa├č auf seinem B├╝rosessel und studierte eine Akte. "Harry, was willst du? Ich habe viel zu tun. Wie du siehst, geht es hier drunter und dr├╝ber, seit Claire weg ist." Harry schaute ihn ├╝berrascht an und wollte gerade fragen, da erz├Ąhlte es Gabriel ihm. "Ach die Arme. Dann musst du eine Vertretung einstellen, bis Claire wieder da ist." Gabriel nickte und wandte sich dann wieder seiner Akte zu und Harry verlie├č das B├╝ro und suchte Nancy auf: "Ich konnte nichts feststellen das er eine Panikattacke haben k├Ânnte. Er sitzt wieder in seinem B├╝ro und arbeitet. Aber ich kann ja etwas auf ihn aufpassen. Danke, dass Sie mich geholt haben, aber demn├Ąchst anklopfen." Nancy nickte schweigsam.

Ohne Gabriel zu fragen, stellte Harry eine neue Sekret├Ąrin ein und gerade als Harry ihr die Sachlage erkl├Ąrte, st├╝rzte Gabriel auf seinen Freund los und fragte ihn, was er da machte, er h├Ątte ihn nicht darum gebeten. Vor allem hatte sie extreme ├ähnlichkeit mit Claire, au├čer dass sie etwas f├╝lliger war, ihr Kleidungsstil mehr zu Harry passte und lockiges Haar. Sonst schien sie genauso zu sein wie Claire. "Du bringst Samantha Smith in eine unangebrachte Situation", versuchte Harry Gabriel zu beruhigen. "Ich kann auch wieder gehen", sagte sie leise. "Nein!", antwortete Gabriel bestimmt. "Ich brauche ja eine Sekret├Ąrin. Es geht nur darum, dass er es hinter meinem R├╝cken getan hat. Bitte bleiben Sie." Samantha nickte l├Ąchelnd. Harry wollte sich wieder in den Vordergrund dr├Ąngen und ihr alles zeigen und sie herumf├╝hren, aber Gabriel hielt ihn fest: "Das ├╝bernehme ich."

Mit einigen Turbulenzen ist der Flug nach Vancouver gut verlaufen. Am Flughafen standen ihre Mom in Schwarz gekleidet und einige Freunde. Ihre Mom entschuldigte sich f├╝r ihr unangebrachtes Benehmen die ganzen Jahre als sie zu Hause wohnte. Claire stellte fest, dass sich nichts ver├Ąndert hatte seit sie weg war. Der kleine Ort in Vancouver war immer noch klein und gem├╝tlich. Ihre Mom f├╝hrte Claire in Teresas Kinderzimmer. Dort wollte sie sterben. Claire erkannte ihre Schwester kaum noch. Sie war kreidebleich, sie war total abgemagert und sie schaute sie mit glasigen Augen an. Claire wollte ihr das Reden verbieten, jedoch wollte sie reden, auch wenn es ihr schwerfiel: "Ich habe Magenkrebs. Ich bin froh, dass du gekommen bist. Ich m├Âchte mich entschuldigen f├╝r mein Benehmen. Nat├╝rlich hast du mir niemanden ausgespannt. Ich war nur so eifers├╝chtig auf dich gewesen, weil jeder dich liebte wegen deiner Art und weil du so h├╝bsch bist." Claire senkte den Kopf, streichelte ihre magere Hand und antwortete: "Daf├╝r konnte ich jedoch nichts." "Bist du in New York gl├╝cklich? Gibt es einen Mann?" wollte Teresa wissen. Claire nickte verliebt und bejahte es. "Ich habe nur leider kein Foto, kann ihn dir aber beschreiben." Teresas letzten Worte waren: "Werde gl├╝cklich und ich habe dich immer geliebt." Dann starb sie.

Paar Tage sp├Ąter war die Beerdigung. Claire hatte nicht damit gerechnet, dass soviele zur Beerdigung kommen w├╝rden, schlie├člich war Teresa recht ungerecht zu ihr gewesen. Claire blieb noch ein paar Tage bei ihrer Mom und ├╝berlegte, ob sie Jacob jetzt besuchen sollte oder dann nochmal extra kommen sollte, denn sie nahm sich vor, jetzt sowieso ├Âfters zu ihrem Heimatort zu kommen, weil ihre Mom ganz alleine war. Dann k├Ânnte sie auch irgendwann ihrer Mom Gabriel vorstellen, wenn es soweit war. Sie entschloss sich, erst beim n├Ąchsten Besuch Jacob zu besuchen, da sie jetzt sowieso zu kurz angebunden w├Ąre und wieder schnell zur Arbeit musste.


Kapitel 6


Eine Woche sp├Ąter stand vor Gabriels B├╝rot├╝r ein grauhaariger Mann, recht abgemagert und Samantha wusste ├╝berhaupt nicht, wie sie all seine Fragen beantworten sollte. Gabriel erschien kurz darauf und schaute Samantha verwundert an, wer das sei. "Ich bin Herr Mattson. Sind Sie Frau Fergisons Vorgesetzter? Ich habe eigentlich mit einer Mary gesprochen." "Ich bin ihr Chef von Frau Fergison. Sie m├╝ssen mit Mary Jackson meiner Vorgesetzten gesprochen haben. Frau Fergison hat Urlaub." Mike nickte erleichtert. "Wo finde ich das B├╝ro?" Gabriel brachte Herr Peterson zu Mary und diese freute sich ├╝ber dessen Besuch.

"Was f├╝r eine ├ťberraschung. Setzen Sie sich doch bitte. Danke Gabriel." Gabriel schloss hinter sich die T├╝r und fragte sich, was dieser Herr bei ihnen machte und warum er nach Claire fragte. "Was f├╝hrt Sie zu mir?" "Meine Frau ist leider verstorben, aber ich kann jetzt nicht einfach zu Hause ohne etwas zu tun rum sitzen. Ich habe in Orlando eine Kanzlei er├Âffnet und wollte fragen, ob ich wieder meine Sekret├Ąrin zur├╝ck bekommen kann, denn wir waren einmal ein gutes Team gewesen. Wie ich sehe, haben Sie kurzfristig eine Vertretung eingestellt bis Frau Fergison wieder aus ihrem Urlaub zur├╝ck ist. Sie k├Ânnen das ja mit ihrer jetzigen Sekret├Ąrin kl├Ąren, ob sie m├Âchte, l├Ąnger f├╝r Herrn Specter und die Kanzlei zu arbeiten." "Ich werde mich darum k├╝mmern. Auf Wiedersehen und ich werde Sie und Frau Fergison informieren." Sie verabschiedeten sich am Fahrstuhl und Gabriel schlenderte mit seinen H├Ąnden in den Hosentaschen zu Mary und fragte: "Um was sollst Du Dich k├╝mmern?" "Ob Frau Smith bereit ist, immer hier zu bleiben, da Herr Mattson wieder Frau Fergison in seinem Team haben m├Âchte." Gabriel versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, aber dass Mary ├╝ber seinen Kopf hinweg entschied, ob er geschweige Claire ├╝berhaupt damit einverstanden w├Ąre, dass w├╝rde er ihr nicht verzeihen.
"Frau Smith, verschieben Sie alle Termine. Ich habe einen Ausw├Ąrtstermin, der sich kurzfristig ergeben hat. Wenn Frau Jackson fragt, Sie haben keine Ahnung." Samantha nickte stumm.

Claire war gerade erst in ihrer Wohnung, wollte sich von ihrem langen Flug erholen, da klingelte es an der Haust├╝r. Schnaubend ├Âffnete sie. Ricardo stand in der T├╝r und bat sie mitzukommen, Gabriel wollte sie sehen. Er gab ihr zum Umziehen zwanzig Minuten. Auf Claires Frage, was denn so eilig w├Ąre, gab Ricardo keine Antwort. An der Sprechanlage sagte Ricardo, dass Claire da sei. Sie stellte sich in den Fahrstuhl und Ricardo dr├╝ckte den Knopf.
L├Ąssig stand Gabriel im T├╝rrahmen, zog sie in seine Wohnung und sah sie an. "Es tut mir leid. Sicherlich kamst Du erst nach Hause, aber..." Er wollte und konnte nicht weiter reden. Dr├╝ckte sie an seine Wand, zog ihr die Jeans und Bluse aus, hob sie hoch und legte sie auf sein Bett wo Claire schon einmal wach geworden ist, sie sich jedoch an nichts erinnern konnte. Ohne sich dar├╝ber Gedanken zu machen was Claire da tat und was da gerade im Moment geschah, zog sie ihn aus und sie hatten hei├čen Sex. Sp├Ątabends wurde sie wach, Gabriel trank anscheinend Alkohol und stand auf der Dachterrasse. So wie die Wohnung aussah, musste er eine Haushaltshilfe haben, denn wenn er noch solange im B├╝ro war, konnte sie sich schwer vorstellen, dass er dann noch Lust und Zeit hatte seine Wohnung zu pflegen.
Eine offene K├╝che, ein schwarzes Ecksofa und Fenster so weit das Auge reichte ohne Jalousien oder Gardinen. Auf dem Boden lagen ihre Kleidungsst├╝cke. Sie zog nochmals ihren Schl├╝pfer, BH und erst einmal ihre Bluse an und suchte auch die Dachterrasse auf. Lehnte ihren Kopf an seine Schulter und schaute auch auf New York in der Nacht.

Er drehte sich zu ihr um und antwortete: "Heute Morgen suchte ein Herr Peterson Marys B├╝ro auf. Nach dem Tod seiner Frau m├Âchte er dich wieder in seinem Team haben. Er arbeitet wieder. Ich soll Frau Smith behalten, die Harry kommen gelassen hat als Vertretung. Ohne mich oder dich zu fragen, ob wir damit einverstanden sind, bem├╝ht sich Mary morgen darum, dass Frau Smith bleibt. Ich lie├č es Mary nicht anmerken, aber ich bin zutiefst verletzt, dass sie mich einfach ├╝bergeht oder ob du wieder zur├╝ck m├Âchtest." Claire ist entsetzt ├╝ber die Entscheidung und vor allem, dass Herr Peterson so weit geht. Herr Peterson k├╝mmerte sich erst, dass sie in der Kanzlei Fu├č fasste und jetzt sollte sie wieder gehen und nach seiner Pfeife tanzen. Dagegen w├╝rde sie sich wehren. Claire antwortete: "Das mach ich nicht. Dann soll die Vertretung zu ihm. Ich lass mich nicht hin und her stupsen. Wo w├Ąre es denn eigentlich die Kanzlei." "In Orlando". Claire sch├╝ttelte den Kopf und wusste nicht, was das alles sein sollte. Sie setzte sich auf seine Couch, da sie auf der Terrasse kalt bekam, Gabriel besorgte eine Decke und dort liebten sie sich ein zweites Mal bevor sie am n├Ąchsten Tag in die H├Âhle des L├Âwen mussten.

Gabriel war bereits in seinem B├╝ro w├Ąhrend Claire sich bei sich zu Hause noch frisch machte. Als sie die Kanzlei aufsuchte, sa├č an jenem Schreibtisch, wo sie einmal sa├č, diese gewisse Frau Smith von der Gabriel sprach. Claire wollte gerade auf diese zugehen, jedoch griff Mary Jackson sie auf, bat sie in ihr B├╝ro und legte ein Blatt Papier in ihre Hand: "Sie sind mit sofortiger Wirkung gek├╝ndigt. Sie k├Ânnen gehen. Herr Peterson m├Âchte wieder mit Ihnen arbeiten. Ich fand keine andere L├Âsung Ihnen hiermit zu k├╝ndigen." Claire war entsetzt und von Gabriel entt├Ąuscht. "Das werde ich so nicht hinnehmen. Ich lasse mich nicht hin und her stupsen. Herr Peterson wollte, dass ich gehe und jetzt will er mich wieder haben, da kann er lange warten."

Eigentlich wollte Claire zu Gabriel ins B├╝ro, jedoch war er nicht da. Sie gab Frau Smith zu verstehen, dass sie hier niemals gl├╝cklich werden w├╝rde und sie f├╝r ihren alten Chef nicht arbeiten w├╝rde, nie mehr. Sie w├╝rde wieder nach Hause fahren wo sie urspr├╝nglich hergekommen ist. In der Eingangshalle begegnete sie Gabriel: "Ich h├Ątte wirklich mehr von dir erwartet, aber du bist zu feige, denkst nur an dich, willst dich nicht binden, bist eitel, denkst nur an dich, du bist ein richtiges Arschloch", kotzte sie sich bei ihm aus und zu guter letzt gab sie ihm noch eine Ohrfeige, dann rannte sie weg. Gabriel wusste nicht, wie ihm geschah und dass er ihren Namen rief ├Ąnderte auch nichts daran. "Da ist aber jemand schwer sauer auf Sie", stellte Jeremy der Portier fest. "Ich werde dieser Sache nachgehen. Bis sp├Ąter."

Claire k├╝ndigte die Wohnung, der Abschied von Madeleine fiel ihr schwer, aber sie musste weg. Ihr Hund Skoty kam mit. Sie konnte es Madeleine nicht an tun, sich immer um ihn zu k├╝mmern. "Mein Kind, sorge dich nicht um mich. Ich habe dich in meinem Herzen. Und du siehst wieder Jacob von dem du mir zu Anfang erz├Ąhlt hast. Mit ihm kannst du viel in der Natur sein und etwas erleben, daf├╝r bin ich nicht mehr fit auf den Beinen und er hat f├╝r dich sicherlich auch einen guten Rat bez├╝glich Gabriel. Lass ihn erstmal etwas zappeln, dann wird er schnell merken, was er an dir hat." Claire umarmte Madeleine und dankte ihr f├╝r die sch├Âne Zeit, die sie mit ihr hatte und versprach, ihr zu schreiben.

Claires Mom Candy war ├╝berrascht, ihre Tochter innerhalb von 3 Wochen wieder zu sehen und sofort erkannte sie, weshalb Claire wieder da war. "Liebeskummer?" Dabei entdeckte sie diesen s├╝├čen Hund an ihrer Seite und war total entz├╝ckt von ihm. "Mom, ich w├╝rde gerne alleine sein, was ich nun will. Hier bleiben oder zur├╝ck nach New York. Ich m├Âchte einfach eine Auszeit nehmen und bitte stell nicht st├Ąndig Fragen, ich bin eine erwachsene Frau. Das hier ist Skoty. Den Hund habe ich mir in New York gekauft." "Der ist niedlich und so lieb. Ich wei├č, aber trotzdem mach ich mir Sorgen, das ist verst├Ąndlich f├╝r M├╝tter. Wenn du ganz alleine zum Nachdenken sein m├Âchtest, kannst du auch hier ins Haus gehen. Das steht leer." Ihre Mom zeigte ihr das Haus und wo es lag und da sie einen Hund hatte, war ihre Mom auch um sie nicht besorgt, dass ihr in der Wildnis etwas passieren k├Ânnte.

Vor Claire stand ein Wolf der die Z├Ąhne fletschte. Sie dachte ihre H├╝ndin w├╝rde den Wolf ankl├Ąffen, jedoch versteckte er sich hinter ihren Beinen und winselte leise. Sie f├╝hlte sich wie ein kleines Kind. Sie blieb ganz ruhig stehen ohne sich zu bewegen. Da h├Ârte sie einen Schuss, der Wolf hatte eine Schusswunde, kippte um und Claire zuckte zusammen. Skoty fing an zu kl├Ąffen. Claire versuchte ihren Hund zu beruhigen, aber es fiel ihr schwer. Der Mann zog sie weg und ├Ąrgerte sich dar├╝ber, dass sie sich im Wolfsrevier befand und schimpfte, sie solle ihr Vieh beruhigen, da Hunde hier nichts zu suchen h├Ątten. Als er sie los lie├č, wusste Jacob erst, wer er da so grob anfasste und sie anschrie und Claire war ├Ąngstlich, da sie nicht wusste, dass Jacob auch anders konnte mit Menschen umgehen, aber er hatte sie nicht erkannt und sie ihn auch nicht, da sie vom Schuss und vom Kl├Ąffen ihres Hundes so erschrocken war. "Claire! Es tut mir leid. Ich habe dich nicht erkannt." "Jacob! Ich dich auch nicht." Mehr konnte sie nicht sagen, ihr kamen die Tr├Ąnen und umarmte ihn. Sie schluchzte. Jacob holte ihren Rucksack und brachte sie in sein Holzhaus. Er br├╝hte gerade Tee auf und ├╝bergab ihr eine Tasse und stellte f├╝r ihren Hund ein Sch├Ąlchen Wasser auf den Boden. Jacob kannte die Hunderasse nicht, da sie so klein war und st├Ąndig kl├Ąffte. "Das ist ein Chihuahua, eine beliebte Rasse in New York. Sicherlich wird sie gleich aufh├Âren zu kl├Ąffen, wenn sie merkt, dass wir uns gut verstehen." Jacob nickte, jedoch fiel es ihm schwer, sich an diesen Hund zu gew├Âhnen, da er ihn nicht gerade h├╝bsch fand, aber Claire zuliebe veruchte er mit ihrem Hund auszukommen. Als sich Skoty eine gem├╝tliche Ecke zum Schlafen gesucht hatte, musste Claire sofort alles loswerden was sie bedr├╝ckte, besonders Gabriel.

Jacob hatte von Beziehungen keinerlei Erfahrungen, er hatte noch nie eine Freundin gehabt au├čer Claire, aber diese bestand auf freundschaftlicher Basis und er war f├╝r sie sowieso schon zu alt, obwohl das ja heute Gang und G├Ąbe war, dass 32 Jahre Altersunterschied kein Problem mehr waren. Claire lehnte sich an Jacob und schw├Ąrmte von Gabriel jedoch gab sie Jacob zu verstehen: "Du bist mir jedoch auch sehr wichtig als Freund. Und du kannst wirklich gut zuh├Âren. Ich nehme erst einmal eine Auszeit und bleibe hier. Mom sagte, dieses Holzhaus sei frei zum Abschalten." Jacob sch├╝ttelte den Kopf und antwortete: "Das ist letzten Sommer abgebrannt durch Blitzeinschlag. Einziges Haus ist das hier. Aber hier gibt es kein Fernseher und Handy", warnte Jacob sie vor. "Ich wei├č. Ich m├Âchte auch nicht erreichbar sein. H├Ąltst du es denn mit einer Frau zusammen ├╝berhaupt aus? Schlie├člich habe ich nie l├Ąnger wie zwei Tage bei dir ├╝bernachtet fr├╝her", und sie l├Ąchelte. "Ich bin immer froh, wenn Du bei mir bist und solange ich Dich noch habe bevor du und deine H├╝ndin wieder abreisen, bin ich froh, wenn du da bist."



Kapitel 7

Jacob machte mit Claire viele Wanderungen mit dabei war immer ihr kleiner Hund. Mittlerweile hatte sich Jacob an ihren Hund gew├Âhnt und es schien Skoty ebenfalls so zu gehen, denn Skoty kl├Ąffte weniger. Jacob nahm ihr die Angst und sie kletterten einen kleinen H├╝gel hoch, im Rucksack mit dabei Skoty und er zeigte ihr wie man Lachs richtig angelte. Jacob zeigte ihr auch wie man in der Wildnis ein Feuer machte, da man kein Feuerzeug hatte. Und sie redeten viel genauso wie fr├╝her bevor sie nach New York ging. Claire zeigte ihm Spiele, die sie bei Madeleine kennengelernt hatte. Jacob zeigte ihr, wie man aus Holz Tiere oder Figuren schnitzte. In dieser Zeit verga├č sie Gabriel und womit sie nicht gerechnet hatte, verliebte sie sich in Jacob. Da Jacob nicht wusste, wie es sich anf├╝hlte, mit einer Frau zu schlafen und sie zu ber├╝hren, wollte sie ihm dieses Geschenk unterbreiten in dieser Nacht der Sternschnuppen. Der Altersunterschied war ihr egal. Aber auch sie wollte ihn bei sich haben anders wie sonst.

Dann kam der Abend der Sternschnuppen. Jacob redete schon eine Weile davon, wann es soweit sein w├╝rde und sie bereitete sich in Gedanken darauf vor, ihm das zu geben, was er nicht kannte. Es war ein lauer Abend, still wie jeden Tag bis auf das Kr├Ąuseln des Sees und die Ger├Ąusche der Nacht. Und die Sternschnuppen flogen. Claire lehnte ihren Kopf an Jacobs Schulter. "Du kannst dir was w├╝nschen", sagte Jacob. Claire sah ihn an und antwortete: "Ich habe dir soviel zu danken und ich m├Âchte dir etwas zur├╝ckgeben, was du nur durch mich erfahren kannst. Ich schenke dir meinen K├Ârper. Ich m├Âchte, dass du f├╝hlst und sp├╝rst, wie sich eine Frau anf├╝hlt. Bitte sage nichts, tu es einfach." Claire merkte, dass Jacob nicht wusste, was er machen sollte und wie ihm geschah. Um Jacob die Angst zu nehmen, setze sich Claire auf seinen Scho├č und zog ihren Pullover sowie BH aus und bat ihn, ihre Br├╝ste zu streicheln. Unbeholfen tat er es unter dem Sternenhimmel. Sie bat ihn sie zu k├╝ssen und mittlerweile bekam er hei├č und ohne es zu merken, was seine H├Ąnde da taten, zog er sie weiter aus, legte sie auf die Decke neben dem warmen Feuer und brachte sie zu mehreren Orgasmen.

Sie zog ihn dann aus, erregte ihn an seinem Glied und er st├Âhnte etwas auf und sie kamen nach einer Weile beide zum H├Âhepunkt. Ersch├Âpft sanken beide auf die Decke und niemand sagte etwas. Am morgen darauf lag Claire nur mit der Decke bedeckt bei dem erloschenen Feuer, was am Abend zuvor sie Beide w├Ąrmte. Claire zog ihre Kleidung wieder an und glaubte, Jacob am See zu treffen, wo er bisher immer morgens Lachs angelte und tats├Ąchlich tat er es. Jacob h├Ârte sie kommen und Skoty war die erste die bei Claire war. Ihr Hund gr├╝├čte sie ├╝berschw├Ąnglich, dann folgte Jacob ihr und half ihr wie immer das unebene Gel├Ąnde herunter.

"Guten Morgen." Jacob umarmte sie fest und gab ihr einen z├Ąrtlichen Kuss. Damit hatte Claire jedoch nicht gerechnet. Sie dachte, es w├Ąre nur einmaliger Sex gewesen, aber sie irrte sich. F├╝r Jacob war es jetzt mehr als nur eine einmalige Sache gewesen, dabei wollte sie ihm nur zeigen wie es ist eine Frau zu lieben, aber anscheinend glaubte er, es w├╝rde jetzt mehr zwischen ihnen sein. Wie sollte Claire Jacob klar machen, dass das nur eine einmalige Sache war und nicht mehr?, fragte sie sich. Denn w├Ąhrend sie ihm Liebe schenkte, musste Claire die ganze Zeit an Gabriel denken. Da wurde ihr bewusst, dass sie Gabriel wirklich liebte und er an diesem Dilemma nicht schuld war, was sie ihm vorgeworfen hatte. Auch wenn es ihr sehr weh tat und damit Jacob sehr verletzen w├╝rde, dass beste w├Ąre es, sie w├╝rde sich ohne ein Wort aus dem Staub machen, dann musste sie ihm nichts erkl├Ąren.

"Du bist so in Gedanken. Alles gut?", fragte Jacob besorgt. "Ja. Ich musste nur an gestern denken." "Ich auch. Das war ein sehr sch├Ânes Geschenk gewesen." Jacob wollte noch mehr sagen, jedoch sah er gerade Grizzly B├Ąren kommen. Er nahm sofort Claires Hand, so dass sie Schutz im Unterholz fanden, denn bis zum Haus war es zu weit. Claire wollte den Namen ihres Hundes rufen, dass er kommen sollte, jedoch hielt er ihr den Mund zu. Als die B├Ąrenfamilie weiter gezogen war, schlichen sie Beide wieder zum See heraus. Claire sah zuerst Skoty wie sie tot am Boden lag, blut ├╝bers├Ąt. Die B├Ąren haben sie get├Âtet, jedoch nicht gefressen. Claire sank zu Boden, heulte und Jacob nahm sie fest in den Arm und versuchte sie zu tr├Âsten: "Es tut mir leid. Ich bin genauso traurig wie du. Psst. Versuche dich zu beruhigen. Skoty ist jetzt im Hundehimmel und schaut auf dich hernieder. Sicherlich will sie nicht, dass du weinst." Jacob versuchte sie mit diesen Worten zu tr├Âsten, half ihr auf die Beine und sie gingen zur├╝ck in sein Holzhaus. Dort br├╝hte er ihr ein Beruhigungstee auf, sie legte sich auf die Couch zum Schlafen.


Mit dem Gewehr und mit wachenden Augen ging Jacob nochmal zu der Stelle wo sie Beide am Abend zuvor ein Feuerchen brennen gelassen haben. Er vernichtete alles auch die Greten vom Fisch, damit die B├Ąren nicht zu nah an sein Haus kamen und kam zu dem Schluss, dass das Leben auf Dauer f├╝r Claire nichts war. Er musste sie wieder gehen lassen. Denn wie w├╝rde sie damit umgehen k├Ânnen, wenn er von einem B├Ąren angegriffen wird oder aber in der Wildnis stirbt? Das w├╝rde sie nicht verkraften, daher w├╝rde er sie wegschicken, schlie├člich war sie nicht alleine, es gab in ihrem Leben noch einen Mann den sie liebte von dem sie sprach.

Als Jacob Essen zubereitete und Holz in den Ofen legte, da es k├╝hler wurde, wurde Claire wach. Sie stand auf, stellte sich zu ihm und fragte, ob sie etwas helfen konnte. Jacob sch├╝ttelte den Kopf. Claire schaute ihm zu, w├Ąhrend er kochte und legte ihre Worte zurecht, denn sie wollte doch nicht einfach so verschwinden ohne ein Wort. Nach dem Essen musste er ihr etwas mitteilen. Sie lie├č ihn zuerst etwas sagen, was er auf dem Herzen hatte. Jacob nahm Claires weiche Hand und sagte: "Nach dem Vorfall mit Skoty heute Morgen kam ich zu dem Ergebnis, dass du f├╝r ein Leben in der Wildnis nicht geboren bist. Daf├╝r hast du ein zu weiches Herz. Das war nat├╝rlich dein Hund, jedoch glaube ich, egal welches Tier ein anderes Tier rei├čt und frisst wirst du weinen und du wirst immer Angst um mich haben, wenn ich unterwegs bin. Ich passe auf mich auf und trotzdem kann es passieren, dass auch ich vielleicht von einem B├Ąren angegriffen werde, was ich nicht hoffe. Als wir unsere Wanderungen gemacht haben, habe ich deine Angst in deinen Augen gesehen. Claire, ich werde immer dein Freund sein, du wirst immer in meinem Herzen sein, aber f├╝r dich ist es besser, wenn du zur├╝ck nach New York gehst, da ist dein Zuhause. Ich muss dir jedoch sagen, es war eine Erfahrung f├╝r mich wie es sich anf├╝hlt mit einer Frau zu schlafen. Das ist unglaublich! Danke. Bitte sei nicht traurig." Diese Antwort hatte Claire nicht erwartet. Eigentlich dachte sie, er wolle jetzt immer mit ihr schlafen wollen. Zum Abschied w├╝rde sie es ihm aber gerne nochmal geben. "Ich bringe dich morgen zum asphaltierten Gehweg mit deinem Rucksack, dann k├Ânnen wir uns nochmal verabschieden."

Jacob wollte vom Stuhl aufstehen, Claire hielt ihn jedoch fest und ├Âffnete seine Hose und sein Hemd und sagte leise: "Ein letztes Mal mit dir, m├Âchtest du?" Jacob lie├č alles stehen und liegen und diesmal liebten sie sich noch inniger und hei├čer in seinem Bett ohne Angst zu haben von einem B├Ąren angegriffen zu werden.


An n├Ąchsten Morgen sprachen sie kein Wort miteinander. Claire genoss die Zeit mit Jacob die sie mit ihm noch hatte stumm. Sie f├╝hlten sich nach dieser Nacht sehr zueinander hingezogen, aber Beide wussten, eine Trennung ist das beste f├╝r sie Beide besonders f├╝r Claire. Er brachte sie zum Wegesrand, half ihr den steinigen Weg hoch und sagte ein zweites Mal: "Du wirst immer in meinem Herzen sein. Werde gl├╝cklich. Ich liebe Dich!" Jacob umarmte Claire fest und bat dann, dass sie gehen sollte. Claire drehte sich trotzdem noch einmal um, lief auf ihn zu, hielt ihn nochmals fest und gab ihm einen Kuss: "Ich werde dich vermissen." Dann rannte sie los und drehte sich nicht noch einmal um.


Kapitel 8


Zerrissenen Herzens kehrte Claire zur├╝ck zu ihrer Mom. Sie h├Ârte eine m├Ąnnliche Stimme im Wohnzimmer und beide lachten. Sie legte ihren Rucksack an der Veranda ab und ihre Mom entdeckte sie im Flur. "Claire, sch├Ân, dass du wieder da bist. Du hast Besuch." Ihre Mom strahlte ├╝ber das ganze Gesicht.

Gabriel erhob sich und Claire hatte keine Worte. "Claire sch├Ân dich zu sehen. Es war schwer dich zu finden." "Claire, du kennst doch die Aussichtsplattform, da k├Ânnt ihr euch unterhalten. Hier st├Ârt nur die Mom." Claire nickte. Sie brachte Gabriel dorthin, jedoch war sie total verschlossen, so kannte er Claire gar nicht. Gabriel war von der Aussicht ├╝berw├Ąltigt von den Seen, den vielen W├Ąldern und der Weitsicht. New York bestand nur aus H├Ąusern und dem Park, der nicht zu vergleichen war mit diesen Gr├╝nfl├Ąchen. Gabriel bemerkte Claires gereizte Stimmung und fuhr fort, was er sich w├Ąhrend des Fluges schon zusammengelegt hatte: "Du hattest recht. Ich bin eitel, m├Âchte immer gewinnen, habe Angst mich zu binden und wenn du sagst ich sei ein Arsch, dann bin ich eins. Ich muss dir jedoch gestehen, du hast mir gefehlt, was ich in New York niemals zugegeben h├Ątte. Ich habe mit Mary gesprochen, wenn sie dich wieder einstellt, bleibe ich, sonst k├╝ndige ich. Jedoch ging sie auf meinen Vorschlag ein und wir haben deinen ehemaligen Chef aus der Kanzlei geworfen, dass er es nicht mehr wagen sollte, dich ab zu werben." Claire sagte nichts, ihre Gedanken kreisten noch um Jacob. Gabriel merkte, dass sie etwas besch├Ąftigte, wollte jedoch nicht nachhagen, was es sein k├Ânnte. Gabriel ├╝berreichte ihr die Hotelzimmernummer, wo sie ihn finden konnte und lie├č sie auf der Plattform alleine.

Claire war ├╝berrascht, Gabriel hier in ihrer Heimat anzutreffen. Er sagte ihr, dass sie ihm gefehlt hatte, es ihm jedoch schwer fiel, Gef├╝hle freien Lauf zu lassen und sie zuzulassen, jedoch musste er das, wenn er sich auf sie einlassen wollte. Claire war hin und her gerissen von ihren Gef├╝hlen. Wenn sie Gabriel sah, wollte sie ihn keineswegs verlieren, sondern dass er bei ihr blieb. Sah sie Wanderer mit Rucksack musste sie an Jacob und ihre sch├Âne Zeit denken, wie sehr sie ihn vermisste und wollte ihn zu gerne wieder sehen.

Es vergingen einige Tage, jedoch meldete sich Claire nicht bei Gabriel. An einem sonnigen Wintertag klingelte es an der Haust├╝r. Ihre Mom ├Âffnete und Gabriel stand an der T├╝r. Claires Mom rief nach ihr, jedoch meldete sie sich nicht. "Frau Fergison bitte geben Sie das Claire. Ich muss leider wieder zur├╝ck nach New York. Die Gesch├Ąfte warten. Sagen Sie ihrer Tochter, ich werde auf sie warten." Candy nickte und schloss die T├╝r, denn es war eiskalt drau├čen. Claire schloss die T├╝r ihres alten Kinderzimmers ab und legte sich auf ihr Bett und weinte. Ihre Mom klopfte an die T├╝r, jedoch konnte sie die T├╝r nicht ├Âffnen. "Mein Kind ich mach mir Sorgen. Ich schiebe dir einen Brief von Gabriel durch die T├╝r. Lass dir Zeit."

Claire h├Ârte ihre Mom die Treppe herunter gehen. Mit Tr├Ąnen in den Augen machte sie den Brief auf in dem stand, was er nicht aussprechen konnte, dass er an Panikattaken litt und eine Therapeutin aufsuchen musste, weil er Claire vermisste. Er hoffte sehr, sie wieder in der Kanzlei begr├╝├čen zu d├╝rfen und dass zwischen ihnen mehr war als nur Freundschaft. Claire packte ihre Koffer und am n├Ąchsten Morgen verk├╝ndete sie ihrer Mom, dass sie wieder nach New York fliegen w├╝rde, jedoch in Abst├Ąnden sie mit Gabriel besuchen w├╝rde. Mom umarmte ihr Kind und sagte: "Pass auf dich auf in der gro├čen Stadt, aber sicherlich wird das Gabriel schon tun." Claire umarmte ihre Mom und sagte, dass sie sie sehr lieb habe, dann checkte sie aus.

Mit ihren Koffern wollte sie nicht die Kanzlei betreten. Gabriel ├╝bergab ihr einen Zweitschl├╝ssel nach dem Anschlag auf sie, so dass sie jederzeit dort Zuflucht nehmen konnte. Claire konnte jedoch den Schl├╝ssel nicht einf├╝hren, etwas blockierte den Schl├╝ssel. Da ├Âffnete Gabriel die T├╝r. "Claire! Wie sch├Ân." Gabriel half ihr mit den Koffern. Sie dankte ihm und auch f├╝r den Brief. Sie lie├č ihre Handtasche auf die Couch fallen und sie merkte jetzt erst, wie sehr sie New York und Gabriel vermisst hatte. Claire dr├╝ckte Gabriel an die Wand und ├Âffnete sein wei├čes Hemd. "Ich muss zur Arbeit", sagte er ├╝berraschend wegen ihrer Initiative, die sie ergriff. "Dann sp├Ąter?", fragte sie schmollend und lie├č von ihm ab. Er nickte und gab ihr einen Wangenkuss. Claire sah ihm nach.

Claire war es ja schon gewohnt, dass es immer recht sp├Ąt wurde, also zog sie sich ein legeres Kleid an und suchte die Kanzlei auf. Bis auf sein B├╝ro waren alle B├╝ros finster und es war still. Es war tats├Ąchlich das hintere und letzte B├╝ro in dem noch Licht brannte. Genau dort sa├č Gabriel und las eine Akte. Da Gabriel sie nicht bemerkte, sagte sie im T├╝rrahmen gelehnt: "Hier verkriechst du dich also." Gabriel schaute auf, l├Ąchelte und antwortete: "Ja, ich arbeite noch an meinem Pl├Ądoyer f├╝r morgen." Claire setzte sich auf seinen Scho├č, legte die Akte auf den Tisch und legte ihre Arme um seinen Hals und bedeckte sein Gesicht mit K├╝ssen und fragte leise: "Aber du bist jetzt doch fertig?" Gabriel sah Claire verschmitzt an und antwortete: "Ja, jetzt. Ich habe die Zeit vergessen."

Gabriel bekochte sie, dabei dachte sie immer, dass Gabriel eine Haushaltshilfe h├Ątte oder er etwas kommen lassen w├╝rde. Sie musste sich an Sushi erst gew├Âhnen, denn das hatte sie noch nie gegessen, da sie mehr auf gutes Fleisch stand. Nach dem Essen zog er Claire vom Stuhl hoch, nahm ihre Hand und zog ihr Kleid vor seinem Hochbett aus. Claire ├Âffnete sein wei├čes Hemd und sie liebten sich, weil es sehr lange her war, als sie das letzte Mal miteinander schliefen.
Mitten in der Nacht wurde sie wach. Claire schreckte hoch und weinte. Gabriel wurde augenblicklich wach, nahm sie in den Arm und tr├Âstete sie mit den Worten: "Es war nur ein Alptraum. Es ist alles gut." Claire versuchte ihm zu glauben, aber was sie getr├Ąumt hatte, war so real, dass sie es kaum glauben konnte, dass es nur ein Traum war.

Gabriel weckte sie mit einem Kuss und einer Tasse Kaffee in der Hand. "Hier." Sie dankte ihm. Mit seinem Hemd stellte sie sich mit der Kaffeetasse auf die Dachterrasse und lie├č sich von der Sonne w├Ąrmen. Auf der Stra├če reihte sich der Berufsverkehr aneinander und st├Ąndig h├Ârte man ein Gehupe selbst im letzten Stockwerk des Hauses. Gabriel trat auf die Terrasse und sagte, dass es soweit w├Ąre, dass Ricardo sie in zwanzig Minuten abholen w├╝rden. Ricardo bemerkte sofort, dass zwischen Gabriel und Claire kein freundschaftliches Verh├Ąltnis mehr bestand, sondern sie ein Paar waren. Aber Ricardo besa├č genug Menschenkenntnis, dass er erkannte, dass Claire nicht wirklich gl├╝cklich war. Sie hatte solch einen gewissen Blick in den Augen, aber vielleicht irrte er sich diesmal. Er w├╝rde sehen.

Wie voraussehbar, begr├╝├čte Harry sie wieder ├╝berschw├Ąnglich. "Wie sch├Ân, dass Sie wieder da sind. Gabriel, sie k├Ânnte auch f├╝r mich arbeiten." "Nein. Du bekommst jetzt Frau Smith. Du wolltest doch immer eine Sekret├Ąrin haben, also bekommst du Frau Smith, die du auch eingestellt hast." "Wie finden Sie das Frau Fergison? Wir sind doch auf keinem Basar", und Harry w├╝rde zynisch. "Ich wollte auch nicht zu Ihnen, tut mir leid", erkl├Ąrte Claire Harry und er f├╝hlte sich in seiner Eitelkeit gekr├Ąnkt. Mary Jackson griff sie auf, als Gabriel sie zu ihrem alten Arbeitsplatz begleiten wollte. "Es tut mir leid wegen diesen Umst├Ąnden die Herr Peterson uns und Ihnen bereitet hat. Sicherlich hat Gabriel Ihnen schon den Grund genannt, warum ich Sie gefeuert habe. Wenn Sie nichts dagegen haben, ist hier Ihr neuer Arbeitsvertrag mit Lohnerh├Âhung, weil es mir und vor allem, das glaube ich, Gabriel wichtig ist, dass Sie wieder bei Uns einsteigen." Claire unterschrieb den Vertrag sofort und Mary sagte: "Willkommen in unserem Team." Claire nickte.

Claire tat es gut wieder zu arbeiten und an Gabriels Seite. Eines jedoch st├Ârte sie. Wenn sie mit Gabriel den ganzen Tag zusammen arbeitete, brauchte sie abends auch einen Ort zum Zur├╝ckziehen, den es jedoch bei Gabriel nicht gab. R├╝ckzugsort war nur das Bad und das Schlafzimmer, jedoch nicht noch einen extra Raum. Claire brauchte auch einmal Zeit f├╝r sich, daher war sie auf der Suche nach einer kleinen Wohnung und beauftragte Nancy damit sie f├╝r sie eine Wohnung suchte.

Claire dachte, Gabriel w├╝rde davon keinen Wind bekommen, aber seine Ohren und Augen waren ├╝berall, daher stellte er sie abends w├╝tend zur Rede. Claire versuchte es ihm zu erkl├Ąren, er dachte jedoch, Claire habe einen anderen Freund und tr├Ąfe sich heimlich mit ihm. Claire gab Gabriel eine Ohrfeige und unter Tr├Ąnen sagte sie: "Dass du an so etwas nur denken kannst. Ich liebe dich. Ich suche nur nach einer kleinen Wohnung, um mich auch mal Zur├╝ckziehen zu k├Ânnen, jedoch nicht von dir. Deine Wohnung ist sehr sch├Ân, ich will nicht, dass du wegen mir deine Wohnung aufgibst. Ich m├Âchte dass es Uns auch noch in paar Jahren zusammen gibt." Gabriel fuhr durch sein Haar, sah sie an, entschuldigte sich, dass er so misstrauisch war, hielt sie auf, dass sie nicht ging und er mit ihr zusammen eine Wohnung suchen w├╝rde und versuchte sie von dem Streit abzulenken, in dem er ihre Bluse aufkn├Âpfte und sie entschuldigte sich, weil sie es heimlich tat und ihm eine Ohrfeige gab.



Kapitel 9


Zwei Monate sp├Ąter kam Samantha Smith, die eine Weile f├╝r Gabriel arbeitete an Claires Empfangstisch und versuchte mit Ruhe zu erkl├Ąren, dass ihre Mutter nach einer hohen Dosis Heroin gestorben ist. Claire wusste nicht was sie sagen sollte. Samantha hatte das zuerst ihrer Vorgesetzten mitgeteilt und dann ihr. Mary kam darauf auf sie zu und legte ihre Hand auf die Schulter. "Ich werde Ihnen auf unbestimmte Zeit frei geben. Der Platz wird immer f├╝r Sie frei sein", versprach Mary ihr. "Gehen Sie schon einmal nach Hause. Ich werde es Gabriel sp├Ąter mitteilen, wenn er vom Gericht zur├╝ck ist. Samantha rufen Sie Ricardo, er soll Frau Fergison nach Hause bringen."

Gabriel kam zwar abends, jedoch nicht so sp├Ąt wie sonst nach Hause und nahm Claire in den Arm. "Ich glaube es nicht, dass meine Mom Drogen genommen hat, niemals! Da muss etwas anderes passiert sein", schluchzte sie es heraus. "Ich fliege mit dir." Claire sah Gabriel aus nassen Augen an und fragte: "Das geht einfach?" "Ich habe Mary zu verstehen gegeben, dass ich mit muss, da ich schon beim Tod deiner Schwester nicht dabei war und sie sollte mir einige Tage frei schaufeln oder die F├Ąlle an unseren neuen jungen Anwalt abgeben, dann k├Ânnte ich noch etwas l├Ąnger bleiben." Claire umarmte Gabriel.

Am Flughafen in Vancouver wurde sie von vielen Nachbarn herzlich empfangen und sie sprachen ihr Mitleid aus, dass sie nun auch noch ihre Mutter verloren hatte, obwohl sie noch nicht einmal in diesem Alter war um zu sterben. Claire und Gabriel wurden von den Nachbarn zu ihrem Zuhause begleitet. Eine der vielen Nachbarn dachte Gabriel sei ein Au├čenstehender, da musste Claire erst erkl├Ąren, dass er zur Familie geh├Ârte und schon wurde wieder getuschelt. So etwas konnte Gabriel nicht leiden, daher wohnte er auch in einer Gro├čstadt.

Da lag ihre Mom also, genau wie ihre Schwester vor einigen Jahren. Sie wollte wahrscheinlich hinter dem Haus im Garten begraben werden, denn da stand bereits ein Sarg und eine Schaufel. Gabriel trat vor die T├╝r und bat die Nachbarn nach Hause zu gehen, er und Claire wollen alleine sich verabschieden und trauern. Der Polizeiobermeister Kevin Baker und der Gerichtsmediziner Daniel Thompson befanden sich noch im Haus und der Polizist Baker trug in seinen H├Ąnden ein Kilo Heroin. "Es tut mir leid, aber Ihre Mutter war drogenabh├Ąngig wie Ihre Schwester. Leider muss ich von Ihnen auch noch eine Probe nehmen und die Koffer durchsuchen." Gabriel wollte etwas erwidern, aber Claire hielt ihn zur├╝ck. "Okay." Claire war jedoch sauber. Claire fragte, woher ihre Mom die Drogen herhaben k├Ânnte, jedoch konnten sie ihr das nicht sagen, da sie keine Beweise hatten.

Gabriel verstand Claire sehr gut, dass sie das erst einmal verdauen musste, dass ihre Mom verstarb, dabei war sie noch nicht sehr alt und als sie erfuhr, dass sie Drogen nahm, war es f├╝r sie um so schlimmer, schlie├člich wusste er, wie es ist, wenn ein Familienangeh├Âriger Drogen nahm wie seine Schwester. Daher ├╝berlie├č er es ihr auch, wann sie wieder zur├╝ck kehren wollte. Claire fragte Gabriel, ob sie ihn begleiten w├╝rde zum Spaziergang. F├╝r Gabriel war das eine sehr ungew├Âhnliche Frage und er nickte. Sie gab ihm festes Schuhwerk, denn das brauchte er f├╝r dorthin wo sie hin wollten. "Die m├╝ssen dir passen, die sind von meinem Vater. Er verlie├č Uns und Mom jedoch als wir Kinder waren und lie├č diese Schuhe zur├╝ck." Warme Kleidung hatten sie dabei, da es f├╝r Anfang Fr├╝hling noch recht kalt war. Gabriel sah, dass Claire etwas Gro├čes vor hatte mit ihm. Dann nahm sie seine Hand und rannte. Auf die Frage, warum sie es so eilig hatte, gab sie keine Antwort.

Dann jedoch wurde sie langsamer und als Claire wieder Luft hatte, erkl├Ąrte sie den Grund. Gabriel hatte nur Grund zum Staunen und blabberte alles nochmal nach um es verstehen zu k├Ânnen: "Du hast einen guten Freund der um einiges ├Ąlter ist wie du und ihr versteht euch wie Bruder und Schwester. Er ist immer f├╝r dich da und du willst ihm jetzt mich vorstellen, weil er dein bester Freund ist?" "Genau so ist es. Ich kenne mich bereits hier gut aus und wei├č auch wo sein Haus steht und er wei├č von dir. Aber jetzt musst du leiser sein, sonst locken wir noch gefr├Ą├čige Tiere an." Sonst war Gabriel nie ├Ąngstlich, immer hart, aber jetzt benahm er sich wie ein kleiner ├Ąngstlicher Junge.

Am See sah Claire ihn nicht angeln, denn das war ihr gew├Âhnlicher Weg um zu ihm zu gelangen und egal wann sie kam, meistens stand er da. "Bitte geh vor, sei jedoch vorsichtig, das Gel├Ąnde ist uneben und hilf mir die letzten Stufen runter." Gabriel fragte sich, was um alles in der Welt er hier machte, Klettern war nicht sein Fall, aber was macht man nicht alles f├╝r eine Frau. "Danke. Komm." Claire machte sich Sorgen, ob was geschehen sei mit Jacob, denn sie wollte ihm doch Gabriel vorstellen von dem sie ihm erz├Ąhlt hatte. Dann h├Ârte sie ein Ger├Ąusch. Aus dem Geb├╝sch kam mit dem Gewehr Jacob und zielte direkt auf Claire. Aber er lie├č das Gewehr sofort sinken, da er Claire sofort erkannte. Die Freunde umarmten sich. Jacob entdeckte den Mann, der etwas im Hintergrund stand und lie├č Claire los. Jacob wollte fragen, wer das sei und Claire sagte umgehend: "Das ist Gabriel, von dem ich dir erz├Ąhlt habe. Hast du schon geh├Ârt, dass meine Mom tot ist? Sie verstarb an einer ├ťberdosis Heroin und die Polizei fand noch nicht heraus von wem sie das Zeug hatte."

"Gehen wir in mein Haus. Hier ist es zu gef├Ąhrlich. Claire, nein ich habe nichts davon geh├Ârt. Das tut mir sehr leid. Setzt euch. Und Sie sind Gabriel. Sie haben das Herz von Claire erobert?", fragte Jacob. Gabriel nickte. "Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt sind wir beruflich wie auch privat ein Paar." Gabriel bemerkte, dass Claire alles um sich verga├č, wenn sie in der N├Ąhe ihres alten Freundes Jacob war. Sie schien ihn sehr zu m├Âgen und wer wei├č, vielleicht war fr├╝her schon einmal mehr gewesen. "Gabriel, Gabriel", riss Claire ihn aus den Gedanken. Er schaute sie an. "M├Âchtest du ein Glas Wein fragt Jacob dich." "Aber wir m├╝ssen noch zur├╝ck." "Nein! Das ist zu gef├Ąhrlich. Sie und Claire ├╝bernachten hier. Es ist zwar klein, aber f├╝r eine Nacht geht es f├╝r drei Personen. Sie nehmen mit Claire das Bett, ich schlafe auf der Couch."

Gabriel w├Ąre froher gewesen, sie w├Ąren wieder im Hotel bei flie├čendem Wasser und dass er nicht au├čerhalb des Hauses auf ein Plumpsklo musste und zudem aufpassen musste, dass kein B├Ąr ihn beim Gesch├Ąft st├Ârte. Fl├╝sternd sagte Gabriel: "Ich k├Ânnte so nicht leben abgeschieden von der Welt ohne technische Ger├Ąte. Du etwa?" Claire sch├╝ttelte den Kopf, antwortete dann jedoch fl├╝sternd: "Zum Abschalten und einer Auszeit nehmen von der Arbeit f├╝r drei Tage schon, aber nicht immer." So wie diese Nacht schnarchte Gabriel noch nie. Wahrscheinlich war es der Rotwein aus der Wildnis. Jacob sa├č vor dem Haus auf der Bank mit der Flinte in der Hand. Claire schlich sich aus dem Schlafzimmer, wo Gabriel in hohen T├Ânen schnarchte.

Claire legte ihre Hand auf Jacobs Schulter und setzte sich zu ihm: "Was h├Ąltst du von ihm?" "Ihr passt gut zusammen, aber ich bitte dich, das war dein allerletzter Besuch okay? Darum habe ich dich beim letzten Mal schon gebeten. Du hast jetzt jemanden an deiner Seite und auch wenn er es nicht zeigen kann, in seinem Herzen liebt er dich so wie ich dich."" Ich wollte dir Gabriel nun halt vorstellen, weil ich dir auch von ihm erz├Ąhlt habe." "Geh jetzt zur├╝ck." Claire gab Jacob ihren letzten Kuss und schlich sich wieder ins Schlafzimmer.

Von einem Schuss wurden Beide aus dem Schlaf gerissen. Claire war die erste, die aus dem Bett gesprungen war, ihren Bademantel ├╝berzog. Danach folgte Gabriel und musste sie festhalten, dass sie nicht heraus rannte. Weitere Sch├╝sse fielen. Gabriel schloss vorsichtig die T├╝r und hielt Claire im Arm und versuchte sie zu beruhigen. M├Ąnner h├Ârten sie laut reden: "Das ist der Kerl. Gute Arbeit M├Ąnner. Jacob White du bist erledigt. Kommt, bevor die B├Ąren kommen."

Claire zitterte am ganzen Leib, sie trug ja auch nur einen Bademantel und Gabriel hielt sie fest. "Das war aber nicht die Polizei", fl├╝sterte sie. Gabriel sch├╝ttelte den Kopf und streichelte ihr Haar. "Komm, ziehen wir uns an. Wir m├╝ssen hier weg." Sie nickte. Claire war bereits fertig und kniete ├╝ber Jacob und fl├╝sterte: "Ich werde dich immer lieben und die dir das angetan haben, werden daf├╝r b├╝├čen m├╝ssen." Claire war wie in Trance und merkte nicht, dass Gabriel sie st├Ąndig fragte wo sie l├Ąngs m├╝ssten, da er sich hier nicht auskannte. Im Hotel angekommen, versuchte Gabriel aus New York einen Privatjet zu ordern die sie aus Vancouver abholten, was auch funktionierte. Ricardo konnte nicht nur eine Limousine fahren, sondern auch fliegen. "Danke. Bitte keine Fragen. Claire geht es ├╝berhaupt nicht gut." "Nat├╝rlich." Claire wurde mit Alptr├Ąumen gequ├Ąlt und rief beim Aufwachen immer den Namen von Jacob. Dann stellte sie sich auf die Dachterrasse und holte tief Luft, jedoch blieben die Bilder von ihrem besten Freund der am Boden verblutete, weil verr├╝ckte Typen ihn erschossen hatten und sie h├Ârte st├Ąndig den Schuss in ihrem Kopf.

Gabriel liebte Claire, wusste sich jedoch keinen Rat mehr bis Frau Smith, ihm eine Adresse mit gab f├╝r eine Therapie. "Danke Samantha. Sie sind ein Schatz." Im B├╝ro rief er die Therapeutin an und erkannte ihre Stimme wieder. Dort war er auch f├╝r eine Weile gewesen wegen seinen Panikattaken. "Sie k├Ânnen das auch von zu Hause machen. Das ist wunderbar. Ich hoffe, Sie k├Ânnen meiner Freundin helfen."



Kapitel 10


Es dauerte einige Monate bis sich Claire zur├╝ck ins Leben k├Ąmpfte und wieder gl├╝cklich war. Gabriel erz├Ąhlte ihr gar nicht, dass er hinter ihrem R├╝cken Recherchen angestellt hatte, warum ihr Freund erschossen wurde. Es stellte sich tats├Ąchlich heraus, dass er in jungen Jahren gedealt hatte, dann jedoch aus dem Gesch├Ąft ausstieg und sich in die Ein├Âde verkroch und so sich hasste, was f├╝r ein Leben er eigentlich getrieben hatte, daher verzog er sich in die Wildnis, damit ihn niemand fand. Wahrscheinlich waren er und Claire es die seinen ehemaligen Komplizen den Weg ebneten, wo er sich befand. Wahrscheinlich war Gabriel selbst noch schuld daran. H├Ątte er nicht soviele Fragen gestellt und w├Ąre einfach nur schnell und ohne Aufsehen zu erregen mit ihr gegangen, w├Ąren diese Typen wahrscheinlich nicht auf ihre F├Ąhrte gesto├čen.

In der Eingangshalle traf Gabriel auf Charlotte, Claires Therapeutin. "Es w├Ąre gut, Sie halten mich auf dem Laufenden wie es ihr geht. Sie sollte auf jeden Fall die Therapie niemals abbrechen. Auch wenn sie jetzt keine Alptr├Ąume mehr hat, so wird es trotzdem ein langer Weg sein, bis sie alles verkraftet hat. Versuchen Sie mit ihr zu reden wie zu dieser Zeit als Sie Jacob noch nicht kannten. ├ťberraschen Sie ihre Freundin mit einem Kurztripp ans Meer oder Paris, aber meiden Sie W├Ąlder, H├╝gel, Seen und erz├Ąhlen Sie von der Arbeit. Sie muss unbedingt wieder arbeiten!" "Vielen Dank f├╝r die vielen Tipps und einen sch├Ânen Abend."

Gabriel ├Âffnete die T├╝r und roch Essen. Sie machte Sushi und gab ihr einen Kuss. "Wie war der Tag?", fragte Claire. "Du wei├čt selbst, Termine ├╝ber Termine, Diskussionen mit Mary, ob wir einen Vergleich beantragen oder eine Klage einreichen und heute bin ich mit Harry wegen Kleinigkeiten wieder aneinander geraten. Und bei Dir?" "Gut. Es wird." Claire kam mit dem Teller Sushi auf Gabriel zu, stellte ihn auf den Wohnzimmertisch, hob ein Bein hoch, setzte sich auf seinen Scho├č und ├Âffnete seine Kn├Âpfe vom Hemd. "Eigentlich hab ich gar keinen Hunger. Ich w├╝rde lieber mit dir schlafen." Da hatte Charlotte echt gute Arbeit geleistet und dankte ihr in Gedanken daf├╝r, auch wenn der Weg noch weit vor ihr lag bis sie wieder so fit war, dass man ohne Probleme mit ihr ├╝ber Jacob sprechen konnte ohne dass sie in eine Depression verfiel.


Er l├Ąchelte, stand auf, lie├č nach und nach seine Kleidung zu Boden fallen und liebkoste sie. Nachts wurden Beide gleichzeitig durch ihre knurrenden M├Ągen geweckt, jedoch waren sie Beide zu m├╝de aufzustehen. Gabriel fragte sie fl├╝sternd: "Hast du Lust auf einen Kurztripp nach Paris mit mir, der Stadt der Liebe?" Claire nickte ├╝berschw├Ąnglich, das kannte sie ja von Harry. Eigentlich wollte er ihr in Paris einen Heiratsantrag machen, fragte sie jedoch jetzt schon: "Willst du mich heiraten in Paris oder Venedig oder hier oder wo auch sonst?" Gabriel hatte Claire schon lange nicht mehr so strahlen gesehen wie diese Nacht. "Ja ich will, ja, da ich dich liebe."


ENDE




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Ralph Ronneberger
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