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Leselupe.de > Gereimtes
Liebelei
Eingestellt am 02. 11. 2008 19:23


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anbas
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Liebelei

Als wir uns in den Armen hielten
und uns tief in die Augen schielten,
wollt' ich dich wiedersehn!

Wie ich dann sanft dein Haar ber├╝hrte,
den leichten Fettfilm darin sp├╝rte,
fand ich das erogen!

Sobald ich deine Lippen schmeckte
und deinen Mundgeruch entdeckte,
da gab's kein Halten mehr!

Nachdem ich deine Zunge k├╝sste,
und drauf mein Kaugummi vermisste,
gab ich mich f├╝r dich her!

Wie dann der Regen uns erwischte,
der dir die Schminke so verwischte,
fand ich dich wundersch├Ân!

Als wir uns danach trocken rieben,
wobei noch feuchte Stellen blieben,
war's fabelhaft obsz├Ân!

Und als du sprachst vom Eheschlie├čen,
sowie den Kindern, die dann sprie├čen,
begehrte ich dich sehr!

Als du verk├╝ndetest die Pflichten,
was ich nun alles soll verrichten
- da wollte ich nicht mehr...

__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

Version vom 02. 11. 2008 19:23

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aboreas
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2002

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Sehr treffend,
jedenfalls f├╝r so manchen Zeitgenossen.

Doch nicht nur im Konkreten, sondern auch im Allgemeinen trifft der Text. Denn nur allzu oft liest und h├Ârt man nicht mehr nur von jungen Leuten, dass sie leben wollen, als w├Ąre der jeweilige Tag der einzige. Spa├č und Lustgewinn wird zur Atmosph├Ąre unseres Planeten schlechthin.

Die Menschen freilich sind nicht doof, sie wissen ganz genau, dass auf den Spa├č der Ernst folgt. Auch hier wie im Konkreten, so auch im Allgemeinen liegt dieser Text richtig. Denn bis zum drittletzten Vers geht es um Verhei├čung, Lusterwartung, hormonal gesteuerte Erwartungshaltung. Da schaut man im ersten Moment auch mal dar├╝ber hinweg, dass von Ehe und Kindern die Rede ist. Postkoitale Erschlaffung und so...

Wird es aber konkret und ├╝berhaupt: Der Tag danach...

So ├Ąhnlich verh├Ąlt es sich eben auch mit Schuldenmachen usw.

So banal es auch klingen mag, aber das Gedicht stimmt eben einfach.

Finde ich gut und werden ganz sicher ganz viele andere gut finden, die es vorgetragen bekommen. Zumal es nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommt.

Gr├╝├če. Aboreas.

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HerbertH
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Liebelei

Als wir uns in den Armen hielten
und uns nur in die Augen schielten,
wollt' ich dich wiedersehn!

Und als ich dann dein Haar ber├╝hrte,
den leichten Fettfilm darin sp├╝rte,
fand ich das erogen!

Sobald ich deine Lippen schmeckte,
ja, deinen Mundgeruch entdeckte,
da gab's kein Halten mehr!

Nachdem ich deine Zunge k├╝sste,
und drauf mein Kaugummi vermisste,
gab ich mich f├╝r dich her!

Wie dann der Regen uns erwischte,
der dir die Schminke arg verwischte,
fand ich dich wundersch├Ân!

Als wir uns danach trocken rieben,
wobei noch feuchte Stellen blieben,
war's fabelhaft obsz├Ân!

Und als du sprachst vom Eheschlie├čen,
von Kindern, die uns daraus sprie├čen,
begehrte ich dich sehr!

Als du verk├╝ndetest mir Pflichten,
was alles ich h├Ątt' zu verrichten
- da wollte ich nicht mehr...

Hallo Anbas,

so liest es sich f├╝r mich fl├╝ssiger.

Liebe Gr├╝├če

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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anbas
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Lieber Aboreas, lieber Herbert,

danke f├╝r Eure Kommentare auf die ich - mal wieder - recht sp├Ąt antworte

@ aboreas
Meine G├╝te, das war ja regelrecht ein soziologischer Exkurs, den Du da geschrieben hast. Ich bin sehr beeindruckt von dem, was Du aus diesen doch sehr humorigen Zeilen herausgeholt hast und ziehe ehrfurchtsvoll meinen Hut.

@ Hebert
Du hast mich mit Deinen Anregungen regelrecht in eine Klemme gebracht . F├╝r mich war das Gedicht im Grunde auch ohne Deine ├änderungen fl├╝ssig zu lesen und ich war zun├Ąchst nicht gewillt, daran etwas zu ├Ąndern. Allerdings fand ich bei Dir Formulierungen, die mir recht gut gefallen haben, die sich allerdings z.T. nur einbauen lie├čen, wenn ich das von Dir vorgeschlagene Versma├č ├╝bernommen h├Ątte. Wie Du siehst, bin ich Deiner Anregung dann doch gefolgt (hat nur etwas gedauert) und habe noch ein wenig selber an der einen oder anderen Formulierung gebastelt. Vielen Dank f├╝r Deine Unterst├╝tzung!

Liebe Gr├╝├če an Euch beide

Andreas

__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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