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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Liebesbrief
Eingestellt am 16. 10. 2004 12:51


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stellysee
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2002

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Geliebter,
weißt Du noch? Ich hatte mich mit einem schrĂ€gen Typen neben Euch gesetzt. Der Apfelwein brannte in der Nase. Es war ziemlich laut in dem Laden. Es dauerte nicht lange und schon startete ich einen verbalen Übergriff. ErzĂ€hlte, was ich alles so mache, wo ich wohne und wo ich niemals arbeiten wĂŒrde. Beim Stromer! Du warst erstaunt. Es verriet nicht nur Dein Gesicht. Dein Kumpel neben Dir freute sich, dass Du Spaß hattest. Es ist ein echter Freund von Dir gewesen, glaube ich. Ich weiß nicht mehr seinen Namen, aber er machte Musik.
Geliebter, wenn es damals bereits Harry Potter gegeben hĂ€tte, ich hĂ€tte Dich Harry genannt. Du schautest klug durch die GlĂ€ser Deiner Brille. Wach. Und Du hattest viel vor, noch warst Du der Chef vom Chef. Aber das wolltest Du innerhalb der nĂ€chsten sechs Jahre Ă€ndern. Mir gefiel dieser Ehrgeiz beim ErfĂŒllen von TrĂ€umen. TrĂ€ume eines jungen Mannes, der noch nicht so genau wusste, auf welch dĂŒnne Pfade man sich begeben muss, um sich diese TrĂ€ume zu erfĂŒllen.




Auch ich hatte TrĂ€ume. Wollte hoch hinaus. Schrieb Dir, ich liebe das Bergsteigen. Doch bevor wir uns jeder fĂŒr sich auf den Weg machten, besuchtest Du mich. Ich freute mich bereits Tage zuvor auf Deine Ankunft. Ich war sehr aufgeregt. Ich war so verliebt. Ich erzĂ€hlte allen von Dir. Ich glaube, meine Freunde hatten mich noch nie so durch den Wind erlebt. Ich strahlte mit glĂ€sernem Blick vor mich hin und trĂ€umte mit offenen Augen. Lief Rollschuh im Park und merkte nicht, wie die Zeit davonrannte. Als ich Dich am Bahnhof abholte, lachtest Du. Du fandest meinen bunten Rucksack blöd, hast es aber nicht gesagt. Nur: lass den doch da. Dann gingen wir tanzen. Carpe noctem.
Am Morgen hast Du mir auf dem Kinderbuch „Reise zwischen Nacht und Morgen“ von Rafik Schami vorgelesen. Ich hĂ€tte Dir Stunden zuhören können. SpĂ€ter schnittst Du die Pilze, kauftest mir leckere Litschis auf dem Markt. Ich checkte Deine Handschrift und stellte mich als esoterische Kryptologin vor. Dann die große Flatter. Im Fernsehen. Und spĂ€ter auch Du.
Wir machten uns auf ... jeder auf seine eigenen Pfade. Und es war manchmal die Hölle. Aber Geliebter, ich habe Dich ĂŒber all die Jahre nicht vergessen. Ich weiß noch heute, wie Du gerochen hast. Es war ein frischer unaufdringlicher Geruch, mit etwas Zitrus drin, ein noch nicht ganz reifes Aroma, das sich auf den Weg zum eigenen Entfalten machte. In Liebe S*

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stellysee
http://www.stellysee.de

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Elisabeth Merey-Kastner
Guest
Registriert: Not Yet

Ich frage dich und mich, liebe Stellysee, an welchen Stellen sich in diesem (recht) gut geschriebenen Brief die erotischen Momente verbergen. Vielleicht passt dieser Beitrag eher in das Tagebuch-Forum.

Tanzen kann sehr erotisch sein. Dann möchte ich aber das Tanzen beschrieben haben. Ich möchte Bilder lesen und sehen.

Bei Harry Potter und Pilzeschneiden tue ich mir mit meiner erotischen Fantasie schwer.

Oder du versuchst es mit dem unaufdringlichen Zitrusgeruch, der sich auf dem Weg zum eigenen (ginge das auch zum fremden?) Entfalten befindet. Das "Entfalten" allein ist nicht genug. Wie entfaltet sich dieser Zitrusgeruch? Beim Beschreiben dieses Entfaltungsvorgangs könnten erotische Momente entstehen - wie bei GerĂŒchen im Allgemeinen.

Vielleicht sind andere Leser dieses Briefes anderer Meinung. Das wĂŒrde mich freuen.

Elisabeth

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stellysee
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2002

Werke: 6
Kommentare: 17
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liebe elisabeth,
vielen dank fĂŒr deine antwort.
wo könnte der brief denn Deiner meinung nach besser aufgehoben sein?
sonnige grĂŒĂŸe
stellYsee



quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Elisabeth Merey-Kastner
Ich frage dich und mich, liebe Stellysee, an welchen Stellen sich in diesem (recht) gut geschriebenen Brief die erotischen Momente verbergen. Vielleicht passt dieser Beitrag eher in das Tagebuch-Forum.

Tanzen kann sehr erotisch sein. Dann möchte ich aber das Tanzen beschrieben haben. Ich möchte Bilder lesen und sehen.

Bei Harry Potter und Pilzeschneiden tue ich mir mit meiner erotischen Fantasie schwer.

Oder du versuchst es mit dem unaufdringlichen Zitrusgeruch, der sich auf dem Weg zum eigenen (ginge das auch zum fremden?) Entfalten befindet. Das "Entfalten" allein ist nicht genug. Wie entfaltet sich dieser Zitrusgeruch? Beim Beschreiben dieses Entfaltungsvorgangs könnten erotische Momente entstehen - wie bei GerĂŒchen im Allgemeinen.

Vielleicht sind andere Leser dieses Briefes anderer Meinung. Das wĂŒrde mich freuen.

Elisabeth






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