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Leselupe.de > Ungereimtes
Liebesträumerwüste
Eingestellt am 03. 10. 2002 11:32


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Mara Maria Anna
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Schlingpflanzenträume
unter Purpurhimmeln
Silberstimmen
Traumräume

Du Liebeszuckerwatte du
Süße
Weiche
Sonnengleiche
Liebesträumerwüste

Schlingpflanzenhimmel
über Purpurträumen
Traumstimmen
in Silberräumen

Stille

__________________
http://www.Mara-von-Ferne.de

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theubner
Guest
Registriert: Not Yet

...wüste – dies ist es wirklich, dein gedicht...

...mir war nicht bewusst, dass es möglich ist, so viel kitsch auf so wenig raum unterzubringen, wobei es nicht emotionaler wirkt als ein werbespot für träume, liebe, bewusstseinserweiternde drogen...auf keinen fall wirkt es verträumt, einfallsreich – nur wie eine wüste aus worten, die gedicht sein wollen...

...hmm...theubner...

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otto otter
???
Registriert: Aug 2002

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Lieber Theubner

Es ist der Liebesträumerei inhärent, dass sie nicht die Befindlichkeiten derjenigen überklettern kann, die von ihr erfasst sind.

Gruss

Otto
__________________
rem tene, verba sequentur

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Mara Maria Anna
Autorenanwärter
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Lieber Theubner,

Kitschig findest du das also. Aha. Könntest Du das geneuer begründen, stilistisch, meine ich?
Natürlich hat das Gedicht etwas gewollt Klebriges, Zuckerwatte eben. Aber ich finde nicht, das man ihm das zum Vorwurf machen muss, auch wenn das als Autor vielleicht schwer zu sagen ist.
War es Dir nicht möglich in die Bilderwelt einzusteigen? Das ist dann natürlich doch eher ein schlechtes Zeichen.
An bewusstseinserweiternde Drogen habe ich beim Schreiben nicht gedacht, eher an natürliche Rauschzustände, und auch die Liebe ist nicht eine Liebe im üblichen Sinn. Werbespot finde ich aber ein bisschen gemein.

Gruß, Mara
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http://www.Mara-von-Ferne.de

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theubner
Guest
Registriert: Not Yet

...natürlich kann ich das – gern erklär ich dir meinen eindruck und auch die ursache, die begründung des vergleiches mit einem werbespot... denn in wirklichkeit bin ich kein bisschen gemein – ich denke einzig, dass dir honigsüße aber leere phrasen wenig dienlich wären...

...also gut – es mag sein, dass der klebrige touch gewollt ist – und ob man dies dem gedicht zum vorwurf macht oder nicht, mag von der sichtweise, den vorlieben des lesers abhängen... ich tat es halt...

...was den stil anbelangt, so muss ich dir zu gute halten, dass du wenigstens versuchtest kreativ zu sein – dir sogar wortkonstrukte zu eigen machtest... das spricht für dich und dein streben nach dem sprachlichen element der lyrik... aber seien wir ehrlich: verse wie „du liebeszuckerwatte du“ gehören vielleicht ins tagebuch einer dreizehnjährigen aber nicht in ernstgemeinte poetische ergüsse... außerdem beschränktest du dich bei den wortschöpfungen zu sehr auf einen selbsterschaffenen wortraum – freilich ein spiel mit der sprache doch wenig effektiv und eher langweilig... vor allem die variation der ersten strophe hin zur dritten ist zwar nett gemeint (und wandelnde wiederholungen liegen mir eh am herzen) – aber mit nur einer zwischenstrophe wirkt es zu gedrängt, zu hilflos...

...der einstieg in deine bilderwelt fiel mir hingegen nicht schwer – ist der sims doch eher flach... nur wollt ich nicht gern verweilen, da es für mich nix zu holen gab... es ist halt alles nur eine wortgewaltige beschreibung – bestenfalls die reflexion des lebens auf eine traumwelt – und viel zu offensichtlich, bunt doch farblos... daher auch der vergleich mit einem werbespot - so sehr auf die worte bedacht, dass der sinn banal und albern wirkt...

...inhaltlich hast du dir zweifellos mehr dabei gedacht... ich erkenne die verzückung im anblick einer rosageröteten traumwelt, einer liebe – zum leben, zum traume oder zu wem auch immer... darauf folgt aber sogleich die erkenntnis, dass alles in wirklichkeit genau andersherum ist – ok – relativ bekannt und nicht besonders gut umgesetzt... viel zu flauschig, niedlich – vor allem diese zweite strophe – erschreckend!.. wenn du statt dieser einen längeren, gesetzteren und vielleicht auch durchdachteren ersatz finden würdest, könnte man nochmal über den gesamteindruck reden – so bleibt mir nur ein „mangelhaft“ dazulassen...

...ja... theubner...

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Mara Maria Anna
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Hallo Theubner,

interessant, Deine Darlegungen.
Ich muss Dir in dem Punkt Recht geben, dass mir über der Sprache ein wenig der Inhalt abhanden gekommen ist. Das ist natürlich fatal.
"Du Liebeszuckerwatte du" war nicht ernst gemeint.
Die wandelnde Wiederholung der dritten Strophe verändert meiner Meinung nach ganz erheblich deren Sinn, und ich finde das nicht hilflos. Ich mag keine ausufernden Gedichte.
Was muss denn Deiner Meinung nach ein Gedicht erfüllen, um bestehen zu können? Das würde mich wirklich interessieren. Was denkst Du Dir dabei, wenn Du schreibst? Ich war übrigens auf Deiner Homepage und habe da ein paar Gedichte gefunden, die ich wirklich ansprechend fand.
Ich bin übrigens nicht dreizehn.

Mara
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http://www.Mara-von-Ferne.de

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theubner
Guest
Registriert: Not Yet

...DAS dachte ich mir – ansonsten hätte ich es auch gar nicht bemängelt *g*...

...und ja – das ist fatal – eigentlich das schlimmste was passieren kann – den inhalt verlieren – also wirklich... und ich fand nicht die wiederholung an sich hilflos, sondern der mangelnde abstand – das zwischenspiel ist zu knapp, zu blass – es muss nicht mal quantitativ größer werden – es würde auch ein qualitativer aufstieg reichen... auch ich mag keine ausufernden gedichte (wie du vielleicht auf meiner hp erkennen konntest – meistens *g*)... es fehlt einfach an inhalt, an bezug – so wie es dasteht magst du es deinem schatz ins ohr flüstern (und es würde ihn/sie vielleicht freuen) – aber hier ist es deplaziert...

...tja – und was ein gedicht erfüllen muss – das ist natürlich ein heißes thema... ich finde den ansatz, über freien/spielerischen umgang mit sprache ein gefühl, den inhalt zu erschließen gut... ein gedicht sollte bilderlandschaften erschließen, welche auf neuen wegen zum ziel führen, dabei (in einem bestimmten rahmen) verständlich/erfühlbar sein und trotzdem freiraum für eigene überlegungen/gedanken lassen... ein gedicht sollte keine zwanghaften klischees erfüllen – und muss den kitsch (auch in einem bestimmten rahmen) nicht meiden (denn wie sollte man sonst noch liebeslyrik schreiben *g*)... und dabei sollte ein gedicht (achtung – jetzt kommt’s) trotzdem noch echt, eigenständig und durchdacht klingen...

...nun – und wie gesagt fehlt es DIESEM hier hier an einigem... du solltest einfach versuchen den raum zwischen der ersten und dritten strophe zu bereichern – dann hat es noch eine chance... und dass du dies kannst, hab ich auf deiner homepage gesehen – manche davon liegen in etwa in der richtung wie meine aus dieser zeit *g*... vielleicht haben dir ja gerade diese gefallen?.. bitte info – am besten per mail (sonst verrutscht dein beitrag noch in die plauderecke) – zusenden...

...also... gruß... theubner...

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