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Leselupe.de > Gereimtes
Liebesfantasien 11
Eingestellt am 29. 03. 2004 21:50


Autor
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Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 172
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Wenn ich
umarmend
deine Br├╝ste f├╝hle,

dann steigt aus fernen Zeiten
mir das Bild
der Mutter auf,

die Nahrung schenkt,
Geborgenheit,
und W├Ąrme in der Eisesk├Ąlte,
die unerbittlich mich umgibt.

Ich bin hinaus gegangen
in die hasserf├╝llte Welt
und k├Ąmpfe dort ums ├ťberleben,

am Ende steh ich mit den andren,
die mich fremd umgeben,
versteinert wie ein Mal im Regenwind.

Ich k├╝sse deine Br├╝ste,
in mir taucht die Mutter auf
und ihre Sorge f├╝r mein Wohlergehn,

wir ├Âffnen uns dem Leid der Welt,
den ausgesetzten Kindern auf den Stra├čen,
dem b├Âsen Kampf um Dach und Brot,

den Hungernden,
erb├Ąrmlich sterben sie,
da andere sich f├╝llen
in Gier und ├ťberfluss.

Die wilde Mannsgewalt
wird sanft an deinem Busen,
die Kr├Ąfte flie├čen in die Welt,
um die zu heilen, die in Not verkommen.
__________________
Wilhelm Riedel

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El Lobo
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Wilhelm,
beim Lesen Deines Gedichtes dachte ich unwillk├╝rlich an einen Mutter-Komplex.
Du assoziierst die Mutter wenn Du an die Br├╝ste der Liebsten denkst?
Oder sollte ich da etwas missverstanden haben?
An manchen Stellen reimt sich das Gedicht, dann wieder nicht, ist dies Absicht? Gewollt? Oder Zufall?
Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht El Lobo (der einsame Wolf)

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Wilhelm Dein Gedicht wirkt sehr zart und liebevoll. Ich denke, dass dies nichts mit einem Mutterkomplex zu tun hat. F├╝r mich dr├╝cktes eher aus, dass die Frau, egal ob Geliebte oder Mutter, der sanfte und doch starke Part ist, der Leiden tr├Âstet, Kraft gibt, und hilft. Das zeigt, glaube ich, auch die letzte Strophe sehr sch├Ân.
Die wilde Mannsgewalt
wird sanft an deinem Busen,
die Kr├Ąfte flie├čen in die Welt,
um die zu heilen, die in Not verkommen.


Interessant, wie verschieden Interpretationen sein k├Ânnen, oder?
Ganz lieben Gru├č! IKT

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Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 172
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Hallo El Lobo,
du siehst das richtig, dass sich mit den Br├╝sten der Geliebten die Erinnerung an die Mutter verbindet, aber nicht im Sinne eines Mutterkomplexes, der sich als Krankheit darstellt oder zumindest als Fehlentwicklung, sondern als grunds├Ątzliche Pr├Ągung. Dabei geht es in dem Gedicht nicht nur um die blo├če Erinnerung, sondern um alles, was sich mit Mutter verbindet, Sanftmut und F├╝rsorge, Verantwortung f├╝r bed├╝rftige Menschen.

Liebe Gr├╝├če,
Wilhelm Riedel.
__________________
Wilhelm Riedel

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El Lobo
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Wilhelm,
ein Mutterkomplex muss nicht zwingend eine Krankheit sein sondern kann auch verschm├Ąhte Liebe bedeuten, aber ich danke Dir daf├╝r, das ich gef├╝hlsm├Ąssig richtig lag und f├╝rs Lesen d├╝rfen, lg El Lobo

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inken
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Wilhelm Riedel

Ich glaube dein Gedicht ist genau das Gegenteil von einem Mutterkomplex, denn dieses Wort bezeichnet in der Psychologie die nichtgegl├╝ckte L├Âsung von der Mutter, die einen Mann zum "ewigen Kind" bleiben l├Ą├čt.

Es gibt sie ja, diese M├Ąnner, die immer umsorgt, bemuttert, getr├Âstet und im schlimmsten Falle auch "ver"sorgt werden m├╝ssen, als w├╝rden sie immer noch an der Mutterbrust h├Ąngen.

Ein bi├čchen Kind bleiben wir ja alle, M├Ąnner suchen in Frauen ein wenig die M├╝tter, Frauen in M├Ąnnern ein wenig die V├Ąter.

Zum Erwachsenwerden aber geh├Ârt meines Erachtens beides.
Du beschreibst es sehr sch├Ân, dieses Hinwachsen zum Verantwortung ├╝bernehmen, weg vom "ich will" und "ich brauche" und deshalb geht es mir gut - sondern hin zum, ich f├╝hle und verstehe und deshalb mu├č ich handeln und Verantwortung ├╝bernehmen.

Die letzte Strophe zeigt dies besonders - die wilde Manneskraft ist gez├Ąhmt, sie dient nicht mehr dazu von Bl├╝te zu Bl├╝te zu flattern um sich selbst zu best├Ątigen - nein, um am Busen der Frau sanft zu werden und die Kraft zu finden, tats├Ąchlich ein Mann zu werden, einer, der Verantwortung in der Familie und in der Welt ├╝bernimmt.
IKT hat es auch schon hervorgehoben.

Ich w├╝nschte, lieber Wilhelm, es w├╝rden alle M├Ąnner zu dieser Erkenntnis gelangen ...l├Ąchel...

Nur die Form holpert mir noch ein wenig zu sehr.


Ganz liebe Gr├╝├če und vielen Dank f├╝rs Lesend├╝rfen - inken

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