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Leselupe.de > Gereimtes
Liebe geht durch den Magen (1): Schnibbelsuppe
Eingestellt am 14. 04. 2002 14:58


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Bernd
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Schnibbelsuppe

Auf den Herd
stelle ich das Wasser
und lasse es sieden,
wallen mit Zwiebeln und Fleisch,
damit die Br├╝he klar werde,
wohlgew├╝rzt mit Salz und Pfeffer.
Hinein kommen die Schnibbel:
In den Topf
schnibbele ich,
was die Jahreszeit
und der K├╝hlschrank hergeben,
Kartoffeln und Poree,
M├Âhren in feinen Scheiben,
Kohlrabi und Sellerie,
auch etwas Wei├čkraut nicht zu vergessen,
und gebe die Br├╝he hinzu,
lasse das ganze sieden,
nicht zu lange.
Peterle klein gehackt
(nicht Gurkemej, das kommt aufs Brot)
und etwas Senf dazu.
Der Duft k├Âstlicher Schnibbel
zieht durch das Haus.

Welche Pracht auf dem Suppenteller.
Ein Anlass, alles andere stehen und liegen zu lassen.
und dazu ein Kanten Brot.

Am s├╝├česten aber ist der Kuss der Liebsten
nach dem Mahl
beim Spaziergang im Park.





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Silvi Degree
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Liebe geht....

durch den Magen und sicher schmeckt die Suppe besonders gut,wenn nach dem Essen der Kuss der Liebsten folgt.
Was ich nicht so ganz verstehe:
Schnibbeln - s├Ąchsisch,denn meiner Meinung nach hei├čt's doch:schnippeln - oder?
Und ...Kuss(neue deu.RS)
Gr├╝├če von einer S├Ąchsin zu einem Sachsen

Silvi

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Bernd
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Liebe Silvie,

wegen der Konsonantenerweichung musste ich das als "b" schreiben. Es ist ein lokales Gericht und stammt aus dem s├╝dlichen Th├╝ringer Wald, wo ich geboren bin. (Ich bin also Hargezerrter Sachse. ) Dort wird ein Itzfr├Ąnkischer Dialekt gesprochen (auch Oberfr├Ąnkisch), der sich sehr von Hochdeutsch unterscheidet.

Ich habe tats├Ąchlich auch dar├╝ber nachgedacht, mich aber dann entschieden, es so zu schreiben, wie es (lokal) gesprochen wird. (eigentlich "Schnibbelsuub")

Es gibt dort so bemerkenswerte Gerichte, wir Schwammabr├╝h un' Zamet, ├ľwaschicharum un' Mahlpfl├Âck und ├Ąhnliches.

S├Ąchsisch ist das Gericht nicht, denn hier in Dresden wurde ich als Kind ausgelacht, als ich es mal erw├Ąhnte.

In dieser Gegend kann man noch solche sch├Ânen Sachen sagen, wie "der Mann, wo gestern da war" (eigentlich: "der maa, wu gestern do wor) und ├Ąhnliches.

Die Konsonantenerweichung ist eine weit verbreitete Eigent├╝mlichkeit und zieht sich von Sachsen bis Th├╝ringen, wenn auch in unterschiedlichem Ma├če.

Die neue Rechtschreibung habe ich noch nicht v├Âllig verinnerlicht, es rutschen immer mal alte Schreibweisen durch. Das ist bei dem "├č" passiert. Ich habe es ge├Ąndert.

Zum Gl├╝ck darf ich es bis 2005 sogar noch offiziell machen.

Danke f├╝r die Hinweise.
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Silvi Degree
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Danke

f├╝r die sehr interessanten Ausf├╝hrungen - nun warte ich auf die Fortsetzung deiner SERIE.

Herzliche Gr├╝├če
Silvia

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