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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Liebeshunger
Eingestellt am 08. 11. 2006 18:26


Autor
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schnuffel
Hobbydichter
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Liebeshunger

Unruhig drehte sie sich im Bett um und warf die Decke von sich. Es war zu hei├č, um zu schlafen. Das Fenster war weit ge├Âffnet, doch trotzdem kam in dieser schw├╝lwarmen Julinacht kein k├╝hler Luftzug ins Zimmer. Nichts, dass ihren schwitzenden K├Ârper oder die aufgew├╝hlten Gedanken in ihrem Kopf h├Ątte abk├╝hlen k├Ânnen.

Der Mond schien hell ins Zimmer. Genau auf die andere H├Ąlfte des Bettes, die leer und verlassen neben ihr lag. Wieder sp├╝rte sie das heftige Verlangen, die Gier, ihn hier bei sich haben zu wollen. Einfach nur den Arm auszustrecken und ihn zu ber├╝hren. Seine Anwesenheit zu sp├╝ren. Seinem Atem zu lauschen.

Doch das Bett war leer, er war gegangen Mit heftigen Worten hatte er am Abend die Wohnung verlassen. Im Streit, ├╝ber jetzt nun scheinbare Nebens├Ąchlichkeiten, waren Worte gefallen, die sie nun bereute.

Jetzt, Stunden sp├Ąter, war das alles nicht mehr wichtig. Ihr einziger Wunsch war, dass er zur├╝ckkommen solle. Sie wollte in seinen Armen gehalten werden, wieder und wieder. Sie begehrte ihn und sie liebte das Gef├╝hl, begehrt zu werden. Es war ein Quell unersch├Âpflicher Hingabe. Diese Gier nach Liebe. Das Verlangen geliebt zu werden.

Ein Blick auf den Wecker zeigte, dass es bereits halb vier war. Doch der Schlaf wollte sie einfach nicht einholen, keinen Augenblick des seligen Vergessens. Nur dieses ungestillte Verlangen, dass in ihrem Herzen tobte.

Seufzend stand sie auf und ging zum Fenster. Ihr Blick streifte ├╝ber die Kommode und langsam ├Âffnete sie die oberste Schublade. Hier lag der Brief, den er ihr vor einiger Zeit geschrieben hatte. Den Brief in den H├Ąnden haltend setze sie sich auf das Bett und schaltete die Nachttischlampe ein. Seine etwas schr├Ąge Handschrift sprang ihr entgegen, als sie das Papier auseinander faltete. Die Worte verschwammen vor ihren Augen, als die Tr├Ąnen ├╝ber ihre Wangen liefen. Warum nur tat sie sich das an? Warum musste sie jetzt seinen Brief lesen? Jetzt, da sie so sehr nach ihm verlangte. Sie legte den Brief beiseite und lie├č ihren Tr├Ąnen hemmungslos lauf.

V├Âllig vertieft in ihren eigenen Kummer h├Ârte sie nicht, wie sich ein Schl├╝ssel in der Eingangst├╝r drehte. Sie h├Ârte Schritte im Gang und sah auf. Er stand unentschlossen in der Schlafzimmert├╝r. Das Haar wirr abstehend, als wenn er es sich gerauft h├Ątte. Sein Blick wirkte sehns├╝chtig und z├Âgernd zugleich. Ihre Augen waren rot geweint. Hastig stand sie auf, schlang die Arme um ihn und dr├╝ckte sich an ihn. Begierig hielten sie aneinander fest. Jeder von ihnen mit der Gewissheit, wie sehr es ihn nach der Liebe und der N├Ąhe des anderen verlangte.

Die Gier zu lieben und geliebt zu werden, die in jedem von uns schl├Ągt.






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NicoD
H├Ąufig gelesener Autor
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Wohin?

Also, Schreiben kannst Du! Die Frage ist nur, wohin willst Du?

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schnuffel
Hobbydichter
Registriert: Nov 2006

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Wohin will ich???? Eine wirklich gute Frage. Ich bef├╝rchte fast, da bin ich mir selbst noch nicht ganz schl├╝ssig. Scheint wohl ein Problem f├╝r mich zu sein, meinen Worten die Richtung zu geben. Meine Ideen sind manchmal wie Gedankenblitze da und werden dann auch so niedergeschrieben. Meist werden sie dann nicht mehr gro├čartig ├╝berarbeitet. Sollte ich meine Strategie ├Ąndern und etwas mehr Ordnung in meine Gedankenblitze bringen??? Danke f├╝r die Anregung.

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maerchenhexe
???
Registriert: Nov 2006

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Hallo schnuffel

also .hmm deine Art des Schreibens gef├Ąllt mir gut. aber der Schluss...also da hatte ich doch so meine Probleme, erschien mir doch ein bisschen arg trivial, so ein klein wenig Groschenroman. Nimm die Kritik bitte nicht ├╝bel, ich muss auch noch viel lernen.

ganz lieber Gru├č

maerchenhexe
__________________
Tend the garden, that you seeded,
be a friend, where a friend is needed and you won't have to look round the other way.

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schnuffel
Hobbydichter
Registriert: Nov 2006

Werke: 3
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Hallo Maerchenhexe,

keine Angst ich nehm dir dein Kommentar bestimmt nicht ├╝bel. Ich stell meine Werke ja hier rein, damit ich ehrliche Meinungen dazu bekomme und Anregungen daf├╝r, was ich besser mach kann.

Danke f├╝r deine ehrlichen Worte.

Gru├č
Steffi

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