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Leselupe.de > Gereimtes
Liebeserklärungsgestotter
Eingestellt am 02. 03. 2009 22:08


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Walther
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Liebeserklärungsgestotter


Wer sich’s nur träumt, hat’s schon versäumt:
Was davon bleibt, wird abgeräumt.
Auch das Klischee vom blauen See,
In dem ich mich schon schwimmen seh:

In Deinen Augen, die mich saugen,
Weil sie zum Drinversinken taugen!
Hätt’ ich’s gewagt und Dich gefragt,
Dann hätte ich nicht so versagt!

Wer sich beklagt, weil es ihn plagt,
Er hätte besser was gesagt,
Als es zu sagen war die Zeit:

Brich nicht den Stab, dass ich’s nicht hab,
Dass ich die Chance dumm vergab.
Geh nicht im Streit, es tut mir leid!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
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Lieber Walther,

bei so viel Verzweiflung bekommt das Lyri ja vielleicht noch eine zweite Chance.

Eine schöne Variante zu den üblichen Liebeskummergedichten!

Liebe Grüße deutlich ausgesprochen von
Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Walther,

mir gefällt dein Gedicht auch gut, allerdings könntest du m. E. mindestens ein "hätte" ersetzen:

In Deinen Augen, die mich saugen,
Weil sie zum Drinversinken taugen!
Hätt’ Wenn ich’s gewagt und Dich gefragt,
Dann hätte ich nicht so versagt!


So klingt es etwas eleganter,

meint
Heidrun

P.S.: Sonette kannst du nun ... wie wäre es mal mit einem hübschen Kreuzreim?

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Vera-Lena,

das mit den Liebeserklärungen ist so eine Sache: Kommen sie glatt daher, isses nix, kommen sie gestottert, isses auch nix. Ja, wie denn, fragt sich dann der Mann.

Also machen wir es gereimt, mit Binnenreim, damit es wie gestottert kommt, aber nicht ist. Der Bau des Gedichts hat so einige Zeit gebraucht - das hat mehr Arbeit gemacht als normale Gedichte, weil die Architektur leicht daherkommt, aber nicht leicht so luftig hinzhubekommen war. Wer sagt, daß sowas einfach hingerotzt werden kann, nun gut: ich kann's nicht.

Daher danke für Deine lobende Erwähnung.

Lieber Gruß W.


Hallo Heidrun,

der Vorschlag ist durch berechtigt - ich bin aber noch am Nachdenken drüber. Deine Formulierung klingt besser, macht aber sprachlich eine unvollkommenen Nebensatz. Die Sache hat eben zwei Seiten.

Das mit dem Kreuzreim habe ich im Auge. Es wird sicherlich bald mal werden. Obwohl, so schlecht ist die Architektonik der Binnenreime nun auch wieder nicht, oder?

Bester Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
Routinierter Autor
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Es gab,

lb. Oliver,

Tage, da regte ich mich über Schlechtwertungen auf. Heute sage ich: Es ist gut, daß Du weißt, daß Dir die Bäume nicht in Himmel wachsen. Es würde Dir nicht guttun, wenn man Dir das nicht mehr sagte.

Heute danke ich Dir für diesen Eintrag. Warum tue ich das? Erstens freut mich Dein Lob. Zweitens, und das ist mir wichtiger, zeigt Dein Eintrag, daß mir, wenigstens bei Dir, etwas gelungen zu sein scheint, was ich die Schaffung eines Stücks Sprachkunst nenne, die mehr als nur einem etwas sagt, und zwar etwas, das über die Zeit hinausreicht (und das Werk).

quote:
Wer so schreiben kann, der kennt die Liebe..
Das war die Zielrichtung. Aber kennt das LyrIch die Liebe, das ewige Mysterium? Wieviel ist Biochemie, also Natur, wieviel Herz und Verstand, also Kultur? Niemand wird je eine Antwort wissen.

Und so wird das erste Gedicht eines jungen Menschen über die Liebe sprechen und auch das letzte. Und es ist völlig egal, ob über die Geliebte oder den Geliebten oder über Gott geschrieben wird: Die Liebe bleibt, was sie ist: auf ewig unverstanden und zugleich mit die stärkste Kraft, die uns Menschen antreiben und beherrschen kann.

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Lieber Walther,

klasse! Bis auf

quote:
Brich nicht den Stab, dass ich’s nicht hab,

wobei mir der Bezug des 2. Halbsatzes nicht so richtig rund rüberrutscht

Liebe Grüße

Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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